Welche Massnahmen verkündet der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber am heutigen Dienstag? (Bild: Keystone)
Baselland

Kommt nun auch im Baselbiet der Teil-Lockdown?

Die Corona-Lage im Baselbiet bleibt prekär. Beschliesst die Regierung am heutigen Dienstag nun neue Massnahmen?

Die Corona-Zahlen im Baselbiet sind nach wie vor hoch: Am Montag wurden 132 Neuinfektionen und sechs Todesfälle gemeldet. Im schweizweiten Vergleich steht der Kanton Basel-Landschaft schlecht da: Nirgends stiegen die Zahlen in den letzten Wochen so stark, wie im Halbkanton. Innerhalb von zwei Wochen stiegen die Zahlen um 12,4 Prozent. Der «Blick» bezeichnet das Baselbiet in seiner Dienstagsausgabe als «grössten Corona-Versager der Schweiz».

Die Kritik an der Regierung wird immer lauter: Während der Kanton Basel-Stadt auf den 23. November eine Reihe weiterer Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie ankündigte, reagierten die Behörden im Baselbiet nicht: Gastobetriebe und Fitnesscenter bleiben offen. Derweil wurde ein Video der Regierung veröffentlicht, das die Einwohner im Kanton an die Corona-Regeln erinnerte.

Kritik wird laut

Die SP kritisierte die Regierung nun in einem offenen Brief. Als «Corona-Sorgenkind» solle der Kanton strengere Massnahmen beschliessen, so die Forderung. Auch die Schliessung des Schulhauses Neuallschwil am Sonntagabend sorgte für Aufsehen: Wegen eines Corona-Ausbruchs muss hier wieder im Fernunterricht gelernt werden. Wegen der fehlenden Massnahmen würden Schulen nun zu Corona-Hotspots, sagt SP-Landrat Jan Kirchmayr gegenüber der «bz».

Weil aber mehr Kinder im familiären Kreis als in der Schule angesteckt würden, bleiben beide Basel beim Präsenzunterricht, auch keine längeren Ferien wie etwa in Deutschland seien geplant.

Spitäler an der Grenze

Ein Blick auf die Spitäler zeigt: Eine Handlung seitens der Behörden ist nötig: 59 Menschen liegen derweil im Baselbiet mit einer Corona-Infektion im Spital. Sechs davon auf der Intensivstation, vier werden beatmet. «Wir können die Situation gerade noch stemmen, auch dank der regionalen Koordination der IPS-Kapazitäten mit dem Universitätsspital Basel und dem Claraspital», wir die Sprecherin des Kantonsspitals Baselland (KSBL), Anita Kuoni, von der «BaZ» zitiert wird. Viele Mitarbeitende hätten sich privat angesteckt und können nun nicht arbeiten. Im Kantonsspital Baselland gilt seit Montag nun ein Besuchsverbot, das nur in Ausnahmefällen aufgehoben wird.

Am heutigen Dienstag trifft sich die Baselbieter Regierung zu einer Sitzung. Folgt der Kanton Basel-Landschaft nun dem Basler Vorbild und beschliesst schärfere Corona-Massnahmen? Möglich also, dass auch im Baselbiet ein Teil-Lockdown erfolgt. Am Dienstag, um 14:00 Uhr, werden die neuen Massnahmen des Kantons bekannt gegeben.

5 Kommentare

  1. An alle Arbeitnehmer welche härtere Massnahmen fordern rate ich ihre berufliche Anstellung zu kündigen und sich in Selbstisolation zu begeben. Habt keine Angst euer Job wird dann sicherlich von arbeitswilligen erledigt die ihre Anstellung durch die Massnahmen verloren haben……Report

  2. Hätte gerne gesehen, dass die Verantwortlichen im Baselbiet Charakter gezeigt hätten und die bisher getroffen Massnahmen beibehielten. Die nun angeordneten Massnahmen bringen nichts und belasten Wirtschaft und die Bevölkerung.Report

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