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Die Baselbieter Regierung verschärft die Massnahmen ab dem 11. Dezember. (Keystone)
Baselland

Berset war nicht der Grund für die Verschärfungen im Baselbiet

Im Baselbiet müssen Gastrobetriebe neu ab 21 Uhr schliessen. Für Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 15 Personen. Die Massnahmen gelten ab Freitag.

Die beiden Basel gehen bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie weiterhin unterschiedliche Wege: Während Baselland für Gastronomiebetriebe bis 17. Januar 2021 eine Sperrstunde um 21 Uhr einführt, verlängert Basel-Stadt die totale Schliessung der Restaurants um eine Woche bis 20. Dezember.

Die vorgezogenen Sperrstunde im Kanton Baselland gelte auch an Weihnachten und Silvester, teilte die Baselbieter Regierung am Dienstag an einer Online-Medienkonferenz mit. Neu wird die Obergrenze der Belegung von Gastrobetrieben von bislang 100 auf 50 Personen pro Raum gesenkt.

Als weitere Verschärfungen hat sie eine Obergrenze von 15 Personen für Veranstaltungen verfügt. Zudem hat sie mit wenigen Ausnahmen sämtliche Sportaktivitäten, wie Trainings oder Wettkämpfe, in öffentlich zugänglichen Einrichtungen und im Freien verboten.

Des weiteren müssten Freizeitinstitutionen von Jugendzentren über Wellness-Center bis zu Erotikbetrieben schliessen. Als Ausnahmen bei den Sportaktivitäten werden Leistungs- und Schulsport sowie der professionelle Spielbetrieb aufgeführt. Von der Obergrenze für Veranstaltungen ausgenommen bleiben religiöse Zusammenkünfte an Feiertagen, politische Aktivitäten oder Beerdigungen.

Im Schulbereich hat die Regierung keine weiteren Massnahmen beschlossen.

Weitergehendes Massnahmenpaket in der Hinterhand

Die Massnahmen treten am Freitag in Kraft und gelten bis zum 17. Januar 2021. Für den Fall, dass sie nicht genügend Wirkung zeitigten, habe die Regierung bereits ein weitergehendes Massnahmenpaket vorbereitet, sagte Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP). Die entsprechende Verordnung halte zudem fest, dass mit Busse bestraft werde, wer sich diesen Vorgaben widersetze.

Die Massnahmen seien mit den Nachbarkantonen Basel-Stadt. Aargau und Solothurn abgesprochen und in weiten Teilen deckungsgleich, sagte Regierungspräsident Anton Lauber (CVP). Dies gilt namentlich für die Verbote im Sportbereich und für die Obergrenze bei Veranstaltungen.

Bei den Gastronomiebetrieben gehen die Nordwestschweizer Kantone aber nach wie vor getrennte Wege: Während Baselland und Solothurn nun eine Sperrstunde um 21 Uhr verfügt haben – der Aargau wird sich erst am Mittwoch dazu verlauten lassen -, hatte Basel-Stadt per 30. November sämtliche Restaurants und Bars schliessen lassen.

Angesprochen auf diese Diskrepanz spielte Weber den Ball zurück: Jetzt sei es der Stadtkanton, der in der Nordwestschweiz einen eigenen Weg beschreite. Der Kanton Baselland habe sorgfältig zwischen den gesundheitlich notwendigen Massnahmen und der wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Schäden abgewogen.

Er habe aber Verständnis, dass Basel-Stadt die generelle Schliessung der Restaurants nun nicht kurzfristig wieder aufhebe – zumal noch nicht bekannt sei, welche Massnahmen der Bundesrat am Freitag verfügen werde, sagte Weber weiter.

Höchstwert bei den Fallzahlen in Baselland

Der Kanton Baselland verzeichnete am Dienstag mit 208 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert an positiven Tests, wie der kantonalen Fallstatistik zu entnehmen ist. Gleichzeitig ist die Zahl der Covid-19-Todesfälle auf 89 angestiegen (+1). Die Gesamtzahl der bislang registrierten Coronavirus-Infektionen beträgt nun 7803 Fälle.

Die Zahl der Hospitalisierungen stieg in Baselland um 2 auf 61 an. Auf der Intensivstation befanden sich 8 Personen – 4 davon mussten beatmet werden.

In Basel-Stadt befanden sich am Dienstag 150 Corona-Patienten in Spitalpflege. Gleichzeitig registrierte der Stadtkanton 94 Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle.

12 Kommentare

  1. Liebe Leute schaut Euch doch die Doku über die Spanische Grippe von 1918 – 1920 an. Da gab auch viele Ignoranten. Das Resultat 50 – 100 Millionen Tote, bei einer damaligen Weltbevölkerung von gerade mal 1,8 Milliarden. Die fehlende Kantonsübereinstimmung und die Ignoranz gewisser Menschen, wird uns wieder einmal zeigen, wie verblödet gewisse Menschen sind…☹️Report

  2. Ich verstehe das Konzept nicht,

    Zwischen 12 und 20 Uhr bin ich nicht gefährdet.

    Ab 21 Uhr dann schon.

    Verarschen kann ich mich selber….Report

  3. @MO
    ich wusste gar nicht,dass Bewegung nur im Fitnesscenter stattfinden kann;:da sich viele Leute in der Freizeit anstecken,ist es durchaus möglich,dass Ansteckungen auch im Fitnesscenter stattfinden könnenReport

  4. Sorry, ich verstehe Basellsnd nicht…. Und wieso muss Baselland immer extra Würsta haben??? Herrgottnochmals, wer sitzt in der Regierung… Das ist doch nicht normal, die sollen das gleiche machen wie Baselstadt. Was nützt um 21 uhr schliessung, aha Covid nimmt Rücksicht ab 21 uhr??? Wie lächerlich. Hoffe das Berstet anderst entscheidet. Naja Baselland Regierung ist halt doch nicht so erwachsen.Report

  5. @walter
    und wer sagt,dass die Massnahmen nicht helfen?die Massnahmen Kritiker können sich mal in Ruhe überlegen,was es bedeutet,wenn alle Intensivbetten Anfang Jahr belegt sind;darum geht es seit Wochen/Monaten:Und dass die Fall/Hospitalisationszahlen während den Festtagen steigen werden, ist vorprogrammiertReport

  6. Sorry jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr. In jedem Kanton etwas anderes jetzt muss ich dann eine Liste machen was ich in jedem Kanton berücksichtigen muss
    So lange hört man nichts vom Kanton-Basellad und jetzt so ein Entscheid.
    Traurig sehr traurig und jetzt wird noch gegen Basel geschossen mit vorwürfen.
    Der stolze als Baselbieter ist mir vergangen.
    Das die Restaurants um 21 Uhr schließen müssen das bringt Soviel wie nichts.
    Die höchsten Ansteckungsrate laut Statistik ist in der Familie.
    Ich glaube das die Schulen die verbreitungs schleuder sind. Stecke einander an, ohne Symptome und die Eltern bekommen Symptome.
    Aber das will man ja nicht wahr haben.Report

  7. Es ist schon zu spät!
    Die Inektionszahlen sind in Basel-Land im exponentiellen Wachstum. Das zeigen die Zahlen von heute deutlich.
    Nun wird es mindestens die nächsten 10 Tage so weitergehen.
    Die heute beschlossenen Massnahmen sind sehr bescheiden. Damit erreicht man allenfalls eine Stabilisierung auf hohem Niveau.Report

  8. Habe erwartet dass die Verantwortlichen Personen Charakter zeigen und die vorhandenen Regelungen beibehalten. Die neuen Massnahmen beeinflussen die Ansteckungen nicht und sind für die Katz. Schaden aber der Wirtschaft und vielen Personen in der Gesellschaft.Report

  9. Identische Lösungen in der Nordwestschweiz? Dann müssten die 4 Kantone resp. mindestens die beiden Basler Kantone gemeinsam vor die Medien treten und einheitliche Lösungen in der Ausführung und der Dauer präsentieren. Würde agiert, käme die Äusserung „Für den Fall, dass sie nicht genügend Wirkung zeitigten, habe die Regierung bereits ein weitergehendes Massnahmenpaket vorbereitet“ gar nicht auf den Tisch, sondern wäre schon ein Bestandteil der heutigen Massnahmen. Aber es wird hinaus gezögert, da es sich um eine unpopuläre Massnahme handelt, nämlich das Schliessen der Restaurants.Report

  10. ABSOLUT unverständliches Vorgehen seitens Basel-Land in Anbetracht der stetig steigenden Zahlen. Ein Schelm, wer hier wirtschaftliche Interessen des Kantons vermutet…?!?Report

  11. Ich kann nicht verstehen, weshalb die Fitnesscenter schliessen, denn Ansteckungen hat es dort meines Wissens nicht gegeben. Bewegung wäre extrem wichtig in dieser Zeit.
    Zuerst lässt man alles laufen in BL und jetzt findet eine Kehrtwende statt.Report

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