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«Subtile Färbungen und exquisit nuancierte Phrasen»: Der Basler Gitarrenkünstler Christoph Denoth. (Bild: zVg)
Basel

Basler Star-Gitarrist: «Die Corona-Krise hinterfragt unsere Lebensweise»

Der Basler Christoph Denoth gehört zu den bedeutendsten klassischen Gitarristen weltweit. Die Corona-Krise trifft ihn hart. Im Talk spricht er darüber.

«Ich habe gemerkt, dass es jetzt ganz wichtig ist, es allein aushalten zu können. Ja, mehr noch: gut mit sich umgehen zu können»: Christoph Denoth stürzt sich schon kurz nach Gesprächsbeginn in die Tiefe der Grundsätze.

Er sieht die Krise als Anlass und Chance, unsere Lebensweise zu überdenken. «Mich hat die Sache schon durchgeschüttelt, grundsätzliche Fragen aufgeworfen», so der Künstler, der schon in den renommiertesten Konzerthäusern der Welt gastierte, beispielsweise in der Carnegie Hall in New York oder in der Berliner Philharmonie.

«Die Krise hat mich auf mich selber zurückgeworfen. Ich fragte mich: Was brauche ich denn wirklich? Muss ich etwa dieses oder jenes wirklich käuflich erwerben können, oder geht es auch ohne? Ich glaube, solche Fragen sollten wir uns jetzt alle stellen», sagt der Star-Gitarrist.

(Video: Youtube)

Alle beruflichen Termine gestrichen

Christoph Denoth gehört weltweit zu den bedeutendsten, klassischen Gitarristen der jüngeren Generation. In einer New Yorker Konzertkritik werden seine «subtile Färbungen und exquisit nuancierte Phrasen» gelobt. Aber nun sind auch für den Musiker von Weltrang alle beruflichen Zielpunkte plötzlich weg: etliche Konzerte (auch mit Orchester) gestrichen, seine Tätigkeit (seit 2010) als Gitarren-Professor an der Londoner Royal Academy of Music ausgesetzt – mit den entsprechenden finanziellen Ausfällen.

Nun plant Christoph Denoth eine CD-Produktion mit Werken spanischer Komponisten wie Isaac Albéniz, Enrique Granados oder Josep Fàbegra. Dazu hat er Notentexte für Klavier auf Gitarre umgeschrieben, daraus werde eine Art «Nächte in spanischen Gärten», so Denoth, auf das berühmte Werk von Manuel de Falla anspielend.

Im Talk vom Freitag, 4. Dezember 2020, spricht Christoph Denoth ab 18:45 Uhr über seine Arbeit und sein Leben in der Corona-Krise – und gibt eine Kostprobe seines aktuellen Schaffens.

1 Kommentar

  1. Ich gebe ihm recht, Corona ist da um die Menschen zurück zu besinnen. Für mich hat Corona nichts geändert, ich führe das gleiche Leben wie vor Corona einfach weiter….. Corona hat mein Leben nicht verändert, ausser das ich nun meine Arbeit online anbiete, aber das hat auch was für sich. Corona zwingt die Menschen ihr Leben zu überdenken – die meisten Menschen fühlen sich im Leben unglücklich… die Gründe dafür sind ja bekannt – Corona zwingt die Menschen endlich zu HANDELN – Corona zwingt zu handeln – JETZT und wenn nicht, wird es noch eine dritte, vierte, fünfte Welle geben – weil ein Impfstoff zu wenig sein wird. In diesem Sinne bleiben Sie gesund!!!!!Report

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