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Alain Berset über neue Corona-Massnahmen ab dem 9. Dezember 2020. (Video: Youtube/Der Eidgenössische Bundesrat)
Schweiz

Das sind die neuen Massnahmen ab dem 9. Dezember

Bundesrat Alain Berset trat am Freitag vor die Medien. Das sind die neuen Massnahmen, die ab 9. Dezember in Kraft treten.

Der Bundesrat verzichtet darauf, die Kapazitäten in den Skigebieten einzuschränken. Im Hinblick auf die Festtage hat der Bundesrat am Freitag jedoch neue Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen und den Druck auf die Kantone erhöht.

Die epidemiologische Lage in der Schweiz bleibe äusserst angespannt, hält der Bundesrat in seiner Mitteilung fest. In der ganzen Schweiz würden die Fallzahlen zwar sinken, in einigen Kantonen jedoch stagnierten die Fallzahlen oder stiegen gar an. Die Situation in den Spitälern sei noch immer sehr angespannt.

Ziel sei es nun, die Fallzahlen weiter zu reduzieren – insbesondere mit Blick auf die Festtage.

Skigebiete bleiben offen

Das Skifahren soll laut Bundesrat weiterhin möglich sein, auch die Kapazitäten werden nicht eingeschränkt. Im Vorfeld hatten die vom Bundesrat geplanten Kapazitätsbeschränkungen zu Diskussionen geführt. So verabschiedete der Nationalrat am Donnerstag eine Erklärung zu den Skigebieten. Darin wurde der Bundesrat aufgefordert, möglichst auf Kapazitätseinschränkungen zu verzichten.

In allen geschlossenen Transportmitteln, also beispielsweise in Zügen, Kabinen und Gondeln, dürfen aber ab dem 9. Dezember nur zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Das gilt für Sitzplätze und Stehplätze.

Die Skigebiete brauchen ab dem 22. Dezember zudem eine Bewilligung des Kantons. Der Kanton darf die Bewilligung nur erteilen, wenn es die Kapazität der Spitäler erlaubt, die Corona-Tests normal durchgeführt werden können und das Contact Tracing des Kantons funktioniert.

Die Skigebiete müssen den Kantonen «strenge Schutzkonzepte» vorlegen, die sich nach den Vorgaben des Bundes zu richten haben. Ziel sei es, eine Verbreitung des Virus in den Tourismusgebieten zu verhindern.

Für die Skifahrerinnen und Skifahrer gilt auf allen Bahnen – auch Skiliften und Sesselliften – eine Maskenpflicht. Ebenso gilt die Maskenpflicht beim Anstehen. In den Restaurants in Skigebieten dürfen sich nur Personen aufhalten, die an einem Sitzplatz konsumieren. Auf den Terrassen gelten die bestehenden Regeln: Konsumation nur sitzend und maximal vier Personen pro Tisch. Von der Regel ausgenommen sind Eltern mit Kindern.

Läden und Restaurants

Um die Kontakte vor Weihnachten auf ein Minimum zu beschränken, will der Bundesrat die Bevölkerung ausserdem dazu bewegen, die Einkäufe bewusster zu planen. Deshalb wird die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig in einem Laden aufhalten dürfen, reduziert. In grösseren Läden müssen pro Person statt wie heute vier Quadratmeter neu zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die Regelung gilt ab dem kommenden Mittwoch, 9. Dezember, bis auf weiteres.

Die Registrierungspflicht in Restaurants ist heute kantonal geregelt. In einigen Kantonen gilt sie, in anderen nicht. Neu führt der Bundesrat ein, dass in der ganzen Schweiz pro Tisch die Kontaktdaten eines Gastes registriert werden müssen. Die Sperrstunde in Restaurants bleibt bei 23 Uhr. In der Silvesternacht wird diese ausnahmsweise bis 01 Uhr verlängert.

Empfehlungen Treffen und Homeoffice

Für private Treffen gilt weiterhin eine Obergrenze von zehn Personen. «Der Bundesrat empfiehlt dringend, Treffen im Privaten und in Restaurants auf zwei Haushalte zu beschränken», heisst es weiter.

Die Arbeitgeber ruft der Bundesrat auf, die Homeoffice-Empfehlungen konsequent umzusetzen. Auf eine Homeoffice-Pflicht verzichtet der Bundesrat jedoch. Singen ist neu ausserhalb des Familienkreises und der obligatorischen Schule verboten – sowohl im Freien als auch in Innenräumen.

Druck auf die Kantone

Der Bundesrat erhöht schliesslich auch den Druck auf die Kantone. Wenn die Lage sich verschlechtere oder die Fallzahlen auf hohem Niveau stagnierten, müssten die Kantone neue Massnahmen ergreifen.

Der Bundesrat werde an einer ausserordentlichen Sitzung am Dienstag, 8. Dezember, eine Zwischenbeurteilung vornehmen und am Freitag, 11. Dezember, strengere Massnahmen beschliessen, sollten die Kantone nicht die nötigen Massnahmen getroffen haben.

4 Kommentare

  1. Vielleicht würden die Zahlen eher sinken, wenn:
    1. Jede Person die Maske richtig und konsequent trägt (Mund & Nase bedeckt, während dem Sprechen, Zuhören, Gehen und Einkaufen).
    2. Jede Person die Hände korrekt desinfiziert (beim Eintritt in das Geschäft, mit genügend Desinfektionsmittel = 2 Sprühstösse; Hände reiben bis alles trocken ist).
    3. Im öffentlichen Verkehr siehe Punkt 1.

    Es wäre wünschenswert die bereits etablierten Schutzmassnahmen korrekt und konsequent einzufordern (Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel). Immer weitere Einschränkungen machen die Situation nicht unbedingt besser, eher konfuser und erzeugen Widerstand.Report

  2. Endlich reagiert der BR. Zu spät? Ich denke schon. Wichtig ist scheinbar für viele der Stutz und das Vergnügen. Wie viel Stutz soll eigentlich noch aus dem Fenstet geworfen werden und wer soll das bezahlen? Ich denke der Steuerzahler. Wir sollten uns endlich am Riemen reissen und endich an die Regeln halten !!!!!Report

  3. Dieses hickhack der kantone sollte jetzt aufhören. Ist es noch nicht schlimm genug in der schweiz?kein wort der anteilnahme des bundes angesichts der vielen toten.was ist los bei uns?nur skifahren und zusammenhocken? Alles nur noch egoisten.Report

  4. Ich wette Sie , Scotti, haben bei der Konserniniziative nein gestimmt? Wenn ja, dann währe es vielleicht an der Zeit nicht nur an sich zu denken weil Sie Angst haben.Report

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