Weihnachtsbeleuchtung kann auch klimaschonend sein. (Bild: telebasel)
Basel

Smarte Weihnachtsbeleuchtung

Überall strahlt’s, glitzert’s und leuchtet’s. Die Menschen erfreuen sich an der Weihnachtsbeleuchtung, doch die Tiere und Umwelt leiden.

Weihnachtsmärkte, Innenstädte, Vorgärten, Fenster – überall strahlt’s, glitzert’s und leuchtet’s. Die Menschen erfreuen sich an der kitschigen Beleuchtung, doch die Tiere und Umwelt leiden.

Gemäss der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz werden in der Schweiz für Weihnachtsbeleuchtung jährlich rund 100 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht. Davon schätzungsweise 40 Prozent von Privathaushalten. Dies sind zwei Prozent des gesamten Verbrauchs. Dies klingt erstmals nach wenig. Allerdings könnten damit 25‘000 Haushaltungen, gemessen am durchschnittlichen Stromverbrauch eines 4-Personen-Haushalts, ein ganzes Jahr leben.

Weihnachtsbeleuchtung muss nicht aufwendig sein. Der schönste Baum von allen ist der den man selber schmückt – Johann Wanner. (Bild: telebasel)

Die Beleuchtung

Man möchte meinen, so hell wie die Strassen einer Stadt zur Weihnachtszeit erleuchtet sind, würden diese auch den Grossteil des Gesamtverbrauchs ausmachen. Stimmt aber nicht. Tatsächlich kommt der höchste Anteil von den Privathaushalten: Lichterketten, Weihnachtssterne und elektronische Christbaumkerzen. Im Dezember verbraucht der Durchschnittshaushalt circa 190 Kilowattstunden für die zusätzliche Beleuchtung, das ist die Hälfte des Stromverbrauchs, der sonst im Jahr für Beleuchtung genutzt wird. Das muss nicht sein. Man kann es auch energieeffizient schön haben zu Hause: Eine viel romantischere Alternative zu elektronischen Lichtquellen sind Kerzen, sie spenden nicht nur Licht, sondern wärmen angenehmerweise auch. Wenn offene Feuer nicht möglich sind, ist LED-Beleuchtung eine gute Variante zu traditionellen Glühbirnen. Die verbraucht nämlich 80 Prozent weniger Strom.

Doch auch hier gilt: Nachts das Ausschalten nicht vergessen oder über eine Zeitschaltuhr abschalten lassen. Die strahlende Weihnachtsbeleuchtung lässt nicht nur die Nachbarn schlecht schlafen, sondern blendet und stört auch Tiere. Die brauchen gerade in der kalten Jahreszeit ihre gesamte Energie, um überleben zu können.

Der Baum

Beim Kauf des Weihnachtsbaums ist drauf zu achten, dass er möglichst in der heimischen Region gewachsen ist, sodass keine langen Transportwege anfallen, wodurch C02  gespart und die lokale Waldwirtschaft unterstützt wird. Die sog. FSC-, Naturland- oder PEFC-Prüfsiegel stehen für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Ein solcher Baum wurde ohne Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel gezogen.

Der Schmuck

Lametta und Girlanden aus Stanniol, Kunststoff oder Aluminium sowie Schnee- und Glitzersprays belasten immens die Umwelt, da sie nicht leicht zu recyceln sind und teilweise giftige Substanzen enthalten. Besser sind Christbaumkugeln oder Strohsterne.

Zeige uns Deine schönste Weihnachtsbeleuchtung und mach mit bei der Telebasel Weihnachts Challenge 2020.

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