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Schweiz

Deutschland verlängert Teil-Lockdown bis zum 10. Januar

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Neue Corona-Regeln für Frankreichs Gotteshäuser

Nach einem Urteil des obersten Verwaltungsgerichts hat die französische Regierung fristgemäss neue Corona-Regeln für religiöse Veranstaltungen erlassen. Zwischen Gläubigen oder Familien müssten jeweils zwei Sitze freibleiben, eine von zwei Stuhlreihen dürfe nicht belegt werden. Das teilte das Innenministerium am späten Mittwochabend in Paris mit. Die katholische Bischofskonferenz bezeichnete die neuen Regeln als anwendbar.

Der Staatsrat hatte am Wochenende die coronabedingte Höchstzahl von 30 Gläubigen bei einer religiösen Zeremonie gekippt. Das Gericht setzte der Regierung eine Frist von drei Tagen, um die Vorgabe zu überarbeiten. Am 15. Dezember steht in Frankreich eine neue Etappe bei der generellen Lockerung der Corona-Regeln an.

Deutschland verlängert Teil-Lockdown bis zum 10. Januar 2021

Angela Merkel und die Minister der deutschen Bundesländer haben eine Verlängerung des Teil-Lockdowns beschlossen. Die bisherigen Massnahmen Regeln sollen bis zum 10. Januar gelten. Nach fünfstündigen Beratungen mit den 16 Ministerpräsidenten sagte Merkel, sie wolle sich mit den Ministerpräsidenten am vierten Januar erneut treffen. Sollte es nötig sein, auch früher.

(Bild: Keystone)
Johnson: Biontech-Experten bekämpfen Virus mit biologischem Jiu Jitsu

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Leistung der Experten bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech hervorgehoben. Sie seien dem Virus mit «biologischem Jiu Jitsu» zu Leibe gerückt, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend. Wie bei der sanften asiatischen Kampfkunst hätten sie die Kraft des Virus gegen sich selbst gelenkt. Der Impfstoff enthält den Bauplan für einen Teil des Erregers.

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) hatte zuvor dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Grossbritannien ist damit das erste Land, das den Impfstoff zulässt.

Bereits in der kommenden Woche soll mit der Immunisierung begonnen werden. Zunächst soll das Vakzin für Menschen in Pflegeheimen und für über 80-Jährige vorbehalten sein. Später sollen weitere Risikogruppen geimpft werden. Es handle sich um «das grösste Massenimpfungs-Programm in der Geschichte Grossbritanniens».

Johnson warnte jedoch vor allzu grossem Optimismus. Die Lagerung des Impfstoffs bei minus 70 Grad Celsius sei schwierig. Es brauche zwei Impfungen bevor der Schutz wirke. Weitere Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie seien weiterhin notwendig. «Es ist noch nicht vorbei», so Johnson.

US-Gesundheitsbehörde rät von Reisen auch zu Weihnachten ab

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC nach dem Erntedankfest Thanksgiving auch von Reisen und Familienbesuchen rund um alle Feiertage im Dezember dringend abgeraten. «Der beste Weg, sich selbst und andere zu schützen, ist, Reisen zu verschieben und zu Hause zu bleiben», sagte Henry Walke von der CDC am Mittwoch bei einer telefonischen Pressekonferenz. «Wir müssen dieses exponentielle Wachstum stoppen und deswegen bitten wir die amerikanische Bevölkerung, Infektionen vorzubeugen und Reisen zu verschieben.»

Bereits zu Thanksgiving in der vergangenen Woche hatte die CDC von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hatten sich daran jedoch nicht gehalten. Zu Thanksgiving kommen in den USA traditionell Grossfamilien oder grosse Freundeskreise zusammen – aber auch zu Weihnachten und anderen Feiertagen im Dezember gibt es normalerweise grosse Zusammenkünfte. «Wir wissen, dass es eine schwere Entscheidung ist, und dass die Menschen Zeit brauchen und Diskussionen mit ihrer Familie und ihren Freunden führen müssen», sagte Cindy Friedman von der CDC.

Tui-Konzern bekommt weitere Finanzspritze

Der weltgrösste Reiseanbieter braucht noch mehr Unterstützung: Nach zwei Hilfspaketen muss Tui mit weiteren öffentlichen Geld stabilisiert werden. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
US-Firmen schaffen deutlich weniger Jobs als erwartet

Die US-Unternehmen haben sich im November angesichts steigender Corona-Infektionen mit Neueinstellungen zurückgehalten. Unter dem Strich entstanden in der Privatwirtschaft 307’000 Arbeitsplätze, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen mit 410’000 neuen Jobs gerechnet. Im Oktober lag das Plus noch bei 404’000, im September sogar bei 754’000.

Berset will Homeoffice-Pflicht bis 20. Januar verordnen

Wie «Blick» weiss, plant Bundesrat Alain Berset (SP) eine Homeoffice-Pflicht bis zum 20. Januar 2021. Bereits Ende Oktober habe er eine solche einführen wollen, doch er sei von seinen bürgerlichen Kollegn überstimmt worden.

Nun werde Berset wohl einen zweiten Anlauf nehmen. Denn die Entwicklung der Corona-Zahlen sei noch nicht zufriedenstellend. «Blick» liegt ein Entwurf zur Corona-Verordnung vor, in welchem die Arbeitgeber in die Pflicht genommen würden. Sie müssten «die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen» für das Homeoffice treffen.

(Bild: Keystone)
St. Gallen – Vaduz verschoben

Weil die Quarantäne für die Mannschaft des FC St. Gallen verlängert wurde, musste das Heimspiel der Ostschweizer vom kommenden Samstag gegen Vaduz verschoben werden. Nach Corona-Fällen in den letzten Woche fand bereits am vergangenen Wochenende das Spiel St. Gallens gegen den FC Zürich nicht statt. Nachdem nun mit Yannis Letard, Nicolas Lüchinger und Miro Muheim drei weitere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, verlängerte der St. Galler Kantonsarzt die Quarantäne bis und mit nächsten Samstag.

Wann die beiden Spiele der St. Galler gegen den FC Zürich und Aufsteiger Vaduz nachgeholt werden, ist noch nicht bekannt.

(Bild: Keystone)
Aargauer Unternehmen können ab Donnerstag Unterstützung beantragen

Von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen im Kanton Aargau können ab Donnerstag Gesuche für finanzielle Unterstützung einreichen. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat dafür einen Kredit von 125 Millionen Franken.

Ziel der Unterstützung sei es, wirtschaftlich gesunde Unternehmen zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Die Unternehmen sollten nach der Pandemie wieder ihren gewohnten Geschäftsgang aufnehmen und langfristig weiterführen können.

Die Aargauer Wirtschaft soll mit 125 Millionen Franken unterstützt werden. (Symbolbild: Keystone)

Der Grosse Rat hatte im Juni einen Kredit von 150 Millionen Franken bewilligt. Davon wurden bisher rund 25 Millionen Franken beansprucht. Der nun vom Regierungsrat beantragte Kredit von 125 Millionen Franken liege damit im Rahmen dieses Parlamentsbeschlusses, wurde Landammann und Finanzdirektor Markus Dieth in der Mitteilung zitiert.

Auch Schweden und Finnland verzichten auf Weltcup in Davos

Nach Norwegen ziehen auch Schweden und Finnland ihre Teilnahme an den Weltcup-Rennen im Langlauf in Davos (12./13. Dezember) und Dresden (19./20. Dezember) zurück. Die Sportler fürchten, mit dem Coronavirus infiziert zu werden. Damit bleiben drei der erfolgreichsten Skinationen den Wettbewerben fern.

(Bild: Keystone)

Der Arzt der schwedischen Mannschaft sagte am Mittwoch laut einer Mitteilung des Schwedischen Skiverbandes, man könne zurzeit keine sichere Hin- und Rückreise von und nach Dresden und Davos garantieren. «Wenn etwas schief geht, kann die Krankheit möglicherweise schwerwiegende Folgen für die infizierte Person haben. Keiner von uns ist bereit, dieses Risiko einzugehen», so Per Andersson.

Weder der finnische, noch der schwedische oder der norwegische Skiverband haben bisher entschieden, ob ihre Teams im Januar 2021 bei der Tour de Ski in der Schweiz und Italien antreten werden.

Neue WHO-Empfehlung: Maske kann auch zu Hause sinnvoll sein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zum Maskentragen als Schutz vor Coronavirus-Infektionen ausgeweitet. Neu empfiehlt sie, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Aussenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann. Das gelte «unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann», heisst es in den am Mittwoch aktualisierten Empfehlungen.

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(Symbolbild: Keystone)
Österreich öffnet Pisten zu Weihnachten

Österreich hält die Corona-Massnahmen bis 23. Dezember. Ab dem 24.. Dezember soll es möglich sein, im Land Ski zu fahren, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Hotels und Beizen müssen vorerst zu bleiben: Erst am 7. Januar sollen sie wieder öffnen.

Ab dem 7. Januar geht dann die Kulturbranche wieder auf. Bis Jahresende wird die Branche mit 50 Prozent des erwarteten Umsatzes entschädigt. Auch Fitness-Center müssen vorerst geschlossen bleiben.

Österreich verhängt zudem für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit.

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Offene Ski-Pisten, geschlossene Beizen: Das sind Österreichs Corona-Regeln für Weihnachten. (Bild: Keystone)

Aostatal hat noch nicht Corona-Massentests beschlossen

Die italienische Region Aostatal hat nach eigenen Angaben über Pläne zu einem Corona-Massentest noch nicht entschieden. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte am Dienstag berichtet, der Weg für eine Reihenuntersuchung für rund 84’000 Menschen oder etwa zwei Drittel der Einwohner der an den Kanton Wallis grenzenden kleinen Alpenregion sei frei.

«Im Moment ist noch keine Entscheidung der Regierung getroffen», teilte Regionalpräsident Erik Lavevaz dazu in einer Erklärung mit, die der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch vorlag. Das Projekt werde vielmehr in den kommenden Tagen geprüft.

In Indien sinken die neuen Corona-Zahlen

In Indien gehen die bekannten Corona-Zahlen zurück. Wurden im September noch an mehreren Tagen über 90’000 Neuinfektionen erfasst, werden seit über drei Wochen weniger als 50’000 neue Fälle pro Tag gemeldet, wie Daten des indischen Gesundheitsministeriums und der John-Hopkins-Universität (JHU) zeigen.

Das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land verzeichnet in absoluten Zahlen nach den USA die meisten Corona-Fälle – konkret rund 9,5 Millionen. Zuletzt gab es in Indien den offiziellen Daten zufolge fast 429’000 aktive Corona-Infektionen – der niedrigste Stand seit dem 23. Juli, wie das indische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

Arosa Humorfestival findet digital statt

Das 29. Arosa Humorfestival wird vom 3. bis 13. Dezember 2020 digital stattfinden. Jeweils ab 17 Uhr wird eine neue Best-Of Sendung auf www.humorfestival.swiss/digital zu sehen sein. Das schreibt das Festival in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Darts-WM mit Publikum und Alkohol

Die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace soll auch im Corona-Jahr 2020 mit Publikum stattfinden. Für den Event ab dem 15. Dezember sollen 1’000 Fans pro Session zugelassen werden, wie der Weltverband PDC mitteilte. In normalen Jahren bietet der «Ally Pally» 3’000 Zuschauern pro Session Platz.

Die PDC spricht von einer «coronasicheren Umgebung unter besonderen Bedingungen». Bisher mussten seit Beginn der Pandemie im März alle Darts-Turniere ohne Publikum ausgetragen werden. Von Mitte März bis Juli war der Spielbetrieb auf der World Tour sogar komplett ausgesetzt.

(Archivbild: Keystone)

Zu den Regeln für die WM zählt, dass nur Fans aus Grossbritannien Tickets erwerben können. Interessierte können jeweils einen Tisch für vier Personen buchen und diesen mit Menschen aus ihrem Haushalt teilen. Essen und Getränke sollen mit einer speziellen App an den Tisch bestellt werden können. Auch alkoholische Getränke sollen erlaubt sein.

Räte versenken Vorlage zu Corona-Mieterlass für Läden und Beizen

Betreiber von Restaurants, Läden und weiteren öffentlich zugänglichen Betrieben, die im Frühling wegen der Corona-Pandemie schliessen mussten oder eingeschränkt waren, erhalten keinen Teilerlass des Mietzinses. Das Parlament hat das Geschäftsmietegesetz versenkt.

Nach dem Nationalrat lehnte am Mittwoch auch der Ständerat die Vorlage ab – mit 30 zu 14 Stimmen. Wie in der vorberatenden Rechtskommission setzte sich eine bürgerliche Mehrheit von SVP-, FDP- und CVP-Vertreterinnen und Vertreter durch. Sie entschied, nicht einmal auf das Geschäft einzutreten.

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Bundesrat Ueli Maurer spricht zum Voranschlag im Nationalrat in Bern. (Bild: Keystone)
4'786 Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 4’786 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch 115 neue Todesfälle und 230 Spitaleinweisungen.

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(Bild: Keystone)
Frankreich will Isolation verhängen nach Skiferien im Ausland

Die französische Regierung will ihre Bürgerinnen und Bürger nach Skiferien im Ausland für sieben Tage in die Isolation schicken. Dazu würden Kontrollen an den Grenzen zur Schweiz und zu Spanien eingerichtet. Das bekräftigte Premierminister Jean Castex am Mittwoch, 2. Dezember.

Die Massnahme soll verhindern, dass sich die Franzosen in den geöffneten Wintersportorten des benachbarten Auslands mit dem Coronavirus Infizieren. Die Präfekten der Grenz-Departemente könnten die Isolation für Heimkehrer aus der Schweiz und Spanien verordnen, sagte der Premier.

(Symbolbild: Keystone)

Die Schlussfolgerung daraus sei, dass man nicht zum Skifahren nach Spanien oder in die Schweiz fahre, erklärte er weiter. Die Quarantäne werde verordnet, sollten die Schweiz und Spanien ihr Wintersportdestinationen nicht wie Frankreich bis im Januar schliessen.

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Rotes Kreuz: Corona hat mehr als 200'000 neue Freiwillige mobilisiert

Das Rote Kreuz hat im Corona-Jahr einen Zulauf von mehr als 200’000 neuen Freiwilligen erlebt. So konnten Familien und Alleinstehende weltweit während der Pandemie unterstützt werden, teilte die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Mittwoch in Genf mit.

«Als Reaktion auf die beispiellosen humanitären Bedürfnisse in diesem Jahr haben wir auch beispiellose Menschlichkeit und Güte erlebt», sagte IFRC-Präsident Francesco Rocca. Jede einzelne gute Tat zähle.

(Symbolbild: Keystone)

In den USA hätten sich rund 78’000 Menschen neu als freiwillige Helferinnen und Helfer gemeldet, in Italien 60’000, in den Niederlanden 48’000 und in Kenia 35’000. Auch in kleineren Ländern wollten mehr Menschen etwas Gutes tun: In Kirgistan seien fast 2’000 Freiwillige hinzugekommen, und sogar im kleinen pazifischen Inselstaat Tuvalu, der keinen Corona-Fall hatte, seien 130 Menschen zusätzlich als Freiwillige an Bord gekommen. Insgesamt zählt die Föderation weltweit mehr als zwölf Millionen aktive Freiwillige.

Nationalrat bleibt bei 680 Millionen für Corona-Härtefälle

Die Gelder für die Härtefall-Regelung sollen laut Nationalrat nicht präventiv auf eine Milliarde Fragen aufgestockt werden. Dies hat die grosse Kammer am Mittwoch beschlossen. Nach der allgemeinen Aussprache hat der Nationalrat beim Staatsbudget 2021 mit der Detailberatung begonnen.

Bundesrat Ueli Maurer spricht zum Voranschlag im Nationalrat in Bern. (Bild: Keystone)

Bei den Corona-Geldern lehnte der Nationalrat mit 110 zu 78 Stimmen einen Minderheitsantrag von Céline Widmer (SP/ZH) ab, der verlangte, dass der Kredit für die kantonale Härtefall-Regelung von 680 Millionen Franken auf eine Milliarde Franken aufgestockt wird. Diese Forderung habe sie nicht erfunden, sagte Widmer, sondern es sei eine Forderung von vielen Wirtschaftsvertretern. SVP, Mitte und FDP lehnten den Vorschlag ab.

Finanzminister Ueli Maurer erklärte, die Rechnung für die 680 Millionen Franken sei mit den Kantonen gemacht worden. Die Kantone gingen davon aus, dass dieses Geld ausreiche. «Auf Vorrat müssten die Gelder nicht gesprochen werden», sagte er.

Erste Haustiere in Deutschland infiziert

Eine Katze aus Frankfurt und ein Hund aus München sind an Corona erkrankt. Dies sind die ersten Haustiere, die in Deutschland als infiziert gemeldet wurden, berichtet ntv. Grund zur Sorge gebe es jedoch nicht. Denn es sei zwar bekannt, dass Menschen Tiere anstecken können, umgekehrt sei jedoch bisher noch keine Übertragung des Coronavirus erfolgt.

(Symbolbild: Keystone)
Maskenpflicht auf Sekundarstufe bleibt im Kanton St. Gallen

Der Kanton St. Gallen meldet am Mittwoch, 2. Dezember, dass die Maskenpflicht auf Sekundarstufe sowie die Vorgaben zum Sing- und Sportunterricht bestehen bleiben. Die Massnahmen werden bis mindestens Mitte Januar 2021 verlängert. Ausserdem sind Lager und Skitage bis im Frühling verboten.

Virushemmender Wirkstoff gegen Sars-CoV entdeckt

Forschende der Universität Bern haben in der Kulturschale einen Treffer für einen virushemmenden Wirkstoff gegen Sars-CoV gelandet. Der Weg für ein Medikament mit dem Wirkstoff ist laut dem Virologen Ronald Dijkman aber noch weit.

Weltweit suchen Wissenschaftler nach einem Heilmittel gegen Covid-19. Der grosse Durchbruch blieb bisher aus. Eine vielversprechende Idee ist, Wirkstoffe zu untersuchen, die bereits gegen andere Krankheiten zugelassen wurden oder in klinischen oder Laborstudien erforscht werden. Der Vorteil dabei ist, dass sie Corona-Patienten theoretisch schneller zu Verfügung stehen würden. Doch dafür müssen sie wirksam sein.

Ein Berner Forschungsteam um den Virologen Ronald Dijkman untersuchte nun im Labor 400 antibakterielle, antifungale und antivirale Verbindungen auf virushemmende Eigenschaften gegen Sars-CoV-2. Sie fanden darunter einen vielversprechenden Kandidaten: Den Wirkstoff namens Retro-2.1, der sich in Laborstudien bereits gegen Entero- und Herpesviren als wirksam erwies.

Australian Open im Tennis soll erst am 8. Februar beginnen

Das Australian Open soll erst am 8. Februar 2021 und damit drei Wochen später als ursprünglich geplant beginnen. Das geht aus einem Brief von Turnierdirektor Craig Tiley an die Tennisspielerinnen und Spieler hervor, aus dem die australischen Zeitungen «The Age» und «Sydney Morning Herald» berichteten.

Die Profis sollen mit einem stark reduzierten Betreuerteam zwischen dem 15. und 17. Januar 2021 nach Australien reisen und sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Allerdings soll es ihnen während dieser Zeit erlaubt sein, zu trainieren.

(Bild: Keystone)

Die Zeit, in denen sie die Hotel-Quarantäne verlassen dürfen, soll auf fünf Stunden am Tag begrenzt sein. Zudem sollen alle Beteiligten mehrmals auf das Coronavirus getestet werden.

Eigentlich hatte das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison am 18. Januar 2021 beginnen sollen. Die Regierung im Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt, hatte aus Angst vor dem Coronavirus allerdings eine Verschiebung und sehr strenge Hygienebedingungen gefordert.

Grosse Silvester-Demo in Berlin geplant

Die Stuttgarter Initiative Querdenken führt an Silvester eine grosse Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen in Berlin durch. 22’500 Teilnehmer seien angemeldet, teilte der Initiator Michael Ballweg mit. Das schreibt ntv. Die Berliner Polizei bestätigte, dass eine Demonstration mit dem Titel «Berlin invites Europe – Fest für Freiheit und Frieden II» angemeldet habe.

Die Demo werde auf der Strasse zwischen dem Brandenburger Tor und Grossem Stern stattfinden. Im Sommer demonstrierten dort bereits Zehntausende Menschen.

(Bild: Keystone)
Erste Corona-Fälle in Vietnam nach 90 Tagen

Vietnam hat nach den ersten lokal übertragenen Corona-Fällen in fast 90 Tagen vorübergehend den kommerziellen Flugverkehr ins Land eingestellt. Rückführungsflüge, mit denen alte oder kranke Menschen zurück nach Vietnam gebracht werden sollen, dürften aber weiter landen, zitierte die Zeitung «VnExpress» am Dienstag die Regierung.

Am Montag war zum ersten Mal nach drei Monaten eine örtlich übertragene Neuinfektion bestätigt worden: In Ho-Chi-Minh-Stadt hatte sich ein Mann bei einem befreundeten Flugbegleiter angesteckt. Mittlerweile sind zwei weitere Menschen aus dem Umfeld positiv getestet worden.

(Symbolbild: Keystone)

In dem südostasiatischen Land hatte es im Juli und August eine zweite Welle in der Küstenstadt Da Nang gegeben. Dank strenger Massnahmen wurde diese aber unter Kontrolle gebracht. Seither waren keine lokalen Fälle mehr verzeichnet worden. Vietnam ist bislang glimpflich durch die Pandemie gekommen: Bisher haben sich 1’351 Menschen mit dem Virus infiziert, 35 sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Handball-Boss Moustafa plant WM mit Zuschauern

Hassan Moustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes, plant für die WM im Januar in Ägypten weiter mit Zuschauern. «Ja, derzeit planen wir, die WM mit Zuschauern zu organisieren – natürlich nicht mit voller Auslastung, sondern abhängig von der Arena und der Covid-19-Situation», sagte der 76-Jährige in einem Interview mit der «Sport Bild». Die WM soll vom 13. bis 31. Januar 2021 ausgetragen werden.

Die Schweiz steht in Ägypten nicht im Einsatz. Das Team von Michael Suter hätte in den WM-Playoffs gegen Island im vergangenen Juli um ein Ticket für die Endrunde gespielt, wegen des Coronavirus wurden die Qualifikationsspiele jedoch abgesagt. Die WM-Startplätze gingen dadurch an die bestklassierten Länder der EM 2020. Die Schweiz hatte die Kontinentalkämpfe im 16. Rang abgeschlossen und sich damit kein WM-Ticket sichern können.

Russell ersetzt Weltmeister Hamilton in Bahrain

Wie erwartet wird George Russell den mit dem Coronavirus infizierten Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton am Sonntag beim Grand Prix in Bahrain ersetzen. Der Brite, der eigentlich als Stammfahrer beim Formel-1-Team von Williams unter Vertrag steht, erhielt von seinem Team die Freigabe für den GP von Sakhir.

(Bild: Keystone)

In der laufenden Saison klassierte sich der 22-jährige Russell in seinen 15 Renneinsätzen für Williams fünf Mal unter den Top 15. Sein bestes Ergebnis war der 11. Rang im GP der Toskana im September. Für Russell, den Mercedes dem eigentlichen Testfahrer Stoffel Vandoorne vorgezogen hat, wird Ersatzpilot Jack Aitken bei Williams nun sein Formel-1-Debüt feiern.

Biontech und Pfizer: Grossbritannien lässt Corona-Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff BNT162b2 erteilt. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Impfstoff als die EU und die USA. Zudem ist es die erste Zulassung für BNT162b2 weltweit.

Die ersten Lieferungen sollen schon in wenigen Tagen im Vereinigten Königreich eintreffen, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit. «Die erste Notfallzulassung für einen Covid-19-Impfstoff ist ein bahnbrechender wissenschaftlicher Meilenstein», hiess es.

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(Bild: Keystone)

Australiens Wirtschaft wächst nach Rezession wieder

Die Wirtschaft in Australien wächst nach der durch die Corona-Pandemie bedingten Rezession der ersten sechs Monate des Jahres wieder. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei zwischen Juli und September im Vergleich zum zweiten Quartal um 3,3 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt am Mittwoch mit. Von April bis Juni war das BIP in Australien um sieben Prozent geschrumpft. Das war der stärkste Einbruch seit der 1959 begonnenen Aufzeichnung von Quartalsdaten.

Da die australische Wirtschaft bereits in den ersten drei Monaten des Jahres auf Quartalsbasis geschrumpft war, war das Land in eine Rezession gerutscht – die erste seit 1991. Grund für den starken Rückgang im zweiten Quartal war vor allem der Einbruch beim privaten Konsum. Dieser habe nach der Lockerung der Corona-Lockdowns in vielen Regionen des Landes ab Juli wieder angezogen und sei im dritten Quartal um fast acht Prozent gestiegen.

«Wir haben die Trendwende geschafft und eine Erholung hat eingesetzt», sagte der Gouverneur der australischen Zentralbank, Philip Lowe. Jedoch betonte er, die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich erst Ende 2021 wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise zurückkehren.

Höchstwert bei Corona-Todesfällen in Deutschland

Die Zahl der neuen Corona-Todesfälle hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Fälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Pandemie war am Freitag (426) erreicht worden. Dabei geht es um Menschen, die an oder unter Beteiligung einer Sars-CoV-2-Infektion sterben.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen im Oktober erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 in Deutschland gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 17’123.

Eiffelturm öffnet wieder

Der wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossene Eiffelturm soll Mitte Dezember wieder öffnen. «Ich freue mich darauf, euch am 16. Dezember zwischen 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr wiederzusehen», hiess es auf dem offiziellen Twitteraccount des weltberühmten Pariser Wahrzeichens.

Mit Beginn der neuen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich hatte auch der Eiffelturm Ende Oktober geschlossen. Die Beschränkungen sollen nun noch bis zum 15. Dezember anhalten und dann durch eine nächtliche Ausgangssperre ersetzt werden. Der mehr als 130 Jahre alte Turm hatte bereits im Frühjahr wegen der Coronavirus-Krise mehrere Monate lang geschlossen. Die Betreibergesellschaft beklagte zuletzt, dass auch nach der Wiedereröffnung deutlich weniger Besucherinnen und Besucher kamen als normalerweise. Das liegt unter anderem daran, dass ein Grossteil der internationalen Touristen fehlt. Einziger Vorteil: keine langen Warteschlangen am Eingang.

41 Prozent wünschen sich schärfere Massnahmen

Eine Umfrage von «20 Minuten» und Tamedia mit 14’470 Teilnehmern hat ergeben, dass die Mehrheit der Schweizer die Massnahmen in der zweiten Welle mittragen. 40 Prozent finden sie angemessen, 41 Prozent gehen sie gar zu wenig weit. Nur 18 Prozent beurteilen die Massnahmen als zu streng.

Die Resultate sind in der Deutsch- und Westschweiz ähnlich, heisst es bei «20 Minuten» weiter. Dies obwohl in der Westschweiz schärfere Massnahmen herrschen.

Bayern: «Verzichten Sie auf Skiurlaub in der Schweiz!»

Nachdem bereits am Dienstag Frankreichs Präsident Emmanule Macron seine Bürger warnte, über Weihnachten in Skigebiete im Ausland zu reisen, zieht nun auch Bayern nach. Alle vermeidbaren Reiseaktivitäten sollen unterlassen werden. «Verzichten Sie auf Skiurlaub in der Schweiz!», sagte ein Sprecher der bayrischen Landesregierung. Das berichtet der «Blick». Wer trotzdem in die Schweiz reist, muss bei der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne.

Die Bürger Bayerns sollen auf Skiferien in der Schweiz verzichten. (Symbolbild: Keystone)
Die Queen feiert Weihnachten in kleinem Kreis

Die britische Königin Elizabeth II. (94) wird dieses Jahr Weihnachten nicht im grossen Familienkreis feiern – dies wegen der Corona-Pandemie. Das berichtet ntv. Sie und ihr Mann Prinz Philip werden die Feiertage auf Schloss Windsor verbringen. Normalerweise wird auf Schloss Sandringham  gefeiert.

Damit sich die Queen und der Prinz nicht mit dem Coronavirus anstecken, nehmen sie nur noch wenige öffentliche Termine wahr.

Die Queen und Prinz Philip feiern Weihnachten in kleinem Kreis. (Bild: Keystone)
Bericht: Japan will Zuschauer zu Olympia ins Land lassen

Japan will im grossen Stil ausländische Besucher zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr ins Land lassen und zugleich für Massnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus sorgen. Wie die japanische Tageszeitung «Nihon Keizai Shimbun» am Mittwoch berichtete, soll eine Impfung keine Bedingung für die Einreise sein.

(Bild: Keystone)

Auch solle die Benutzung von Transportmitteln nicht beschränkt werden. Stattdessen wolle man auf die Verwendung von Smartphone-Apps setzen, die unter anderem Daten zu Visa, Eintrittskarten und Reiseinformationen enthalten. Der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto, will sich am Abend zu geplanten Massnahmen gegen das Coronavirus bei den Olympischen Spielen und Paralympics äussern.

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Erster Schritt im Zulassungsprozess für Impfstoff in Europa

Der Coronavirus-Impfstoffkandidat des US-Pharmaherstellers Johnson & Johnson (J&J) ist im Zulassungsprozess in Europa und Kanada einen Schritt weiter. Die nationalen Gesundheitsbehörden haben im Rahmen einer «Rolling Review» mit der Überprüfung des Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen.

Dies teilte J&J am späten Dienstagabend mit. Vorläufige Ergebnisse hätten gezeigt, dass das Vakzin die Produktion von Antikörpern und Immunzellen gegen das Coronavirus auslöse. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA sagte, die Überprüfung werde fortgesetzt, bis genügend Belege für einen formellen Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten vorlägen.

Für die Impfstoffkandidaten von Moderna und den Partnern BioNTech und Pfizer wurde diese Woche die Notfallgenehmigung für Europa und die USA beantragt.

Mafia-Ermittler: Gesundheitswesen ist im Visier von Clans

Ein führender italienischer Anti-Mafia-Ermittler warnt vor der sich verschärfenden Korruption im Gesundheitswesen durch die Corona-Krise. «Pandemien, wie auch zum Beispiel Naturkatastrophen und Finanzkrisen, waren immer eine willkommene Gelegenheit für Mafia-Gruppen, weil sie schwierige Zeiten in Chancen verwandeln können», sagte Staatsanwalt Nicola Gratteri aus Catanzaro, der Regionalhauptstadt Kalabriens, der Deutschen Presse-Agentur. Es habe auch früher viele Fälle von Korruption im Gesundheitssektor gegeben.

Während die erste Corona-Welle Süditalien weitgehend verschont gelassen hatte, hat die zweite Virus-Welle seit dem Herbst auch die die Regionen dort erfasst. Seither sorgen Berichte über die Einflussnahme der ‚Ndrangheta aus Kalabrien und anderer Mafia-Gruppen für Schlagzeilen in dem Mittelmeerland. Gratteri wies darauf hin, dass das Problem aus seiner Sicht nicht nur Italien betreffe. «Die Mafias sind heute in Europa – und insbesondere in Deutschland – stark verwurzelt. Die Mafia kann auch in Deutschland und in vielen europäischen Ländern an Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds gelangen.» Dieses Risiko dürfe nicht unterschätzt werden, mahnte der langjährige Mafia-Jäger. Mafiöse Strukturen allein als italienisches Phänomen zu betrachten, sei ein Fehler.

Machu Picchu erlaubt wieder mehr als tausend Besucher pro Tag

Peru lockert die Coronavirus-Auflagen für die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu und erlaubt wieder mehr als tausend Besucher am Tag. Ab dem heutigen Mittwoch, 2. Dezember, können jeden Tag 1’116 Menschen das wichtigste Touristenziel des südamerikanischen Andenstaats besuchen.

Dies seien rund 40 Prozent mehr als bisher, wie das Kulturministerium in Lima am Dienstag mitteilte. Zur Begründung verwies das Ministerium auf die sinkenden Coronavirus-Infektionszahlen in Peru.

(Bild: Keystone)

Machu Picchu war nach monatelanger Schliessung wegen der Coronavirus-Pandemie im November wieder für Besucher geöffnet worden. Zunächst durften aber nur 675 Besucher am Tag die Ruinenstadt betreten. Vor der Pandemie hatten jeden Tag 2’000 bis 3’000 Menschen die Stätte besucht – in der Hauptsaison sogar bis zu 5’000.

US-Gesundheitsbehörde CDC verkürzt Zeit für Quarantänepflicht

Die US-Gesundheitsbehörde CDC will in Kürze die empfohlene Dauer der Coronavirus-Selbstisolation nach einem möglichen Kontakt mit einer infizierten Person auf zehn Tage verkürzen. Dies ging aus Angaben eines US-Regierungssprechers vom Dienstag hervor.

Mit Vorlage eines negativen Testergebnisses könne die Quarantäne zudem auch bereits nach sieben Tagen beendet werden, hiess es weiter. Derzeit liegt die Empfehlung der CDC noch bei 14 Tagen.

Berater der US-Gesundheitsbehörde stimmen über Impf-Prioritäten ab

Ein Beratungskomitee der US-Gesundheitsbehörde CDC hat eine Prioritätenliste für die ersten Impfungen gegen das Coronavirus in den Vereinigten Staaten vorgelegt. Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollen demnach vor allen anderen geimpft werden, sobald ein entsprechendes Präparat zugelassen ist. Das teilte die CDC am Dienstag nach einer Sitzung des Beratungskomitees mit.

13 Mitglieder des Komitees hätten für diesen Plan gestimmt, eines dagegen, berichteten US-Medien. Die Professorin habe ihr Veto mit der Sorge begründet, dass die Auswirkungen der Impfung auf Bewohner von Alten- und Pflegeheimen noch nicht ausreichend erforscht seien.

(Bild: Keystone)

CDC-Direktor Robert Redfield muss nun darüber entscheiden, ob die Behörde den Vorschlag des Beratungskomitees annimmt und als Empfehlung ausgibt. Die Entscheidungshoheit liegt aber letztendlich bei den Bundesstaaten.

Bislang sind Anträge auf Notfall-Zulassung für zwei Corona-Impfstoffe bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingegangen. Über beide soll noch im Dezember entschieden werden, unmittelbar danach könnte bei einer Zulassung mit dem Impfen begonnen werden.

Biden ruft US-Kongress zu Einigung auf weitere Corona-Hilfen auf

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise hat der gewählte US-Präsident Joe Biden den Kongress aufgerufen, sich auf ein weiteres Hilfspaket zu einigen. Es müsse robust sein und den dringenden Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen, sagte Biden am Dienstag in seinem Heimatort Wilmington, wo er sein Wirtschafts- und Finanzteam vorstellte. Die designierte Finanzministerin Janet Yellen warnte, dass Untätigkeit zu einem «sich selbst verstärkenden Abschwung» führen würde. Das Ausmass der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den USA bezeichnete sie als «amerikanische Tragödie».

(Bild: Keystone)

Das Coronavirus breitet sich in den USA weiterhin unkontrolliert aus, was auch die Erholung der Wirtschaft erschwert. Gleichzeitig können sich Demokraten und Republikaner seit Monaten nicht auf ein weiteres Hilfspaket einigen. Biden hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu seiner Priorität erklärt – allerdings kann er vor der geplanten Amtseinführung am 20. Januar nicht viel ausrichten.

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Lettland verlängert Corona-Notstand und verhängt neue Beschränkungen

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Lettlands Regierung den landesweiten Corona-Notstand um knapp einen Monat verlängert und zusätzliche Beschränkungen eingeführt. Auf Beschluss des Kabinetts in Riga gilt der bislang bis 6. Dezember ausgerufene Ausnahmezustand in dem baltischen EU-Land nun bis zum 11. Januar. Dies teilte Regierungschef Krisjanis Karins am späten Dienstagabend nach einer Marathonsitzung des Ministerkabinetts in Riga mit.

Die Regierung weitete zudem zum 3. Dezember die Mundschutzpflicht auf alle Innenräume mit Ausnahme der eigenen Wände aus. Auch wird wieder die sogenannte 2+2-Regel in Lettland eingeführt: Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

England kehrt zu regionalen Lockdown-Regeln zurück

In England gelten von Mittwoch an wieder regional unterschiedliche Regelungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Eine entsprechende Verordnung der Regierung wurde am Dienstagabend vom Parlament in London abgesegnet. Das Land wird in drei Warnstufen eingeteilt. Trotz heftigen Widerstands aus Teilen der konservativen Regierungspartei wurden die Massnahmen mit grosser Mehrheit angenommen – auch dank zahlreicher Enthaltungen von Seiten der Opposition.

(Bild: Keystone)

Für weite Teile des Landes bedeutet das eine Lockerung der Regeln. Nicht lebensnotwendige Geschäfte waren seit Anfang November landesweit geschlossen. Auch Restaurants und Pubs durften nicht öffnen. Das wird nun teilweise zurückgenommen. Trotzdem gibt es vor allem in Premierminister Boris Johnsons Tory-Partei immer grösseren Widerstand gegen die Corona-Massnahmen der Regierung.

Corona-Massentest im Aostatal geplant

Das Aostatal will als zweite Region in Italien einen Corona-Massentest starten. Die kleine Alpenregion plant für eines der kommenden Wochenenden eine Reihenuntersuchung für rund 84.000 Menschen oder etwa zwei Drittel der Einwohner, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag berichtete. Vor kurzem hatte bereits die Provinz Bozen-Südtirol einen Grossteil der Bevölkerung mit Schnelltests kontrolliert. Die Behörden wollen auf diese Weise Infizierte finden, die nichts von ihrer Ansteckung ahnen. Sie tragen das Virus oft unbemerkt an viele andere weiter.

Im Aostatal, das an Frankreich und die Schweiz grenzt, leben rund 125.000 Menschen. Das Gebiet ist wegen hoher Corona-Zahlen eine Rote Zone mit besonders strengen Beschränkungen. Das genaue Datum der mehrtägigen, freiwilligen Aktion steht noch nicht fest.

Kopenhagen kämpft gegen hohe Infektionszahlen bei Jugendlichen

Trotz recht strenger Corona-Massnahmen steigt die Zahl der Neuinfizierten in Dänemark. Seit Montag seien 1400 weitere neue Fälle registriert worden, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Dienstag in Kopenhagen. Sorge bereitet insbesondere der hohe Anteil junger Menschen. Heunicke appellierte an sie, ihre Kontakte zu verringern. Vor allem in den 17 Gemeinden der Hauptstadtregion sei die Situation besorgniserregend.

In den nächsten Wochen soll deshalb in den Hauptstadtgemeinden massiv getestet werden – vor allem Leute zwischen 15 und 25 Jahren. Sport ist auf höchstens zehn Personen begrenzt. Von nächster Woche an soll der Unterricht für die Oberstufe digital verlaufen.

Macron droht mit abschreckenden Massnahmen bei Skiurlaub im Ausland

Frankreich will seine Bürger davon abhalten, über Weihnachten in Skigebiete im Ausland zu reisen. Wenn es Länder gebe, die ihre Skigebiete offen halten, werde man Kontrollmassnahmen haben, um die Franzosen davon abzuhalten, sich in diese Gebiete zu begeben, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag.

Macron sagte nach seinem Treffen mit dem belgischen Premierminister Alexander de Croo in Paris: «Also ja, wir werden restriktive und abschreckende Massnahmen haben.» Diese sollen in den kommenden Tagen abgestimmt werden.

(Bild: Keystone)

Macron forderte eine europäische Koordination bei der Frage nach der Öffnung der Skigebiete. Seit Tagen streiten die Alpenländer in Europa über eine Schliessung der Wintersportbetriebe, um einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus etwa durch Urlauber vorzubeugen. Während sich Deutschland und Italien für eine Öffnung erst nach Neujahr stark machen, wollen Österreich und die Schweiz, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, ihre Skigebiete gar nicht schliessen.

US-Industrie wächst wegen Corona nicht mehr so schnell

Die US-Industrie hat ihr hohes Wachstumstempo etwas gedrosselt. Der Einkaufsmanager-Index fiel im November auf 57,5 Punkte von 59,3 Zählern im Oktober, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 58,0 Punkte gerechnet. Mit einem Wert von weit über 50 Zählern signalisiert das Barometer trotz des Rückgang weiterhin kräftiges Wachstum.

Im Aargau liegen 188 Menschen wegen Covid-10 im Spital

In Aargauer Spitälern sind am Montag 188 Menschen stationär wegen Covid-19 behandelt worden. Das waren 24 mehr als am Freitag und so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung.

Auf einer Intensivstation lagen 35 der Spitalpatienten, fünf mehr als am Freitag. Wie der Kanton am Dienstag auf seiner Website mitteilte, gab es auf den Intensivstationen noch 25 freie Betten.

Auf Aargauer Intensivstationen wurden am Montag 35 Personen wegen Covid-19 behandelt. (Symbolbild: Keystone)

Im Aargau wurden am Montag 320 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Sonntag waren 122, am Samstag 260 und am Freitag 339 neue Fälle registriert worden. Per Montag wurden im Aargau insgesamt 17’326 bestätigte Infektionen gezählt. Bislang starben im Kanton 197 Menschen an den Folgen von Covid-19. Am Montag kam kein neuer Todesfall hinzu.

Corona-Tests im Kräuterladen - Polizeiaktion in Italien

Das millionenfache Testen auf eine Corona-Infektion führt in Italien zu Wildwuchs bei den Teststationen. Die Mängel reichen von fehlenden Zulassungen bis zum freien Verkauf von medizinischen Profi-Sets in Kräuterläden.

Das ergaben Überprüfungen der Polizei in rund 285 Einrichtungen im ganzen Land. Wie die für Gesundheitsfragen zuständigen Fahnder am Dienstag berichteten, registrierten sie knapp 100 Unregelmässigkeiten in 67 Labors, Geschäften und Testzentren.

Festgestellt wurden zahlreiche Hygienemängel. Ausserdem stiess die Polizei auf positive Corona-Resultate, die nicht oder verzögert an die Gesundheitsbehörden weitergeleitet wurden. Zudem verkauften Apotheken, Drogerien, Kosmetikgeschäfte und Kräuterläden unerlaubt Analyse-Kits, die nur für den Profi-Gebrauch im Gesundheitswesen bestimmt sind. Es hagelte Anzeigen. Einige Testeinheiten wurden geschlossen.

Pflegende klagen über akuten Personalmangel

In Alters- und Pflegeheimen ist der akute Personalmangel ist derzeit laut einer Resolution der Branchenkonferenz Pflege und Betreuung der Gewerkschaft Unia das grösste Problem. Bund und Kantone werden aufgefordert, sofortige Entlastungsmassnahmen zu ergreifen.

Die Personalausfälle seien so gravierend, dass teilweise sogar positiv getestete Pflegende eingesetzt würden. Diese gefährdeten damit sich selbst, die Betagten und ihre Arbeitskollegen, heisst es in einer Unia-Mitteilung vom Dienstag. Beim Personal häuften sich derzeit die Überstunden und es stehe im Dauereinsatz.

Das Pflege- und Betreuungspersonal müsse sich nach der Pandemie von den Strapazen erholen können, ansonsten werde die bereits sehr hohe Berufsausstiegsrate dramatische Ausmasse annehmen. Es werde eine zeitliche und finanzielle Kompensation der Überstunden und eine Arbeitszeitreduktion brauchen.

Bund setzt in erster Phase auf risikobasierte Impfstrategie

Aufgrund der Zwischenresultate setzt der Bund in einer ersten Phase auf eine risikobasierte Impfstrategie. Ziel ist das Verhindern von schweren Verläufen und Todesfällen. Dies sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif), am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Das bedeute, dass zuerst besonders gefährdete Personen, das Gesundheitspersonal, das Betreuungspersonal der besonders gefährdeten Personen, deren enge Kontaktpersonen (Haushaltsmitglieder) sowie Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Risiko (Gefängnisse, Heime) geimpft würden.

Mitglieder des Nationalrats sollen in Abwesenheit abstimmen können

In Zeiten von Corona sollen Nationalrätinnen und Nationalräte auch von zuhause aus an Abstimmungen teilnehmen können. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) hat einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der noch in dieser Wintersession verabschiedet werden soll.

Nun soll es schnell gehen. Am Montag stimmte die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) dem Vorhaben zu, am Dienstag legt die Nationalratskommission nun den Gesetzesentwurf vor.

Wer wegen des Coronavirus nicht an der Sitzung des Nationalrats teilnehmen kann, soll von zuhause aus abstimmen können. Die Kommission hat mit 18 zu 7 Stimmen den Entwurf für einen dringlichen Bundesbeschluss verabschiedet, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Niederlande wollen Anfang Januar mit Corona-Impfungen beginnen

Die Niederlande wollen bereits kurz nach dem Jahreswechsel mit Corona-Impfungen beginnen. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag auf Twitter mit. «Wir sorgen dafür, dass wir startklar sind. Wenn alles klappt, können wir um den 4. Januar herum mit dem Impfen beginnen», schrieb er.

Zuvor hatte die in Amsterdam ansässige Europäische Arzneimittel-Agentur Ema mitgeteilt, dass sie bis spätestens zum 29. Dezember über eine Zulassungsempfehlung für den Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer entscheiden will. Eine Entscheidung über den Impfstoff des US-Konzerns Moderna werde zum 12. Januar angestrebt.

Die drei Unternehmen hatten ihre Anträge auf Zulassung für die EU am Montag eingereicht. Sollte die Ema grünes Licht geben, kann die EU-Kommission die Verwendung der Impfstoffe für alle Mitgliedsländer der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) genehmigen. Die Kommission folgt in der Regel der Ema-Empfehlung.

Tödliche Gefängnisrevolte in Sri Lanka

Nach einer tödlichen Revolte in einem Hochsicherheitsgefängnis auf Sri Lanka hat die Regierung angekündigt, 607 Gefangene freizulassen. Es handle sich um Häftlinge, die wegen kleineren Vergehen in verschiedenen Gefängnissen sässen, sagte Justizminister Ali Sabri am Dienstag dem Parlament des Inselstaates.

Auch weitere Gefangene sollten angesichts mehrerer Corona-Ausbrüche in den notorisch überbelegten Gefängnissen entlassen werden. Nach offiziellen Angaben sind in dem Land zurzeit mehr als 1100 Gefangene mit Corona infiziert.

So hatten Häftlinge in mehreren Anstalten bessere Einrichtungen, die das Abstand-Halten eher zulassen, sowie regelmässige Corona-Tests gefordert, wie ein Beamter, der für die Gefängnisse des Landes zuständig ist, sagte. In einem Gefängnis 15 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo ist die Lage am Sonntag eskaliert.

Gefangene hätten Medikamente aus einem Medikamentenraum gestohlen, Gefängniswärter angegriffen, versucht zu fliehen, Gebäude und Dokumente angezündet sowie zwei Wächter zeitweise als Geiseln genommen. Die Polizei habe das Feuer eröffnet und die Situation in der Nacht zu Montag unter Kontrolle gebracht. Insgesamt sind nach Polizeiangaben bei der Revolte und an den Folgen mindestens elf Menschen gestorben und 108 verletzt worden.

Gesellschaft driftet laut Forschenden während Corona auseinander

Die Corona-Krise verändert das Leben des Einzelnen und das Zusammenleben der Vielen: Eine Studie der Hochschule Luzern (HSLU) zeigt, dass etwa die die Hälfte der Befragten findet, die Gesellschaft sei während der Pandemie auseinandergedriftet. Lesen Sie hier mehr.

Dreiviertel der Befragten stimmte zu, dass die zwischenmenschliche Distanz während der Corona-Pandemie grösser geworden sei. (Symbolbild: Keystone)
GR-Regierung: Besser die Leute auf den Pisten als in den Dörfern

Die Bündner Regierung ist bereit, Verschärfungen des Bundes in den Wintersport-Gebieten zum Schutz vor dem Coronavirus entgegenzunehmen. Sie machte am Dienstag aber auch deutlich, dass sie die Skigebiete offenhalten will.

Die Regierung sei bereit, Verschärfungen entgegenzunehmen, sie zu kontrollieren und zu sanktionieren, wenn Schutzkonzepte nicht einhalten würden, sagte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff (CVP) am Dienstag in Chur am Regierungsgespräch mit den Medien. Caduff betonte, das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, sei nach einem Skitag nicht grösser als nach einem Besuch in einem Einkaufszentrum. Es gehe nicht an, Skigebiete jetzt zu Sündenböcken zu machen.

Langlauf-Weltcup vorerst ohne Norweger

Teamleader Johannes Hösflot Klaebo und Emil Iversen machten am Montag den Anfang, einen Tag später zog der ganze Verband mit. Norwegen wird an den Langlauf-Weltcuprennen in Davos (12./13. Dezember) sowie in Dresden (19./20. Dezember) keine Athleten am Start haben. Ausserdem ist eine Teilnahme der Norweger an der Tour de Ski unsicher, die am 1. Januar im Val Müstair beginnt.

«Unser Hauptziel in dieser Saison ist die WM in Oberstdorf», sagte Norwegens Langlaufchef Espen Bjervig. «Zusätzlich zum Risiko des Reisens haben wir festgestellt, dass es schwieriger ist, Abstand zu halten und engen Kontakt in der Weltcup-Arena zu vermeiden, als wir zunächst angenommen hatten. Die Lunge ist das Werkzeug der Ausdauersportler und wir kennen die Nachwirkungen von Covid-19 nicht. Deshalb müssen wir Vorsichtsmassnahmen treffen», so Bjervig.

Auch in der Wintersaison ist nichts, wie es wahr

Die Schweiz wird über den Winter zur Wintersport-Insel: Die Skilifte sollen hierzulande trotz Pandemie über die Festtage offen bleiben, während Nachbarländer sich für Schliessungen aussprechen. Trotzdem dürften kaum ausländische Gäste auf die Schweiz ausweichen.

Deutschland, Frankreich und Italien wollen ihre Wintersportorte aus Angst vor möglichen Coronavirus-Ansteckungen bis im Januar geschlossen halten. Und sie machen sich dafür stark, dass sämtliche Skigebiete in Europa schliessen. Die Schweiz dagegen wehrt sich ebenso wie Österreich gegen diesen Schritt. Die hiesige Losung lautet: Schutzkonzepte statt Schliessungen. Mehr zum Thema gibt es hier.

 

Die Schweiz will ihre Pisten trotz Coronavirus offen lassen. (Bild: Keystone)

Nationalrat lehnt Anträge zur Ausweitung der Arbeitslosenhilfe ab

Bei der Beratung im Bereich der Arbeitslosenversicherung und der Kurzarbeitsentschädigung im Covid-Gesetz wollte die Ratslinke die Leistungen ausweiten. Der Rat blieb aber auf Bundesratslinie. Ein Änderungsantrag kam auch seitens der SVP – allerdings ein einschränkender.

Der Bundesrat hat Mitte November die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet: Personen mit befristeten Arbeitsverhältnissen und Lernende sollen wieder entschädigt werden. Dies ist insbesondere für die bevorstehende Wintersaison mit den entsprechenden Berufsbildern wichtig.

Thomas Burgherr (SVP/AG) wollte aber, dass der Anspruch und die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung bei Temporärangestellten nur für Lernende gelten soll. Für den Rest solle das geltende Recht spielen. Der Geldhahn solle nicht überall geöffnet werden, hier sei es nicht nötig, sagte Burgherr. Er kam damit jedoch nicht durch.

Nationalrat will mehr Unternehmen Härtefall-Gelder ermöglichen

Der Nationalrat will, dass bei den Härtefall-Massnahmen im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie mehr Unternehmen berücksichtigt werden können. Er hat dafür die vom Bundesrats vorgesehene Umsatzschwelle gesenkt.

Der Nationalrat sprach sich dafür aus, dass jene Unternehmen berücksichtigt werden können, die in den Jahren 2018 und 2019 im Durchschnitt mindestens einen Umsatz von 50’000 Franken erzielten. Nur so würden nicht zu viele kleine Unternehmen von den Massnahmen ausgeschlossen, hiess es verschiedentlich im Rat. Der Bundesrat sieht eine Umsatzschwelle von 100’000 Franken vor, für die sich auch Christa Markwalder (FDP/BE) einsetzte. Der Rat sprach sich aber mit 112 zu 77 Stimmen bei einer Enthaltung für die tiefere Schwelle aus.

Flughafen Zürich mit deutlich weniger Flugverkehr im November

Im November sind am Flughafen Zürich deutlich weniger Flugzeuge gestartet und gelandet als noch im Oktober. Ein Teil des Rückgangs ist zwar saisonal bedingt, aber wie der Vorjahresvergleich zeigt, ist das geringere Verkehrsaufkommen vor allem auf die in vielen Ländern verschärften Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zurückzuführen.

 

Im November starteten weniger Flugzeuge als noch im Oktober am Flughafen Zürich. (Bild: Keystone)

Gemäss der auf der Flughafenwebseite täglich aktualisierten Statistik der Flugbewegungen gab es im November am grössten Schweizer Airport lediglich 2’653 Starts. Das sind gut ein Drittel weniger als im Oktober. Der Vergleich mit November 2019 zeigt zudem, dass sich der Flugverkehr vom Niveau von vor der Corona-Krise wieder weiter entfernt. So wurden im November dieses Jahres 73 Prozent weniger Starts verzeichnet als im Vorjahr.

Munich Re rechnet mit starkem Gewinneinbruch

Der weltgrösste Rückversicherer Munich Re erwartet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr einen Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte. Finanzvorstand Christoph Jurecka stellte am Dienstag ein Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht.

Das wären 1,5 Milliarden weniger als im vergangenen Jahr und 1,6 Milliarden weniger als für dieses Jahr ursprünglich erhofft. «Wir können die Belastungen durch Covid-19 jedoch gut verkraften», erklärte Jurecka.

Swiss-Flüge bleiben bis Ende Februar kostenfrei umbuchbar

Sämtliche bei der Fluggesellschaft Swiss gebuchten Flüge können noch bis Ende Februar 2021 gebührenfrei umgebucht werden und zwar beliebig oft. Damit verlängert die Swiss ihre ursprünglich bis Ende Jahr geltende Massnahme um weitere zwei Monate, wie sie am Dienstag mitteilt.

Tickets bei der Suisse können bis Ende Februar kostenlos umgebucht werden. (Bild: Keystone)

Die Swiss hatte wegen der Corona-Pandemie bereits im Frühling eine einmalige gebührenfreie Umbuchung möglich gemacht. Ab Ende August hatte sie dann auch mehrfache gebührenfreie Umbuchungen zugelassen.

Die Verlängerung der kostenfreien Umbuchung gilt für alle Neubuchungen sowohl bei Kurz-, Mittel- als auch bei Langstrecken, wie die Swiss in ihrer Mitteilung schreibt. Allfällige Mehrkosten könnten für den Kunden allerdings beispielsweise dann entstehen, wenn die ursprüngliche Buchungsklasse bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum oder zu einem anderen Reiseziel nicht mehr verfügbar sei. Eine mögliche Differenz müsste dann durch Nachzahlung ausgeglichen werden.

OECD erwartet für Schweiz mildere Rezession und schwächere Erholung

Die Rezession in der Schweiz im laufenden Jahr dürfte milder verlaufen als bislang befürchtet. Aber auch der Aufschwung im kommenden Jahr wird schwächer ausfallen als erhofft. Das sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus.

Konkret erwartet die Organisation im laufenden Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts um nur noch 4,7 Prozent, wie sie am Dienstag mitteilte. Im Sommer hatte sie noch -7,7 Prozent prognostiziert. Für das kommende Jahr 2021 wird neu ein Wachstum von 2,2 Prozent (bisher: +5,7%) und für 2022 von 3,4 Prozent vorausgesagt. Somit werde die Schweizer Wirtschaft erst im Verlauf des Jahres 2022 ihr Vorkrisenniveau erreichen, so das Fazit der OECD-Ökonomen.

Zweite Corona-Welle trübt nur Stimmung im Dienstleistungssektor

Die zweite Corona-Welle trifft die Schweizer Wirtschaft unterschiedlich. Im Dienstleistungssektor hat sie sich die Stimmung im November merklich eingetrübt, in der Industrie hingegen nicht.

Konkret blicken die Einkaufsmanager der Dienstleistungsunternehmen pessimistischer auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Der für diesen Wirtschaftszweig berechnete Einkaufsmanager-Index (PMI) sank saisonbereinigt auf 48,0 von 50,4 Punkten im Vormonat, wie die Credit Suisse, die den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch. berechnet, am Dienstag mitteilte. Er sank damit unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten; Werte von über 50 Punkten deuten auf Wachstum hin.

Komitee startet Initiative gegen Impfpflicht

Die «Stopp Impfpflicht»-Initiative fordert eine Änderung der Bundesverfassung, wonach im Zusammenhang mit einer Impfung Eingriffe in die körperliche oder geistige Unversehrtheit einer Person deren Zustimmung bedürfen. «Die betroffene Person darf aufgrund der Verweigerung der Zustimmung weder bestraft werden noch dürfen ihr soziale oder berufliche Nachteile erwachsen», heisst es im Initiativtext.

 
Impfskeptiker lancieren eine Kampagne gegen das Impfen. (Symbolbild: Keystone)

Der Zeitpunkt der Lancierung kommt nicht überraschend. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie wird auch eine Impfpflicht diskutiert. Mehrere Behördenvertreter wiederholten in den vergangenen Wochen und Monaten, dass es keine Impfpflicht geben werde. Alles dazu lesen Sie hier.

Corona-Krise hält «Lädelisterben» auf

Lieber um die Ecke im Quartierladen schnell etwas einkaufen als in die grossen Zentren strömen. Die Corona-Pandemie lässt das Kleingewerbe blühen.

Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie der Zürcher Kantonalbank (ZKB), welche die Quartierläden als Profiteure der Corona-Krise sieht. Grund dafür sei das vermehrte Arbeiten im Home-Office. Davon profitiere das lokale Gewerbe in den Wohnquartieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Für das Kleingewerbe stellt sich die Corona-Pandemie als Retter heraus: Dem Ladensterben ist erstmal ein Ende gesetzt. (Symbolbild: Keystone)
BAG informiert

In der EU laufen die ersten Zulassungsverfahren für die Corona-Impfungen. Wie sieht es in der Schweiz aus? Der Bund informiert am Dienstag um 14:00 in einer Medienkonferenz. Diese können Sie hier im Live-Stream mitverfolgen.

Zweite Corona-Welle trübt nur Stimmung im Dienstleistungssektor

Die zweite Corona-Welle trifft die Schweizer Wirtschaft unterschiedlich. Im Dienstleistungssektor hat sie sich die Stimmung im November merklich eingetrübt, in der Industrie hingegen nicht.

Konkret blicken die Einkaufsmanager der Dienstleistungsunternehmen pessimistischer auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Der für diesen Wirtschaftszweig berechnete Einkaufsmanager-Index (PMI) sank saisonbereinigt auf 48,0 von 50,4 Punkten im Vormonat, wie die Credit Suisse, die den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch. berechnet, am Dienstag mitteilte. Er sank damit unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten; Werte von über 50 Punkten deuten auf Wachstum hin.

Eigenheime werden während Corona-Krise immer teurer

Der Traum vom eigenen Haus wird für viele immer unerschwinglicher. In der Schweiz haben die Eigenheimpreise im ersten Halbjahr 2020 nochmals deutlich angezogen.

Laut den Immobilienexperten der Zürcher Kantonalbank waren vor allem viele teure Wohnobjekte auf dem Markt, die sich gut und ohne grosse Preisnachlässe verkaufen liessen.

Die Gründe dafür: Viele, die es sich bereits zuvor hätten leisten konnten, kauften erst in der Corona-Krise Wohneigentum. Gleichzeitig würden ältere Personen den Umzug ins Altersheim verschieben. Das verknappe das Angebot und stütze die Preise, wie die ZKB am Dienstag mitteilte.

Ticino Rockets erneut in Quarantäne

Die Ticino Rockets müssen zum zweiten Mal innert Monatsfrist in Quarantäne. Ein Spieler des Swiss-League-Teams wurde positiv auf Covid-19 getestet, weshalb die Partie von Mittwoch, 2. Dezember, gegen Winterthur verschoben wird. Alle Mannschaftsmitglieder der Tessiner werden nun umgehend getestet. Danach wird der Kantonsarzt entscheiden, ob aus der vorläufigen eine definitive Quarantäne-Anordnung erfolgen wird.

Italienische Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 15,9 Prozent

Die italienische Wirtschaft hat sich in den Sommermonaten von der Corona-bedingten Rekord-Rezession erholt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September um 15,9 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom nach neuen Berechnungen mitteilte.

Eine erste Schätzung hatte noch ein Plus von 16,1 Prozent ergeben. Konsum, Investitionen und Exporte legten jeweils deutlich zu. Im Frühjahr hatte die Pandemie zu einem Rekordeinbruch von 18,0 Prozent geführt. Im laufenden Schlussvierteljahr könnte die nach Deutschland und Frankreich drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone aber schon wieder schrumpfen. Die zweite Corona-Welle hat das Land voll erwischt, weshalb in vielen Regionen erneut Kontaktbeschränkungen verhängt wurden und viele Geschäfte schliessen mussten. Die Regierung geht davon aus, dass die italienische Wirtschaft in diesem Jahr um insgesamt rund neun Prozent einbrechen wird.

Weniger Arbeitslose in Deutschland - aber mehr Kurzarbeit-Anzeigen

Trotz des Teil-Shutdowns im November ist die deutsche Arbeitslosenzahl zurückgegangen. Die Beschränkungen wirken sich dennoch auf den Arbeitsmarkt aus: Die Betriebe suchen weniger Personal und zeigen mehr Kurzarbeit an.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist trotz neuer Corona-Beschränkungen im November gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im November 2,699 Millionen Menschen arbeitslos, 61’000 weniger als noch im Oktober.

Uno-Botschafterin Baeriswyl in New York: Corona-Krise ist «Weckruf»
 

Die Uno-Botschafterin Pascal Baeriswyl in New York bezeichnet die Corona-Krise als «Weckruf». (Bild: Keystone)

Die Coronavirus-Pandemie kann die Welt dazu bringen, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Uno konsequenter zu verfolgen. Dieser Ansicht ist Pascale Baeriswyl, neue Botschafterin der Schweiz seit diesem Sommer am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

Der Schock, den New York als Epizentrum zu Beginn der Corona-Krise erlebte, habe auch die Uno getroffen, sagt Baeriswyl im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wegen der Situation in New York musste der Uno-Hauptsitz seine Tore bis zum Spätsommer schliessen.

Gäbe es eine Superspreader-Veranstaltung an der Uno – bekannt für stundenlange Sitzungen in zuweilen schlecht gelüfteten Räumen -, ihr Ruf und ihre Funktionsfähigkeit würden nachhaltig leiden.

BAG meldet 3802 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 3802 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss einer Mitteilung vom Dienstag 107 neue Todesfälle und 226 Spitaleinweisungen. Alle Hintergründe gibt es hier.

Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Biontech und Pfizer haben die EU-Zulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt, wie am Dienstag, 1. Dezember, bekannt wird. (Bild: Keystone)

Maskenverweigerer sollen wieder gebüsst werden können
Gegen Maskenverweigerer können in der Schweiz wieder Bussen ausgesprochen werden. (Symbolbild: Keystone)

Der Nationalrat hat am Dienstag bei der Beratung des Covid-19-Gesetzes einige Änderungen gegenüber dem Bundesrat vorgenommen. So ist er zwar damit einverstanden, dass Maskenverweigerer wieder gebüsst werden können. Er will aber, dass dort, wo eine Maskentragpflicht nicht klar erkenntlich ist, auf eine Busse verzichtet werden kann.

Dies ist etwa in Fussgängerzonen der Fall. Der Nationalrat stimmte dieser zusätzlichen Regelung stillschweigend zu. Thomas Aeschi (SVP/ZG), der kein Problem in der Disziplin beobachtet, kam mit seinem Antrag, gänzlich auf Bussen zu verzichten, mit 121 zu 65 Stimmen bei vier Enthaltungen nicht durch. Bussen konnten bereits im Frühling ausgesprochen werden.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel auf Sechs-Wochen-Hoch

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober geklettert. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Dienstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1227 neue Fälle registriert.

Mehr Infektionen an einem Tag waren zuletzt am 19. Oktober mit 1517 vermeldet worden. Von den mehr als 56 000 gemachten Tests fielen 2,2 Prozent positiv aus, die Quote der positiven Tests war zuletzt etwas gestiegen.

In Österreich starten Corona-Massentests in kleiner Gemeinde

Österreich setzt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf freiwillige Massentests der Bevölkerung. Den Auftakt machte am Dienstag die Gemeinde Annaberg-Lungötz im Salzburger Land.

Die 2200 Bürger sind aufgerufen, sich am Dienstag und Mittwoch testen zu lassen. Das Aufspüren von auch symptomfreien Corona-Infizierten gilt als wichtiger Baustein zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Österreich startet mit seinen Massentests. An Heiz-Stationen können die Österreicher warten, bis sie an der Reihe sind. (Bild: Keystone)

In den Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Wien beginnen die mehrtägigen Massentests am Freitag (4.12.). In Wien ist die Kapazität auf bis zu 150 000 Menschen pro Tag ausgelegt. Der Nachweis einer Corona-Infektion erfolgt via Antigen-Test, der bei positivem Ergebnis mit einem PCR-Test überprüft werden soll.

Nationalrat debattiert über Änderungen des Covid-19 Gesetzes

Der Nationalrat berät am Dienstag Änderungen am Covid-19-Gesetz. Es muss angepasst werden, weil der Bundesrat im Kampf gegen die Corona-Pandemie Nachbesserungen vorgenommen hat. Dabei geht es etwa um die Härtefälle, die Hilfen für den Sport und die Ordnungsbussen.

 

Der Nationalrat berät am Dienstag, 1. Dezember über die Änderung im Covid-19-Gesetz. (Bild: Keystone)

Dass die Anpassungen nötig sind, war im Rat unbestritten. Alle Fraktionen fordern ein rasches Handeln. SP und Grüne wollen zudem eine «langfristige Vision im Kampf» gegen die Krise, wie es Cedric Wermuth (AG) im Namen der SP-Fraktion sagte. Die Menschen bräuchten Finanz- und Rechtssicherheit – nicht nur bis zu Weihnachten oder bis im Frühjahr. Das Gesetz müsse so gestaltet werden, dass es bis zum Ende der Pandemie ein wirksames Schutzschild sei, sagte Grünen-Sprecherin Regula Rytz (BE). Und diese dauere noch lange.

Auch die SVP-Fraktion ist einverstanden, dort zu helfen, wo die Politik das Arbeiten verhindert, wie SVP-Fraktionssprecher Albert Rösti (BE) sagte. Aber auch die Kantone müssten ihren Beitrag leisten – es solle nicht bis im Frühjahr dauern, bis Hilfe ausgeteilt werde.

Adecco bleibt auf Erholungskurs und setzt sich neue Ziele

Der Personaldienstleister Adecco ist in den Monaten Oktober und November auf Erholungskurs geblieben. Zudem setzt sich die Gesellschaft unter dem Motto «Future@Work» neue Mittelfristziele.

Die neuerlichen Corona-Lockdowns in zahlreichen Ländern hätten sich weniger stark als erwartet auf die Nachfrage ausgewirkt, teilte das Unternehmen am Dienstag im Vorfeld eines Investorentages mit.

Psychiatrische Dienste Aargau schaffen Coronavirus-Helpline

Die Psychiatrischen Dienste Aarga (PDAG) haben eine Coronavirus-Helpline eingerichtet. Ab sofort erhalten Menschen, denen die Corona-Pandemie psychische Belastungen bereitet, am Telefon Hilfe.

 

Die Coronavirus-Helpline für psychologische Hilfe ist von Montag bis Freitag erreichbar. (Symbolbild: Keystone)

Die Pandemie sei für viele Menschen psychisch belastend, da Stressfaktoren wie private und berufliche Sorgen und Existenzängste verstärkt würden, wurde PDAG-Chef Jean-François Andrey in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. «Mit der Coronavirus-Helpline schaffen wir ein niederschwelliges Angebot.» Dieses werde vom Kanton Aargau finanziell unterstützt.

Die Helpline unter der Telefonnummer 056 481 63 63 ist von Montag bis Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr erreichbar. Sie wird vom Personal des Zentrums für integrierte Notfall- und Krisenintervention der PDAG betreut.

Bischofskonferenz kritisiert Fragilitätsskala zur Corona-Triage

Eine Fragilitätsskala soll Ärztinnen und Ärzte beim Entscheid helfen, wer in der Covid-19-Pandemie bei Engpässen einen Platz in der Intensivpflege erhält. Für die Schweizerische Bischofskonferenz birgt das die Gefahr, dass etwa nicht mobilen Patienten trotz sonst guter Gesundheit die Intensivpflege verwehrt wird.

Die Bioethikkommission der Bischofskonferenz (SBK) fordert die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) dazu auf, ihre Position zu überdenken und andere Kriterien in Betracht zu ziehen. Diese sollen ältere, behinderte oder demente Menschen nicht diskriminieren, wie die SBK am Dienstag mitteilte.

Was bisher geschah

Ältere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Den Bündern glaube ich gar nichts. Da hats zuviel Korruption und nachgewiesene entsprechende Rechtsfälle. Die Skigebiete müssen sich auf klar DRASTISCH kleinere Kontingente, vom Bundesrat verordnet, einstellen, sonst wirds ein zweites Ischgl.Report

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