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Baselland

Bumann in Buus: «Es tut mir weh im Herzen»

Bumann testet den Catering-Service Bambus in Buus. Was mit Pannen beginnt, endet in einem «tiefgreifendem Erlebnis», erzählt Gründerin Claudia Blauenstein.

Bumann, der Restauranttester ist wieder unterwegs in der Schweiz und hilft Schweizer Restaurants in Not. Am Dienstag wieder einmal im Baselbiet: das indonesische Catering Bambus in Buus muss diesmal dem prüfenden Gaumen von Daniel Bumann standhalten.

Testen will der frühere Sternekoch das Angebot – wie immer spontan – mit einem Anlass. Ein Lockvogel organisiert den Catering-Service in die Sissacher Curling-Halle, wo der Curling-Verein einen Anlass hat. Die Speisen schmecken zwar allen Anwesenden, Daniel Bumann ist aber unzufrieden: Die Caterer sind unpünktlich, die Speisen lauwarm und es gibt nicht genügend Gläser für alle Gäste.  «Es tut mir weh im Herzen», sagt der Restauranttester.

Überraschte Caterer

«Wir waren sehr überrascht, dass unser Catering-Service bei der Sendung mit Herrn Bumann in den Mittelpunkt geriet. Dies war der Geschäftszweig, den wir nicht sehr intensiv betrieben», sagt Claudia Blauenstein, Gründerin von Bambus Catering, gegenüber Telebasel. «Der Überaschungseffekt hat uns zu 100 Prozent getroffen.» Seit sechs Jahren betreibt das Unternehmen einen Take-Away Betrieb in Rheinfelden und nimmt an Festivals, Chilbis und Märkten teil.

Das Festival der Kulturen organisiert das Paar mit. «Auch diese Gelegenheit bedeutet uns sehr viel, da wir auch im kulturellen Bereichen viel beschäftigt sind und etwas bewegen möchten.»

Von Bumann erhoffte sie sich ein fachmännisches Feedback: «Es uns wichtig, eine professionelle Beurteilung zu erhalten, in welcher Form wir uns als Bambus Catering weiter entwickeln können», so Blauenstein, die das Catering-Angebot gemeinsam mit ihrem Mann Matthias stellt. «Ebenfalls wünschte ich, im kulinarischen Bereich Empfehlungen annehmen zu können. Nach unserem Restaurant-Betrieb wollten und wollen wir neue Wege einschlagen und gehen.»

Auch seien indonesische Spezialitäten in der Schweiz noch nicht sehr bekannt. «Wir möchten aufzuzeigen, dass asiatisch nicht gleich asiatisch bedeutet», sagt Claudia Blaudenstein. So gross dieser Kontinent ist, so gross sei auch die Diversität der asiatischen Gerichte. Indonesische Spezialitäten seien ein kleines Beispiel dafür.

«Tiefgreifendes Erlebnis»

«Die Zusammenarbeit mit Herrn Bumann war ein tiefgreifendes Erlebnis, in beruflicher und in menschlicher Hinsicht», erzählt Claudia Blauenstein ihre Erfahrung mit dem Restauranttester. «Zu Beginn mussten wir uns natürlich auf die besonders ehrliche und direkte Art von Herrn Bumann einstellen, doch mit der Zeit verstanden wir, wohin dieser Weg gehen wird.» Auch hätten die Ratschläge von Daniel Bumann das Unternehmen im Catering-Bereich gestärkt und gezeigt, dass es sich lohne, die Sparte weiter zu entwickeln.

«Wir sind begeistert von der positiven Energien, die uns vom ganzen Team entgegenkam», schildert Blauenstein ihr Erlebnis beim Dreh der Sendung. «Das Einzige, was mich persönlich etwas überfordert hat, war der Zeitpunkt der Sendeaufnahmen. Genau zu diesem Zeitpunkt, arbeitete ich für einen guten Freund, und meine Tage waren mit Arbeit gefüllt. Wir hatten überhaupt nicht mit Herrn Bumann gerechnet und ebenfalls nicht mit den folgenden Sendetagen.»

Das sei eine extreme Herausfoderung gewesen: «Schliesslich steht man auch nicht jeden Tag vor der Kamera». Eine gewisse Nervosität sei am Anfang schon da gewesen, aber mit der Zeit hätte sie die Kameras immer mehr ausblenden können. «Wir hatten mit Daniel Bumann, seiner Ehefrau und seinem tollen Team eine aufregende, angeregte und erlebnisreiche Zeit», bilanziert Claudia Blauenstein.

Auch mit Kritik umzugehen, sei nicht immer leicht. Daniel Bumanns Fachkompetenzen und Erfahrungen seien es jedoch wert gewesen. Dass ausgerechnet beim Catering-Auftrag, als Bumann das Bambus testete, so viel schief lief, sei nicht einfach gewesen. «Einiges verlief auch nicht ganz so, wie wir es uns gewünscht hätten», so Claudia Blauenstein.  «Ausserdem war erfreulich und überraschend, dass uns nahegelegt wurde, nicht mit unserem Geschäft aufzuhören, sondern an unserem Grundkonzept weiter festzuhalten. Natürlich mit den Inputs, die wir erhalten haben», schildert sie.

Kochen von der Mutter und Grossmutter gelernt

Dass die indonesische Küche bei Bambus im Mittelpunkt steht, kommt nicht von ungefähr. Claudia Blauensteins Heimatländer sind Indonesien und die Schweiz. «Indonesien ist ein sehr vielseitiges Land mit vielen Gegensätzen. Wenn meine Grossmutter kochte, entstanden Düfte, die ich immer mehr entdecken durfte», erzählt Blauenstein. «Meine Grossmutter war und meine Mutter ist eine grossartige Köchin und dies wollte ich weiterführen. Mit dem Take-Away in Rheinfelden durften wir bis 2018 Kunden damit begeistern, natürlich mit einer gewissen Anpassung an den europäischen Gaumen.»

Vor allem der Streetfood in Indonesien sei von einer Vielseitigkeit und von unglaublichen Geschmackserlebnissen geprägt, weshalb das Unternehmen viel an Märkten und Festivals anzutreffen ist, sowie als Catering-Service arbeitet. «Wie kann man eine Prise Indonesien kennenlernen? Über die Sinne, wie beispielsweise über den Geschmacks- und Geruchssinn».

«Ich wollte schon immer von einem Sternekoch hören, wie unsere Gerichte schmecken», schildert Blauenstein. «Viel Lob erhielten wir von unseren Gästen, aber die Beurteilung von Herrn Bumann war meine grösste Hoffnung. Ebenfalls ein Weiterkommen in unserem Geschäft mit besserer Struktur, Stabilität und Ratschläge von einem erfahrenen Gastronomen», habe sie sich von der Sendung gehofft. «Natürlich haben wir zudem die Zuversicht, dass die ausgestrahlte Sendung mit Bambus Catering viele interessierte Zuschauer erreicht und wir eine positive Resonanz erreichen».

Schlaflose Nächte wegen der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie überbrückt der Betrieb mit einem Lieferservice im Umkreis von zirka 30 Kilometern für Firmen und Privatpersonen. Auch hofft Claudia Blauenstein, dass im kommenden Jahr wieder Festivals stattfinden können. Die Pandemie bedeute eigentlich der totale Zusammenbruch für das Unternehmen. Etliche Aufträge seien abgesagt worden und das Bambus hatte hohe finanzielle Einbussen.

«Grundsätzlich haben wir uns zum Ziel gesetzt, nicht aufzugeben, unsere bestehenden Aktivitäten, Projekte, und Geschäftskonzepte weiter zu verfolgen», so Blauenstein. «Mit viel Kreativität, grosser Spontanität und Willen konnten auch wir unsere schlaflosen Nächte überstehen.» Mit der Situation müssten laut Claudia Blauenstein alle umgehen können, «und auch wir versuchen, weiterhin positiv in die Zukunft zu schauen».

Wie der Test von Daniel Bumann beim Buuser Catering-Service genau verläuft und wie er Claudia und Matthias Blumenstein unter die Arme greift, erfahren Sie am  Dienstagabend, 1. Dezember 2020, ab 20:15 Uhr bei 3+.

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