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Der Telebasel-News-Beitrag vom 30. November 2020.
Basel

Politologin zieht Fazit zu Basler Wahlen

Frischer Wind im Regierungsrat. Wir haben die Politologin Stefanie Bailer um eine Einschätzung des Wahlsonntags gebeten.

Esther Keller liegt im nationalen Trend

Einige nationale Trends sehe man auch bei den Basler Wahlen: «Der Trend zu mehr Frauen in der Politik, aber auch der aufsteigende Trend der Grünliberalen», sagt Politologin Stefanie Bailer. Der Sieg von Esther Keller habe gezeigt, dass es zusätzlich helfe, wenn man beides vereint. Die Bürgerlichen hätten aber auch von den Personalproblemen der Linken profitiert, so die Professorin für Politikwissenschaft.

Esther Keller ist die lachende Siegerin dieser Probleme und trifft laut Politologin genau den Zeitgeist. Mit so vielen Neugewählten wird es aber ein neuer Regierungsrat. Keller sagt dazu: «Der neue Regierungsrat wird weiblicher, der Regierungsrat wird auch jünger, es ist ein Stück weit auch ein Generationenwechsel. Ich verspreche mir davon ehrlich gesagt sehr viel. Ich glaube, das wird ein aufrichtiges Zusammenarbeiten und ein Team, dass am selben Strick zieht».

Konfliktthema «Soziales»

Dass man in die selbe Richtung ziehe, sei bei einigen Themen einfacher als bei anderen: «Ich denke bei der jetzigen Besetzung wird sicher das Thema Klima und Umwelt eine grosse Rolle spielen, weil das einfach auch ein populäres Thema ist», so Bailer.

Bei anderen Themen, wie Soziales erwartet sie mehr Konflikte, da Regierungsrat und grosser Rat nun unterschiedliche Mehrheiten haben.

Der Telebasel-News-Beitrag Teil II vom 30. November 2020.

Dürrs Abwahl

Für Dürr hat es nicht gereicht. Er wird nach acht Jahren abgewählt. Polizeivorsteher sollen laut Bailer oft schlechte Karten für die Wiederwahl haben. «Es gibt einen ganz grossen Konflikt, zwischen Leuten, die Demonstrieren möchten und Leuten die Sicherheit haben möchten.», so die Politikwissenschaftlerin. Man sehe oft, dass Sicherheitsvorsteher von allen in die Kritik gerieten. Nicht wählbar für links oder rechts.

Das Gegenteil sei der Fall bei unbeschriebenen Blättern wie Esther Keller oder Stephanie Eymann: «Da kann man noch so ein bisschen rein projizieren, was die alles erreichen können», so Bailer. Amtsinhaber würden daran gemessen, was sie gemacht haben. «Machmal auch davon gefiltert, was sie für Gelegenheiten hatten etwas zu tun. Und ob sie schwierigere Departemente hatten oder einfachere.»

So habe zum Beispiel auch Coradin Cramer mit dem Erziehungsdepartement ein einfacheres Los gehabt, als Baschi Dürr. Aber auch der bisherige Gesundheitsminister Lukas Engelberger habe dank Coronakrise glänzen können.

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