Die Corona-Situation in der Schweiz sei nach wie vor ernst, so GDK-Präsident Lukas Engelberger. (Bild: Keystone)
Schweiz

Engelberger stellt keine generelle Lockerung in Aussicht

Nock keine Lockerungen möglich: Die Lage in der Corona-Pandemie ist nach den Worten von GDK-Präsident Lukas Engelberger immer noch ernst.

Es sei noch nicht an der Zeit, um über eine generelle Lockerung der Massnahmen zu reden, sagte er am Donnerstag vor den Medien in Bern. «Heute gab es eine Premiere», berichtete Engelberger: Sämtliche Gesundheitsdirektoren und Gesundheitsdirektorinnen der Kantone hätten an einer Videokonferenz mit Bundesrat Alain Berset und seinen Mitarbeitenden teilgenommen. Besprochen wurde das weitere Vorgehen in der Bekämpfung des Coronavirus.

Im Anschluss trat der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) zusammen mit Gesundheitsminister Berset vor die Medien.

Letztes Mal, am 22. Oktober, habe er gesagt, die Lage sei sehr ernst, erinnerte sich Engelberger. Heute müsse er sagen, es gebe eine Verbesserung. «Aber die Lage ist immer noch ernst». Es gebe immer noch zu viele Ansteckungen, zu viele Hospitalisationen und zu viele Todesfälle. Auch die Positivitätsrate bei den Tests sei noch deutlich zu hoch.

Zu früh für Lockerungen

«Es ist noch nicht an der Zeit, um über eine generelle Lockerung der Massnahmen zu reden. Das muss auch unserer Wirtschaft bewusst sein», betonte der GDK-Präsident. Jetzt dürfe man nicht lockern, um nicht in eine dritte Welle hinein zu laufen.

Es werde weiterhin das Miteinander von Bund und Kantonen brauchen. «Der Hybridmotor, mit dem wir in der Schweiz unterwegs sind, funktioniert.»

Die Impfstoffe rückten näher, die Kantone seien daran, zusammen mit dem Bund Transport, Lagerung und Verteilung zu planen. Bund, Kantone und Krankenversicherer sollten die Kosten unter sich aufteilen. Es werde keinen Impfzwang geben, sagte Engelberger. «Wir setzen auf die Impfbereitschaft der Bevölkerung».

Etwa die Hälfte der Todesfälle geschehe in Pflegeheimen. Diese hätten Unterstützungsbedarf, etwas durch die Armee.

An die ganze Bevölkerung der Schweiz gerichtet sagte Engelberger: «Bitte seien Sie vorsichtig, auch am Black Friday. Wenn wir jetzt nicht vorsichtig sind, werden wir den Preis an Weihnachten zahlen.»

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel