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Der Telebasel Talk vom 24. November 2020.
Basel

Teil-Lockdown: Musste das sein, Lukas Engelberger?

Der seit Montag geltende Teil-Lockdown ruft Kritiker auf den Plan. Im Talk bezieht der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger Stellung dazu.

Basel setze auf «Hüst und Hott», kritisierte die BaZ, die Basler Regierung verliere die Glaubwürdigkeit, reklamierte Prime News und Maurus Ebneter, Präsident des Basler Wirteverbands, prüft eine Klage. Seit die Basler Regierung in einer Video-Konferenz Basel das schärfste Corona-Regime der Deutschschweiz verordnete, wird sie mit Kritik eingedeckt. Der Entscheid sei willkürlich, zu hart und inkonsequent.

Trainingsbetrieb ins Baselbiet verschoben

Der Hauptvorwurf: Warum macht Basel den Alleingang? Im Baselbiet oder Aargau sind die Restaurants weiterhin geöffnet, dorthin gehe nun die Basler Kundschaft. Lukas Engelbergers Aufruf, dies nicht zu tun, sei «realitätsfern». Ein krasses Exempel wurde am Sonntag publik: Der Tennisclub Old Boys verlegt seine Trainingsaktivitäten kurzerhand ins Baselbiet, dies sei erlaubt, zudem halte man sich an die Schutzmassnahmen, so die Vereinsspitze. Inzwischen hat der Tennisclub aufgrund der Kritik den Entscheid aber wieder rückgängig gemacht.

Wirtschaftlicher Schaden

Die Massnahmen gingen einseitig zu Lasten der Wirtschaft, kritisierte Gabriel Barell. Schliesslich hätten die Unternehmen aufwändige Schutzkonzepte realisiert, so der Direktor des Gewerbeverbandes. Der wirtschaftliche Schaden sei enorm, heisst es in einer Medienmitteilung. «Geschockt» und mit wenig Verständnis reagierten kulturelle und kirchliche Kreise. Als Sofortmassnahme stellte das Theater Basel seinen Spielbetrieb für drei Wochen ein.

Im Talk vom Dienstag, 24. November 2020, ab 18.45 Uhr: Lukas Engelberger, Regierungsrat BS CVP und Vorsteher des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt.

9 Kommentare

  1. Lieber Herr Engelberger, ich gratuliere Ihnen für Ihre Geduld, für Ihre professionelle Art und auch dass Sie so höflich und anständig geblieben sind. Ich denke ich wäre vermutlich schon in der Hälfte vom Interview davongelaufen.
    Ich denke es ist nicht angenehm Entscheidungen zu treffen wie dass schließen der Bars und Restaurants, aber ich wünschte mir dass auch das Baselbiet und Ihre Regierung mehr Mut hätten unbequeme Entscheide zu fällen, anstelle eines netten kleinen Video zu drehen. Die Glaubwürdigkeit sollte dringend wieder hergestellt werden im BL… von daher denke ich machen Sie Ihre Arbeit sehr Gut. Dangge.Report

  2. Schade, dass der Moderator sich mit seiner polemischen Art nicht etwas zurückhalten und etwas professioneller interviewen kann. «Het denn s Coronavirus e Interässe an Kantonsgränze» und «Wär stoht denn uff em Schluch» sind einfach dumme und provokante Fragen, ich gratuliere Lukas Engelberger für seine Geduld.Report

  3. Ja, musste sein und hätte vielleicht schon etwas früher sein müssen. Ich kam am Sonntag im Kleinbasel an einem kleinen Restaurant vorbei. Es war gerammelt voll. Alle sassen drinnen Dicht an Dicht auf einem Haufen und ohne Maske selbstverständlich. «Abstand» fehlt wohl in deren Wortschatz. Gleichzeitig schuftet Spitalpersonal angeblich bis zum Limit. Freiheiten bestehen immer solange bis einige schwarze Schafe diese überreizt haben. Büssen müssen es dann hald alle in diesem Fall. So ist das eben. Ich würde auch gerne mit den Kollegen jede Woche ein Bierabend machen in einem Pub. Machen wir aber schon seit Wochen nicht mehr.Report

  4. Hallo, macht doch bitte alle mal den Jop von Lukas Engelberger. Wollen dann mal sehen wer dann an der Front steht. Motzen und Kritisieren kann ( und ist) jeder verdammt schnell aber mal an vorderster Front da stehen, NEIN.Report

  5. Ich gebe Conny Hasler recht. Warum Kritisiert man ein Herrn Weber nicht. Darf man die SVP nicht kritisieren , oder warum nicht. Beide sind nicht fähig Situationen zu beurteilen. Wie traurig.
    Unsere Regierung in Baselland ist ein Trauerspiel.Report

  6. bevor Herr Engelberger weiter kritisiert wird,können sich nun alle Gastrobetriebe und Basler/innen fragen,haben sich wirklich alle an die Schutzmassnahmen gehalten?wie würden Sie reagieren,wenn Sie in der Position von Herrn Engelberger/Basler Regierung wären?was würden Sie machen,wenn die Basler Spitäler ans Limit kommen? und warum kritisieren Sie nicht Herrn Weber/Baselland Exekutive,warum diese nicht mit Basel bei den Massnahmen mitziehen?Herr Engelberger hat schon vor ca 2 Wochen an der Pressekonfernet deutlich geäussert,wenn die Fallzahlen weiter steigen,werden striktere Massnahemn eingeführt.Ich finde es sehr billig,von Seiten der BAZ und der Gastrobetriebe,nur so einseitig zu kritisierenReport

  7. ‚…so kann Kultur im
    kleinen Rahmen weiterhin stattfinden.‘ Ein Zitat von Herrn Engelberger. Stattfinden? Mit 15 Personen? Es zeigt viel mehr, welch realitätsfremde Vorstellung Herr Engelberger von der Kultur hat.
    Diese Aussage wirkt (nach all den Anstrengungen) fast wie ein Hohn.
    Mit freundlichen Grüssen einer Kulturschaffenden, Colette Studer (Regisseurin und Schauspielerin)Report

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