«Die Spitäler sind immer noch stark beansprucht», so Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG). (Bild: Keystone)
Schweiz

Keine Entwarnung in Schweizer Krankenhäusern

Laut Virginie Masserey vom BAG hat sich die Belegung der Betten auf Intensivstationen stabilisiert. Die Lage bleibt aber angespannt.

Seit einer Woche bräuchten rund 530 Covid-Patienten in der Schweiz Intensivpflege, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG),  am Dienstag vor den Bundeshausmedien. «Die Spitäler sind immer noch stark beansprucht.»

Die Fallzahlen seien stabil bis sinkend. Die 14-Tage-Inzidenz sei mit 740 pro 100’000 Einwohner aber noch immer hoch. «Im Verhältnis zur Anzahl Fälle ist die Anzahl der Todesfälle eher niedrig bei uns im Vergleich zu anderen Ländern», sagte Masserey. Das zeige, dass die Qualität der Pflege sehr gut sei.

Masserey betonte, wie wichtig es sei, sich testen zu lassen. «Die Tests spielen wichtige Rolle in der Eindämmungsstrategie.» Die Schnelltests seien auch bei Infektionsherden eine neue Möglichkeit, um rasch herauszufinden, wer infiziert sei und wer nicht.

Impfung wohl im Verlauf des ersten Halbjahrs 2021

Die Bevölkerung in der Schweiz wird sich noch eine Weile auf einen Impfstoff gedulden müssen. «Wir machen so schnell wie möglich, wahrscheinlich wird es aber erst im Verlauf des ersten Halbjahrs 2021 eine Impfung geben», sagte Masserey weiter.

Das BAG prüfe laufend, ob die Eindämmungsstrategie angepasst werden müsse, sagte Masserey am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Dazu gehöre auch die Quarantänedauer oder die Einführung von Massentests, wie sie teilweise im Ausland praktiziert werden.

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