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Die Medienkonferenz des Bundes mit Fachexperten des Bundes vom 24. November 2020. (Video: Youtube/Der Eidegenössiche Bundesrat)
Schweiz

Taskforce: «Fallzahlen halbieren sich alle zwei Wochen»

Die Fachexperten des Bundes informierten am Dienstag über die aktuelle Corona-Lage in der Schweiz. Trotz sinkenden Fallzahlen, mahnen sie zur Vorsicht.

Laut Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), hat sich die Belegung der Betten auf Schweizer Intensivstationen stabilisiert. Die Lage bleibe aber angespannt.

Seit einer Woche bräuchten rund 530 Covid-Patienten in der Schweiz Intensivpflege, sagte Masserey am Dienstag vor den Bundeshausmedien. «Die Spitäler sind immer noch stark beansprucht.»

Die Fallzahlen seien stabil bis sinkend. Die 14-Tage-Inzidenz sei mit 740 pro 100’000 Einwohner aber noch immer hoch. «Im Verhältnis zur Anzahl Fälle ist die Anzahl der Todesfälle eher niedrig bei uns im Vergleich zu anderen Ländern», sagte Masserey. Das zeige, dass die Qualität der Pflege sehr gut sei.

Masserey betonte, wie wichtig es sei, sich testen zu lassen. «Die Tests spielen wichtige Rolle in der Eindämmungsstrategie.» Die Schnelltests seien auch bei Infektionsherden eine neue Möglichkeit, um rasch herauszufinden, wer infiziert sei und wer nicht.

«Impfung wohl im Verlauf des ersten Halbjahrs 2021»

Die Bevölkerung in der Schweiz wird sich noch eine Weile auf einen Impfstoff gedulden müssen. «Wir machen so schnell wie möglich, wahrscheinlich wird es aber erst im Verlauf des ersten Halbjahrs 2021 eine Impfung geben», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Das BAG prüfe laufend, ob die Eindämmungsstrategie angepasst werden müsse, sagte Masserey am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Dazu gehöre auch die Quarantänedauer oder die Einführung von Massentests, wie sie teilweise im Ausland praktiziert werden.

«Fallzahlen halbieren sich alle zwei Wochen»

Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes, sieht die Schweiz bei der Eindämmung des Coronavirus auf dem richtigen Weg. Momentan halbierten sich die Fallzahlen alle zwei Wochen.

«Das erste Etappenziel ist erreicht», sagte Ackermann am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Es sei grossartig, wie viele Menschen dazu beitrügen. Wenn die Entwicklung so weitergehe, erreiche man viel: «Wir bekommen mehr Luft, die Kapazitäten beim Contact Tracing, in den Spitälern, aber auch für die Unternehmen werden grösser.»

Aktuell verzeichnet die Romandie den tiefste Reproduktionszahl. Ackermann erklärt das mit den strengen Massnahmen, die in den Westschweizer Kantonen seit Wochen in Kraft sind.

Die Massnahmen gegen des Corona-Virus werden weniger eingehalten

Die Kantonsärzte stellen fest, dass die Disziplin bei der Einhaltungen der Corona-Massnahmen nachlässt. Sie warnen vor einem neuen Anstieg der Fälle.

«Überhaupt stellen wir fest, dass das Bewusstsein für die kompromisslose Einhaltung der Massnahmen gestärkt werden muss.» Dies sagte Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Das Contact-Tracing in den Kantonen funktioniere wieder problemlos. «Sollte es bei einem solch hohen Niveau wieder zu einem Anstieg kommen, wird das Contact-Tracing und auch das Gesundheitssystem an die Grenzen kommen», warnte Hauri. «Aus dem Contact-Tracing wissen wir, dass es in vielen Unternehmen gute Schutzkonzepte gibt, sich aber Arbeitende in der Pause oder beim Mittagessen anstecken.»

Zu wenige Tests für hohe Positivitätsrate

Ausserdem werde zu wenig getestet. Die noch immer hohe Posititvitätsrate lasse den Schluss zu, dass bei weitem nicht alle Fälle entdeckt würden. Die Tests seien notwendig, auch wenn man in die Quarantäne müsse.

Physisches Distanzhalten, Selbstquarantäne, und der Verzicht auf das Vorsingen seien wichtige Massnahmen für die Festtage. «Verzichten sie bei Symptomen auf das Weihnachtsfest.»

Im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Impfstoff lösten die Kantone derzeit konkrete Fragen zur Logistik, zur Abgabe und zur Verteilung der Impfung.

3 Kommentare

  1. Ich 64 und mein partner wollten uns testen lassen schon weil wir vorbelastet sind wegen Krankheit und es wurde immer abgelehnd ich gehe seid einem jahr nur noch einkaufen war einmal im Sommer im Zolli und einmal an einem Geburtstag und eimal bei meiner schwester ich beklage mich nicht ich möchte einfach einigermassen gesund bleibenReport

  2. Auch wenn nun die Fallzahlen sinken sollte man keine lockerungen vorsehen sonst gibt dies ein endloses „Ping Pong“ Soiel.
    Durchhalten bis es weg istReport

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