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Schweiz

Nur knapp die Hälfte der Bevölkerung will sich gegen Corona impfen lassen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Weltcup in Bad Gastein wegen Covid-19 abgesagt

Der Snowboard-Weltcup in Bad Gastein, der für 12. und 13. Januar 2021 angesetzt war, ist abgesagt worden. Dies gaben die Veranstalter am Freitag bekannt. Aufgrund der derzeitigen regionalen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sei es unmöglich, ein geringes Risiko einer Clusterbildung zu gewährleisten.

Impfskepsis während zweiter Welle angewachsen

Die neuste Umfrage zu Einstellungen und Verhalten in der Corona-Krise bringt zwei auffällige Entwicklungen an den Tag: die Bereitschaft, sich gegen das Virus zu impfen, sinkt, ebenso das Vertrauen in die Behörden und deren Informationsleistung.

Die Entwicklung bei der Impfbereitschaft sei problematisch, heisst es in der am Freitag veröffentlichten vierten Umfrage der Forschungsstelle Sotomo zur Akzeptanz und Wirksamkeit der Präventionsarbeit. Der Bericht wurde vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestellt und ist auf dessen Webseite einsehbar. Zwischen dem 22. und 28. Oktober hätten nur noch 49 Prozent der insgesamt 1633 Befragten angegeben, sich impfen lassen zu wollen, dies, obwohl bereits klar war, dass das Virus nichts eingebüsst habe von seiner Gefährlichkeit. Bei den Umfragen im März und April lag der Anteil der Impfwilligen noch bei über 60 Prozent.

Auffällig sei auch die Entwicklung in Bezug auf das Vertrauen in relevante Organisationen und Personengruppen hinsichtlich der Information zum neuen Coronavirus. Das Vertrauen sei im Verlauf der Pandemie laufend zurückgegangen. Sei zwischen Frühling und Sommer vor allem das Vertrauen in die Medien erodiert, so sähen sich zwischen Sommer und Herbst nun die Behörden mit schwindendem Vertrauen konfrontiert.

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Putins grosse Pressekonferenz wegen Corona erstmals nur per Video

Wegen der Corona-Pandemie wird Kremlchef Wladimir Putin seine grosse Jahrespressekonferenz erstmals nur im Videoformat abhalten. Am 17. Dezember werde der russische Präsident auf Fragen von Journalisten antworten, teilte der Kreml am Freitag mit.

Wegen der epidemiologischen Situation wird Putin aus seiner Vorstadtresidenz in Nowo-Ogarjowo zugeschaltet. Die Medienvertreter können in einem Pressezentrum in Moskau arbeiten.

Mehr Polizeieinsätze wegen Familienstreitigkeiten im Tessin

Die Tessiner Kantonspolizei hat im laufenden Jahr mehr Einsätze wegen Unfällen und Streitigkeiten verzeichnet. Am deutlichsten ist die Zunahme der Einsätze bei Familienstreitigkeiten. Abgenommen haben demgegenüber Einbrüche und Diebstähle, wie Marco Zambetti, Offizier bei der Kantonspolizei, vor den Medien erklärte.

1’183 mal musste die Tessiner Kantonspolizei im laufenden Jahr wegen familiären Streitigkeiten ausrücken. Dieser Wert liegt fast 25 Prozent über dem Mittelwert der letzten fünf Jahre, wie die von Marco Zambetti präsentierten Daten zeigten. Am häufigsten habe die Polizei im Juli ausrücken müssen.

Ebenfalls im Juli passierten überdurchschnittlich viele Unfälle im Vergleich zu den Vorjahren. Insgesamt hätten diese um 18 Prozent zugenommen im laufenden Jahr.

Mehr Streit in Familien: Die Tessiner Kantonspolizei muss im laufenden Jahr deutlich mehr ausrücken als sonst. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Jura kündigt Lockerungen an

Im Kanton Jura sollen ab dem 10. Dezember Restaurants und Museen und ab dem 17. Dezember weitere Kulturinstitutionen wieder Gäste empfangen können. Gleichzeitig beantragt die Kantonsregierung einen Kredit von 10 Millionen Franken zur Unterstützung von Unternehmen.

Die jurassische Kantonsregierung knüpft diese Lockerungen der Schutzmassnahmen gegen die Covid-19-Pandemie allerdings an die Entwicklung der Corona-Fallzahlen und der Situation in den Spitälern, wie sie am Freitag an einer Medienkonferenz mitteilte.

Die Zahl der Ansteckungen sei rückläufig, bleibe aber nach wie vor auf einem hohen Niveau, hiess es. Der Kanton zählte am Donnerstag 40 neue positive Fälle und insgesamt 30 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Spital – davon sechs auf der Intensivstation.

Tessin: Anteil positiver Tests stark gesunken

Im Tessin beginnt der Anteil positiver Coronavirus-Tests zu sinken, wie Kantonsarzt Giorgio Merlani am Freitagmorgen vor den Medien in Bellinzona erklärte. Die Kurve der gemeldeten Neuansteckungen steige zudem nicht mehr an, was Merlani als gutes Zeichen wertete.

Auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie habe der Anteil der positiven Coronavirus-Tests knapp 30 Prozent betragen, fuhr Merlani fort. Im Moment sei die Situation im Tessin «stabil», auch wenn die Kurve der Neuansteckungen noch nicht wirklich abfalle. «Wir können aber mit einer gewissen Sicherheit sagen, dass die Phase exponentiellen Wachstums hinter uns liegt.»

Merlani warnte aber davor, den gesunkenen Anteil positiver Testresultate überzubewerten: Da seit kurzem auch Schnelltests verfügbar sind, könne diese Zahl täuschen.

Corona-Krise trübt Stimmung bei Italiens Firmen und Verbrauchern

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verschlechtert sich in Italien die Stimmung von Unternehmen und Konsumenten. Das Barometer für das Geschäftsklima der gesamten Wirtschaft von der Industrie bis zu den Dienstleistern sank im November auf 82,8 Punkte von 92,2 Zählern im Vormonat.

Das ist der tiefste Stand seit August, wie das Statistikamt Istat am Freitag mitteilte. Allein in der Industrie ging es um 4,5 Punkte auf 90,2 Zähler nach unten und damit deutlich stärker als von Ökonomen erwartet. Das Barometer für das Konsumklima sank auf das niedrigste Niveau seit sechs Monaten – und fiel um 3,6 auf 98,1 Punkte.

Brand auf Intensivstation in Indien: Fünf Corona-Patienten tot

Bei einem Brand in einem Spital in Indien sind fünf Corona-Patienten ums Leben gekommen und sechs weitere verletzt worden. Das Feuer sei in der Nacht zu Freitag auf der Intensivstation ausgebrochen, sagte ein Polizeimitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur.

Innerhalb einer Stunde sei das Feuer unter Kontrolle gebracht worden und rund 30 überlebende Patienten seien in ein anderes Krankenhaus gebracht worden. Ein elektrischer Kurzschluss könnte den Brand in der westindischen Stadt Rajkot ausgelöst haben, sagte der örtliche Feuerwehrchef dem indischen Fernsehsender NDTV.

Elektronische Probleme lösen in Indien häufig Feuer aus. Es hat bereits in mehreren Corona-Krankenhäusern gebrannt. Indien hat mit 9,3 Millionen bestätigten Corona-Infektionen die zweitmeisten Fälle nach den USA weltweit.

Letztjähriger MVP positiv getestet

Lamar Jackson, Quarterback der Baltimore Ravens und MVP der letzten Saison, ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Er ist einer von bereits zehn Spielern, darunter acht Startern, des zweifachen Super-Bowl-Champions, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde. Ein Athletik-Coach des Teams wurde sanktioniert, da er trotz Symptomen zur Arbeit erschienen sei und teilweise keine Maske getragen haben soll.

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Baltimore und den ungeschlagenen Pittsburgh Steelers wurde wegen der Covid-19-Fälle vorerst von Donnerstag auf Sonntag verschoben.

Lamar Jackson, Quarterback der Baltimore Ravens und MVP der letzten Saison, ist positiv auf Covid-19 getestet worden. (Bild: Keystone)
BAG meldet am Freitag 4'312 neue Fälle

In der Schweiz werden am Freitagmittag 4’312 neue bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 141 weitere Personen sind gestorben, 209 mussten hospitalisiert werden. Bei 27’266 neuen Corona-Tests liegt die Positivitätsrate bei 15,8 Prozent. Alle Hintergründe gibt es hier.

Japanische Kaiserfamilie sagt Neujahrsauftritt wegen Corona ab

Japans Kaiser Naruhito und seine Familie werden wegen der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen auf ihren traditionellen Neujahrsauftritt vor dem Volk verzichten. Wie das Haushofamt am Freitag bekanntgab, wolle man mit dieser Entscheidung eine Ausbreitung des Virus verhindern.

Es ist das erste Mal seit 1990, dass der Neujahrsauftritt des Monarchen auf seinem Balkon ausfällt. Damals war die Trauer um den Tod von Kaiser Hirohito, den Grossvater des heutigen Tenno, der Grund dafür gewesen. Bei dem normalerweise am 2. Januar stattfindenden Auftritt grüssen der Kaiser und Mitglieder seiner Familie hinter Glasscheiben des Chowa-Den-Palastes Zehntausende Untertanen zu Neujahr. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten für das Volk, dem Palast so nah zu kommen.

Die japanische Bevölkerung wird am 2. Januar 2021 auf den Auftritt der Kaiserfamilie verzichten müssen. (Archivbild: Keystone)
Behörden melden 5’400 Verdachtsfälle von Corona-Betrug

Auf der Agenda der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) steht die Bekämpfung von Missbräuchen bei den Entschädigungen wegen der Corona-Pandemie weit oben. In ihrem neuen Zwischenbericht zu den Corona-Massnahmen des Bundes weist sie 5’403 Verdachtsmeldungen aus.

540 Verdachtsfälle beim Corona-Erwerbsersatz, 4’646 Fälle bei den Solidarbürgschaften und 217 Verdachtsmeldungen bei der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeitsentschädigung) habe die EFK den Ämtern übergeben. Diese müssten Fall für Fall geprüft werden, heisst es in dem Bericht.

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Trump kündigt erste Impfstoff-Lieferungen für kommende Woche an

US-Präsident Donald Trump kündigt für die kommende Woche erste Lieferungen von Covid-Impfstoff an.

In einer Video-Konferenz mit US-Soldaten im Ausland zum Feiertag Thanksgiving sagte Trump, die Auslieferungen würden in der kommenden und der darauf folgenden Woche beginnen. Zuerst würden gefährdete Personengruppen wie medizinisches Personal und Senioren geimpft. Bisher ist in den USA noch kein Impfstoff zugelassen.

US-Präsident Donald Trump hat erste Lieferungen von Covid-Impfstoff für die kommende Woche angekündigt. (Bild: Keystone)
300 Reichste der Schweiz wurden trotz Corona-Krise reicher

Die Vermögen der 300 reichsten Personen in der Schweiz sind in diesem Jahr trotz Corona-Krise gewachsen. Den Spitzenplatz belegt erneut die Familie des verstorbenen Ikea-Gründers Ingvar Kamprad. Unter den fünf Reichsten findet sich neu die Familie Blocher.

Während viele Menschen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit um ihr Gespartes bangen, haben die 300 Reichsten der Schweiz ihren Besitzstand im Corona-Jahr weiter ausgebaut. Konkret stiegen die Vermögen insgesamt um 5 Milliarden auf total 707 Milliarden Franken. Oder anders ausgedrückt: Würde das Vermögen der 300 Reichsten des Landes auf die Bevölkerung verteilt, erhielte jede Person 82’500 Franken bar auf die Hand, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» am Donnerstag, 26. November 2020, bekanntgab. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Wintersport-Streit: Conte will Schweiz auf Quarantäne-Liste setzen

Der Wintersaison-Streit geht in die nächste Runde. Während die Schweiz die Wintersport-Angebote aufrecht erhalten will, sprechen sich Giuseppe Conte, Angela Merkel und Emmanuel Macron dagegen aus.

Wie «20 Minuten» berichtet, geht der Unmut wegen der Uneinigkeit in Italien soweit, dass Conte die Schweiz wieder auf die Quarantäne-Liste setzen will, sollte das Land mit seinen Wintersport-Plänen fortfahren.

Das würde bedeuten, dass Personen, die in der Schweiz waren und nach Italien reisen, bei ihrer Rückkehr zwei Wochen in Quarantäne müssen.

Giuseppe Conte droht damit, die Schweiz wieder auf die Quarantäne-Liste zu setzen. (Bild: Keystone)
Shuttle-Bus soll Ski-Touristen aus Frankreich ins Wallis bringen

Ein Shuttle-Bus soll Touristen aus dem französischen Teil des länderübergreifenden Skigebietes Portes du Soleil zum Skilaufen ins Wallis bringen. In der Schweiz sollen nämlich – im Gegensatz zu Frankreich – die Bergbahnen und Skilifte trotz Corona-Pandemie in diesem Winter weiterlaufen.

In Frankreich im Hotel schlafen, in der Schweiz auf die Piste: So stellen sich an die Schweiz angrenzende Wintersportregionen in Frankreich die Saison 2020/2021 vor. (Symbolbild: Keystone)

«Wir planen, einen Busbetrieb, der Ski-Touristen aus dem französischen Teil der Portes du Soleil abholt», sagte Enrique Caballero, Verwaltungsratspräsident von Portes du Soleil Suisse, am Mittwoch, 25. November, im Walliser Radiosender Rhône FM. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Spanien streitet um Corona-Regeln für die Feiertage

In Spanien spitzt sich die Debatte um die Corona-Regeln für Weihnachten, Silvester und den im Land sehr wichtigen Dreikönigstag (6. Januar) zu. Nachdem einige der insgesamt 17 Regionen einheitliche Bestimmungen für das ganze Land gefordert hatten, versprach die linke Zentralregierung eine baldige Lösung. «Es wird keine 17 verschiedene Weihnachten geben», versprach Gesundheitsminister Salvador Illa am Donnerstag im Parlament in Madrid. Bei einem Treffen mit den Regionalregierungen wolle man nächste Woche ein Abkommen erzielen, erklärte Illa.

Im Rahmen des seit Ende Oktober und noch bis Mai geltenden Corona-Notstands soll – anders als im Frühjahr – jede der sogenannten Autonomen Gemeinschaften über die Massnahmen entscheiden, die man zur Eindämmung der Pandemie ergreift.

Vor den Feiertagen fordern aber einige Regionen, darunter Andalusien und Kastilien-La Mancha, man dürfe nicht wieder die Fehler machen, den man in Sommer begangen habe, als man der Wirtschaft den Vorzug vor der Bekämpfung des Virus gegeben und die Massnahmen zu schnell gelockert habe.

Britischer Gesundheitsexperte rät von Küssen zu Weihnachten ab

Die Menschen sollen sich zu Weihnachten lieber nicht küssen, heisst es von einem britischen Gesundheitsexperten. (Bild: Keystone)

Keine Küsse, keine Umarmungen: Zu Weihnachten sollten die Menschen nach Ansicht des medizinischen Beraters der britischen Regierung, Chris Whitty, auf Liebkosungen lieber verzichten. «Es ist nicht verboten»  – aber das heisse nicht, dass man es tun sollte, betonte Whitty am Donnerstagabend in London. Vor allem die Senioren müssten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus geschützt werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

New York hält Corona-konforme Thanksgiving-Parade

Selbst die Corona-Pandemie kann eine New Yorker Tradition nicht stoppen: Bei der jährlichen Thanksgiving-Parade in der US-Ostküstenmetropole sind auch in diesem Jahr grosse Ballons durch Manhattan geschwebt. Allerdings blieben die grossen Menschenmassen in diesem Jahr auf Anweisung der Organisatoren wegen der Corona-Krise fern, TV-Bilder am Donnerstag, 26. November 2020, zeigten nur vereinzelte Zuschauer am Strassenrand. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Erneut über 800 Covid-Tote in Italien an einem Tag

In Italien sind erneut mehr als 820 Menschen an einem Tag im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit verzeichneten die Behörden eine der höchsten Opferzahlen seit Beginn der Pandemie im Februar.

Zugleich vermeldete das Gesundheitsministerium in dem 60-Millionen-Einwohner-Land am Donnerstag für die vergangenen 24 Stunden rund 29’000 Neuinfektionen. Dieser Wert lag zwar über den Vortagen, aber rund 7’000 Fälle unter dem Wert vor einer Woche.

In Italien werden erneut mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden verzeichnet. (Bild: Keystone)

Ende März hatte das Mittelmeerland seinen bisherigen Höchstwert von fast 1’000 Corona-Toten an einem Tag verzeichnet. Insgesamt starben bislang insgesamt fast 53’000 Menschen mit oder an Sars-CoV-2. Seit Beginn der Pandemie wurden in Italien über 1,5 Millionen Corona-Fälle erfasst.

Regierung und viele Experten hoffen, dass die Roten Zonen und andere Beschränkungen allmählich greifen und die Kurve der Neuinfektionen weiter abflacht.

Rom erweitert Haushaltsdefizit – Opposition stimmt mit Regierung

Italiens Regierung hat vom Parlament mit ungewöhnlich grosser Mehrheit grünes Licht für eine höhere Verschuldung im Anti-Corona-Kampf erhalten. Die Mitte-Links-Koalition in Rom will mit einem um weitere acht Milliarden Euro aufgestockten Defizit die verlängerten Pandemie-Hilfen für Unternehmen und Bürger finanzieren.

Sowohl in der grösseren Abgeordnetenkammer als auch im kleineren Senat stimmten fast alle Oppositionspolitiker am 26. November ebenfalls für die Vorlage des Kabinetts von Premier Giuseppe Conte.

Die drei grossen Kräfte der Mitte-Rechts-Opposition – darunter auch die Lega – votierten auf Vorschlag des Parteichefs der Forza Italia, Ex-Premier Silvio Berlusconi, für die Vorlage der Koalition. Allerdings wollten sie ihren Schritt nicht als Unterstützung der Regierung verstanden wissen, sondern als Entscheidung im Interesse des Landes, wie Berlusconis Vize, Antonio Tajani, sagte.

Ärztevereinigung in Türkei zweifelt weiter an offiziellen Zahlen

Trotz der Änderungen, die das Gesundheitsministerium verkündet hat, zweifelt die Ärztevereinigung in der Türkei weiterhin die offiziellen Corona-Fallzahlen an. Die von der Regierung veröffentlichten täglichen Fälle spiegelten nicht die Wahrheit wieder, sagte Sebnen Korur Fincanci, Vorsitzende der Türkischen Ärztevereinigung (TTB), am Donnerstag nach einem Bericht des Online-Portals Gazete Duvar.

Basierend auf Erhebungen der TTB von vergangener Woche gehe sie von täglich mindestens 50’000 neuen Fällen aus. Nehme man die falsch-negativ Getesteten hinzu, komme man auf eine noch deutlich höhere Zahl.

In der Türkei zweifeln Ärzte an den offiziellen Corona-Zahlen. (Bild: Keystone)

Nach monatelanger Kritik hatte die türkische Regierung entgegen der bisherigen Praxis am Mittwochabend die täglichen Fallzahlen der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Land bekanntgegeben. «Heute beträgt die Zahl der Fälle 28’351», sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die Zahl lag weit über den bisher bekanntgegebenen Werten.

Seit Ende Juli waren dem Minister zufolge nur die Infizierten mit Symptomen als Corona-Fälle gemeldet worden – nicht aber die komplette Zahl der täglichen neuen Fälle. Das hatte unter anderem die Vereinigung immer wieder scharf kritisiert.

Luftfahrtlobby will längere Ausnahmeregel für Startrechte

Die Luftfahrtlobby macht sich wegen der Corona-Pandemie für eine Verlängerung der Ausnahmeregelung für Start- und Landerechte stark. Die Verbände Iata und ACI plädierten an die Regulierer, die Regeln zu Start- und Landerechten (Slots) an Flughäfen bis Oktober 2021 weiter auszusetzen, wie aus einem Entwurf des Luftfahrtverbands Iata und des Airportverbands ACI hervorgeht, in den die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht hatte.

Fluggesellschaften müssen 80 Prozent der Slots dauernd nutzen, um sie nicht zu verlieren. Diese Regel ist bis zum 31. März 2021 ausgesetzt, da Airlines wegen der schwindenden Nachfrage und der Reisebeschränkungen in der Virus-Krise ihren Flugbetrieb massiv heruntergefahren haben.

Die Luftfahrtlobby will wegen der anhaltenden Corona-Pandemie die Ausnahme-Regeln für die Startrechte behalten. (Bild: Keystone)
Keine Lohnerhöhungen, aber vielleicht mehr Vaterschaftsurlaub

Das Bundespersonal erhält 2021 wegen der Corona-Krise und der negativen Teuerung keine generelle Lohnerhöhung. Dafür unterbreitet Finanzminister Ueli Maurer dem Bundesrat einen Ausbau des Vaterschaftsurlaubs von zehn auf 20 Tage.

Dies hatten die Personalverbände anstelle einer Lohnforderung verlangt, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag mitteilte. Zuvor habe Maurer ihnen anlässlich der Lohngespräche dem Verzicht auf Lohnmassnahmen kommuniziert.

Der Bund befindet sich laut Maurer wegen der Corona-Krise generell in einer schwierigen finanzpolitischen Lage. Zudem prognostizierten die Experten des Bundes derzeit eine Jahresteuerung von minus 0,7 Prozent.

Frankreich stellt sich auf schrittweise Corona-Lockerungen ein

Frankreichs Premier Jean Castex hat die Menschen im Land auf etappenweise Lockerungen eingeschworen und weitere finanzielle Hilfen zugesagt.

Es sei zu früh, um von einem Ende des Lockdowns zu sprechen, sagte Castex am Donnerstag in einer Pressekonferenz. «Die winterlichen Wetterbedingungen und das Herannahen der Feiertage zum Jahresende sind zwei Hauptrisikofaktoren, die es im Frühjahr nicht gab.»

Präsident Emmanuel Macron hatte in einer TV-Ansprache am Dienstag schrittweise Lockerungen angekündigt. Seit Ende Oktober gelten im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen – diese sollen am 15. Dezember aufgehoben werden und durch nächtliche Ausgangssperren ersetzt werden.

Merkel setzt auf Vernunft und Solidarität der Bürger

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in ihrem Land beschworen, auch über Weihnachten und Silvester in den Kraftanstrengungen gegen das Coronavirus nicht nachzulassen.

Gerade in dieser Zeit wünsche sie sich, «dass wir mehr denn je Miteinander und füreinander einstehen», sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Mit emotionalen Worten appellierte sie an die Bürger: «Wir haben es in der Hand. Wir sind nicht machtlos. Wir haben ganz ohne Zweifel noch einmal schwierige Monate vor uns.» Jeder und Jede könne aber «aktiv dazu beitragen, dass wir diese Zeit gut durchstehen». Kritik an den jüngsten Bund-Länder-Entscheidungen kam in der Aussprache vor allem von der rechtspopulistischen AfD, der FDP (Liberale) und der Linken.

«Wir müssen viel mehr testen als heute»

Gesundheitsminister Alain Berset warnt davor, die derzeit etwas tieferen Corona-Fallzahlen zu positiv zu werten. Grund dafür sei auch die Anzahl der Tests, diese sei aktuell zu tief. «Wir müssen viel mehr testen als heute», sagte er am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.

Die Positivitätsrate bleibe viel zu hoch, sagte Berset. Man entdecke derzeit nicht alle positiven Fälle. Der Bundesrat appellierte an die Bevölkerung: «Lassen Sie sich testen, auch bei kleinsten Symptomen.» Der Bund habe dazu bereits eine Sensibilisierungskampagne gestartet. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Gesundheitsminister Alain Berset sagt zur Corona-Situation in der Schweiz: «Wir müssen viel mehr testen als heute». (Bild: Keystone)

Covid-Taskforce will Quarantänezeit nicht verkürzen

Eine Verkürzung der Quarantäne von zehn Tagen würde gemäss einer Analyse der Wissenschaftlichen Taskforce des Bundes nicht die gewünschten Effekte bringen.

Es würden potenziell weniger Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Eine Verkürzung der zehntägigen Quarantäne nach einer Einreise aus einem Risikogebiet oder nach einem engen Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall könnte zu mehr Infektionen führen. Dies schreibt die Taskforce in ihren am Donnerstag publizierten «Überlegungen zur Verkürzung der Quarantänedauer». Mehr dazu lesen Sie hier.

Berset: «Impfungen wohl früh im Jahr möglich»

Der Bund arbeitet derzeit intensiv an der Zulassung von Corona-Impfstoffen. Gesundheitsminister Alain Berset stellt einen Impfbeginn «früh im nächsten Jahr» in Aussicht. Eine Notzulassung werde es aber nicht geben.

Die Schweiz habe die Produkte, die am schnellsten auf den Markt kommen und die am besten wirkten, identifiziert, sagte Berset am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. «Wir sind gut positioniert.» Verschiedene Impfstoffe würden derzeit von der Schweizerischen Heilmittelbehörde Swissmedic geprüft. Alles zum Thema gibt es hier.

Laut dem Bundesrat soll in der Schweiz früh im Jahr 2021 mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden. (Bild: Keystone)
Achtjähriger an Premier Johnson: Kommt Weihnachtsmann trotz Corona?

Kann der Weihnachtsmann in Zeiten der Corona-Pandemie überhaupt sicher durch das Land reisen und Geschenke verteilen? Das hat sich ein Bub in Grossbritannien gefragt und einen Brief an Premier Boris Johnson geschrieben.

«Lieber Mr. Johnson, (…) Ich habe mich gefragt, ob Sie und die Regierung daran gedacht haben, dass der Weihnachtsmann dieses Weihnachten kommen kann», sorgte sich der achtjährige Monti in einem Brief, den Johnson bei Twitter veröffentlichte. «Wenn wir Hand-Desinfektionsmittel bei den Keksen lassen, kann er dann kommen?», fragte der Junge nach.

Niemandes Gesundheit sei in Gefahr, wenn der Weihnachtsmann sich wie gewohnt verantwortungsbewusst verhalte und schnell und sicher arbeite, schrieb der britische Premier in seiner am Mittwoch veröffentlichten Antwort weiter. Alles dazu finden Sie hier.

Engelberger stellt keine generelle Lockerung in Sicht
 
Die Corona-Situation in der Schweiz sei nach wie vor ernst, so GDK-Präsident Lukas Engelberger. (Bild: Keystone)

Die Lage in der Corona-Pandemie ist nach den Worten von GDK-Präsident Lukas Engelberger immer noch ernst. Es sei noch nicht an der Zeit, um über eine generelle Lockerung der Massnahmen zu reden, sagte er am Donnerstag vor den Medien in Bern.

«Heute gab es eine Premiere», berichtete Engelberger: Sämtliche Gesundheitsdirektoren und Gesundheitsdirektorinnen der Kantone hätten an einer Videokonferenz mit Bundesrat Alain Berset und seinen Mitarbeitenden teilgenommen. Besprochen wurde das weitere Vorgehen in der Bekämpfung des Coronavirus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Berset: «Schweizerische Corona-Strategie funktioniert»

Laut Gesundheitsminister Alain Berset ist die Schweiz bei der Bewältigung der Corona-Pandemie auf einem guten Weg. «Die Zahlen gehen seit drei Wochen zurück, die Massnahmen der Behörden greifen, auch dank der Disziplin der Bevölkerung», sagte er am Donnerstag.

Berset trat nach einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertreter der Kantone vor die Bundeshausmedien. Besprochen worden war die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen in der Bekämpfung des Coronavirus. Der Gesundheitsminister zog ein positives Fazit: «Anfang November war die Lage besorgniserregend, heute sieht es schon viel besser aus.» Die Situation bleibe aber sehr ernst. Alles zur Medienkonferenz gibt es hier.

Bundesrat Alain Berset zeigt sich überzeugt: «Schweizerische Corona-Strategie funktioniert». (Bild: Keystone)
Westschweizer Lehrer fordern mehr Personal und Mittel

Die Lehrerinnen und Lehrer in der Romandie sind wegen der zahlreichen neuen Richtlinien und zusätzlichen Aufgaben durch die Coronavirus-Pandemie «erschöpft». Um einen «Zusammenbruch des Schulsystems» zu vermeiden, fordert der Westschweizer Lehrerverband mehr Personal und zusätzliche Mittel.

Schutzkonzepte anwenden, sich um in Quarantäne befindliche oder kranke Schülerinnen und Schüler kümmern, die Abwesenheit von Kolleginnen und Kollegen ausgleichen, ihre Vertretungen beaufsichtigen oder sie im Umgang mit den neuen digitalen Werkzeugen schulen: Die Coronavirus-Krise habe den Lehrerinnen und Lehrern viele weitere Aufgaben aufgebürdet, schreibt der Westschweizer Lehrerverband (SER) am Donnerstag in einem Communiqué. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Um einen «Zusammenbruch des Schulsystems» in der Corona-Pandemie zu vermeiden, fordern Lehrerinnen und Lehrer mehr Mittel und Personal. (Bild: Keystone)

9'000 Fälle weniger in der Schweiz

Die Schweiz verzeichnet in der 47. Kalenderwoche über 9000 Fälle weniger als noch in der Vorwoche. Das berichtet das BAG. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft entwickeln sich weiterhin entgegen diesem Trend: Hier stiegen die Zahlen wieder merklich an.

Händler sehen sich trotz Corona für Black Friday gerüstet

Normalerweise drängeln und schubsen die Warenhauskunden am Black Friday auf der Jagd nach dem besten Schnäppchen was das Zeug hält. Während der Corona-Zeit sehen dies die Detailhändler allerdings nicht gern. Viele haben daher ihre Schutzkonzepte verschärft und hoffen, dass ihnen der Online-Trend entgegen kommt.

Die Warenhauskette Manor etwa hat sich bereits über mehrere Wochen hinweg auf den Rabatt-Tag vorbereitet und ein ganzes Bündel von Massnahmen ergriffen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Donnerstag erklärte. So habe man etwa die Reinigungszyklen intensiviert und zusätzliche Kassen aufgestellt, damit der Abstand besser eingehalten werden könne.

Von Atlanta nach Rom ohne Quarantäne-Pflicht: Neue Delta-Flüge

Die US-Fluglinie Delta bietet künftig zwischen Atlanta und der italienischen Hauptstadt Rom Flüge an, bei denen die Passagiere mehrfach auf das Coronavirus getestet werden sollen und sich damit nach der Ankunft nicht in Quarantäne begeben müssen. Das neue System für die Transatlantikflüge soll ab 19. Dezember erprobt werden, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte.

Die US-Fluglinie Delta bietet künftig zwischen Atlanta und der italienischen Hauptstadt Rom Flüge an, bei denen die Passagiere mehrfach auf das Coronavirus getestet werden sollen und sich damit nach der Ankunft nicht in Quarantäne begeben müssen. (Symbolbild: Key)

Passagiere müssen demnach vor dem Abflug einen maximal drei Tage alten negativen regulären Corona-Test vorlegen. Am Flughafen Atlanta wird dann vor dem Boarding ein Schnelltest durchgeführt, das Gleiche auch wieder bei der Ankunft in Rom. Beim Abflug aus Italien wird erneut ein Schnelltest fällig, wie Delta erklärte.

Frankreich stellt sich auf schrittweise Corona-Lockerungen ein

Frankreichs Premier Jean Castex hat die Menschen im Land auf etappenweise Lockerungen eingeschworen und weitere finanzielle Hilfen zugesagt.

Es sei zu früh, um von einem Ende des Lockdowns zu sprechen, sagte Castex am Donnerstag in einer Pressekonferenz. «Die winterlichen Wetterbedingungen und das Herannahen der Feiertage zum Jahresende sind zwei Hauptrisikofaktoren, die es im Frühjahr nicht gab.»

Präsident Emmanuel Macron hatte in einer TV-Ansprache am Dienstag schrittweise Lockerungen angekündigt. Seit Ende Oktober gelten im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen – diese sollen am 15. Dezember aufgehoben werden und durch nächtliche Ausgangssperren ersetzt werden.

Weitere Corona-Fälle vor Weltcupstart

or dem Weltcup-Auftakt der Biathleten am Samstag in Kontiolahti sind weitere Corona-Fälle zu verzeichnen. Wie der Weltverband (IBU) am Freitag mitteilte, wurden Teammitglieder aus Frankreich und Rumänien positiv getestet. Am Vortag waren Covid-19-Befunde in den Mannschaften aus Russland, Lettland und Moldawien bekanntgegeben worden.

Ob einzelne Athleten oder gar gesamte Nationen von den Wettkämpfen an diesem Wochenende ausgeschlossen werden müssen, ist offen. Diesen Entscheid trifft die finnische Gesundheitsbehörde, die jeden Einzelfall je nach Vorgeschichte und Kontaktsituation beurteilt.

BAG meldet 4509 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 4509 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch 79 neue Todesfälle und 198 Spitaleinweisungen.

Im angegebenen Zeitraum wurden 28’740 Tests gemacht. Es ergibt sich eine Positivitätsrate von 15,7 Prozent.

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Schwedische Notenbank lockert Geldpolitik in Corona-Krise

Die schwedische Notenbank weitet ihre Anleihekäufe inmitten der zweiten Welle der Corona-Krise deutlich aus. Das Volumen des Kaufprogramms werde um 200 Milliarden auf 700 Milliarden Kronen (etwa 69 Milliarden Euro) angehoben, teile die Riksbank am Donnerstag in Stockholm mit.

Viele Analysten hatten mit einer Ausweitung gerechnet, zumeist aber eine geringere Anhebung erwartet. Die schwedische Krone reagierte auf die Entscheidung mit Kursverlusten.

Ein Viertel weniger Corona-Neuinfektionen innert Wochenfrist

Vom 16. bis 22. November sind in der Schweiz und in Liechtenstein 30’142 Neuansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet worden, gegenüber 39’695 in der Vorwoche. Damit sank die Zahl der Fälle im Vergleich zur Vorwoche erneut um knapp ein Viertel (24,1 Prozent).

Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Woche 47 hervor.

Corona-Schnelltests neu auch am Flughafen Zürich

Ab sofort bietet auch der Flughafen Zürich Corona-Schnelltests an, in Zusammenarbeit mit einer Apotheke. Die nasalen Abstriche werden im ehemaligen Ausweisbüro im Check-in 2 genommen, allerdings nur nach telefonischer Voranmeldung.

Ab sofort bietet auch der Flughafen Zürich Corona-Schnelltests an, in Zusammenarbeit mit einer Apotheke. (Symbolbild: Key)

Der Flughafen will grössere Menschenansammlungen vermeiden. Deshalb sei die telefonische Voranmeldung notwendig, teilte der Flughafen am Donnerstag mit.

Mehr dazu hier. 

Mehr als 2200 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten am zweiten Tag in Folge die 2000er-Marke überschritten.

Am Mittwoch meldeten die Behörden 2297 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Tags zuvor waren es 2146 gewesen. Damit nähert sich die Zahl dem bislang höchsten Wert von 2609 Toten am 15. April.

Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia von Schweden wurden positiv getestet

Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia von Schweden haben Corona. Sie zeigten Symptome und wurden daraufhin getestet. Das schwedische Königshaus bestätigte die Infektion, wie «20 Minuten» schreibt. Nebst leichten Grippesymptomen,würden sich die beiden aber den Umständen entsprechend gut fühlen.

Die beiden befinden sich nun gemeinsam mit ihren Kindern zuhause in Quarantäne. Im Verlauf des Tages sollen nun weitere Tests innerhalb der Königsfamilie vorgenommen werden.

Merkel verteidigt Beschlüsse für Kontaktbeschränkungen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den zunächst bis Ende November beschlossenen und nun verlängerten Teil-Lockdown als unausweichlich verteidigt.

«Es ist nicht auszudenken, wo wir heute stünden, wenn wir vor vier Wochen, als es buchstäblich 5 vor 12 war, nicht zu dieser nationalen Kraftanstrengung bereit und in der Lage gewesen wären», sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag in einer Regierungserklärung zur Corona-Politik.

US-Konzern Walt Disney entlässt 32'000 Mitarbeiter

Mitten in der Corona-Krise entlässt der Unterhaltungskonzern Walt Disney 32’000 Mitarbeiter. Betroffen seien vor allem Angestellte in den Freizeitparks, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit. Das sind rund 14 Prozent der rund 223’000 Mitarbeiter, die Ende 2019 noch für den US-Konzern gearbeitet haben.

Im September hatte die Firma, die Vergnügungsparks betreibt, Kinofilme produziert und Fernsehsender im Angebot hat, noch von 28’000 Entlassungen gesprochen. Zuletzt hatte nur der eigene Streamingdienst Disney+ für positive Nachrichten gesorgt.

Erneuter Rückgang der Gesamtbeschäftigung im dritten Quartal

Der Schweizer Stellenmarkt hat die Corona-Pandemie auch im dritten Quartal 2020 zu spüren bekommen. Die Zahl der Stellen sank innert Jahresfrist um 0,4 Prozent. Zudem präsentieren sich die Beschäftigungsaussichten schlechter als im Vorjahr.

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im dritten Quartal dieses Jahres 5,138 Millionen Beschäftigte in der Schweiz, wie es am Donnerstag mitteilte. Saisonbereinigt belief sich der Wert auf 5,122 Millionen, was gegenüber dem Vorquartal aber immerhin einer leichten Zunahme um 0,5 Prozent entspricht.

In Vollzeitäquivalenten belief sich die gesamte Beschäftigung in der Schweiz im dritten Quartal auf insgesamt 4,016 Millionen Stellen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Minus von -0,1 Prozent.

AfD will Parteitag mit 600 Mitgliedern durchführen

Deutschland hat den Teil-Lockdown bis Januar verlängert. Kontaktbeschränkungen und Gastronomieschließungen bleiben damit in Kraft.  Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten treffen wichtige Beschlüsse gemeinsam in einer Videokonferenz. Unbeeindruckt davon zeigt sich die AfD und hält an ihrem Bundesparteitag fest, wie die Bild-Zeitung berichtet. 

Der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen verteidigt die Durchführung des Parteitags. (Bild: Key)

Dieser soll kommendes Wochenende mit insgesamt 600 Delegierten stattfinden. Am Mittwoch erklärte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: «Ich bin überzeugt, dass sich Diskussionen über politische Inhalte am besten in einer Präsenzveranstaltung führen lassen.»

Teil-Lockdown lastet auf deutscher Konsumstimmung

Der Teil-Lockdown lastet in der für Händler verkaufsträchtigen Vorweihnachtszeit auf der Verbraucherstimmung in Deutschland. Das von der Nürnberger GfK am Donnerstag veröffentlichte Konsum-Barometer signalisiert für Dezember einen Rückgang um 3,5 Punkte auf minus 6,7 Zähler. Das ist das niedrigste Niveau seit Juli.

Deutschlands Teil-Lockdown lastet auf der Konsumstimmung der Bürger. (Bild: Key)

Von Reuters befragte Experten hatten einen Wert von minus 5,0 erwartet. Mit Blick auf ihre persönliche Zukunft macht sich in der Corona-Krise inzwischen knapp die Hälfte der Bürger «ehr grosse, beziehungsweise eher grosse Sorgen», wie die Marktforscher ermittelten.

St. Galler Kantonspräsident wurde positiv getestet

Der St. Galler Regierungspräsident Bruno Damann (CVP) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er hat nach Angaben der Staatskanzlei lediglich leichte Symptome und befindet sich in Isolation.

Damann wurde am Mittwoch positiv getestet, wie der Kanton St. Gallen am Donnerstag mitteilte. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut und er werde die meisten seiner Verpflichtungen auf digitalem Weg wahrnehmen können. An der Novembersession des Kantonsrates, die am Montag beginnt, wird Damann aber nicht teilnehmen können.

Wo sich Damann angesteckt hat, ist nach Angaben der Staatskanzlei nicht bekannt. Die Regierung tage jeweils mit Masken und genügend Abstand. Es lägen keine Hinweise vor, dass sich im beruflichen Umfeld des Regierungspräsidenten noch weitere Personen angesteckt hätten.

Mehr als 60 Millionen Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 60 Millionen. Das ging am Mittwoch aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore in den USA hervor. In weniger als drei Wochen stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit um 10 Millionen – am 8. November war die Marke von 50 Millionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Millionen. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus. Die Zahlen der JHU werden regelmässiger aktualisiert und liegen daher oft etwas höher als amtliche Daten. Die Weltgesundheitsorganisation gab die Zahl der bekannten Infektionen am Mittwoch mit 59,2 Millionen und die der Todesfälle mit knapp 1,4 Millionen an.

Deutschland meldet 22'268 Neuinfektionen

Die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland sind um 22’268 auf insgesamt 983’588 gestiegen. Dies geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Vor einer Woche am Donnerstag wurden 22’609 Fälle gemeldet, wie n-tv schreibt.

Innerhalb der letzten 24 Stunden sind 389 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt damit insgesamt auf 15’160. Die Sieben-Tage-R liege laut RKI bei 0,87 (am Vortag war es 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken.

Nachfrage nach Fachkräften seit Corona-Ausbruch gesunken

Die Coronakrise verändert die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Seit Ausbruch der Coronakrise ist die Nachfrage nach Fachkräften gesunken, was sich aber je nach Beruf stark unterscheiden kann. Pflegefachkräfte etwa sind sehr gesucht.

Zwischen 2016, als der Fachkräftemangel-Index des Personaldienstleisters Adecco in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich zum ersten Mal erhoben wurde, und 2019 nahm der Fachkräftemangel jährlich zu. Im Jahr 2020 sank der Index nun erstmals – und zwar um 17 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

In den meisten Berufen sinkt demnach die Zahl der offenen Stellen, während die Zahl der Stellensuchenden steigt. In Berufen mit einem Fachkräfteüberangebot verschärft sich damit die Lage für Stellensuchende weiter. Darunter fallen vor allem Berufe im Verkauf und Handel, im Gastgewerbe sowie im kaufmännischen und administrativen Bereich.

Lockerung für die Feiertage in Deutschland

Mitten im harten Corona-Winter sollen die Weihnachtstage ein wenig Entspannung bringen: Ab dem 23. Dezember und höchstens bis zum 1. Januar sollen zehn Personen im Familien- und Freundeskreis zusammenkommen können, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt.

Doch davor stehen weitere Einschränkungen an. «Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung», betonte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach mehrstündigen Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder. «Geduld, Solidarität, Disziplin werden noch einmal auf eine harte Probe gestellt.»

Abionic-Test soll Entscheid über Intensiv-Behandlung erleichtern

Ein Test der Schweizer Medizintechnikfirma Abionic verspricht Ärzten künftig Hilfe beim Entscheid, ob an Covid-19 erkrankte Patienten eine Behandlung auf der Intensivstation benötigen. Mit dem Verfahren lasse sich anhand einer kleinen, aus der Fingerkuppe entnommenen Blutprobe feststellen, wie schwerwiegend die Erkrankung und wie wahrscheinlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustands sei.

Ein Test der Schweizer Firma Abionic verspricht Ärzten künftig Hilfe beim Entscheid, ob an Covid-19 erkrankte Patienten eine Intensiv-Behandlung benötigen. (Symbolbild: Key)

Dies erklärte das Unternehmen aus Lausanne am Donnerstag. Mediziner erhielten das Testergebnis binnen fünf Minuten und könnten dann entscheiden, ob ein Patient auf die Intensivstation gehöre, auf eine allgemeine Station verlegt werden könne oder aus dem Spital entlassen.

Corona-Infektionen in Südkorea weiter auf dem Vormarsch

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit mehr als acht Monaten um mehr als 500 pro Tag gestiegen. Die Gesundheitsbehörden teilten am Donnerstag mit, dass tags zuvor 583 Fälle festgestellt worden seien. Die meisten davon entfielen demnach auf den Grossraum Seoul. Die Gesamtzahl kletterte auf mehr als 32 000 Infektionen. Bisher wurden in dem 52-Millionen-Einwohner-Land 515 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet.

In Südkorea steigen die Infektionszahlen weiter. Die dritte Infektionswelle sei auf dem Vormarsch. (Bild: Key)

Südkorea erlebt nach Angaben der Behörden derzeit die dritte Ansteckungswelle mit Sars-Cov-2. «Da die dritte Infektionswelle an Umfang und Tempo zunimmt, müssen wir die Regeln für die soziale Distanzierung streng befolgen», wurde Gesundheitsminister Park Neung Hoo von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Die Regierung hatte zuletzt die Beschränkungen für soziale Kontakte wieder verschärft, nachdem die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang November wieder dreistellig gestiegen war.

Positive Corona-Fälle im Biathlon-Lager

Vor dem Weltcup-Auftakt der Biathleten am Wochenende im finnischen Kontiolahti sind bei ersten Corona-Tests bei Teammitgliedern aus Russland, Lettland und Moldawien positive Befunde aufgetreten. Das teilte der Biathlon-Weltverband IBU mit, ohne die Zahl und die Namen der Infizierten zu nennen.

Die Betroffenen seien isoliert worden, über das weitere Vorgehen würden die finnischen Gesundheitsbehörden entscheiden. Beim ersten Weltcup-Kräftemessen am Wochenende in Kontiolahti stehen am Samstag, 28. November, die Einzel-Rennen und am Sonntag die Sprint-Wettkämpfe im Programm.

Schnelltests für Corona-Risikogruppen sollen ausgedehnt werden

Zum Schutz von Risikogruppen wie älteren und kranken Menschen soll der Einsatz von Corona-Schnelltests in Deutschland weiter ausgedehnt werden. Ab 1. Dezember sollen je Pflegebedürftigem 30 Schnelltests pro Monat möglich sein, wie aus einem am Mittwoch gefassten Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder hervorgeht.

Je nach Verfügbarkeit solle dieser Anspruch dann schrittweise erhöht werden. In Pflegeheimen sind bisher bis zu 20 Tests pro Monat und Bewohner möglich. Einrichtungen müssen dazu Test-Konzepte erstellen. Dann legt das Gesundheitsamt fest, wie viele Tests gekauft und auf Kassenkosten finanziert werden können.

(Bild: Keystone)

«Wichtig ist, dass auch Bewohner in Einrichtungen zu Weihnachten unter möglichst sicheren Bedingungen Familienbesuch erhalten können», heisst es in dem Beschluss von Bund und Ländern weiter.

Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Sie gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Vornehmen müssen sie medizinisch geschultes Personal. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Deutschland: Schulen und Kitas bleiben offen

Schulen und Kitas in Deutschland sollen in der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch, 25. November, bei ihrer Videokonferenz verständigt. «Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung.

Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas, Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagespflege, Horte etc.) und Schulen bleiben geöffnet», heisst es im gemeinsamen Beschlusspapier von Bund und Ländern. Mit Blick auf die Schulen wird betont, das Recht auf Bildung könne am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden.

Deutschland – Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen begrenzt

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden in Deutschland private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung.

Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 25. November 2020 nach ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin mit.

Deutschland verlängert Corona-Teil-Lockdown

Der geltende Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie mit der Schliessung unter anderem von Restaurants, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird nach Angaben von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bis zum 20. Dezember verlängert. Das teilte der CDU-Politiker am Mittwoch nach den Beratungen von Bund und Ländern mit.

Olaf Scholz, Bundesfinanzminister Deutschlands, twitterte: «Nach mehr als sieben Stunden Video-Konferenz steht fest: Der Corona-Lockdown wird verlängert und die umfassenden Finanzhilfen auch».

Am Corona-Gipfel sei ausserdem beschlossen worden, dass für Weihnachten eine Ausnahmeregelung bei den Kontaktbeschränklungen vorgesehen ist.

Moderna will Corona-Impfstoff schon im Dezember liefern

Der US-Hersteller Moderna will die Lieferung seines Corona-Impfstoffs an die Europäische Union womöglich schon im Dezember starten – vorausgesetzt, das Mittel erhält eine Zulassung.

Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es bestätigte den Abschluss eines Rahmenvertrags mit der EU-Kommission. Demnach sollen zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden, mit der Option auf 80 Millionen weitere Einheiten.

«Moderna geht davon aus, mit der Lieferung von mRNA-1273 in die Europäische Union im Dezember 2020 zu beginnen», bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Strategische Partner in Europa seien die Unternehmen Lonza in der Schweiz und Rovi in Spanien zur Produktion und Abfüllung des Impfstoffs.

Ursula von der Leyen. (Bild: Keystone)

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte den Vertrag über bis zu 160 Millionen Impfdosen bereits am Dienstag bekannt gemacht. Das Moderna-Vakzin gehört zu den drei Impfstoffen mit den besten Chancen, schon in den nächsten Wochen in Europa zugelassen zu werden. Zuvor werden Wirksamkeit und Sicherheit von der Arzneimittelbehörde EMA geprüft. Der Moderna-Impfstoff hat nach Angaben des Herstellers eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent.

Deutschland plant weitere Finanzhilfen im Dezember

Angesichts der geplanten Verlängerung des Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten soll es weitere Finanzhilfen für betroffene Unternehmen geben. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten am Mittwoch, 25. November 2020, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen erfahren hatte, plant der Bund im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Damit sollen von den temporären Schliessungen erfasste Betriebe wie Kneipen und Restaurants sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen und Selbstständige weiter unterstützt werden.

Weltweit mehr als 60 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 60 Millionen. Das ging am 25. November aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore in den USA hervor.

In weniger als drei Wochen stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit um 10 Millionen an – am 8. November war die Marke von 50 Millionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Millionen. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus.

Die Zahlen der Johns Hopkins Universität werden regelmässiger aktualisiert und liegen daher oft etwas höher als amtliche Daten. Die Weltgesundheitsorganisation gab die Zahl der bekannten Infektionen am Mittwoch mit 59,2 Millionen und die der Todesfälle mit knapp 1,4 Millionen an.

(Bild: Keystone)

Die meisten bestätigten Infektionen gibt es mit 12,6 Millionen in den USA, wo auch die meisten Toten verzeichnet wurden. In Indien sind mittlerweile 9,2 Millionen Infektionen nachgewiesen worden, in Brasilien sind es 6,1 Millionen.

Türkei veröffentlicht nach Monaten erstmals vollständige Fallzahlen

Nach monatelanger Kritik hat die türkische Regierung entgegen der bisherigen Praxis die täglichen Fallzahlen der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Land bekanntgegeben. «Heute beträgt die Zahl der Fälle 28’351», sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend, 25. November.

Die Zahl liegt weit über den bisher bekanntgegebenen Werten. Ausserdem seien 168 Menschen am Mittwoch an oder mit Covid-19 gestorben, das sei der höchste Wert bisher, so Koca.

Der Gesundheitsminister der Türkei, Fahrettin Koca. (Bild: Keystone)

Der Gesundheitsminister hatte am 30. September eingeräumt, dass bereits seit Ende Juli nur die Infizierten mit Symptomen als Corona-Fälle gemeldet würden – nicht aber die Zahl der täglichen neuen Fälle. Das wurde unter anderem von der Türkischen Ärztevereinigung immer wieder scharf kritisiert.

Zum Vergleich: Die Zahl der Infizierten mit Symptomen lag am Mittwoch demnach bei 6’814. Mehr als 12’000 Menschen sind in der Türkei nach offiziellen Angaben bislang an oder mit Covid-19 gestorben. Koca kündigte an, dass von nun an die Zahl der Patienten mit und ohne Symptome veröffentlicht würden.

Heybet Aslanoğlu, Vorsitzender der Vereinigung der Radiologietechniker in der Türkei, sagt der Deutschen Presse-Agentur, das Gesundheitssystem sei aufgrund der steigenden Zahlen von Covid-19-Patienten bereits ausgelastet. «In vielen Provinzen finden wir keine Intensivbetten mehr», die Intensivstationen von fast jedem Krankenhaus seien «randvoll». Experten hatten schon vor Monaten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt.

Grossbritannien meldet knapp 700 Corona-Tote innerhalb eines Tages

Mit knapp 700 Todesfällen innerhalb eines Tages hat die Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien ihren höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht. Die Statistikbehörde meldete am Mittwoch 696 Todesfälle, die in den vier Wochen zuvor positiv auf Corona getestet wurden. Die Zahl der Neuinfektionen lag landesweit bei 18’213.

Der britische Premier Boris Johnson setzt nach einem einmonatigen Teil-Lockdown in Grossbritannien ab Dezember wieder auf regionale Corona-Beschränkungen. Er setzt grosse Hoffnungen auf den Einsatz von Massentests und baldigen Impfungen. Pro 100’000 Einwohnern gab es in den vergangenen sieben Tagen in Grossbritannien rund 209 Corona-Fälle. Das Land gilt mit mehr als 65’000 Toten mit Covid-19 auf dem Totenschein zu den am schwersten getroffenen Staaten in Europa.

Skisaison in Italien – Regionen fordern Gespräch mit Regierung

Im Streit um die Eröffnung der kommenden Wintersportsaison unter Corona-Bedingungen haben die Regionen im Norden Italiens eine Unterredung mit der Regierung in Rom gefordert. Das sagte Venetiens Präsident Luca Zaia am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Er habe zuvor unter anderem mit Südtirols Landeshauptmann, Arno Kompatscher, und Liguriens Präsident, Giovanni Toti, darüber gesprochen. Laut Zaia soll vor allem über die Wintersaison vor dem Hintergrund kursierender Nachrichten über eine Saison-Eröffnung in Österreich und der Schweiz gesprochen werden.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte sich zuletzt für eine länderübergreifende Regelung ausgesprochen und vorgeschlagen, mit der Saisoneröffnung bis zum 10. Januar zu warten. Es werde daran gearbeitet, um eine Koordinierung vor allem für die Wintersport-Betreiber und die Winterferien voranzutreiben, sagte Conte auf der spanischen Insel Mallorca bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Giuseppe Conte. (Bild: Keystone)

Österreich lehnt dagegen eine länderübergreifende spätere Öffnung der Wintersportgebiete ab. «Das hängt immer mit den Infektionszahlen zusammen, und zwar den Infektionszahlen bei uns in Österreich», sagte Bundeskanzler Kurz am Mittwoch.

Deutschland: Bund und Länder wollen Verzicht auf Silvesterböller empfehlen

Bund und Länder wollen den Bürgern empfehlen, zum Jahreswechsel auf ein Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Strassen soll die Verwendung von Pyrotechnik untersagt werden, um grössere Gruppenbildungen zu vermeiden – darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus. Zuvor hatte auch die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Die örtlich zuständigen Behörden sollen demnach die betroffenen Plätze und Strassen bestimmen. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sollen untersagt werden. Im Vorfeld der Beratungen hatten sich die unionsgeführten Bundesländer anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller ausgesprochen.

Conte erwägt Corona-Tests für Heimkehrer aus Weihnachtsurlaub

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat Corona-Tests für Menschen in Aussicht gestellt, die Weihnachten im Ausland verbringen und danach wieder einreisen. «Im Fall, dass man die Ferien im Ausland verbringen wird, kann man nicht ohne Kontrolle zurückkommen», sagte Conte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz auf der spanischen Insel Mallorca. Kontrolle heisse in diesem Fall etwa ein Corona-Test. Die Grenzen zu überschreiten solle dadurch jedoch nicht eingeschränkt werden.

Unterdessen stehen im Vorfeld der Weihnachtszeit die täglichen Corona-Zahlen weiter im Fokus. Am Mittwoch meldeten die italienischen Gesundheitsbehörden etwas weniger als 26’000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages.

Seit der Pandemie wurden damit rund 1,481 Millionen Fälle registriert. Die Zahl der Menschen, die mit Sars-CoV-2 starben, lag bei rund 720. Am Vortag wurde mit rund 850 ein neuer Höchststand seit Ende März verzeichnet. Insgesamt starben damit bislang ungefähr 52’000 Menschen an den Folgen des Virus.

Kontaktbeschränkungen sollen für Weihnachten gelockert werden

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen über Weihnachten gelockert werden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung der Bundes-Seite sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus.

Demnach sollen vom 23. Dezember an Treffen «im engsten Familien- oder Freundeskreis» möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen nunmehr «längstens» bis zum 1. Januar gelten.

Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

Genf beschliesst Lockerung der Corona-Massnahmen

Im Kanton Genf dürfen die Läden ab diesem Samstag wieder öffnen. Die nicht-lebenswichtigen Geschäfte waren Anfang des Monats geschlossen worden, um die zweite Coronavirus-Pandemiewelle einzudämmen, die den Kanton heftig getroffen hat.

Das hat der Staatsrat am Mittwoch bekanntgegeben. Diese Lockerung der Massnahmen geschieht, nachdem bereits am vergangenen Samstag Coiffeure, Kosmetikerinnen und Therapeuten ihre Tätigkeit wieder hatten aufnehmen können. Vorerst noch verzichten müssen die Genferinnen und Genfer hingegen auf den Besuch von Restaurants.

Dies wird ab dem 10. Dezember wieder möglich sein. Darauf einigten sich die Wirtschaftsminister der Westschweizer Kantone Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg und Jura gemeinsam. Sie wollen damit verhindern, dass Personen für Restaurantbesuche in Nachabarkantone fahren und so das Risiko einer Ausbreitung des Virus erhöhen.

Tessin verlängert Massnahmen bis kurz vor Weihnachten

Die Tessiner Regierung verlängert die geltenden Corona-Massnahmen. Versammlungen von mehr als fünf Personen bleiben bis 18. Dezember verboten. Hier gelangen Sie zum Artikel.

Im Tessin werden die geltenden Corona-Massnahmen bis 18. Dezember verlängert. (Bild: Keystone)
Restaurants dürfen in der Romandie am 10. Dezember wieder öffnen

In den Westschweizer Kantonen Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura dürfen die Restaurants am 10. Dezember wieder öffnen. Darauf einigten sich die Wirtschaftsminister der Kantone, wie die Waadtländer Regierungspräsidentin Nuria Gorrite am Mittwoch bekannt gab.

(Bild: Keystone)
Österreich gegen einheitliche Regeln für Wintersportsaison

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt eine länderübergreifend spätere Öffnung der Wintersportgebiete in der Corona-Krise ab. Hier gelangen Sie zum Artikel.

(Bild: Keystone)
Österreich startet mit Corona-Massentests Anfang Dezember

Österreichs freiwillige Corona-Massentests in der Bevölkerung starten am ersten Dezemberwochenende.

Tirol und Vorarlberg mit zusammen rund 1,1 Millionen Einwohnern vollziehen vom 4. bis 6. Dezember als erste Bundesländer die grossflächige Testaktion nach dem Vorbild der Slowakei und Südtirols, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien ankündigte.

Termine für die anderen Bundesländer sollen folgen. Das Land Salzburg kündigte am Mittwoch Massentests für den 12. und 13. Dezember an.

Ausserdem sollen in Österreich am ersten Dezember-Wochenende Tests für bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer und Polizisten stattfinden. Geplant ist, möglichst viele Einwohner mit Antigen-Schnelltests auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen.

Bundesrat passt Verordnung zur Corona-Härtefallhilfe an

Der Bundesrat nimmt nach der Vernehmlassung Änderungen bei der Verordnung zur Corona-Härtefallhilfe an. Trotz der kurzen Vernehmlassungsfrist sind über hundert Stellungnahmen eingegangen. Am 1. Dezember tritt die Verordnung in Kraft. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Frankreich entschädigt Unternehmen mit Milliarden

Auch der französische Staat lässt sich die neuen Entschädigungen für die wegen der jüngsten Corona-Massnahmen zur Schliessung gezwungenen Unternehmen viel Geld kosten. Er rechne mit einem Betrag von 1,6 Milliarden Euro pro Monat, sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Mittwoch.

Restaurants, Cafés, Hotels und Fitnessstudios etwa müssen noch bis Ende Januar geschlossen bleiben. Sie bekommen bis zu 10’000 Euro monatlich oder 20 Prozent ihrer Einnahmen des Vorjahreszeitraums, wofür es hier aber eine Obergrenze von 100’000 Euro gibt.

Russland meldet Höchststand von Corona-Toten

Russland hat mit 507 Coronavirus-Toten am Mittwoch einen neuen Tages-Höchststand verzeichnet. Die Zahl der Toten stieg auf insgesamt 3′ 538, wie Behörden in Moskau mitteilten.

Zuletzt hatte sich auch Kremlchef Wladimir Putin besorgt gezeigt über die hohen Sterberaten. Insgesamt sind im flächenmässig grössten Land der Erde weiter Zweifel verbreitet, ob die Behörden das ganze Ausmass der Corona-Krise wiedergeben.

BAG meldet 4'876 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 4’876 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch 100 neue Todesfälle und 257 Spitaleinweisungen.

Im angegebenen Zeitraum wurden 30’392 Tests gemacht. Es ergibt sich eine Positivitätsrate von 16 Prozent. Mehr dazu hier.

EZB warnt vor abruptem Ende von Unterstützungsmassnahmen

Europas Währungshüter mahnen die Regierungen bei ihren Corona-Hilfen zur Umsicht. Risiken für Unternehmen und Banken könnten sich sowohl im Falle einer zu frühen Beendigung der Milliardenunterstützung ergeben als auch dann, wenn die Hilfen zu lange aufrechterhalten würden.

In ihrem aktuellen Finanzstabilitätsbericht warnt die Europäische Zentralbank (EZB) vor einer Zunahme von Risiken im Falle eines abrupten Endes der Unterstützungsmassnahmen. Unternehmen könnten dann nach Einschätzung der Notenbank verwundbarer sein als auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008/2009.

Vorsichtiger Optimismus

Covid-19 ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit fast 3’000 Toten pro Tag in der vergangenen Woche Todesursache Nummer eins in der Europäischen Union gewesen. Diese Zahl nannte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament.

Doch gebe es Hoffnung: «Die ersten europäischen Bürger könnten schon vor Ende Dezember geimpft werden», sagte von der Leyen. «Endlich gibt es Licht am Ende des Tunnels.»

Ursula von der Leyen. (Bild: Keystone)
Dell profitiert von Homeoffice

Der Computer-Konzern Dell schlägt sich in der Coronavirus-Krise dank eines hohen Bedarfs an PCs, Notebooks und Tablets besser, als vielerorts erwartet worden war. «Wir sind auf eine beispiellose Nachfrage nach Anwendungen für Heimarbeit gestossen.»

Dies sagte Dell-Konzernchef Jeff Clarke am Dienstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal. Der Betriebsgewinn stieg zudem im Jahresvergleich um starke 35 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Mehr dazu hier.

Dell weist starke Zahlen vor. (Bild: Keystone)
Rekordverlust für Deutsche Bahn

Die zweite Coronavirus-Welle verschärft die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn. Nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Mittwoch steuert der deutsche Staatskonzern deshalb dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Mehr dazu hier.

Höchste Zahl an Corona-Toten in Spanien in der zweiten Welle

Die Zahl der Corona-Opfer ist in Spanien stark gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 537 weitere Todesfälle durch oder mit Covid-19 registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstagabend mit. Das war der höchste Wert in dem Land während der zweiten Welle. Im Verhältnis zur Bevölkerung lag die Sterblichkeit damit fast viermal so hoch wie in Deutschland.

Noch vergangene Woche waren pro Tag um die 300 Corona-Toten gezählt worden. Nur während der ersten, in Spanien besonders heftig verlaufenen Infektionswelle im Frühjahr waren noch höhere Tageswerte als jetzt gemeldet worden.

Zugleich ging die Zahl der Neuinfektionen weiter langsam zurück. Insgesamt seien es in den vergangenen 24 Stunden 12’228 gewesen, knapp 1’000 weniger als am Dienstag vergangener Woche. Auch die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel auf 143, in etwa so wie in Deutschland, wo dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Dienstag bei 141,8 lag. Experten waren daher zuversichtlich, dass auch die Todesrate bald wieder sinken werde.

Macron lockert Corona-Beschränkungen in Frankreich

Angesichts einer verbesserten Corona-Lage hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erste Lockerungen der strengen Beschränkungen im Land angekündigt. «Der Höhepunkt der zweiten Welle ist vorbei», sagte Macron am Dienstagabend bei einer Ansprache im französischen Fernsehen. Die Bemühungen hätten sich ausgezahlt – man müsse diese aber nun fortsetzen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Italien verzeichnet neuen Höchstwert bei Corona-Toten seit Ende März

Italien hat einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien etwas mehr als 850 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Dienstag mit. «Das ist eine Zahl, die wir nicht mehr sehen wollten», sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums, Franco Locatelli, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Man müsse sich wieder ins Gedächtnis rufen, dass man noch nicht aus dem Problem raus sei.

 

Seit Ende März wurden in Italien nicht mehr so viele Corona-Tote verzeichnet wie in den vergangenen 24 Stunden. (Bild: Keystone)

Es ist der höchste Wert seit Ende März, als an zwei aufeinander folgenden Tagen 969 und 889 Tote gemeldet wurden. Damit starben bislang insgesamt etwa 51’300 Menschen mit Sars-CoV-2. Dagegen fiel die Zahl der Neuinfektionen mit etwa 23’200 geringer aus, verglichen mit dem Wert sieben Tage zuvor (rund 32’200). Seit Beginn der Pandemie wurden damit rund 1,455 Millionen Corona-Fälle erfasst.

Corona-Auswirkungen: Parmelin trifft Vertreter der Exportwirtschaft

Bundesrat Guy Parmelin hat die Vertreterinnen und Vertreter der Exportwirtschaft zu einem weiteren Austausch eingeladen. Diskutiert wurden am runden Tisch insbesondere die zusätzlichen Unterstützungsmassnahmen für die Exportwirtschaft, die Entwicklung der Fokusmärkte wie etwa die USA und China sowie aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Freihandel.

Die Situation der Schweizer Exportwirtschaft sei weiterhin herausfordernd und drohe sich aufgrund der zweiten Corona-Welle zu verschärfen, teilte das Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Dienstag mit. Der virtuelle Austausch am zweiten Runden Tisch habe neben einer aktuellen Lagebeurteilung auch eine vertiefte Diskussion über die Prioritäten der Schweizer Exportwirtschaft in den kommenden Monaten erlaubt.

Guy Parmelin trifft im Zuge der Corona-Krise erneut die Vertreter der Exportwirtschaft. (Bild: Keystone)
Corona-Impfung in Spanien freiwillig und zuerst für Risikogruppen

Die Impfungen gegen Covid-19 sollen in Spanien freiwillig, kostenlos und zuerst Risikogruppen vorbehalten sein. Das sieht ein Impfplan der Regierung vor, den Gesundheitsminister Salvador Illa am Dienstag in Madrid nach einer Kabinettssitzung vorstellte.

Sobald die nationale Arzneimittelbehörde die Genehmigung für einen Impfstoff erteilt habe, könnten die Impfungen sofort beginnen, voraussichtlich im Januar, sagte der Minister. Zunächst sollten Bewohner von Seniorenheimen und ihre Pfleger immunisiert werden. Als nächstes sei besonders gefährdetes Pflegepersonal in Krankenhäusern und dann der Rest der Mitarbeiter im Gesundheitswesen dran.

Bis März sollten laut Plan etwa 2,5 Millionen Menschen geimpft sein. Insgesamt seien 18 Gruppen definiert worden, die bei den Impfungen Priorität hätten und denen bis Juli eine Impfung angeboten werden solle. Illa liess aber offen, welche Gruppen das sein würden: «Wir werden sehen», sagte er nur.

Impfallianz Gavi sichert sich AstraZeneca-Vakzin

Die internationale Impfallianz Gavi hat sich Hunderte Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca für ärmere Länder gesichert.

Die von Regierungen und privaten Partnern getragene Allianz begrüsste am Dienstag die positiven Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs und bezeichnete diese als gute Nachrichten für die Initiative Covax der Weltgesundheitsorganisation WHO, die eine gerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe weltweit anstrebt. Für Covax seien Hunderte Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten gesichert worden, erklärte die in Genf ansässige Gavi, die Covax zusammen mit der WHO leitet.

Die Impfallianz Gavi hat sich Hunderte Millionen Impfdosen der AstraZeneca-Impfung gesichert. (Bild: Keystone)
Airlines fliegen noch höhere Verluste ein als bisher gedacht

Mit millionenfachen Passagiertests und der schnellen Verbreitung von Impfstoffe will sich die Airline-Branche aus der Corona-Misere befreien. Bis zum Wendepunkt müssten die Unternehmen aber noch beispiellose Verluste hinnehmen, warnte der Weltluftfahrtverband IATA am Dienstag bei seiner Jahressitzung im Internet.

 

Die Gewinn-Einbrüche bei den Airlines sind noch höher, als bisher angenommen. (Bild: Keystone)

«Wir dürfen keine Zeit verlieren», erklärte IATA-Chef Alexandre de Juniac, der am Vortag seinen Rücktritt angekündigt hatte. Zu seinem Nachfolger wurde zum 1. April 2021 der frühere Chef der British Airways-Mutter IAG, Willie Walsh, gewählt.

Nach Einschätzung des Verbands drohen den Fluggesellschaften in diesem und im kommenden Jahr noch höhere Verluste als zuletzt befürchtet. Im laufenden Jahr werde branchenweit ein Rekordverlust von 118,5 Milliarden US-Dollar und damit rund 34 Milliarden mehr als bisher gedacht auflaufen, berichtete IATA-Chefökonom Brian Pearce.

Was bisher geschah

Ältere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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