Diese Schilder stehen nun an mehreren Orten in Basel. (Bild: Telebasel)
Basel

Basels ungewöhnlichstes Verbotsschild

Seit einiger Zeit stehen in Basel neue merkwürdige Verbotsschilder. Darauf zu sehen ist ein Mensch, wie er sein Geschäft verrichtet. Was hat es damit auf sich?

Seit einiger Zeit stehen in Basel neue, merkwürdige Verbotsschilder. Darauf zu sehen ist ein Mensch wie er sein Geschäft verrichtet.

Auf Anfrage von «20Minuten» erklärte Yvonne Aellen vom Bau- und Verkehrsdepartement, die Bilder seien Mitte Oktober aufgestellt worden. Grund dafür seien mutmasslich rumänische Bettler, die sich in Pärken aufhielten und sich auch dort erleichtern würden. «Seit sich zahlreiche Bettler in der Stadt aufhalten, haben wir an verschiedenen Orten die Situation, dass sie im Freien übernachten, Material liegen lassen und sich versäubern.», erklärt Aellen gegenüber Telebasel. Man reinige die Anlagen so gut wie möglich, damit sich alle anderen Nutzenden weiterhin wohl fühlen können.

Die Schilder seien an drei Orten in der Stadt aufgestellt worden. Bei der Elisabethenanlage, beim Bollwerk und seit letzter Woche auch in der Dreirosenanlage. «Die Schilder werden an Standorten aufgestellt, an denen wir Probleme mit unerlaubter Versäuberung haben», so Aellen gegenüber «20 Minuten». Da die Bettler immer wieder die Orte wechseln, müsse man auch den Reinigungsplan anpassen, erklärt sie auf Anfrage von Telebasel.  «Meldungen gehen wir gerne nach und treffen die nötigen Massnahmen, dies werden wir auch in der Kaserne tun, um unhaltbare Zustände zu vermeiden. Weitere Schilder sind aktuell nicht geplant, doch wir reagieren laufend situativ.»

Man reagiere aber nicht nur mit Beschilderungen, vielmehr werde auch das Gespräch mit den betreffenden Personen gesucht. Dabei habe man auf das Gratisangebot der öffentlichen WCs hingewiesen, so Aellen. Die Schilder sollen also zusätzlich mahnen, sich korrekt zu verhalten.

Massnahmen zeigen Wirkung

Auch Toprak Yerguz vom Justiz- und Sicherheitsdepartement äusserte sich gegenüber «20 Minuten» zur aktuellen Situation. So habe die Kantonspolizei die zuständige Stadtgärtnerei bereits  mit Übersetzern begleitet. Mit Ansprachen in den Parkanlagen seien den Bettlern die geltenden Regeln erklärt worden. «Wir ahnden Übertretungen, wenn wir sie feststellen und wir verzeigen Verdachtsfälle von bandenmässigem Betteln.», so Yerguz. 

Die Massnahmen zeigen ihre Wirkung. Laut Aellen sei «ein leichter Rückgang der Verschmutzung» zu beobachten. Ob das nun an den grellen Schildern oder doch an den Gesprächen liegt, könne man nicht beurteilen. «Um unzumutbare Situationen für andere Parknutzende zu vermeiden» würden die betroffenen Orte momentan regelmässig gereinigt werden. Man scheue sich jedoch nicht, nochmals das Gespräch zu suchen, sollte sich keine Verbesserung einstellen.

Da sie immer wieder neue Orte aufsuchen, gilt es laut Aellen auch die Reinigungsplanung immer wieder anzupassen. «Meldungen gehen wir gerne nach und treffen die nötigen Massnahmen, dies werden wir auch in der Kaserne tun, um unhaltbare Zustände zu vermeiden. Weitere Schilder sind aktuell nicht geplant, doch wir reagieren laufend situativ.»

3 Kommentare

  1. Es ist eine absolute Unverfrorenheit, was die Regieung den Bürgenr hier für Zustände zumutet. Man kann ja alle Problreme noch künstlich züchten. Denken fällt heute aus.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel