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Der Telebasel News Beitrag vom 21. November 2020.
Basel

Spitäler erwarten Covid-Patienten-Peak in zwei bis drei Wochen

Die Auslastung auf den Basler Intensivstationen ist hoch. Der Peak könnte bereits in wenigen Wochen erreicht werden.

Die Auslastung des Gesundheitswesens in der Schweiz spitzt sich weiter zu. In einigen Kantonen droht bereits die Überlastung der Spitäler. Besonders prekär ist die Lage auf den Intensivstationen. Damit diese nicht überlasten, arbeiten das Clara-, Universitäts- und Kantonsspital Baselland eng zusammen.

«Wir sind noch in der Lage, weitere Patienten aufzunehmen. Das verdanken wir auch einer sehr guten Zusammenarbeit in der Region. Wir haben vor allem auch auf den Intensivstationen eine Vereinbarung mit den Universitätsspital Basel, dem Claraspital und uns, wo wir schauen, dass die Patienten gleichmässig verteilt sind damit die Auslastung der einzelnen Intensivstationen nicht überbordet, sondern dass es managebar bleibt», sagt der Chefarzt vom Kantonsspital Baselland Jörg Leuppi.

Auslastung hoch – Spitäler noch nicht an der Grenze

Die Auslastung im Unispital Basel ist ebenfalls hoch. An die Grenze komme das Spital aber nicht – zumindest noch nicht. Die Lage sei dennoch angespannt, sagt Thomas Pfluger, Leiter Kommunikation Unispital Basel. «Wenn die Situation mit den Infektionen so weitergeht wie jetzt, müssen wir davon ausgehen, dass wir in zwei bis drei Wochen ein grösseres Problem haben. Das liegt daran, dass die Intensivstation überlastet wird. Der Grund sind nicht so sehr die Betten, es wird immer über Betten diskutiert, es geht ums Personal.»

Aktuell sind 20 von insgesamt 42 Betten auf der Intensivstation des Unispitals belegt. Dabei darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass manche Betten für schwere Unfälle oder Krankheiten reserviert sind.

«Rechnen damit, dass Peak in den nächsten zwei bis drei Wochen erreicht ist»

Der Direktor vom Claraspital schätzt die Lage ähnlich ernst ein. «Wir rechnen, dass wir in den nächsten 14 Tagen, drei Wochen, den Peak erreichen sollten. Hoffen, dass sich die Fallzahlen wirklich reduzieren. Bis dorthin geben wir alles, dass wir gut durchkommen mit vereinten Kräften, alle beteiligten Kliniken», so Peter Eichenberger.

Die drei Kliniken werden sich weiterhin gegenseitig entlasten, sollte es zu Engpässen kommen. Entspannt sich die Lage auf den Stationen jedoch nicht, werden wie bereits bei der ersten Welle Wahleingriffe verschoben und alle benötigten Kräfte für die Covid-19 – Patienten mobilisiert.

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