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Im Talk: Heidi Mück (Regierungsratskandidatin Grünes Bündnis), Christoph Eymann (Nationalrat LDP BS) und Joël Thüring. (Grossrat SVP BS)
Basel

Teil-Lockdown, Trinkgeldinitiative und gendergerechte Redeanteile

Im Sonntags-Talk diskutieren Heidi Mück, Christoph Eymann und Joël Thüring über den Teil-Lockdown, die Trinkgeldinitiative und die Redeanteile im Grossen Rat.

Teil-Lockdown

Die Regierungsräte Lukas Engelberger und Christoph Brutschin haben am Freitag eines der strengsten Corona-Regime des Landes verkündet. Ab Montag sind für drei Wochen alle Restaurants, Bars, Sportanlagen (inklusive Turnhallen und Hallenbäder oder Bowlingbahnen) und Erotikbetriebe geschlossen. Neu gilt auch eine Obergrenze von 15 Personen bei Kulturveranstaltungen (vorher 50). Die Regierung reagiert damit auf die zuletzt hohen Ansteckungszahlen und Belegungen von Intensivplätzen in den Spitälern. Der Gewerbeverband reagierte empört, die Gastronomie prüft eine Klage, die Kulturinstitutionen zeigen sich geschockt. Die neuen Massnahmen gelten nur in Basel-Stadt, nicht aber in den Nachbarkantonen.

Telebasel fragt: Das einzig Richtige oder übertrieben und inkonsequent?

Trinkgeld: Subventionen für kommerzielle Nachtclubs?

So eine Ungerechtigkeit! 130 Kulturmillionen gehen an Museen oder Theater. Und was kriegt die Alternativ-Kultur? Brosamen! Etwa 2,5 Prozent. Etwa so lässt sich die Sichtweise der Leute zusammenfassen, die nun für die sogenannte «Trinkgeldinitiative» kämpfen. Gefordert werden neu 5 Prozent. Im Komitee finden sich Politikerinnen aus dem linksgrünen bis hin zum liberalen Spektrum, beispielsweise: LDP-Regierungskandidatin Stephanie Eymann, GLP-Regierungskandidatin Esther Keller, SP-Regierungsratskandidat Kaspar Sutter, SP-Präsidiumskandidat Beat Jans, dazu Rockmusiker und Popkünstlerinnen, Floss-Kapitän Tino Krattiger etc. Dagegen sein ist nicht «hip», nur die SVP wagt es und die LDP gab Stimmfreigabe. Dabei gibt es schon Fragen mit Klärungsbedarf. Ein Theater, ein Orchester oder ein Museum kann kaum gewinnbringend arbeiten, überschüssiges Geld fliesst ins System und somit in die Allgemeinheit zurück. Aber eine Rockband kann in die Hitparade vordringen, ein Club kann – ausser in Coronazeiten – satte Gewinne abwerfen. Die Trinkgeldinitiative fordert, dass jährlich mindestens 5% des ordentlichen Kulturbudgets des Kantons Basel-Stadt in die aktive Basler Alternativ-, Club-, Jugend-, Pop- oder Subkultur (im Folgenden unter Alternativkultur zusammengefasst) aller Sparten fliesst.

Telebasel fragt: Subventionen für kommerzielle Nachtclubs?

Brauchen wir Massnahmen für «gendergerechte Redeanteile im Grossen Rat»?

Die Grossrätinnen Tonja Zürcher (BastA!) und Michela Seggiani (SP) haben herausgefunden, dass die Männer im Grossen Rat nicht nur überproportional mehr Voten abgeben sondern auch deutlich mehr Redezeit beanspruchen. Nun fordern die beiden Politikerinnen per Vorstoss, dass in Zukunft die Redezeiten protokolliert und «Massnahmen zur Erreichung geschlechtergerechter Anteile an Wortmeldungen und Redezeit» geprüft werden.

Telebasel fragt: Schafft dies mehr Gleichberechtigung oder setzt es die Frauen zurück, indem sie nur dank «Massnahmen» zu gerechten Redeanteilen kommen? Sollen Männer sich zurückhalten müssen?

Im Sonntags-Talk vom 22. November 2020 diskutieren darüber stündlich ab 19:15 Uhr:

  • Heidi Mück, Regierungskandidatin Grünes Bündnis
  • Christoph Eymann, Nationalrat LDP BS
  • Joël Thüring, Grossrat SVP BS

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