Am Sonntag wird die neue Kampagne des BAG lanciert. (Bild: Keystone)
Schweiz

BAG will Schweizer mit neuer Kampagne zum Testen bewegen

Weil in der Schweiz weniger getestet wird, startet das BAG eine neue Kampagne. Sie mahnt die Bevölkerung, sich testen zu lassen.

Die Fallzahlen gehen zurück, es wird aber weniger getestet. Das Bundesamt für Gesundheit startet deshalb am Sonntag eine neue Kampagne. Der Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und der Spitalverband H+ unterstützen die Kampagne.

«Wir müssen so viele Fälle wie möglich aufdecken, deshalb sind die Tests wichtig», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitag vor den Bundeshausmedien in Bern.

Denn nicht nur die Fallzahlen sinken, auch die Anzahl Tests. Dabei sei gerade in dieser Phase das Testen sehr wichtig, erklärte Masserey. «Die Tracking-Dienste der Kantone sind sehr überfordert», deshalb müsse man testen. Am Sonntag werde eine neue Kampagne des BAG gestartet, die zum Testen aufrufe. Es gebe genügend Tests. Nun müssten sich alle Personen mit Symptomen testen lassen.

Massnahmen wirken

Die Stabilisierung der Lage und die sinkenden Fallzahlen seien auf die Massnahmen zurückzuführen, sagte Masserey. Diese würden wirken: Weniger Personen treffen, Masken tragen, Abstand halten, Hygieneregeln einhalten. Die Herdenimmunität spiele bei diesem Rückgang der Fallzahlen noch keine Rolle.

Die Lage bleibe trotz der sinkenden Fallzahlen angespannt. Die Zahlen bei den Hospitalisationen und den Verlegungen auf die Intensivstationen seien noch hoch, aber mit den sinkenden Fallzahlen hoffe man, mit Verzögerung auch dort eine Verbesserung zu sehen. «Bei den täglichen Todesfällen liegen wir noch immer auf hohem Niveau. «Es handelt sich um eine schwerwiegende Krankheit.» Die Schweiz habe viele Fälle, deshalb sei auch die Todesrate hoch.

Man versuchen vorauszudenken und denke auch über Massentests nach. «Im Moment müssen wir die Tests für Personen mit Symptomen einsetzen, dafür sind sie auch zugelassen. Aber man könnte sich vorstellen, auch Personen zu testen, die nahe mit einer Person leben, die positiv getestet wurde», sagte Masserey.

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