Die Regierungsräte Engelberger und Brutschin informieren über die neuen Massnahmen. (Screenshot: Kanton Basel-Stadt)
Basel

Regierung schliesst Restaurants und Bars – Teil-Lockdown für drei Wochen

Der Kanton Basel-Stadt gab am Freitagnachmittag einschneidende Massnahmen zur Covid-Bekämpfung bekannt. Die Medienkonferenz zum Nachlesen.
Warum steigen die Fallzahlen im Stadtkanton weiter an?

Telebasel sprach nach der Medienkonferenz mit den Basler Regierungsräten Lukas Engelberger und Christoph Brutschin:

Der Telebasel News Beitrag vom 20. November 2020

Die Medienkonferenz ist beendet

Vielen Dank für Ihr Interesse. Telebasel hält Sie online und im TV weiterhin über die wichtigsten Entwicklungen auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund.

Warum Coiffeure und Läden offenbleiben

Coiffeursalons und Läden für den Nicht-alltäglichen Gebrauch bleiben offen, weil man erstmal da eingreifen wolle, wo viele soziale Kontakte stattfinden, so Brutschin.

Keine Schulschliessungen

In der Innenstadt wird es am Wochenende vermehrt Polizeikontrollen geben, wegen der Erfahrungen der letzten Wochenenden.

Schulschliessungen seien kein Thema, betont Engelberger. Er appelliert auch noch einmal an die Firmen, Homeoffice konsequent durchzusetzen.

So sehen die Unterstützungsmassnahmen aus

Abfedernde Massnahmen

Regierungsrat Christoph Brutschin stellt begleitende Massnahmen vor, wie die Wirtschaft kantonal unterstützt werden soll.

Christoph Brutschin: «Kanton Basel-Stadt hat als erster Kanton in der Schweiz ein Härtefall-Paket geschnürt.» Dieses Paket ist für Hotellerie, Gastronomie und Tourismus.

Der Kanton setzt dafür 15 Millionen Franken ein und der Bund steuert weitere 7.5 Millionen bei. Somit besteht das Paket aus 22.5 Millionen Franken. Hotels, Gastronomie und Tourismus haben nicht vom Inlandtourismus profitiert. Im Oktober ging die Zahl der Logiernächte gegenüber 2019 um 62.4 Prozent zurück.

Das neue Unterstützungsprogramm vom Kanton ist ausgerichtet auf Hotels, Gaststätten, Reisebüros, Schausteller und Marktfahrer.

Ab nächster Woche können Gesuche eingereicht werden.

Weitere Einschränkungen bis zum 13. Dezember

Auch im Freizeitbereich wird es Einschränkungen geben, um die Zahlen zu senken.

Die Regelungen zu den Restaurationsbetrieben im Detail

Restaurationsbetriebe müssen schliessen

Neue Massnahmen, die ab kommendem Montag gelten, sollen die Zahlen senken. Sämtliche Restaurationsbetriebe werden geschlossen. Betroffen sind Restaurants, Bars, Cafés und Clubs. Ausgenommen sind beispielsweise Hotelbetriebe, Lieferbetriebe, Mensas ect.

Auch Kinder in Spitalbehandlung

Im Vergleich zum Frühling gebe es mehr schwer- und schwersterkrankte. Das beschränke sich nicht nur auf ältere Patientinnen und Patienten. Es seien auch Kinder und Jugendliche in Spitalbehandlung, das Jüngste davon ist neun Jahre alt. Die Auslastung der Intensivstationen steigt weiter an.

Ansteckungen können nicht zurückverfolgt werden

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kanton ist höher, als im schweizweiten Durchschnitt. Bei knapp zwei Dritteln der Infektionen ist der Ansteckungsort unklar.

Basel-Stadt erlebt keinen Rückgang

«Heute sieht es noch schlechter aus, als vor acht Tagen», eröffnet Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. Die Entwicklung im Kanton decke sich nicht mit dem rückläufigen Trend schweizweit.

Neue Massnahmen gegen Corona

Während sich die Corona-Situation im Rest der Schweiz langsam entspannt, steigen die Ansteckungszahlen in den beiden Basel. Die Zahlen lassen aufhorchen: Allein am Freitag wurden im Kanton Basel-Stadt 110 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Am Mittwoch waren es sogar 139. Sechs Menschen starben im Stadtkanton diese Woche an den Folgen des Virus.

Der Kanton Basel-Stadt hat nun auf heute Freitagnachmittag, 14:30 Uhr, kurzfristig eine Medienkonferenz angekündigt. Dabei gehe es um die epidemiologische Entwicklung und neue kantonale Massnahmen, wie die Behörden ankündigen. Welche Massnahmen hier erfolgen könnten, zeigt ein Blick in andere Kantone: Im Tessin dürfen sich etwa nicht mehr als fünf Menschen auf einmal treffen. Auch das Berner Modell könnte dabei aber in Basel zur Anwendung kommen. Dort sind Kinos, Museen sowie Konzertsäle vorerst geschlossen. Erst am Donnerstag hat die Kantonsregierung die Massnahmen verlängert.

Im Kanton Genf herrscht indes seit Ende Oktober der Ausnahmezustand. Restaurant und Bars bleiben zu. Ebenso Fitnesszentren oder Coiffeur-Salons. Greifen die Basler Behörden zu ähnlich einschneidenden Massnahmen?

Es sprechen die Regierungsräte Lukas Engelberger, Vorsteher des Gesundheitsdepartements, sowie Christoph Brutschin, Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt.

Telebasel überträgt die Medienkonferenz ab 14:30 Uhr live online und im TV.

12 Kommentare

  1. @freuler
    die Schutzkonzepte allein nützen nichst;d.h. sie müssen eingehalten werden, von den Gästen und vom Beizer kontrolliert werden;und ob dies in Basel immer der Fall war, na ja;übrigens stimmt dies nicht so ganz mit den Juristen/Führung; der Kantonsarzt gibt zu den Massnahmen auch sein Statement ab,.Report

  2. Also ihr müsst es nicht „Casinos“ nennen, denn es gibt ja gottlob nur eines. Und dieses könnt ihr ruhig für drei Wochen zu machen, aber das finde ich viel zu kurz – am besten lässt ihr den grauenvollen Schuppen, der sowieso eine Virusschleuder ist, am besten für immer zu!Report

  3. Wie wäre es endlich die Berufsschulen und Gymnasien zu Schliessen. Ein Restaurant hat weit höhere Schutzkonzepte als jede Schule. Unser Problem ist die Führung, welche nur noch aus Juristen besteht.Report

  4. @ Eine Baslerin,
    Vielen Dank für das Mitgefühl, jetzt kann ich beruhigt meine Rechnungen bezahlen, Lebensmittel kaufen und muss nicht um meine Existenz bangen, da Sie „Mitgefühl“ zeigen.Report

  5. Bei den Massnahmen orientieren wir uns seit Beginn an China. Was hierbei unterschlagen wird, dass in China im grossen Stil UVC Geräte in Klima-/Lüftungsanlagen einsetzt. Gerade beim jetzt tangierten Bereich der Restaurants, Freizeitanlagen wäre das zielführend. Im Vergleich zur beschleunigten Impfzertifizierung wäre es wohl sehr viel einfacher gewesen solche längst zertifizierten UVC Installation auch für die Schweiz zulässig zu machen. Basel-Stadt ging wie Genf anderen Regionen mit schärferen Massnahmen schon zuvor voran. Wie man nun sieht, haben diese weder in Genf noch in Basel-Stadt einen Nutzen gebracht.Report

  6. Diese Beschlüsse zu fassen, ist nicht einfach.
    Danke, dass Sie es trotzdem machen und dies in einem massvollen Umfang.
    Die Tatsache, darauf vertrauen zu können, dass die Basler Regierung handelt, wenn es wirklich notwendig wird, schafft Vertrauen und nimmt viel Stress weg.
    Allen, die von den Einschränkungen stark betroffen sind, wünsche ich gutes Gelingen, mit der Situation umzugehen. Sie können auf mein Mitgefühl zählen.

    Zuletzt noch eine Bitte an alle:
    Bitte unterschätzen Sie die Aerosole nicht. Lüften, alle 20 Min. und Maske tragen in Innenräumen trotz Abstand nicht vergessen. Vielen Dank!Report

  7. Wieso bleiben Berufsschulen geöffnet? Wir sind 20 Haushalte die den ganzen Tag in einem Zimmer sitzen… und hunderet in den Schulgängen. Dann bringt es nicht wenn man noch Homeoffice macht und privat die Kontakte einschränkt….Report

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