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Telebasel Plätzli gsuecht vom 19. November 2020. (Video: Telebasel)
Basel

Warum werden Tiere von ihren Haltern weggegeben?

Manche Lebensumstände zwingen einen Tierhalter dazu, seinen flauschigen Freund abzugeben. Wie das Tierheim mit solchen Fällen umgeht, zeigt Plätzli gsuecht.

Sein allerliebstes Tier abzugeben fällt keinem Halter leicht, manchmal zwingt ihn eine veränderte Lebenssituation aber dazu: Beispielsweise ein Wohnwechsel in eine ungünstige Gegend oder gar ein Todesfall. Wie geht das Tierheim mit solchen Fällen um?

Tiere gewöhnen sich nicht immer um

Ein Umzug in eine neue Gegend: Nicht nur für den Menschen eine Umstellung, sondern auch für das Tier. Es gibt Fälle, in denen Tiere nach einem Umzug immer wieder in ihr altes Revier zurücklaufen, da sie sich nicht an die neue Lebenssituation gewöhnen konnten bzw. den Wechsel nicht verstanden.

In solchen Fällen kann es durchaus vorkommen, dass sich die Besitzer dazu entscheiden, ihr Tier abzugeben. Dies erklärt Franziska Sabo aus der Administration vom Tierheim an der Birs.

Kundin rief monatelang danach noch an

Im Tierheim habe man auch schon Fälle miterlebt, in welchen Kunden ihr Tier so vermisst haben, dass sie ständig anriefen, um sich nach ihm zu erkundigen. Franziska Sabo erzählt von einem Fall, der sie persönlich sehr mitgenommen habe. Die Eltern einer Kundin seien verstorben, sie selbst konnte das Tier aber nicht betreuen und musste es deshalb ins Tierheim bringen. «Die Tochter hat noch monatelang danach immer wieder angerufen und gefragt, wie es dem Tier geht», so Sabo.

Wie mit der Abgabe eines Tieres umgegangen wird, sowie weitere spannende Tiergeschichten gibt’s in der aktuellen Folge von Plätzli gsuecht.

Folgende Tiere suchen ausserdem ein neues Zuhause:

Kater Noah (männlich, kastriert, 3 Jahre alt)

Noah ist ein richtiger Schmusekater. Er ist stets freundlich und man merkt schnell, dass er aus einer guten Haltung kommt. Im Tierheim geht es Noah sehr gut, allerdings freut er sich sehr hoffentlich bald in eine neue Familie zu kommen.

Kaninchen Karla (weiblich, unkastriert, ca. 1 Jahr alt)

Die schöne Kaninchendame Karla ist seit Ende August im Tierheim. Damit Karla nicht alleine leben muss, wünscht sie sich in ihrem neuen Zuhause mindestens ein weiteres Gspänli. Karla sollte nur mit Weibchen oder kastrierten Böcken zusammengehalten werden. Sie zeigt sich stets neugierig und freundlich. Mittlerweile lässt sie sich auch gerne streicheln. In ihrem neuen Zuhause möchte Karla auf einer spannend eingerichteten Anlage wohnen, welche ihr genügend Versteckmöglichkeiten bietet. Klara kann problemlos in einer Außenanlage gehalten werden. Ebenfalls ist es wichtig, dass genügend Nageobjekte vorhanden sind. Rund um die Uhr braucht sie Wasser und Heu, zusätzlich erfreut sie sich an der täglichen Gabe von frischem Gemüse, Obst und Kräutern.

Katzendame Anima (weiblich, kastriert, ca. 3 Jahre alt)

Die süsse Katzendame Anima kam im Oktober ins Tierheim. Bei ihrer Ankunft zeigte sie sich eher zurückhaltend. Mittlerweile ist Anima jedoch zu einer richtigen Schmusetante mutiert. Auf ihre Kuscheleinheiten verzichtet sie nur ungern. Das einzige, was Anima dazu bringt, an Ort und Stelle zu bleiben, ist Futter. Denn Fressen ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Anima kann als Freigängerin, aber auch als Wohnungskatze, gehalten werden. Falls sie nach Draussen gehen darf, sollte unbedingt eine Katzenklappe vorhanden sein. Wenn Anima in der Wohnung oder im Haus gehalten wird, sollte genügend Abwechslung sichergestellt sein.

Katze Mäskli (weiblich, kastriert, 3 Jahre alt)

Die hübsche und vor allem freundliche Langhaar-Dame Mäskli ist seit Oktober im Tierheim. Das Schmusen gehört zu ihrer absoluten Lieblingsbeschäftigung. Die Katzendame ist eine Freigängerin und wird auch nur als solche vermittelt, am besten in einer ländlichen und verkehrsarmen Gegend. In ihrem neuen Zuhause sollte deshalb eine Katzenklappe vorhanden sein. Da Mäskli eine Langhaarkatze ist, sollte sie regelmässig gebürstet werden. Sie übernimmt den Grossteil ihrer Fellpflege zwar selbst, muss sich aber unbedingt an die Bürste gewöhnen. Kinder dürfen gerne Teil ihrer neuen Familie sein, diese sollten jedoch schon etwas älter sein. Mäskli ist eher eine ruhigere Katze. Sie geniesst es, in ihrem warmen Bettchen zu liegen und das Treiben um sich herum zu beobachten.

Katzendame Pipa (weiblich, kastriert, fortgeschrittenes Alter)

Die Senioren-Lady Pipa ist seit September im Tierheim. Pipa gehört eher zu der gemütlicheren Sorte und widmet sich gerne ihren zwei Lieblingsbeschäftigungen: Essen und Schlafen. Pipa geniesst zwar die menschliche Nähe, mag es jedoch nicht besonders, ständig angetatscht zu werden. Für die Katzendame wird ein Zuhause gesucht, in welchem akzeptiert wird, dass sie manchmal lieber angesehen als angefasst werden möchte. Ist sie jedoch in Schmuselaune, so schmeisst sie ihren Schnurrmotor an und gibt vollen Einsatz. Pipa ist eine Findelkatze, welche draussen gefunden wurde. Da sie jedoch nicht mehr die Aktivste ist, darf Pipa gerne drinnen gehalten werden. Die alte Dame versteht sich nicht besonders gut mit anderen Katzen und möchte lieber alleine mit ihrer Familie wohnen. Sie wird daher nicht in einen Haushalt mit weiteren Katzen oder auch Hunden vermittelt.

Wenn Sie sich für eines der Tiere interessieren, wenden Sie sich bitte ans Tierheim an der Birs:

Stiftung TBB Schweiz
Geschäftsstelle
Birsfelderstrasse 45
Postfach 4020 Basel

Tel. 061 378 78 78
info@tbb.ch

Telebasel kann Anfragen zu den Tieren weder beantworten, noch weiterleiten.

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