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Der Telebasel News Beitrag vom 19. November 2020.
Basel

Gabriel Barell: «Die Leute sollen eine weihnachtliche Stadt erleben»

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Vieles, was für die Festtage typisch ist, kann nicht stattfinden. Trotzdem soll in Basel Weihnachtsstimmung aufkommen.

Menschen, die dicht gedrängt mit ihrer Basler Weihnachtstasse an einem Glühweinstand anstehen, um sich den zweiten (oder dritten) Glühwein zu gönnen, wird man dieses Jahr nicht sehen. Nicht weil es die Tassen nicht gibt – diese wurden nämlich bereits im Sommer in Auftrag gegeben – sondern weil der Weihnachtsmarkt nicht stattfindet.

Trotzdem soll in der Innenstadt Festtagsstimmung herrschen. Die Verantwortlichen von Pro Innerstadt, dem Basler Standortmarketing und dem Verein Basler Weihnacht haben heute über das Programm informiert. «Wir wissen alle, dass die zwei Kern-Weihnachtsmärkte nicht stattfinden können dieses Jahr. Und wir haben uns gesagt, nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass die vielen Leute, die in dieser Zeit flanieren, trotzdem eine weihnachtliche Stadt erleben», sagt Gabriel Barrel, Präsident des Vereins Basler Weihnacht.

Detailhandel hofft auf Solidarität

Was in diesem Jahr nicht fehlen soll, ist die für Basel typische Weihnachtsbeleuchtung. Am 26. November wird der Schalter gekippt und die Innenstadt in ein Lichtermeer getaucht. Da das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr besonders wichtig für den Detailhandel ist, hat der Verein Basler Weihnacht einmalig einen doppelt so hohen Beitrag an die Beleuchtungen in der Freien Strasse, auf dem Marktplatz, am Spalenberg und in der Schneidergasse gesprochen.

Mathias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel, ist zuversichtlich, relativiert aber auch die Erwartungen: «Wenn die Situation stabil bleibt und die Menschen sich gut in der Stadt verteilen, dann wird es höchstwahrscheinlich nicht so ein schlechtes Weihnachtsgeschäft geben. Aber eben, es wird wohl kein Rekord Jahr. Das ist völlig vermessen». Mehr denn je sind die Geschäfte in der Innenstadt dieses Jahr darauf angewiesen, dass die Geschenke vor Ort gekauft und nicht im Internet bestellt werden.

Doch bei der Belichtung bleibt es nicht. Auf dem Münsterplatz steht ein von Johann Wanner dekorierter Weihnachtsbaum. Auch das Riesenrad bleibt bis am 3. Januar an Ort und Stelle und wird noch festlich dekoriert. Auf dem Barfi gibt es dieses Jahr ein Wiedersehen mit dem grossen leuchtenden Weihnachtsstern, der von 1988 bis 2016 den Platz erhellte. Ausserdem sollen eine Confiserie und eine Drehorgel ein stimmungsvolles Erlebnis schaffen.

Der Weihnachtsstern auf dem Barfüsserplatz: Höhe: ca. 6 Meter / Durchmesser: ca. 4 Meter / Beleuchtung: ca. 280 Lämpchen / Alter: 32 Jahre / Gestaltung und Konzeption: Hans-Peter Hort. (Bild: Kanton BS)

Übrigens: wer den Standbetreibern des abgesagten Weihnachtsmarktes unter die Arme greifen möchte, findet auf der Kantons-Website einen virtuellen Weihnachtsmarkt, wo die Markthändler ihre Ware anbieten.

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