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Schweiz

Moderna will bis zu 37 Dollar für eine Impfstoff-Dosis verlangen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
R-Wert in der Schweiz sinkt auf unter 0,8 Prozent

Gemäss der neusten Zahlen der ETH zeigen die eingeführten Corona-Massnahmen des Bundes bereits Wirkung, berichtet die «SonntagsZeitung». In der Schweiz sinkt der provisorisch veröffentlichte R-Wert auf unter 0,8 Prozent. Schweizweit liege der Schnitt bei 0,78 und damit innerhalb des von der Task Force definierten Zielbandes.

Die Massnahmen des Bundes scheinen bereits Wirkung zu zeigen. (Bild: Keystone)

Dieser Wert ist ein Mass dafür, wie schnell sich das Coronavirus in der Bevölkerung ausbreitet. Sobald sich der R-Wert bei über befindet, steigen die Fallzahlen exponentiell. Liegt er aber unter 1, so sinken die Zahlen. Beim aktuellen Wert von 0,78 bedeutet das, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 78 Personen anstecken. Fall die Schweiz diesen Wert beibehalten kann, darf damit gerechnet werden, dass es im Januar täglich nur noch circa 500 Neuansteckungen geben wird.

G20 kämpft gegen Corona und Klimawandel

Mit Beratungen über den Klimawandel setzen die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte am Sonntag ihren G20-Gipfel fort. Zum Abschluss der zweitägigen Videokonferenz soll anschliessend eine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden, in deren Mittelpunkt der Kampf gegen die Corona-Pandemie stehen wird. Erwartet wird ein Bekenntnis zu einer gerechten weltweiten Verteilung von Impfstoffen. Ausserdem dürfte sich die G20 eine gemeinsame Ankurbelung der Weltwirtschaft zum Ziel setzen und ärmeren Ländern weitere Schuldenerleichterungen in Aussicht stellen.

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Rege Teilnahme bei Corona-Massentest in Südtirol

Bei den Massentests auf das Coronavirus in Südtirol hat sich eine rege Teilnahme abgezeichnet. Bis Samstag 16:00 Uhr liessen sich 211’957 Südtiroler untersuchen, ob sie Coronavirus-positiv sind. Dies entspreche 60,5 Prozent der angesprochenen Bevölkerung, teilte der Sanitätsbetrieb mit.

Rund 1,1 Prozent der Testergebnisse seien positiv, hiess es weiter. Noch bis zum heutigen Sonntag haben die rund 350’000 aufgerufenen Südtiroler die Möglichkeit, einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus durchführen zu lassen. Bei der Übermittlung der Testergebnisse wurden unterdessen Verzögerungen bekannt. Rund zehn Prozent seien davon betroffen, hiess es zudem.

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Rund 1'000 Menschen demonstrierten in Schwyz gegen Corona-Massnahmen

Rund 1’000 Personen haben am Samstagnachmittag in Lachen SZ an einer bewilligten Kundgebung gegen die verschärften Corona-Massnahmen demonstriert. Trotz mehrmaliger Aufforderung hat sich die Mehrheit der Demonstrierenden nicht an die Maskentragepflicht gehalten. Dies teilte die Kantonspolizei Schwyz mit.

Organisiert worden war die Kundgebung von einem «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Unter den Redner waren unter anderem der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und der Satiriker Andreas Thiel. Nach rund zwei Stunden sei die friedliche Kundgebung beendet gewesen, schrieb die Kantonspolizei Schwyz. Die Polizei habe sich im Hintergrund bereit gehalten und aus Gründen der Verhältnismässigkeit auf die Durchsetzung der Maskentragpflicht verzichtet.

Die Menschen zündeten an der Kundgebung gegen die Corona Massnahmen von Bund und Kanton Kerzen an. (Bild: Keystone)
Coronavirus-Pandemie dürfte Winterblues verstärken

In der Coronavirus-Pandemie mit ihren Beschränkungen dürften die Menschen mehr als sonst unter Winterblues und Winterdepressionen leiden. Ärzte in China hätten schon in der ersten Phase der Pandemie häufiger Ängste, Depressionen und Schlafstörungen festgestellt, eine österreichische Studie gehe gar von einer Verfünffachung der depressiven Störungen aus.

Dies sagte Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Burghof-Klinik in Rinteln am Sonntag. «Depressive leiden deutlich stärker», betonte er.

US-Behörde erteilt Regeneron-Corona-Mittel die Notfall-Zulassung

Die US-Behörden haben dem Biotech-Unternehmen Regeneron eine Notfall-Zulassung für sein Mittel gegen Coronavirus-Infektionen erteilt. Der experimentelle Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma könne dazu beitragen, einen Spitalaufenthalt von Coronavirus-Patienten zu verhindern. Dadurch könne das Gesundheitssystem entlastet werden, erklärte Stephen Hahn von der US-Arzneimittelbehörde FDA. Mit dem Mittel war US-Präsident Donald Trump bei seiner Covid-19-Erkrankung Anfang Oktober behandelt worden.

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Die US-Behörden haben dem Biotech-Unternehmen Regeneron eine Notfall-Zulassung für sein Mittel gegen Coronavirus-Infektionen erteilt. (Bild: Keystone)
Moderna will zwischen 25 und 37 Dollar je Coronavirus-Impfdosis

Der Pharmakonzern Moderna will für eine Dosis seines Coronavirus-Impfstoffes von Regierungen zwischen 25 und 37 Dollar verlangen. «Das ist ein fairer Preis, wenn man bedenkt, wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn ein Mensch schwer an Covid-19 erkrankt».

Dies sagte Konzernchef Stephane Bancel der «Welt am Sonntag». «Es geht uns nicht um den maximalen Gewinn», betonte der Manager. Am Montag war aus EU-Kreisen verlautet, man wolle von Moderna künftig Millionen von Dosen für einen Stückpreis von unter 25 Dollar abkaufen.

Minister: Corona-Impfung für Spanier ab Januar gratis und freiwillig

Die Bürger Spaniens werden sich nach Schätzung der Regierung bereits ab Januar freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen können. «Irgendwann im Januar» werde man mit den Impfungen beginnen können, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Samstag in Interviews mit verschiedenen spanischen Medien. Eine Impfpflicht wäre zwar in Spanien rechtlich möglich, «nach Meinung vieler Experten aber wohl sogar kontraproduktiv». Jüngst hatte Illa bereits angekündigt, die Impfung werde für die Spanier gratis sein.

Illa äusserte die Überzeugung, dass sich ein grosser Teil der Spanier wird impfen lassen wollen. «Spanien ist ein Land mit einer ausgeprägten Impftradition», sagte der Minister der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Man erwarte, dass schon bis Mitte kommenden Jahres rund 70 Prozent der zirka 47 Millionen Bürger Spaniens geimpft sein werden.

Drei Schweizer Alpin-Fahrer positiv auf das Coronavirus getestet

Loïc Meillard, Justin Murisier und Marco Odermatt wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Dies gab Swiss-Ski bekannt. Weitere Tests innerhalb des Teams fielen negativ aus.

Die drei Athleten befinden sich nun in Isolation. Sie weisen nur leichte bis gar keine Erkältungssymptome auf. Klar ist, dass Meillard, Murisier und Odermatt für den Weltcup in Lech vom kommenden Freitag ausfallen.

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(Bild: Keystone)
Rund 1'000 Personen demonstrierten in Lachen SZ gegen Massnahmen

Rund 1’000 Personen haben am Samstagnachmittag in Lachen SZ an einer bewilligten Kundgebung gegen die verschärften Corona-Massnahmen demonstriert. Trotz mehrmaliger Aufforderung hat sich die Mehrheit der Demonstrierenden nicht an die Maskentragepflicht gehalten.

Dies teilte die Kantonspolizei Schwyz am Samstagabend mit. Organisiert worden war die Kundgebung von einem «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Unter den Redner waren unter anderem der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und der Satiriker Andreas Thiel.

(Bild: Keystone)

Nach rund zwei Stunden sei die friedliche Kundgebung beendet gewesen, schreibt die Kantonspolizei Schwyz. Die Polizei habe sich im Hintergrund bereit gehalten und aus Gründen der Verhältnismässigkeit auf die Durchsetzung der Maskentragpflicht verzichtet. Unter den Teilnehmenden hätten sich auch viele Familien mit Kindern befunden. Die Veranstalter würden bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht, schreibt die Kantonspolizei.

«Katz-und-Maus-Spiel» nach Absage von Corona-Demo in Leipzig

Spontane Aufzüge, eingekesselte Demonstranten: Nach der kurzfristigen Absage einer Kundgebung von Kritikern der Corona-Massnahmen hat die Polizei in Leipzig Teilnehmer und Gegendemonstranten auseinanderhalten müssen. In der Innenstadt trafen am Samstag bis zum frühen Abend die gegensätzlichen Lager immer wieder aufeinander, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Sie war mit einem Grossaufgebot im Einsatz, die Lage war zeitweise unübersichtlich. Laut Polizei gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte – Details wurden aber nicht genannt.

WHO-Chef Tedros fordert faire Verteilung von Corona-Impfstoffen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die G20-Staaten aufgefordert, weltweit eine «faire Verteilung» der Corona-Impfstoffe zu gewährleisten. Die sei die Voraussetzung zur Eindämmung der Pandemie und für eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft, sagte Tedros am Samstag in der Videoschalte der Staats- und Regierungschefs. Den Ländern der G20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der globalen Wirtschaft repräsentierten, komme dabei besondere Verantwortung zu, sagte er dem von der WHO verbreiteten Redetext zufolge.

Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. (Bild: Keystone)
China will Impfstoff für Entwicklungsländer zugänglich machen

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping will im Kampf gegen die Pandemie die Kooperation mit anderen Ländern bei der Forschung, Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen verstärken. China wolle Entwicklungsländer unterstützen, indem Impfstoffe als «öffentliches Gut» zugänglich und erschwinglich werden.

G20-Gipfel: Sommaruga ruft zur Stärkung der WHO auf

Die Schweiz begrüsst den G20-Aktionsplan im Kampf gegen die Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse die führende Organisation für die globale Pandemiebekämpfung bleiben, erklärte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in einer Rede am als Videokonferenz stattfindenden G20-Gipfel.

Aus diesem Grund müsse eine nachhaltige und vorhersehbare Finanzierung für die WHO sichergestellt werden. Sommaruga betonte laut Redetext weiter, dass Covid-19 auch in den kommenden Monaten unser Leben beherrschen werde. Dies erfordere noch mehr Solidarität.

Merkel wirbt bei G20 für Impfstoff-Initiative Covax und WHO

Kanzlerin Angela Merkel hat beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative Covax und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Corona geworben. «Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden. Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung», sagte die CDU-Politikerin am Samstag in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft beim virtuellen Gipfel führender Wirtschaftsmächte unter Leitung Saudi-Arabiens.

Die Kanzlerin rief die G20-Partner ausdrücklich zur finanziellen Unterstützung der Covax-Initiative auf. Um die Corona-Pandemie einzudämmen, müsse der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein.

Corona-Massentest in Südtirol

Am Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben bis Samstag mehr als 210’000 Menschen teilgenommen. Der Andrang auf die Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz blieb damit auch am zweiten Tag gross. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 16 Uhr insgesamt 2’305 Menschen (1,1 Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend.

Über 210’000 Menschen haben bis Samstag am Corona-Massentest in Südtirol teilgenommen. (Bild: Keystone)

Die Landesregierung will mit der Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden hoffen, dass am Ende zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen einen Antigen-Schnelltest machen. Das wären etwa 350’000 Menschen.

Putin will Impfstoff «Sputnik V» bedürftigen Ländern zur Verfügung stellen

Russland will seinen Impfstoff «Sputnik V» laut Präsident Wladimir Putin auch anderen Ländern, die ihn benötigen, zur Verfügung stellen. Russland, das bereits an einer zweiten und dritten Vakzine arbeite, betrachte die Schaffung einer Palette von Impfstoffen als gemeinsames Ziel, sagt Putin beim digitalen G20-Gipfel.

Russland hatte mit «Sputnik V» bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen und damit Kritik von Experten auf sich gezogen, da er erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden war. Jüngsten Angaben zufolge soll er eine 92-prozentige Wirksamkeit zeigen.

In Russland wurde mit «Sputnik V» als weltweit erstes Land ein Corona-Impfstoff zugelassen. (Bild: Keystone)
Jet d'eau läuft wieder

Genf hat sein Wahrzeichen, den Jet d’eau im Genfersee, am Samstag wieder in Gang gesetzt. Die Wasserfontäne war als Mahnung an die Bevölkerung vor der Covid-19-Pandemie für neun Tage ausser Betrieb gestellt worden.

Das Wasserspiel wurde auf Geheiss der Kantonsregierung wieder angestellt, wie die industriellen Betriebe der Stadt Genf am Freitag mitgeteilt hatten. Dass es nach erfolgter Jahresrevision am 12. November abgestellt blieb, ging ebenfalls auf den Kanton zurück. Während des Lockdown im Frühling blieb der Jet d’eau 83 Tage lang ausser Betrieb.

Der Jet d’eauist wieder in Betrieb. (Bild: Keystone)
Infektions-Rekord in Lettland

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Samstag mit 642 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr über 12’700 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde in Riga mit. In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 163 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

«Querdenken»-Kundgebung in Leipzig plötzlich abgesagt

Nach der aus dem Ruder gelaufenen «Querdenken»-Kundgebung vor zwei Wochen sind in Leipzig erneut Demonstranten zusammengekommen. Eine angemeldete Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik wurde am Samstag jedoch überraschend abgesagt, obwohl schon Hunderte Menschen vor Ort waren.

Der Versammlungsleiter habe die Anmeldung zurückgezogen, teilte die Polizei mit. Hintergrund sei «das unvollständige Attest zur Maskenbefreiung des Versammlungsanmelders, das von der Versammlungsbehörde so nicht akzeptiert wurde». Alle Personen, die an der Versammlung auf dem Kurt-Masur-Platz teilnehmen wollten, wurden aufgefordert, den Bereich zu verlassen.

Die Polizei hatte zuvor bereits den Zugang abgeriegelt, weil der Platz mit 500 Personen seine Maximalkapazität erreicht hatte. Parallel beteiligten sich zahlreiche Menschen in der Innenstadt an Gegenprotesten. In mehreren anderen deutschen Städten gab es unterdessen am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen.

Teilnehmer der Demonstration in Leipzig vor zwei Wochen. (Bild: Keystone)
Saudischer König ruft zur Zusammenarbeit auf

Zum Auftakt des G20-Gipfels hat Gastgeber Saudi-Arabien gemeinsame Anstrengungen der führenden Industrie- und Schwellenländer bei der Bewältigung der Corona-Pandemie angemahnt. «Wir haben eine Pflicht, uns der Herausforderung bei diesem Gipfel gemeinsam zu stellen und eine starke Botschaft der Hoffnung zu geben», sagte Saudi-Arabiens König Salman in einer Videoschalte am Samstag. «Unsere Völker und unsere Wirtschaften leiden immer noch unter diesem Schock. Aber wir werden unser Bestes tun, um diese Krise durch internationale Zusammenarbeit zu überstehen.»

Der Känig beim G20 Videocall. (Bild: Keystone)
Grosser Andrang beim Corona-Massentest in Südtirol

In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest gross. Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz liessen bis zum Samstagmorgen fast 140 000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend.

Die Landesregierung will mit der Aktion unter dem Motto «Südtirol testet» die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Autonomen Provinz, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass am Ende zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen einen Antigen-Schnelltest machen. Das wären etwa 350 000 Menschen. Sollte die Aktion die Pandemie bremsen, wollen die Politiker möglichst rasch ihre Einstufung als Rote Zone aufheben. Italiens Regierung in Rom hat für solche Hochrisiko-Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Ausserdem müssen dort viele Läden zu bleiben.

Prozess zu Doppelmord im Aargau wegen Covid-19-Infektion abgesagt

Das Bezirksgericht Brugg AG hat die Hauptverhandlung zum Doppelmord in Hausen AG kurzfristig abgesagt. Der Prozess hätte am Montag beginnen sollen. Eine Person aus den Reihen der Parteien ist gemäss Gericht positiv auf Covid-19 getestet worden.

Covid-Sondergesandter der WHO kritisiert Schweizer Corona-Strategie

David Nabarro, WHO-Sondergesandter im Kampf gegen Covid-19, geht mit der Corona-Strategie der Schweiz hart ins Gericht. Die Massnahmen seien angesichts der «extrem ernsten Situation» zu halbherzig. Wie Europa habe das Land im Sommer geschlafen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

(Bild: Keystone)
Polen lockert vor Weihnachten Corona-Schutzmassnahmen für Einzelhandel

Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Corona-Schutzmassnahmen für den Einzelhandel. Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau. Am 4. und 17. Dezember soll es ausserdem zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Es gehe um die Rettung von Millionen von Arbeitsplätzen, sagte Morawiecki. Anfang November hatte die Regierung die Schliessung aller Geschäfte in Einkaufszentren verfügt – Ausnahmen galten für Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken.

Restaurants, Bars sowie Fitnessstudios und Kultureinrichtungen bleiben bis nach Weihnachten geschlossen. Der landesweite Fernunterricht an allen Schulen wird bis zu den Feiertagen verlängert. Ausserdem werden die Winterferien, die bislang ähnlich wie in Deutschland regional unterschiedlich verteilt waren, landesweit einheitlich für die Zeit vom 4. bis 17. Januar angesetzt.

Morawiecki appellierte an die Menschen, das Weihnachtsfest nur im engsten Familienkreis zu feiern und Reisen zu vermeiden. «Vor uns liegen hundert Tage der Solidarität», sagte der Regierungschef. Solange müssten die Bürger Disziplin zeigen und mit den Einschränkungen leben. Danach werde voraussichtlich der Impfstoff gegen das Virus verfügbar sein.

Italien erhöht Corona-Finanzhilfen kurz vor Jahresende erneut

Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst.

In dem Mittelmeerland gelten seit Anfang November in sogenannten Roten Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ausserdem ist dort ein Grossteil der Geschäfte zu. Das neue Not-Paket sieht auch Hilfen zu Unterstützung armer Bürger und zum Kauf von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit Covid-19 vor.

Deutsche sorgen sich ums Weihnachtsfest

Wegen der Coronakrise sind viele Menschen im Hinblick auf ein traditionelles Weihnachtsfest im Kreise der Familie besorgt. Das ergibt eine Umfrage der Forsa, im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), unter rund 1000 Menschen in Deutschland, wie n-tv berichtet.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) bedrückt demnach die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar im Spital verbringen muss – ob wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit.

(Bild: Unsplash)

41 Prozent befürchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu müssen.

Fast jeder Vierte (23 Prozent) sorgt sich, über die Feiertage nicht verreisen zu können.

Deutschland meldet 22'964 Neuinfektionen

Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag für die letzten 24 Stunden 22’964 Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Am Freitag wurde mit 23’648 Neuinfektionen der bisherige Höchststand erreicht.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der Todesfälle stieg um 254 auf insgesamt 13’884. Rund 593’100 Menschen sind nach Schätzung des RKI inzwischen genesen.

Trump: «Pharmaindustrie hat Impfstoff mit Absicht zurückgehalten»

US-Präsident Trump wirft Pfizer «korrupte Spielchen» vor. Das Pharmaunternehmen habe mit Absicht bis nach der Wahl gewartet, um den Impfstoff bekannt zu geben. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

(Bild: Keystone)
US-Medien: Trumps Sohn Donald positiv auf das Coronavirus getestet

Der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Er habe keine Symptome und habe sich selbst in Quarantäne begeben, erklärte ein Sprecher demnach. Lesen Sie hier mehr.

(Screenshot: Twitter)
Pfizer beantragt US-Notfallzulassung für Coronavirus-Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der amerikanische Pharmariese Pfizer haben eigenen Angaben zufolge bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Coronavirus-Impfstoff beantragt. Dies bestätigte Pfizer am Freitag (Ortszeit) bei Twitter.

Falls der Wirkstoff zugelassen wird, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA bereits Mitte bis Ende Dezember geimpft werden. Biontech und Pfizer waren die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht haben und nun den Weg für eine Notfallzulassung bei der FDA gehen. Für den Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 ergaben umfangreiche Testreihen nach Angaben der Unternehmen eine Wirksamkeit, die einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet.

Das Vakzin funktioniere über alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg ähnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen, hatten die Firmen nach Abschluss letzter Analysen mitgeteilt.

Bei einer Genehmigung der US-Behörde sei man nunmehr bereit, innerhalb weniger Stunden die Auslieferung des Vakzins zu starten, hiess es am Freitag weiter. Pfizer habe zudem bereits begonnen, Anträge bei anderen Gesundheitsbehörden weltweit einzureichen. Weitere Gesuche für Bewilligungen sollten folgen, hiess es zudem.

Neue Beschränkungen gelten nicht für Tesla-Arbeiter

Die Mitarbeiter der Tesla-Fabrik in Kalifornien sind nicht von den jüngsten Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie betroffen. Das Werk gehöre zu den Branchen, deren Arbeit als unabdingbar eingestuft worden sei, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaates am Freitag (Ortszeit) mit.

Während der ersten Coronavirus-Welle im März hatte sich Tesla-Konzernchef Elon Musk über die Vorschriften hinweggesetzt, Behörden verklagt und gedroht, mit seiner Produktion aus Kalifornien wegzuziehen.

Der US-Gliedstaat hatte am Donnerstag neue Coronavirus-Beschränkungen erlassen, zu denen eine Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr gehört. Die Massnahmen hätten Tesla stark beeinträchtigt.

Erneute Panikkäufe von Toilettenpapier in den USA

In den USA decken sich die Bürger angesichts der Coronavirus-Krise wieder zunehmend mit Toilettenpapier ein. Detailhändler wie Target und Kroger beschränken am Freitag (Ortszeit) die Zahl ausgegebenen Rollen pro Kunde. Walmart meldete gleichentags Lieferengpässe.

Der grösste Hersteller des Landes, Procter & Gamble, lässt nach eigenen Angaben seine Fabriken rund um die Uhr laufen. Bis zum Freitagnachmittag galten in 22 der 50 Bundesstaaten Einschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, was die Dramatik der Situation verdeutlicht.

UN-Generalsekretär fordert engere Zusammenarbeit bei Impfstoff-Aufteilung

UN-Generalsekretär António Guterres hat die führenden Wirtschaftsnationen der Welt vor dem G20-Gipfel zu einer engeren Zusammenarbeit bei der gerechten Verteilung von Impfstoffen aufgefordert. Er hoffe, dass die internationale Corona-Impf- Initiative Covax das zentrale Instrument sein wird, um Vakzine für alle Menschen erhältlich und erschwinglich zu machen.

António Guterres. (Bild: Keystone)
«Wir können Wunder bewirken»: Grüne in Deutschland versprühen Optimismus

Das Land hat einen düsteren Corona-Winter vor Augen, doch Annalena Baerbock setzt auf Hoffnung. «In diesem schlimmen Jahr zeigt sich, auf welch rauer See wir leben, was alles passieren kann», führt die Grünen-Chefin aus, als sie am Freitagabend den Parteitag der Grünen eröffnete. «Doch was das Virus kann, das können wir schon lange!» Schnell finde die Menschheit einen Impfstoff. «Wir können Wunder bewirken.»

NBA: Toronto muss Heimspiele in Florida austragen

Kanadas erster NBA-Meister Toronto Raptors kann in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Heimspiele in eigener Halle austragen. «Die Raptors werden ihre Heimspiele in Tampa Bay bestreiten, um die Saison 2020/21 zu eröffnen», teilte der Klub via Twitter mit. Nach Informationen der Tageszeitung «Toronto Star» hatte die Bundesregierung die Spielerlaubnis verweigert.

Der Champion von 2019 ist die einzige kanadische Mannschaft in der NBA. Grösstes Hindernis für Heimspiele in Toronto sind die vielen Grenzübertritte des eigenen und der Besucherteams. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das Problem in der NHL mit 24 Mannschaften in den USA und 7 in Kanada lösen lässt.

Impfplan der Niederlanden

Sobald ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, können Niederländer sich gratis und freiwillig impfen lassen. Eine Verpflichtung werde es nicht geben, kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag in Den Haag an. Als erste Gruppe sollen Menschen über 60 Jahre, besonders Gefährdete und Pflegepersonal an der Reihe sein. Das Ministerium erwartet, dass etwa 3,5 Millionen Niederländer im ersten Quartal des neuen Jahres geimpft werden können.

Da sehr wahrscheinlich nicht sofort genügend Dosen des Impfstoffes für die rund 17 Millionen Einwohner vorliegen würden, sollten sie in Staffeln geimpft werden.

Impfplan für Spanien

Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte unterdessen einen «nationalen Impfplan» an. Im ersten Halbjahr 2021 werde im Rahmen dieses Projekts «ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung» geimpft werden können, sagte der sozialistische Politiker bei einem Treffen mit Unternehmern bei Logroño in der Provinz La Rioja. «Unser Land wird zusammen mit Deutschland das erste der Europäischen Union sein, das über einen kompletten Impfplan verfügen wird.»

Madrid wird isoliert

Zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie riegelt sich Madrid zwischen dem 4. und dem 13. Dezember ab. Dieser Zeitraum sei wegen der zwei Feiertage am 7. und 8. Dezember gewählt worden, erklärte am Freitag der Vizeminister für Gesundheit der spanischen Hauptstadt-Region, Antonio Zapatero.

In Spanien gelten strikte Massnahmen, um das Virus einzudämmen. (Bild: Keystone)
Grenzverkehr zwischen Schweiz und Deutschland soll offen bleiben

Der Grenzverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland soll in der zweiten Welle der Corona-Pandemie offen bleiben. Dafür machen sich die sieben Grenzkantone und das deutsche Bundesland Baden-Württemberg stark. Die Zusammenarbeit bei der Corona-Bekämpfung solle gestärkt werden.

Das gemeinsame Ziel sei es, aus den Erfahrungen der ersten Welle zu lernen und ein koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen in der Grenzregion zu fördern. Das steht in einer gemeinsamen Erklärung des Bundeslandes Baden-Württemberg und der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, St. Gallen sowie Thurgau und Zürich.

Nationalrats-Kommission unterstützt Sportmassnahmen

Professionelle und halbprofessionelle Sportclubs sollen neben Darlehen auch à-fonds-perdu-Beiträge erhalten. Bis zu 115 Millionen Franken sehe der Bundesrat dafür vor, sagte er am Mittwoch. Die zuständige Kommission des Nationalrats unterstützt dieses Vorhaben einstimmig.

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Airlines brauchen laut IATA zum Überleben weitere 80 Mrd Dollar

Fluggesellschaften weltweit brauchen dem Lobbyverband IATA zufolge in den nächsten Monaten noch weitere 70 bis 80 Milliarden Dollar, um die Folgen der Corona-Krise zu überstehen. «Sonst werden einige Airlines nicht überleben», sagte Alexandre de Juniac, Generaldirektor des Internationalen Luftverkehrsverbandes (IATA), am Freitag auf dem Pariser Luftfahrtforum. Man sei den Regierungen sehr dankbar, dass sie die Luftfahrt bereits mit 160 Milliarden Dollar unterstützten. Aber es gebe weiteren Bedarf.

(Bild: Keystone)

IATA hatte bisher geschätzt, dass die Branche 87 Milliarden Dollar in diesem Jahr verlieren dürfte. Die jüngst verschärften Eindämmungsmassnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie belasten aber das Geschäft der Luftfahrtbranche zusätzlich.

Trotz Entspannung der Lage hält Wallis an strengen Massnahmen fest

Trotz des Rückgangs der Covid-19-Fälle hält das Wallis an seinen strengen Massnahmen fest. Die Kantonsregierung hat die Schutzmassnahmen bis am 13. Dezember um Mitternacht verlängert. Ursprünglich hätten sie bis zum 30. November gelten sollen.

Erlassen worden waren sie am 22. Oktober. Nach Angaben des Staatsrats vom Freitag ist die Zahl der Fälle trotz des Rückgangs immer noch hoch und der Druck auf das Gesundheitswesen beträchtlich. Anpassungen nahm die Regierung bei religiösen Zeremonien, Besuchen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie beim Sport für Kinder und Jugendliche unter 16 vor.

Demnach dürfen wieder bis zu 50 Personen an Gottesdienste, Andachten, Beerdigungen und anderen religiösen Akten teilnehmen. Bedingung ist die Einhaltung der sozialen Distanz und Hygieneregeln sowie von Schutzplänen.

Steffen: «Wir müssen den Höhlenmenschen in uns überlisten»

Angesichts der Infoflut zum Thema Corona rät der baselstädtische Kantonsarzt Thomas Steffen, «den Höhlenmenschen in uns zu überlisten», der zu stark auf solche Dauerreize reagiere. Und er präsentierte am Freitag vor den Bundeshausmedien eher düstere Weihnachtsaussichten.

Noch keine Generation habe je eine Pandemie mit einer solchen Informationsflut durchlebt, sagte das Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz. Wir seien aber noch immer Steinzeitmenschen, welche die Gefahren unmittelbar wahrnehmen. Heute führe dies bei vielen Menschen dazu, dass sie «von Sorgenflash zu Sorgenflash» hangelten.

Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt, appelliert an die Bevölkerung, «den Höhlenmenschen in uns zu überlisten». (Bild: Keystone)

Weniger Tests – BAG startet neue Kampagne

Die Fallzahlen gehen zurück, es wird aber weniger getestet. Das Bundesamt für Gesundheit startet deshalb am Sonntag eine neue Kampagne. Der Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und der Krankenkassenverband H+ unterstützen die Kampagne.

Wir müssen so viele Fälle wie möglich aufdecken, deshalb sind die Tests wichtig, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch vor den Bundeshausmedien in Bern.

Indien überschreitet Marke von neun Millionen Corona-Fällen

In Indien haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als neun Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden kamen rund 45’882 erfasste Neuinfektionen dazu, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitag hervorging.

Das 1,3 Milliarden-Einwohner-Land hat nach den USA die meisten verzeichneten Corona-Fälle. Dort haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität bisher mehr als elf Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt.

Mitarbeitende des Gesundheitswesens und Angehörige tragen die Leiche eines an Covid-19 Verstorbenen in Neu Delhi, Indien. (Bild: Keystone)
Österreich kündigt Corona-Massentests unter Lehrern und Polizisten an

In Österreich sollen alle 200’000 Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuungskräfte in Kindergärten auf das Virus getestet werden. Geplant ist dafür das Wochenende vom 5. und 6. Dezember, wenn nach bisherigen Plänen der Corona-Lockdown endet, wie die Regierung am Freitag bekannt gab.

Dafür sollen im ganzen Land mehr als 100 Testzentren eingerichtet werden. Direkt danach, am 7. und 8. Dezember, sollen die 40’000 Polizisten getestet werden.

Kurz vor Weihnachten könne sich die gesamte Bevölkerung von neun Millionen Menschen testen lassen. (Bild: Keystone)
Corona-Massentest in Südtirol gestartet: Lange Menschenschlangen

In Italien sind im Anti-Corona-Kampf ein Massentest in Südtirol und ein Versuch mit einem Schnelltest für zu Hause in Venetien angelaufen. Zum Auftakt der kostenlosen Massenuntersuchung in Südtirol bildeten sich lange Schlangen vor vielen Teststationen, wie Medien am Freitag berichteten.

Die kleine Autonome Provinz mit gut einer halben Million Menschen möchte bis zum Sonntag bei rund zwei Drittel der Bürger einen Abstrich machen. Der Antigen-Schnelltest ist freiwillig. Schon seit Wochenbeginn läuft im norditalienischen Venetien ein Versuch mit Corona-Testsets für den Hausgebrauch.

Portugal verlängert Corona-Notstand um zwei Wochen

Nach einem Rekord an Neuinfektionen hat Portugal den am Dienstag auslaufenden Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 7. Dezember verlängert. Das Parlament billigte am Freitag in Lissabon einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa.

Im Rahmen des Notstandsdekrets herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und in der nördlichen Metropole Porto.

Portugal verlängert den am Dienstag auslaufenden Corona-Notstand um zwei Wochen. (Bild: Keystone)
Biontech und Pfizer wollen US-Zulassung für Corona-Impfstoff beantragen

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer wollen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragen. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

95 Prozent Schutz soll die Impfung von Biontech und Pfizer bieten. (Bild: Keystone)

Wenig Hoffnung auf Corona-Lockerungen in Deutschland

Die deutsche Regierung macht den Bürgern wenig Hoffnung auf eine rasche Lockerung der corona-bedingten Beschränkungen.

Bislang seien die Infektionszahlen noch nicht auf ein niedrigeres Niveau gebracht worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. «Wir haben im Grunde nur den ersten Schritt bisher geschafft, also den starken, steilen, exponentiellen Anstieg zu stoppen und eine Stabilisierung zu erreichen.» Die Zahlen seien aber noch «weit, weit zu hoch», sagte Seibert.

Seibert erinnerte daran, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am vergangenen Montag «mehr gewünscht hätte». Nun werde es am Mittwoch weitere Beratungen geben. Man müsse jetzt die pandemische Entwicklung genau betrachten, «um dann zu sehen, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind».

Fast eine Million Menschen in China gegen Corona geimpft

Der chinesische Pharmakonzern Sinopharm hat nach eigenen Angaben bereits annähernd eine Million Menschen gegen das Coronavirus in China geimpft. Das ging aus einer Mitteilung hervor, die der Konzern am Freitag über den Nachrichtendienst Wechat verbreitete.

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Über ein so genanntes Notfallprogramm sei der Impfstoff schon fast bei einer Millionen Menschen genutzt worden. (Symbolbild: Keystone)
4946 Neuinfektionen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 4946 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss einer Mitteilung vom Freitag 111 neue Todesfälle und 252 Spitaleintritte.

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Black Friday und Weihnachtsgeschäft im Zeichen der Pandemie

Ob Black Friday, Cyber Monday oder das Weihnachtsgeschäft – eines ist jetzt schon klar: Der Jahresschlussverkauf wird massgeblich von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst. Während der Online-Handel als Gewinner aus der Krise hervorgehen dürfte, gerät der traditionelle Handel, der in hohem Masse vom Jahresende abhängig ist, unter Druck.

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Beteiligten sich am «Black Friday» ursprünglich in erster Linie Ladengeschäfte, mischt der Onlinehandel inzwischen ebenfalls fleissig mit. (Symbolbild: Keystone)
Das Moods setzt auf Streaming - mit mässigem Erfolg

Als einer der wenigen Clubs der Welt bietet der Zürcher Jazzclub Moods seine Konzerte während der Coronakrise im kostenpflichtigen Video-Streaming an. Doch: Obwohl das Publikum im Frühjahr um ein Drei- bis Vierfaches gewachsen ist, hat sich das Modell nicht richtig durchgesetzt.

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Trotz allem ist die Nachfrage nach Streaming-Videos, nachdem sie während des Lockdowns noch in die Höhe geschossen war, zusammengebrochen. (Bild: Keystone)
Rekord bei Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Gazastreifen auf einen Rekordwert geklettert.

Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gebiet am Freitag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 754 Fälle gemeldet – so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt wurden 3’142 Tests gemacht, dies entspricht einer Positivtest-Quote von etwa 24 Prozent. Insgesamt registrierten die Behörden im Gazastreifen bislang 13’193 Infizierte.

DER Touristik Suisse erleidet Umsatzeinbruch und massiven Verlust

Die Coronapandemie hat auch den Reiseveranstalter DER Touristik Suisse (Ex-Kuoni) voll erwischt. Der Umsatz ist auf ein Viertel zusammengeschmolzen, wie Firmenchef Dieter Zümpel im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP sagt. Unter dem Strich steht ein happiger Verlust.

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DER Touristik Suisse erleidet einen Umsatzeinbruch und massiven Verlust infolge der Corona-Pandemie. (Symbolbild: Keystone)
Neuer Höchststand bei Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) 23’648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. (Bild: Keystone)

Am Freitag vor einer Woche war mit 23’542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1’000.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879’564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13’630.

Südtirol will Virus-Welle mit Massentest bremsen

Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Am Freitag öffneten in der kleinen Alpen-Provinz mit rund einer halben Million Menschen die Test-Stationen. Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto «Südtirol testet» Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte die Bürger mehrfach zur Teilnahme aufgerufen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag zwei Drittel der Menschen einen Antigen-Schnelltest vornehmen lassen. Das wären etwa 350 000 Menschen. Wer ein positives Ergebnis bekommt, aber beschwerdefrei ist, soll sich zehn Tage zu Hause isolieren. Mitmachen können Männer, Frauen sowie Kinder ab fünf Jahren. Es gibt knapp 200 Teststandorte. Das jeweilige Resultat soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen.

Lüge löste Lockdown in South Australia aus

Im australischen Bundesstaat South Australia hatte die Regierung einen Lockdown verhängt, nachdem ein Mann sich in einem Restaurant angesteckt hatte. Der erkrankte Mann habe angegeben, sich in dem Restaurant nur schnell eine Pizza gekauft zu haben, wie Ministerpräsident Steven Marshall sagt. In der Folge hätten die Behörden angenommen, dass es sich um einen äusserst ansteckenden Virusstrang handeln müsse.

Der Mann hat aber mehrere Schichten lang in dem Restaurant neben einem kranken Kollegen gearbeitet. «Wir wissen jetzt, dass sie gelogen haben», sagt Marshall. Die Massnahmen sollen nun früher aufgehoben werden als zunächst geplant.

Swiss Re sieht sich trotz Corona auf Wachstumskurs

Der Rückversicherer Swiss Re sieht sich trotz der Coronapandemie auf Wachstumskurs und ortet bessere Marktbedingungen. Der Konzern bestätigte am Freitag vor dem Investorentag die Finanzziele und Prioritäten im Kapitalmanagement.

Im Fokus stehe eine erstklassige Kapitalausstattung und eine konstante oder höhere Dividende, teilte die Swiss Re vor dem Onlinetreffen mit den Investoren mit. «Wir sind für die Zukunft aller unserer Geschäftsbereiche zuversichtlich, denn die zugrunde liegende Ertragskraft der Gruppe entwickelt sich positiv», erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler im Communiqué.

Der Rückversicherer Swiss Re sieht sich trotz der Coronapandemie auf Wachstumskurs und ortet bessere Marktbedingungen. (Bild: Keystone)
Mnuchin lässt gewisse Corona-Hilfen gegen Fed-Willen auslaufen

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat entgegen den Empfehlungen der US-Notenbank Fed das Ende einiger milliardenschweren Coronavirus-Hilfsprogramme angekündigt. Die im Frühjahr über das Cares-Gesetz geschaffenen Massnahmen würden nun am 31. Dezember auslaufen.

Dies schrieb Mnuchin am Donnerstag (Ortszeit) in einem Brief an Fed-Chef Jerome Powell. Die US-Zentralbank solle Mittel im Umfang von 455 Milliarden Dollar an den Kongress zurückgeben. Von der Fed kam umgehend Protest. Es wäre besser, dass die Gelder weiter zur Absicherung der noch angegriffenen Konjunktur eingesetzt werden würden, hiess es in einer E-Mail. Auch die US-Handelskammer kritisierte den Schritt.

Gemeinsame Strategie im Kampf gegen Virus gefordert

Vor dem G20-Gipfel am Wochenende haben Entwicklungsorganisation die grossen Industrienationen aufgerufen, endlich eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu entwickeln. Die reichen Länder müssten für eine gerechte Verteilung von bezahlbaren Impfstoffen an alle Menschen in der Welt sorgen, forderten die Hilfsorganisationen One und Oxfam am Freitag. Kanzlerin Angela Merkel sei besonders gefordert, «alles in die Waagschale zu werfen», sagte One-Direktor Stephan Exo-Kreischer.

Da über 200 Millionen Menschen durch die Corona-Krise zusätzlich in extreme Armut abzurutschen drohten, müssten die G20-Staaten auch gegen die verschärfte Armuts- und Ungleichheitskrise vorgehen, sagte Tobias Hauschild von Oxfam der Deutschen Presse-Agentur. «Bislang kommt die G20 ihrer Führungsrolle nicht nach.» Es sei ein umfassender Schuldenerlass für arme Länder und eine gerechte Verteilung künftiger Impfstoffe auch in Ländern des Südens notwendig.

WHO rät von Remdesivir bei Coronavirus-Erkrankungen ab

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät einem Bericht zufolge vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Erkrankungen ab. Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu diesem Schluss gekommen.

Das Mittel habe keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten, wie den Bedarf künstlicher Beatmung oder die Zeit bis zu einer Besserung, schrieb die Fachzeitschrift «British Medical Journal» in einem am Freitag veröffentlichten Artikel. Es sei zudem noch nicht ausgeschlossen, dass das Medikament auch Schaden anrichten könnte. Dazu kämen die Kosten. Die Erkenntnisse ergaben sich aus einer von der WHO koordinierten Studie mit tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern. Der Einsatz in Spitälern werde somit nicht empfohlen, hiess es in dem Beitrag weiter.

Die WHO rät vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei Corona-Erkrankungen ab. (Symoblbild: Keystone)
Belgien schafft knappe Corona-Kehrtwende

Belgien atmet auf, das Land hat die Corona-Kehrtwende geschafft. Im Oktober noch waren die Infektionszahlen so sehr explodiert, dass man Belgien in den Top 3 der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa wiederfand. Über 20 000 Neuinfektionen wurden in der letzten Oktoberwoche an manchen Tagen registriert, etwa so viele wie derzeit in Deutschland. Dabei hat Belgien nur 11,5 Millionen Einwohner, Deutschland dagegen 83 Millionen.

Nach der Einführung der strikten Corona-Massnahmen in Belgien atmet das Land nun auf – die Kehrtwende ist geschafft. (Bild: Keystone)

Die Nerven lagen blank. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke warnte vor einem «Tsunami», es drohe der Kontrollverlust. Die Regierung zog die Notbremse: Nach der Gastronomie mussten auch fast alle Geschäfte ausser Supermärkte schliessen, das Homeoffice wurde verpflichtend eingeführt. Kontakte wurden stark eingeschränkt, Mitglieder eines Haushaltes durften, ohne Abstandsregeln einhalten zu müssen, nur noch eine einzige Person treffen, den sogenannten «Knuffelcontact».

Die Strategie zeigte Wirkung. Die registrierten Fallzahlen in den letzten Tagen waren deutlich niedriger: Im Schnitt waren es in der vergangenen Woche landesweit täglich 4800 Neuinfektionen.

Experte Fauci: Schnelle Impfstoff-Entwicklung kein Grund zur Sorge

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hat Bedenken zurückgewiesen, wonach die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zulasten der Verträglichkeit und Wirksamkeit beschleunigt worden sein soll. «Die Geschwindigkeit des Prozesses hat die Sicherheit in keiner Weise kompromittiert», sagte Fauci am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. Auch die wissenschaftliche Integrität sei nicht beeinträchtigt worden. Die Daten der Studien zu den Impfstoffen seien von unabhängigen Experten beurteilt worden, die niemandem etwa schuldeten, auch «nicht der Regierung», sagte er.

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci betont, die schnelle Impfstoff-Entwicklung sei kein Grund zur Sorge: «Das ist wirklich solide». (Bild: Keystone)

Es gebe in dieser Hinsicht keinen Grund zur Sorge, betonte Fauci. «Das ist wirklich solide», sagte er. Sobald die Anträge auf eine Notfallgenehmigung für die Impfstoffe eingingen, würde die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) alles «sehr sorgfältig» überprüfen, sagte Fauci. Der Immunologe ist ein Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. Experten befürchten, dass manche Menschen dem Impfstoff wegen der beschleunigten Entwicklung und politischen Debatten skeptisch gegenüberstehen könnten.

Mehr als 100'000 Corona-Tote in Mexiko

In Mexiko ist die Zahl der Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus auf mehr als 100’000 gestiegen. Mit 576 neuen Todesfällen im Vergleich zum Vortag überschritt das Land als viertes der Welt nach den USA, Brasilien und Indien diese Marke, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Der Staat mit den fünftmeisten Corona-Toten, Grossbritannien, hat etwas mehr als halb so viele registriert.

Arbeiter beerdigen in der Metropolregion von Mexiko eine 86-jährige Frau, die an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. (Bild: Keystone)

In Wirklichkeit sind in Mexiko jedoch wohl mindestens 150’000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Regierung hatte am 25. Oktober erklärt, dass geschätzt rund 50’000 Todesfälle, die nicht in der offiziellen Statistik auftauchen, auf die Krankheit, die das Coronavirus auslöst, zurückzuführen seien.

Amazon verschiebt «Black Friday» in Frankreich wegen Lockdown

Wegen des Coronavirus-Lockdowns in Frankreich verschiebt der Online-Händler dort seine «Black-Friday»-Rabattaktion. Die eigentlich für Ende kommender Woche geplanten Sonderangebote seien nun für den 4. Dezember vorgesehen.

Der Online-Händler Amazon verschiebt seine «Black-Friday»-Rabattaktion in Frankreich auf den 4. Dezember. (Symbolbild: Keystone)

Dies sagte Amazon-Frankreich-Chef Frederic Duval dem Fernsehsender TF1 am Donnerstag. Wegen des zweitens Lockdowns haben in Frankreich die meisten Läden bis voraussichtlich mindestens Ende November geschlossen.

Der US-Konzern schliesst sich mit der Verschiebung französischen Einzelhändlern wie Carrefour an. Bei Amazon laufen angesichts der Coronavirus-Einschränkungen im stationären Handel die Geschäfte blendend.

Kalifornien verhängt wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkung

Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr sollen die Bewohner Zuhause bleiben. Dies gab der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Die Anordnung soll am Samstag in Kraft treten und vorerst einen Monat gelten. Betroffen sind die meisten Bezirke des Westküstenstaates mit stark ansteigenden Corona-Zahlen. In Kalifornien leben knapp 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gilt nun diese strikte Auflage.

Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten.

Ab Samstag gilt in Kalifornien eine einmonatige nächtliche Ausgangssperre. (Bild: Keystone)
Pence sieht USA in Pandemie auf gutem Weg

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence sieht die USA trotz der dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen in der Pandemie auf einem guten Weg. «Die Fälle und die Positivrate steigen im ganzen Land. Aber wir nähern uns diesem Moment mit der Zuversicht der Erfahrung und wir wissen, dass das amerikanische Volk weiss, was zu tun ist», sagte Pence am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Corona-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. Der amtierende Präsident Donald Trump war nicht dabei.

Trotz der Infektionsrekorde sieht US-Präsident Mike Pence die USA auf gutem Weg in der Corona-Krise. (Bild: Keystone)

«Amerika war noch nie so gut auf die Bekämpfung dieses Virus vorbereitet wie heute», fügte Pence mit Blick auf die Ausweitung der Testungen, die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung und die Fortschritte bei den Impfstoffen, die schon in wenigen Wochen für besonders gefährdete Menschen bereitstehen könnten, hinzu.

EU-Staaten wollen gemeinsame Standards für Antigen-Schnelltests

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die schnellen Antigen-Tests. Man brauche die gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach Video-Beratungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Es gebe viele verschiedene Tests unterschiedlicher Qualität auf dem Markt, deshalb brauche es einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Anerkennung der Tests, die zusätzlich zu den aufwendigeren PCR-Tests genutzt werden sollten. Die EU-Kommission will eine Bewertung der Tests vornehmen.

Weinstein hat nicht Covid-19 - aber Gesundheitsprobleme

Der wegen Sexualdelikten im Gefängnis sitzende frühere Film-Mogul Harvey Weinstein (68) ist nach Angaben seines Sprecherteams nicht an Covid-19 erkrankt. «Wir können mitteilen, dass Mr. Weinsteins Fieber gesunken ist, aber noch genau beobachtet wird. Wir können zu diesem Zeitpunkt auch mitteilen, dass er nicht Covid-19 hat», hiess es am Donnerstag in einem Statement der Sprecher Juda Engelmayer und Craig Rothfeld, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff vielleicht schon im Dezember

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder «sehr schnell nach der Jahreswende» mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. «Und dann wird das Impfen natürlich beginnen», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach dem EU-Videogipfel. «Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen.»

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Bundeskanzlerin Merkel ist Zuversichtlich, was die Entwicklung eines Covid-Impfstoffes angeht. (Bild: Keystone)
Eishockey: Zwei Davoser Spiele wegen Corona verschoben

Auf die National League kommen weitere Spielverschiebungen zu. Weil fünf Spieler des HC Davos positiv auf das Coronavirus getestet wurden, mussten die beiden Partien der Bündner vom Freitag gegen die SCL Tigers und vom Freitag nächster Woche gegen Fribourg-Gottéron verschoben werden. Bereits verschoben war die Partie vom Samstag gegen Lausanne; dieses Spiel wegen einer Quarantäne-Anordnung für die Waadtländer.

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Bars und Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dürfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fünf Wochen wieder öffnen. Für alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung am Donnerstag mit. Neben weiteren Einschränkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht.

(Bild: Keystone)
Genfer Restaurantbesitzer protestierten für Wiedereröffnung

Nahezu 600 Menschen demonstrierten am Donnerstagnachmittag auf der Plaine de Plainpalais auf Aufruf der Société des cafétiers restaurateurs et hôteliers de Genève (SCRHG). Die Teilnehmer an der Kundgebung forderten die sofortige Wiedereröffnung aller Betriebe, die seit dem 2. November auf Anordnung der Behörden geschlossen bleiben müssen.

(Video: Keystone)
Tschechien verlängert Corona-Notstand bis 12. Dezember

Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des Notstands aufgrund der Corona-Pandemie nur bis zum 12. Dezember zugestimmt. 54 der 103 anwesenden Abgeordneten waren am Donnerstag dafür. Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und Sozialdemokraten hatte sich für eine Dauer bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. Sie konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Es gebe gewisse Erfolge, aber die entscheidende Wende im Kampf gegen die Pandemie stehe noch aus, mahnte Regierungschef Andrej Babis.

Der Notstand gilt im stark von der Corona-Krise betroffenen Tschechien bereits seit dem 5. Oktober. (Bild: Keystone)
Slaloms in Levi ohne Schwedinnen

Die beiden Weltcup-Slaloms der Frauen in Levi finden am Wochenende ohne schwedische Fahrerinnen statt. Die gesamte Delegation wurde von den finnischen Behörden in Quarantäne geschickt.

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Schauspieler Michel Robin an Corona gestorben

Der französische Schauspieler Michel Robin, unvergesslich für seine Rolle in dem Schweizer Film «Les Petites Fuges», starb im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion.

Die Liste der französischen Regisseure, die mit Michel Robin arbeiteten, ist beeindruckend: Costa-Gavras, Claude Chabrol, Jean-Pierre Mocky, Alain Resnais, Francis Veber oder Jean-Pierre Jeunet. Zwei seiner grössten Rollen spielte Robin aber für das Schweizer Kino.

27 Freiburger Covid-Patienten ausserkantonal behandelt

In den letzten Wochen sind 27 an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten aus dem Kanton Freiburg in ausserkantonalen Spitälern behandelt worden, vor allem im Kanton Bern. Das hat die Freiburger Spitalgruppe HFR am Donnerstag bekanntgegeben.

Sie schreibt auch, die Zahl der wegen Covid-19 hospitalisierten Personen sinke in den HFR-Spitälern. Laut den online zur Verfügung stehenden Zahlen verringerten sie sich vom Spitzenwert von 182 Personen am 6. November auf 123 am (gestrigen) Mittwoch.

«TIME» Magazin kürt Covid-19-Dashboard der Johns Hopkins Universität

Das «TIME»-Magazin hat das Covid-19-Dashboard des Coronavirus Resource Center der Johns Hopkins Universität zu einer der besten Erfindungen des Jahres 2020 gekürt. Die jährliche Liste des Magazins wurde am Donnerstag bekannt gegeben und würdigte 100 bahnbrechende Erfindungen.

Phase-II-Studie: AstraZeneca-Impfstoff mit vielversprechenden Daten

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca hat Forschern zufolge in klinischen Tests der Phase II auch bei Älteren vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Das berichtet ein Team um Mitarbeiter der Oxford Vaccine Group, die das Präparat entwickelt hat, im Fachmagazin «The Lancet».

In der Phase-II-Studie habe es sowohl bei Teilnehmern sowohl unter als auch über 56 Jahren eine gute Immunantwort gegeben, schreibt das Team. Das an der Universität Oxford entwickelte Vakzin sei von älteren Menschen besser vertragen worden als von jüngeren. Den Angaben zufolge waren rund 240 der insgesamt 560 gesunden Studienteilnehmer über 70 Jahre alt.

Das Vakzin ChAdOx1 von AstraZeneca gilt als aussichtsreicher Kandidat unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. (Bild: Keystone)
US-Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für Corona-Heimtest

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit.

«Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren», sagte FDA-Chef Stephen Hahn. Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich. Bei deutschen Experten stösst das Verfahren aus Skepsis – vor allem weil Laien die Proben entnehmen.

Wer den Test nutzt, muss mit einem Stäbchen eine Probe aus der Nase entnehmen, dieses dann in ein Röhrchen legen und das Röhrchen wiederum in einem Testmodul befestigen. In maximal 30 Minuten zeige das Display des Testmoduls dann ein positives oder negatives Ergebnis an, heisst es von der FDA.

Auf den Markt kommen soll der Test in Florida und Kalifornien in der nahen Zukunft und landesweit im Frühling.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. (Bild: Keystone)
Zu wenige Taxi-Fahrten: Londoner Black Cabs stehen auf Wiesen

In der Corona-Krise leiden die Londoner Taxi-Fahrer mit ihren berühmten Black Cabs stark unter der sinkenden Nachfrage. Die Zahl der registrierten Fahrzeuge ist innerhalb von fünf Monaten um etwa ein Fünftel gesunken.

Waren es am 7. Juni noch von 18’900 Taxis so sind es noch 15’000 am 8. November, wie die Verkehrsbehörde mitteilte. Unternehmen, die die Taxis an Fahrer vermieten, haben bereits Wiesen und Autoparkplätze ausserhalb der britischen Hauptstadt angemietet, um dort nicht benötigte Fahrzeuge zu parken.

Deutsche Experten hoffen auf die Corona-Trendwende

Mehr als zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns in Deutschland haben sich die Corona-Infektionszahlen aus Sicht des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) auf hohem Niveau stabilisiert.

«Sie steigen aktuell nicht weiter. Das ist eine gute Nachricht», sagte der Chef der Bundesbehörde, Lothar Wieler, am Donnerstag in Berlin. «Wir wissen aber nicht, ob das schon eine Trendwende ist.» Das bleibe abzuwarten.

Die Lage in Deutschland sei weiterhin sehr ernst, betonte Lothar Wieler am Donnerstag. (Archivbild: Keystone)

Am Donnerstag meldete das RKI rund 22’600 nachgewiesene neue Infektionen innerhalb eines Tages. 13’370 Menschen sind nach den Daten in Deutschland seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, zuletzt wurden deutschlandweit 215 Todesfälle binnen eines Tages erfasst.

Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe zieht unerwartet an

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigt überraschend wieder. Insgesamt stellten vorige Woche 742’000 Amerikaner einen solchen Antrag auf staatliche Stütze und damit 31’000 mehr als eine Woche zuvor.

Dies teilte das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang auf 707’000 gerechnet.

Der schwächelnde Arbeitsmarkt ist eine der grössten Herausforderungen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Wegen der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur 12,1 Millionen zurückgewonnen wurden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigt überraschend wieder. (Bild: Keystone)
BAK-Chefökonom erwartet dank Impfstoff Aufschwung Mitte 2021

Für die Schweizer Wirtschaft ist der Durchbruch bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff eine gute Nachricht. Bis aber tatsächlich auch eine konjunkturelle Wirkung dieses Fortschrittes zu spüren sein wird, dürfte es gemäss den Ökonomen des Forschungsinstituts BAK Economics noch eine ganze Weile dauern.

US-Airlines fordern erneut Staatshilfen - Brief an US-Kongress

Die von der Corona-Krise gebeutelten US-Fluggesellschaften dringen auf weitere Staatshilfen. In einem Brief an den US-Kongress forderte der Lobby-Verband Airlines for America ein neues Hilfsprogramm zur Fortzahlung von Löhnen und Gehältern.

Die Branche hatte bereits im März ein milliardenschweres Hilfspaket erhalten, das jedoch Ende September ausgelaufen war. Auf eine Verlängerung hatte sich die Politik vor den Präsidentschaftswahlen nicht einigen können. Das Hickhack um den Ausgang der Wahlen erschwert die Verhandlungen zwischen den Parteien nun weiter.

Plasma wirksam bei einem immungeschwächten Covid-19-Patienten

Eine Behandlung mit Plasma hat sich bei der Heilung eines immungeschwächten Covid-19-Patienten im Universitätsspital Chuv in Lausanne als besonders wirksam erwiesen. Der 74-jährige Mann erhielt Transfusionen von Rekonvaleszenzplasma, Plasma aus dem Blut von genesenen Covid-19-Patienten.

Deutsche Eishockey Liga startet Mitte Dezember

Nach mehr als neunmonatiger Pause startet die Deutsche Eishockey Liga am 17. Dezember doch noch in eine neue Spielzeit. Darauf einigten sich die 14 DEL-Klubs, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten.

Die DEL wird ihren Meister 2021 in einem ungewohnten Modus mit einer Gruppeneinteilung in Nord und Süd küren. Anstatt 52 Hauptrundenspiele gibt es in diesem Winter nur 38, gespielt werden soll an mehreren Wochentagen. Auch Playoffs sind geplant. Auf einen Absteiger, den es ursprünglich erstmals in der kommenden Saison wieder geben sollte, wird verzichtet.

Im März hatte die DEL die Vorsaison aufgrund der Coronavirus-Krise vor den Playoffs abgebrochen, ohne einen Meister zu küren.

Corona-Mutation mit Schlachtung von Nerzen «ausgemerzt»

In Dänemark gibt die Regierung Entwarnung: Die mutierte Version des Coronavirus sei mit der Notschlachtung von Millionen von Nerzen «ausgemerzt». Dies berichtet NTV. Seit 15. September habe es keinen neuen Infektionsfall mehr gegeben, erklärte das Gesundheitsministerium.

Die dänische Regierung hatte Anfang November die Keulung der rund 17 Millionen Nerze im Land angeordnet. Dies nachdem auf einigen Zuchtfarmen im Norden Jütlands eine mutierte und auf den Menschen übertragbare Form des Coronavirus nachgewiesen worden war. Es bestand die Gefahr, dass die Mutation «Cluster 5» künftige Impfungen unwirksam machen könnte.

 

Die Corona-Mutation sei nach dem Töten aller Nerze im Land «ausgemerzt», wie die dänische Regierung mitteilt. (Bild: Keystone)

OECD-Bericht: Corona macht Schwächen in Gesundheitssystemen sichtbar

Die Corona-Pandemie hat gravierende Schwachstellen in Gesundheitssystemen und die unzureichende Vorbereitung vieler europäischer Länder auf eine Gesundheitskrise offenbart.

Staaten müssten vor allem mehr in ihr Gesundheitspersonal investieren, heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Sitz in Paris. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass Länder, die in der Lage sind, schnell auf die Krise zu reagieren, kostspielige weitgehende Corona-Beschränkungen möglicherweise vermeiden können.

Corona-Ausbruch im Gefängnis von Assange

Im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt, gibt es einen Corona-Ausbruch.

Viele Insassen haben dem 49-Jährigen zufolge behördliche Schreiben erhalten, in denen sie über Covid-19-Fälle informiert worden seien. Sport und auch das Duschen sind demnach verboten worden, Mahlzeiten dürfen nur noch in Zellen eingenommen werden.

Im Gefängnis von Julian Assange gab es einen Corona-Ausbruch. (Bild: Keystone)

Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in der Haftanstalt. Die Anwältin Stella Moris, mit der er zwei kleine Kinder hat, äusserte sich «extrem besorgt». Ihr Partner sei ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen. Ein offizieller Vertreter des Gefängnisses bestätigte «eine Anzahl von positiven Fällen». Es soll ein Flügel betroffen sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. In Grossbritannien gibt es in vielen Haftanstalten Corona-Infektionen. Weitere Details gibt es hier.

Deshalb nutzen so wenige die Corona-Warn-Apps
 
Eine Umfrage der ZHAW zeigt, weshalb so wenige Menschen die Covid-Warn-Apps nutzen. (Bild: Keystone)

Angst vor Überwachung, nicht wahrgenommener Nutzen oder fehlendes Interesse: Das sind einige der Gründe, wieso Menschen die Corona-Warn-Apps nicht installieren.

Das zeigt eine Umfrage der ZHAW in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Forschenden befragten im September über 3000 Personen in den drei deutschsprachigen Alpenländern. Sie untersuchten die Vorbehalte der Menschen gegenüber den Smartphone-Apps, die über mögliche Kontakte mit Infizierten informieren. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Zwei St. Galler Spieler in Isolation

Lukas Görtler und Alessandro Kräuchi vom FC St. Gallen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die zwei Spieler, die seit dem Auftreten von Symptomen keinen Kontakt zum Team gehabt haben, befinden sich in Isolation.

Nach Absprache mit dem Kantonsarztamt führt die Super-League-Mannschaft das Training wie bisher unter Einhaltung des Schutzkonzepts fort.

Kanton Bern verlängert seine Corona-Massnahmen bis 7. Dezember
 

Im Kanton Bern werden die Corona-Massnahmen verlängert. (Bild: Keystone)

Im Kanton Bern bleiben Museen, Kinos und Konzertlokale bis 7. Dezember geschlossen. Die Berner Regierung hat nach einer Lagebeurteilung beschlossen, die Corona-Massnahmen bis zu diesem Datum zu verlängern.

Die im Kanton Bern geltenden, teilweise über die Regeln des Bundes hinaus gehenden Massnahmen waren bis 23. November befristet. Wie die Kantonsregierung am Donnerstag vor den Medien bekanntgab, hat sie angesichts der nach wie vor hohen Fallzahlen beschlossen, die Massnahmen um gut zwei Wochen zu verlängern.

Die Regierung hoffe, steht in einer Mitteilung, in zwei bis drei Wochen Lockerungen «in Richtung der Bundesmassnahmen beschliessen zu können».

Eine Ameisenforscherin untersucht Mini-Pandemien

Wie entwickeln sich Pandemien und mit welchen Massnahmen lässt sich deren Verbreitung bremsen? Epidemiologische Modelle geben Antworten. Ob diese auch tatsächlich stimmen, will eine Evolutionsbiologin mit ungewöhnlichen Probanden überprüfen: sechsbeinigen Krabblern. Alles zur Ameisen-Studie erfahren Sie hier.

 

Mit Farben werden Ameisen für Forschungsarbeiten gekennzeichnet: Mit ihnen sollen epidemiologische Modelle überprüft werden. (Bild: Keystone)

Schnuppertage an der Uni Bern diesmal im Internet

Die traditionellen Bachelor-Informationstage der Uni Bern finden dieses Jahr coronabedingt im Internet statt. Über 3500 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus der ganzen Schweiz können sich am 1. und 2. Dezember ein Bild vom Hochschulbetrieb machen.

Bei einem virtuellen 360-Grad-Rundgang durch die Uni-Räumlichkeiten können sie rund 40 Bachelorstudiengänge kennenlernen, live mit Studierenden sowie Professorinnen und Professoren chatten und dabei Informationen rund ums Studium sammeln. Das teilte die Uni Bern am Donnerstag mit.

WHO Europa: Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa.

In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Vergangene Woche seien mehr als 29 000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

In Europa sind in den letzten zwei Wochen die Todesfälle in Folge einer Corona-Erkrankung stark gestiegen. (Symbolbild: Keystone)

Dass derzeit pro Tag 4500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um Sterbefälle zu vermeiden.

Mehr dazu hier. 

Bundesrat Berset lobt Tessiner Effizienz im Gesundheitswesen

Innenminister Alain Berset am Donnerstag auf einem Besuch in Lugano den Teamgeist im Tessiner Gesundheitswesen während der Coronavirus-Pandemie gelobt. Der Südkanton nehme in der gegenwärtigen Krise eine Pionierrolle ein.

«Der Bundesrat hat durch den intensiven Austausch mit dem Tessin während der ersten Welle sehr viel gelernt», sagte Bundesrat Alain Berset am Donnerstagmittag vor den Medien im Luganeser Palazzo Civico.

Er habe am Vormittag die Spitäler Ospedale Italiano und Clinica Moncucco besucht und sei beeindruckt vom «grossen Engagement» der Mitarbeitenden, sagte Berset weiter. Alles zu Bersets Besuch im Tessin finden Sie hier.

Anzahl der Neuinfektionen innert Wochenfrist um 23 Prozent gesunken

Vom 9. bis 15. November hat das BAG insgesamt 39’339 neue laborbestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet, gegenüber 51’380 in der Vorwoche. Damit ist in der Woche 46 die Anzahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um 23,4 Prozent gesunken.

Die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen sank in 22 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht schreibt. In vier Kantonen, darunter die beiden Basel sowie Obwalden und Uri nahm sie zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das BAG meldete diese Woche fast einen Viertel weniger Infektionen mit dem Coronavirus als noch in der Woche davor. (Bild: Keytone)

EZB-Präsidentin Lagarde deutet erneut Lockerung der Geldpolitik an
Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte angesichts der zweiten Corona-Welle auf eine zusätzliche Lockerung ihrer schon sehr lockeren Geldpolitik zusteuern. Auf der nächsten Zinssitzung im Dezember werde die Notenbank ihre Instrumente auf Basis aktueller Informationen anpassen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag vor einem Ausschuss des EU-Parlaments. Sie bekräftigte damit frühere Äusserungen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutet erneut die Lockerung der Geldpolitik an. (Bild: Keystone)

Lagarde wurde jedoch etwas deutlicher als noch vor wenigen Wochen. Auf die erste Corona-Welle im Frühjahr habe die Notenbank schnell und kraftvoll reagiert. Dieses Vorgehen sei sehr erfolgreich gewesen. «Wir werden die aktuelle Phase der Krise mit demselben Ansatz und derselben Entschlossenheit angehen», kündigte Lagarde an. Der Euro fiel nach den Bemerkungen auf ein Tagestief zum US-Dollar.

Dänemark führt regionales Modell für Reisebeschränkungen ein

Dänemark will bei seinen Reisebeschränkungen für europäische Länder künftig nicht mehr die Corona-Zahlen des ganzen Landes zugrundelegen.

Stattdessen werde ab Anfang Dezember ein regionales Modell als Basis für die Massgaben für EU- und Schengenländer einschliesslich Grossbritannien eingeführt, teilte das dänische Aussenministerium am Donnerstag mit. Dies solle Reisen in Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen ermöglichen, aber auch Reisen in Risikogebiete in Ländern mit ansonsten verhältnismässig guter Corona-Lage verhindern.

UBS-Aktionäre stimmen Ausschüttung von zweiter Dividendentranche zu

Die Aktionäre der Grossbank UBS haben am Donnerstag an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Ausschüttung der zweiten Dividendentranche für das Geschäftsjahr 2019 zugestimmt. 99,5 Prozent der Aktionäre stimmten dem entsprechenden Antrag zu, wie dem im Anschluss veröffentlichten Protokoll zu entnehmen ist.

Die UBS-Aktionäre genehmigten am Donnerstag die Ausschüttung einer zweiten Dividendentranche. (Bild: Keystone)

Die Dividendenzahlung von insgesamt 0,73 US-Dollar pro Aktie war wegen der Corona-Krise auf Druck der Finanzmarktaufsicht Finma zweigeteilt worden. Die UBS-Aktionäre erhalten nun die zweite Hälfte der Dividendenzahlung von 0,365 Dollar per 27. November ausbezahlt. Die Ausschüttung erfolgt – wie bereits bei der Ausschüttung der ersten Hälfte im Mai 2020 – zu 50 Prozent aus der Kapitaleinlagereserve und zu 50 Prozent aus den Gewinnreserven.

Corona-infizierte Frau im Koma bekommt Zwillinge

Kleines Wunder in der Corona-Krise: Eine an Covid-19 erkrankte Britin hat während eines vierwöchigen Komas Zwillinge zur Welt gebracht. Als sie 16 Tage nach dem Kaiserschnitt wieder zu Bewusstsein kam, erzählten Ärzte ihr von dem Nachwuchs.

«Ich konnte es nicht glauben», sagte die Mutter, Perpetual Uke, die als Rheuma-Expertin in einem Krankenhaus in Birmingham arbeitet. Die ganze Geschichte gibt es hier.

Neuenburg verlängert Corona-Massnahmen bis zum 6. Dezember
 

Wegen der angespannten Gesundheitslage im Kanton werden die Massnahmen gegen das Coronavirus in Neuenburg verlängert. (Bild: Keystone)

Der Kanton Neuenburg verlängert die Massnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bis zum 6. Dezember. Die Kantonsregierung fordert die Bevölkerung auf, sich weiterhin an die Regeln zu halten, damit die Restaurants ab dem 7. Dezember wieder öffnen können.

Auch wenn ein Rückgang der Ansteckungen festzustellen sei, bleibe die Gesundheitslage sehr angespannt, teilte der Kanton Neuenburg am Donnerstag mit. Insgesamt wurden 868 Personen in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Virus getestet, gegenüber 1571 in der Vorwoche. Alles dazu lesen Sie hier.

Geldstrafe für Corona-Gegner wegen Beleidigung von Minister

Für die Beleidigung von des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn zahlt ein Gegner der Corona-Massnahmen eine Geldstrafe von 2800 Euro.

Der Mann habe keinen Einspruch gegen den Strafbefehl der Kölner Staatsanwaltschaft eingelegt, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit sei das Verfahren abgeschlossen und es komme nicht zum Prozess.

Berlin erwartet keine rasche Einigung im EU-Haushaltsstreit

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel rechnet nach dem Veto Ungarns und Polens nicht mit einer raschen Lösung im Streit über das europäische Haushaltspaket.

«Eine Einigung ist heute nicht zu erwarten», sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin. Merkel und die anderen EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Abend (18.00 Uhr) über einen möglichen Ausweg aus der Krise beraten.

 

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel rechnet nicht mit einer raschen Einigung im EU-Haushaltstreit. (Bild: Keystone)

Bei der Videokonferenz stehe die gemeinsame Herausforderung durch die Corona-Pandemie im Mittelpunkt, betonte der Regierungssprecher. Ausserdem werde die deutsche EU-Präsidentschaft über die erreichten Fortschritte und noch bestehenden Bedenken bei den Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen, das EU-Aufbaupaket in der Corona-Krise und den Konditionalitätsmechanismus berichten.

Kroatiens Gesundheitsminister an Corona erkrankt

Der kroatische Gesundheitsminister Vili Beros ist am Coronavirus erkrankt. Der Politiker habe Fieber, fühle sich aber sonst gut, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Tomislav Dulibic, am Donnerstag bei einer Regierungssitzung.

Demnach hat ein Test ergeben, dass sich Beros mit dem Coronavirus angesteckt hat. In den vergangenen zwei Tagen habe er weder Regierungschef Andrej Plenkovic noch andere Kabinettsmitglieder getroffen, hiess es.

5007 neue Corona-Fälle in der Schweiz

Das BAG meldet 5007 neue Fälle und 79 weitere Todesfälle.

Die Positivitätsrate liegt bei 18,6 Prozent. 221 Menschen mussten ins Spital. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Busse wegen Missachtung von Isolation in Grenchen SO

Eine junge Frau, die Ende Juni in Grenchen SO eine angeordnete Covid-19-Isolationsmassnahme missachtet hatte, ist zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt worden. Ausserdem muss sie die Verfahrenskosten von 400 Franken bezahlen.

Die Staatsanwaltschaft habe den entsprechenden Strafbefehl erlassen, teilte der Anwalt der Frau am Mittwochabend mit. Diese war am 22. Juni positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hielt sich trotz einer bis und mit 1. Juli angeordneten Isolation am 27. Juni an zwei Veranstaltungen in Grenchen auf. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Skeptiker wollen Strafanzeige gegen Berset erstatten

Trotz steigenden Fallzahlen halten die Corona-Skeptiker an ihren Vorstellungen fest. Nun gehen sie einen Schritt weiter und reichen Anzeigen gegen den Bundesrat ein. Fünf Anzeigen wegen «Nötigung» und der «Schreckung der Bevölkerung» seien bereits gegen Gesundheitsminister Alain Berset und Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eingegangen, wie «20 Minuten» berichtet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 
Der maskenlose Protest mit Schildern scheint den Corona-Skeptikern nicht zu reichen. Nun reichen sie Strafanzeigen gegen den Bundesrat ein. (Bild: Keystone)
Gastronomie im Aargau soll Heizpilze im Freien einsetzen dürfen

Restaurants und Bars im Aargau sollen im Freien Heizpilze einsetzen dürfen. Mit dieser Massnahme will der Regierungsrat die von der Corona-Pandemie betroffene Gastronomiebranche im Winter 2020/21 unterstützen. Alle Details gibt es hier.

 
Der Aargauer Regierungsrat will der Gastronomie im Aargau Heizpilze erlauben. (Symbolbild: Keystone)
Bankkunden nutzen während Corona-Krise häufiger das Internet

Während der Corona-Krise haben Schweizerinnen und Schweizer vermehrt das Internet für Finanztransaktionen genutzt. Viele Bankkunden liebäugeln gar mit dem Wechsel zu einer reinen Digitalbank.

Jeder Dritte in der Schweiz habe seit Ausbruch der Pandemie Bankgeschäfte häufiger online oder über eine App abgewickelt, kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Kreditkartenkonzerns Mastercard zum Schluss. Europaweit nutzten gar 42 Prozent der Befragten für Banktransaktion vermehrt digitale Kanäle..

Zweite Corona-Welle in Österreich besonders schlimm in Heimen

Die zweite Corona-Welle tritt in Österreich ganz besonders Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

In mehreren Bundesländern kamen zwischen 1. Oktober und 12. November mehr als 80 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen aus solchen Heimen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten parlamentarischen Anfrage an das Gesundheitsministerium hervorgeht.

 

Die zweite Welle trifft Pflegeheime in Österreich besonders hart. (Symbolbild: Keystone)

Insgesamt waren nach diesen Angaben seit Beginn der Pandemie bis zum 12. November 38 Prozent der Corona-Todesopfer Heimbewohner, insgesamt gut 600 Menschen. Die Hälfte von ihnen starb aber seit Anfang Oktober. Von den insgesamt etwa 1800 Toten waren 1150 über 75 Jahre alt.

Vier-Länder-Turnier in Visp abgesagt

Das vom 14. bis 18. Dezember in Visp vorgesehene Vier-Länder-Turnier findet nicht statt. Die Verantwortlichen von Swiss Ice Hockey haben sich aufgrund der aktuellen Situation zur Absage entschieden.

Teilnehmer im Wallis wären neben der Schweiz Lettland, Norwegen und die Slowakei gewesen. Für jede Mannschaft wären zwei Partien vorgesehen gewesen. Das Team von Nationaltrainer Patrick Fischer wird die zwei Spiele im kommenden Frühjahr im Rahmen der Vorbereitung auf die in Weissrussland und Lettland geplante Weltmeisterschaft nachholen.

Aargauer SVP-Nationalrat Glarner positiv auf Corona getestet

Nationalrat Andreas Glarner, Präsident der SVP Aargau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich nun in Isolation.

Seit einigen Tagen habe Glarner an hartnäckigen Grippesymptomen gelitten, teilte die SVP Aargau am Donnerstag mit. Die Symptome seien jedoch am Abklingen. Weil er am Donnerstag als Präsident eine Sitzung der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates hätte leiten sollen, habe Glarner sich vorsichtshalber testen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wurde positiv auf das Coronavirus getestet: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. (Bild: Keystone)

Daten zu Corona-Impfstoff von AstraZeneca vor Weihnachten erwartet

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher «und es wird definitiv vor Weihnachten sein», sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, am Donnerstag dem Sender BBC.

Auch bei AstraZeneca sehen die bisherigen Impfstoff-Daten vielversprechend aus. (Bild: Keystone)

Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut. Der Impfstoff werde von Menschen über 55 Jahren sehr gut vertragen.

Nach Daten die in der medizinischen Fachzeitschrift «Lancet» veröffentlicht wurden, erzielte der Impfstoff vielversprechende Ergebnisse unter älteren Erwachsenen über 70 Jahren. Diese sind bei einer Infektion besonders gefährdet. Das Vakzin erzeugte demnach eine starke Immunantwort. AstraZeneca gehört neben der deutschen Biotechfirma BioNTech mit ihrem US-Partner Pfizer und dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff. Alles zum Thema gibt es hier.

Afrika überschreitet Zwei-Millionen-Marke bei Corona-Fällen

Afrika hat laut der Afrikanischen Union (AU) die Marke von zwei Millionen nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. 2’013’388 Fälle wurden bislang auf dem Kontinent dokumentiert, wie Zahlen der Gesundheitsorganisation der AU, der Africa CDC, am Donnerstag zeigten. 48’408 Menschen seien bislang gestorben. Demnach stellt Südafrika mit rund 760’000 Fällen den Grossteil der registrierten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Weitere Schwerpunktländer sind Marokko, Ägypten, Nigeria oder Algerien. Nach Expertenansicht liegt die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch weitaus höher. Die Hintergründe dazu gibt es hier.

In Afrika wurde die Marke von zwei Millionen Corona-Fällen überschritten. (Bild: Keystone)

Uhrenexporte sinken im Oktober weiterhin
Schweizer Uhrenexporte sinken im Oktober weiter, aber nicht mehr ganz so stark wie in den Vormonaten. (Symbolbild: Keystone)

Die Exporte von Schweizer Uhren sind im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat erneut zurückgegangen, allerdings nicht mehr ganz so stark wie in den Monaten davor. Auftrieb geben der Branche die im Vergleich zum Vorjahr wachsenden Bestellungen in China und neuerdings auch in Hongkong.

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Oktober auf 1,88 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Dienstag mitteilte. Damit sind die Ausfuhren nominal um 7,1 Prozent zurückgegangen. Im September und August sanken sie um jeweils 12 Prozent, noch drastischer war der Einbruch in den Monaten davor. Alles zum Thema finden Sie hier.

Mehr als 22’000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22’609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17 561), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht.

Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21’866 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23’542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

In Deutschland wurden am Donnerstag erneut über 22’000 Corona-Fälle verzeichnet. (Bild: Keystone)

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 855’916  nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 251 auf insgesamt 13’370. Das RKI schätzt, dass rund 562’700 Menschen inzwischen genesen sind.

Schweizer Exporte sinken im Oktober erneut

Die Schweizer Exportwirtschaft hat im Oktober einen weiteren Dämpfer erlitten. Die Ausfuhren sanken wie schon im Vormonat.

Konkret nahmen sie gegenüber September saisonbereinigt um 0,4 Prozent auf 17,80 Milliarden Franken ab. Real – also preisbereinigt – resultierte eine Abnahme um 0,5 Prozent, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Schon im Vormonat hatten sich die Exporte leicht zurückgebildet, nachdem sie sich davor während dreier Monate zum Teil fulminant vom Corona-Einbruch erholt hatten.

 

Die Schweizer Exporte sinken im Oktober um 0,4 Prozent. (Bild: Keystone)

Thyssenkrupp streicht nach Milliardenverlust weitere 5000 Stellen

Der kriselnde Industriekonzern Thyssenkrupp setzt nach einem Milliardenverlust weiter den Rotstift an: So sollen zusätzlich 5000 Arbeitsplätze in den kommenden drei Jahren wegfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Essen mit.

Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei nicht ausgeschlossen. Thyssenkrupp hatte bereits im Frühjahr 2019 den Abbau von 6000 Stellen angekündigt, von denen 3400 bereits gestrichen wurden.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 (per 30. September) rutschte der Konzern tief in die roten Zahlen. Dabei liefen vor allem das Stahl- sowie das Zuliefergeschäft schwach, nachdem im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Nachfrage vor allem aus der Automobilindustrie eingebrochen war. Ohne das mittlerweile verkaufte Aufzugsgeschäft musste der Konzern einen bereinigten operativen Verlust (Ebit) im fortgeführten Geschäft von 1,6 Milliarden Euro hinnehmen.

Sika-Chef hält auch während zweiter Corona-Welle an den Zielen fest

Sika-Chef Paul Schuler hält an den für das laufende Geschäftsjahr formulierten Zielen fest, trotz anhaltender Coronar-Krise. «Der Umsatz wird wegen der Verluste auf Währungen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgehen, und der operative Gewinn auf Stufe EBIT sollte in etwa auf Vorjahr zu liegen kommen», sagte er in einem Interview mit der Plattform «The Market» vom Donnerstag. Ohne Wechselkurseffekte wäre Sika gar auf Rekordkurs.

Paul Schuler, CEO Sika, hält trotz der zweiten Corona-Welle an den Zielen seines Unternehmens fest. (Bild: Keystone)

Sika sei gut aufgestellt, ist Schuler mit Blick auf die zweite Pandemie-Welle überzeugt. «Selbst wenn es zu flächendeckenden Schliessungen von Baustellen und Autofabriken käme, würde das wahrscheinlich keinen allzu grossen Einfluss mehr auf unser Geschäft in diesem Jahr haben.»

Was bisher geschah

Ältere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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