Winterexpedition in Patagonien (Bild: Siegrist)
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Balance-Akt zwischen Drama und Triumph

Das Gefühl von Freiheit ist wohl nirgends spürbarer als beim Sport in den Bergen. Es gibt auch diejenige, die sich ihren Kick fernab präparierter Pfade suchen.

Ob auf zwei Brettern die Piste hinunter sausen oder steile Gipfel hochklettern: Das Gefühl von Freiheit ist wohl nirgends spürbarer als beim Sport in den Bergen, für viele auf der Skipiste oder beim Bergsteigen auf markierten Wegen. Doch gibt es auch diejenigen, die sich ihren Adrenalin-Kick fernab präparierter Pfade suchen. Einer davon ist der Schweizer Profi-Alpinist Stephan Siegrist.

Erstbesteigungen auf allen sieben Kontinenten, die Besteigung «der grossen Nordwände der Alpen» und weitere herausragende Expeditionen im Himalaya, im Kaschmir, in Patagonien und in der Antarktis gehören zu seinem Leistungsausweis. Das Erlebnis mit Freunden, in Kombination mit der Ästhetik der Landschaften und anderer Kulturen, ist für Stephan Siegrist ebenso wichtig, wie die Leistung. Aus diesem Grund zieht es ihn auch des Öfteren in abgeschiedene Regionen dieser Welt. «Das Kaschmir-Gebirge mit seinen anspruchsvollen Bergen ziehe ich dem Mount Everest vor», so Siegrist.

Zehnkampf unterhalb der Todeszone

Hinter dem Extrembergsteigen steckt mehr, als für den Laien erkennbar ist. Trekking, Fels-, Eis-, und Artif-Klettern, Biwakieren, Materialtransport und das bei ständig wechselnden äusseren Umständen – der Alpinismus gleicht einem Zehnkampf am Berg. Erfolgreiches Extrembergsteigen geht aber über die körperliche und technische Komponente hinaus. Gezeigt hat dies die Expedition von Stephan Siegrist gemeinsam mit seinen Bergsteiger-Kollegen Thomas Huber und Julian Zanker am Cerro Kishtwar (6155m, Indien) im Oktober 2017: Die drei Bergsteiger haben sich, nachdem sie bereits mehrere Tage an der Nordwestwand verbracht haben, schweren Herzens dazu entschieden, den Aufstieg vorerst abzubrechen. Ein Entscheid, der schlussendlich auf Erfahrung, Vernunft und Mut zurückzuführen ist. Dass man wie so oft im Leben einen Schritt zurück gehen – und im Basislager ein wenig Yoga praktizieren – muss, um wieder zwei nach vorne zu gehen hat sich für die drei Alpinisten bewahrheitet. Wenige Tage nach ihrem Abbruch bestiegen sie den Gipfel doch noch erfolgreich via Erstbegehung über die Nordwestwand des Cerro Kishtwar.

Die Abenteuer des Stephan Siegrist zählen noch viele weitere erfolgreiche Episoden. Dabei sind es vor allem technisch herausfordernde Gipfel, die ihn anspornen. So mag er Expeditionen zu besteigungsungünstigen Jahreszeiten, wie zum Beispiel Winterbesteigungen in Patagonien.

Gemeinsam mit der Rennbahnklinik hoch hinaus

Nun steht Stef, wie er von seinen Bergsteiger-Kollegen genannt wird, vor seinem nächsten grossen Projekt: gemeinsam mit den beiden deutschen Profi-Bergsteigern Alexander und Thomas Huber arbeitet Stephan Siegrist an einer neuen Route in den Alpen – in Gedenken an seine verstorbenen Freunde. Mit dabei ist auch die Rennbahnklinik, die als neuer Medical Partner von Stephan Siegrist mitunter für das medizinische Wohl und die diagnostische Betreuung des Bergsteigers verantwortlich ist.

Nebst der Behandlung orthopädischer Traumata, derer die den schnellsten Weg auf einem oder zwei Brettern ins Tal suchen, unterstützt die Rennbahnklinik nun Stephan Siegrist, dessen Ziel es ist, möglichst sicher auf den anspruchsvollsten Gipfeln dieser Welt anzukommen.

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