Der Grosse Rat fordert eine direkte S-Bahn-Verbindung von der Baselbieter Agglomeration zum Badischen Bahnhof. (Bild: Keystone)
Basel

Regierung muss vorgezogene Pharma-Express-S-Bahn prüfen

Der Grosse Rat hat die Regierung beauftragt, die Realisierung einer umsteigefreie S-Bahn-Verbindung vom Rhein- und Ergolztal zum Badischen Bahnhof zu prüfen.

Der Grosse Rat hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss mit 66 zu 4 Stimmen überwiesen. Die Verbindung soll als Übergangslösung bis zur Realisierung des Grossprojekts S-Bahn-Herzstück dienen, das voraussichtlich erst in 20 bis 25 Jahren realisiert werde, heisst es im Vorstoss. Damit könnten von der Agglomeration her kurz- bis mittelfristig die gewichtigen Arbeitsgebiete im östlichen Kleinbasel schneller und bequemer erreicht werden.

Eine Direktverbindung zu Hauptverkehrszeiten ohne Umweg könnte auch den Bahnhof SBB entlasten, heisst es weiter. Ohne Richtungswechsel oder dem Zwang, im Bahnhof SBB umsteigen zu müssen, würde sich die Fahrzeit aus der Agglomeration zu den Arbeitsplätzen rund um das Roche- und Syngenta-Areal um rund 15 Minuten verkürzen.

Um die vorgeschlagene Tangentialverbindung von Muttenz zum Badischen Bahnhof zu ermöglichen, wäre in Muttenz eine neue Weichenverbindungen zur Güterzugstrecke ins Kleinbasel nötig. Diese Arbeiten könnten in die aktuellen umfassenden Ausbauten der Bahnstrecke zwischen Liestal und Basel eingebunden werden.

Der Vorstoss setzt auch auf die geplante neue S-Bahn-Haltestelle Solitude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Roche-Areal, auf dem in naher Zukunft neue Arbeitsplätze entstehen werden.

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