Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 18. November 2020.
Basel

Ist der Impfstoff da, wird wohl zuerst in den Spitälern geimpft

Das Basler Unispital sei bereit, falls im nächsten Jahr die Covid-19-Impfung kommt. Der Impfexperte Christoph Berger gibt Auskunft über die Lage.

In den letzten Tagen haben verschiedene Pharmafirmen Erfolgsmeldungen aus der Impfstoffforschung vermelden können. Noch ist jedoch keiner offiziell zugelassen. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat bereits mit dem Testen von drei Impfstoffkandidaten begonnen: «mRNA-1273» von Moderna, «AZD1222» von AstraZeneca und «BNT162b2» von Pfizer/BioNTech.

Das optimistischste Szenario sieht vor, dass im ersten Halbjahr 2021 die ersten Impfstoffe in der Schweiz ausgeliefert werden könnten. Zunächst würde wohl das Gesundheitspersonal und die Risikogruppen geimpft, meint Christoph Berger, seines Zeichen Immunologe am Universitätsspital Basel.

Entwicklung bei mRNA-Impfstoffen besonders schnell

Zurzeit sind die neuartigen, sogenannten mRNA-Impfstoffe besonders erfolgsversprechend. Damit diese gelagert werden können, brauche es aber Kühlschränke, die bis auf eine Temperatur von minus 80 Grad kühlen können.

«Wir haben am Unispital natürlich viele von denen», meint Berger. Diese würden für das Lagern von Proben gebraucht. Somit könnte dort der Impfstoff aufbewahrt und dann rasch mit der Impfung begonnen werden. Das Problem sieht Christoph Berger eher bei den Hausärzten, welche noch nicht mit den nötigen Geräten ausgestattet sind.

Angst vor neuartigem Impfstoff sei unbegründet

Mit dem mRNA-Impfstoff sollen die Zellen im Körper angeregt werden. Diese produzieren dann den eigentlichen Impfstoff gegen Covid-19. Aber gerade weil diese neuen Mittel so empfindlich sind, müsse man davor keine Angst haben. Die mRNA sei extrem instabil und würde im Körper relativ rasch wieder abgebaut sagt Berger. «Die mRNA ist auch nicht genetisches Material im Sinn von DNA» und daher wissenschaftlich betrachtet kaum bedenklich.

Welchem Impfstoff am Ende der Durchbruch gelingt, ist aber noch offen. Weltweit werde an rund 150 verschiedenen gearbeitet. Auch an solchen, welche auf herkömmlichen Technologien basieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel