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Ausführliches Interview mit Thomas Weber zur aktuellen Lage im Kanton Basellandschaft (Video: Telebasel)
Baselland

Situation auf Intensivstationen hinkt Berechnungen hinterher

Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber zur aktuellen Coronasituation und Massnahmen in der Vergangenheit.

Noch immer stehen die Kantone der Nordwestschweiz relativ gut da, was die Zahl an Corona-Erkrankten angeht. Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber äusserst sich im Videointerview ausführlich zur aktuellen Lage im Baselbiet.

Nordwestschweiz ergriff früh zusätzliche Massnahmen

Für die relativ guten Zahlen sei nicht nur die konsequente Zurückhaltung beim Küssen und Händeschütteln verantwortlich. Die vier Kantone Aargau, Solothurn, Basel-Stadt und Basellandschaft haben bereits im Juli weiterführende Massnahmen als der Bund beschlossen. Weber erwähnt Sektorenbeschränkungen, Obergrenzen für Besucher in Bars und Clubs, sowie die Ausweitung der Kontaktdatenerhebung. Somit konnte die Region dem Wachstum der Fallzahlen schon früh etwas entgegensetzen.

Aktuelle Massnahmen scheinen zu greifen

Mittlerweile kann man abschätzen, ob die neuen Massnahmen vom Bund und den Kantonen eine Wirkung erzielt haben. Die Sache sei immer noch etwas volatil, meint Weber, es gäbe noch immer Tage mit hohen Ausschlägen. Jedoch sei schweizweit ein Trend zur Abflachung zu sehen. «Das ist doch ein Anzeichen, dass es sicher nicht kontraproduktiv war, dass die Massnahmen doch wirken könnten», sagt Thomas Weber.

Kontrollen als wichtiger Bestandteil der Strategie

Ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie würden die seit dem Frühling durchgeführten Kontrollen leisten. Laut einer Mitteilung vom letzten Freitag haben das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit und das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bis Anfang November insgesamt 1’742 Covid-19-Kontrollen durchgeführt.

Für Weber sei wichtig, dass es dabei in erster Linie darum geht, fehlbare Betriebe zu Verbesserungen anzuregen. «Es ist nicht eine Kontrolle im Sinn von, wir wollen möglichst viele Leute büssen, sondern wir wollen, dass wirklich der Schutz der Bevölkerung da ist.»

Spitäler müssen Eingriffe bereits einschränken

Die Entwicklung auf den Baselbieter Intensivstationen sei noch nicht so schlimm, wie sie aufgrund von Modellrechnungen erwartet wurde. Zurzeit übernimmt das Bruderholzspital auch Corona-Patienten aus dem stärker betroffenen Stadtkanton.

Noch würden an den Baselbieter Spitälern reguläre Operationen durchgeführt. Aber einzelne Operationssäle seien bereits ausgesetzt worden, um das hochspezialisierte Personal anderweitig einzusetzen.

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