Gesundheitsökonom Willy Oggier. (Archivbild: Keystone)
Schweiz

Corona-Rebellen sollen im Zweifelsfall nicht auf Intensivstation behandelt werden

Der Gesundheitsökonom Willy Oggier fordert Konsequenzen für Corona-Rebellen. Bussen oder die Nichtbehandlung auf Intensivstationen sind für ihn Optionen.

Der renommierte Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier fordert, dass Corona-Rebellen stärker an die Kandare genommen werden. Es brauche eine sofortige gesetzliche Grundlage für saftige Ordnungsbussen, die ohne lange Verfahren ausgestellt werden könnten.

Auch private Sicherheitsdienste und die Bahnpolizei sollten solche Bussen verhängen können. Wer angezeigt werde, weil er die Abstands- und Hygiene-Regeln mutwillig missachte, solle die Verantwortung für sein Handel tragen, sagte Oggier in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Dienstagausgabe).

Vorgehen mit Signalwirkung

Er schlage vor, die Corona-Rebellen namentlich zu erfassen. Sie sollten im Zweifelsfall bei einer Infektion mit dem Coronavirus kein Bett auf der Intensivstation erhalten, falls es zu Engpässen komme. Ein solches Vorgehen könnte eine Signalwirkung haben. Oft brauche es einen Malus, damit das System funktioniere.

Im europäischen Vergleich der Massnahmen gegen das Coronavirus sollte sich die Schweiz ein Vorbild am österreichischen Kanzler Sebastian Kurz nehmen, sagte Oggier weiter. Kurz sei ein begnadeter Kommunikator. Auf der sachpolitischen Ebene finde er die geplanten Massentests auf das Coronavirus sinnvoll.

6 Kommentare

  1. Daumen hoch für Herrn Oggier!!! Ich bin der gleichen Meinung!!! Egoisten und Leugner gehören nicht in die Schweiz. Die können von mir aus dahin gehen wo der Pfeffer wächst!!!Report

  2. sorry, aber bei solchen dummen mitmenschen die immer noch den ganzen verlogenen schwachsinn glauben verzichte ich freiwillig auf ein intensivbett und sterbe! das glück werde ich aber wohl nicht haben, da es ja keine pandemie gibt und die wahrscheinlichkeit dass ich wegen einer grippe ein intensivbett brauche doch sehr gering ist!Report

  3. Demokratisch legitimierte Bussen finde ich gut.
    Dafür braucht es jedoch schnell eine Gesetzesgrundlage.
    Konsequenzen scheinen schon wichtig zu sein, wenn manche mutwillig das Wohl anderer gefährden und die Mehrheit sich an gemeinsame Regeln hält.Report

  4. Exzellent Herr Oggier und ein „Daumen hoch“ für Ihre Worte! Endlich spricht es jemand aus. Meine Worte, denn anscheinend klappt es mit der Eigenverantwortung traurigerweise, tatsächlich nicht. Auch bezüglich unserem Nachbarn Österreich, haben Sie recht. Es tut mir wirklich Leid für das Pflegepersonal, sei es Spitäler oder Pflegeheime, wo zum Teil Eure Eltern weilen oder Ihr selber mal davor steht. Meint ihr die Menschen sangen im ersten „Lockdown“ zum Spass für das Pflegepersonal auf dem Balkon. Ok, vermutlich schon vergessen….Report

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