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Der Telebasel News Beitrag vom 6. November 2020.
Basel

Heidi Mück wehrt sich gegen Vorwürfe aus eigenen Reihen

Seit der Nomination von Heidi Mück für den Regierungsrat ist der zweite Wahlgang lanciert. Ausgerechnet aus linker Seite stösst Mück jetzt auf Widerstand.

Die Sprengkandidatin Heidi Mück musste in den letzten Tagen Kritik einstecken. Vielen ein Dorn im Auge ist ihre Vergangenheit bei der Israel-Boykott-Bewegung BDS. Sie sei nicht geeignet für das Amt einer Regierungsrätin, sagen zum Beispiel der Ex-SP-Grossrat Tino Krattiger, Ex-SP-Parteipräsident Roland Stark oder der ehemalige grüne Grossratspräsident Markus Ritter. Zu radikal seien ihre Positionen.

Für Heidi Mück kommt das nicht überraschend und sie gibt ihren Kritikern Contra: «Meine Kritiker haben ja auch gezeigt mit der Unterstützung einer Kandidatur, die sich weit rechts positioniert, dass sie nicht für ihre Parteibasis reden.»

Aber vergrault Mück die gemässigten Linken? Für die Aussage hat sie nur ein müdes Lächeln übrig: «Ich mache seit bald 40 Jahren Politik und ich setze mich ein für den Mieterschutz für das Frauenhaus, für den Klimaschutz und für Jugendliche, für Kinder. Wenn das linksextrem sein soll, dann weiss ich also auch nicht, wie die Zukunft von Basel mit einer bürgerlichen Mehrheit aussehen soll.»

Esther Keller könnte profitieren

Gewinnerin dieses Zwists in den eigenen Reihen von Links-Grün könnte die GLP-Kandidatin Esther Keller sein. Mit ihrem soliden Resultat im ersten Wahlgang sind ihr durchaus Chancen zuzurechnen. Diese könnten sich mit der linken Unterstützung noch verbessern. «Es ist natürlich super, wenn sich jetzt auch Linke dazu aussprechen und sagen: Doch, Frau Keller ist für uns wählbar. Das kann schon einen entscheidenden Ausschlag geben für das Wahlergebnis am Sonntag.»

Bis am 29. November kann aber noch viel passieren. Das zeigen die ereignisreichen Tage seit dem Startschuss für den zweiten Wahlgang.

5 Kommentare

  1. Ich wählte unter anderem Heidi Mück. Ich kenne sie persönlich, unter anderem aus dem Mieterinnen- und Mieterverband. Ich schätzte stets sehr ihre Urteilskraft. Die offizielle israelische Politik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung hat Aspekte, die erhebliche Kritik notwendig machen. Dies gilt vor allem für die Siedlungspolitik. Anzustreben ist ein friedliches Zusammenleben zwischen israelischer und palästinensischer Bevölkerung. Diese Zielsetzung darf nicht als antisemitisch abgetan werden, auch wenn sie zu Kritik an der gegenwärtigen israelischen Politik führt.
    Jürg Meyer (SP)Report

  2. Ich war einmal Stolz ein Basel zu sein.
    Mit dieser Politik die jetzt herscht bin ich aufs Land gezogen. Und zahle meine Steuern lieber im Baselland.
    Heidi Mück war früher eine Demonstrantin auch bei den Saubannerzügen. Z.B Ajz Zenter Demos.
    Alte Stadtgärtnerei ect.Report

  3. Ich wünsche Frau Mück gute Nerven, um weiterhin unnötigen verbalen Angriffen standzuhalten. Bisher hat sie dies ausgezeichnet gemacht!Report

  4. Heidi Mück ist eine Verlegenheitslösung. Ich glaube nicht, dass sie die Fähigkeiten hat, ein Fachdepartement zu leiten. Auch nicht das Präsidialdepartement. Das hat nichts mit ihrer angeblich linksextremen Positionierung zu tun. Auch die beiden anderen Frauen Eymann und Keller sind nicht Top-Leaderinnen. Vielleicht wäre tatsächlich Beat Jans eine Wahl. Auf keinen Fall soll Basels Regierung bürgerlich werden. Die Bisherigen RR (inkl. Grüne und SP) sind schon genug auf bürgerlichem Kurs.Report

  5. Komischer Werbespot für Heidi Mück, die nicht wegen des Einsatzes für den Mieterschutz kritisiert wird, sondern wegen ihres Engagement für die Organisation BSD. Das wischt ihr unter den Teppich.Report

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