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Der Telebasel News Beitrag vom 6. November 2020.
Baselland

Ansturm auf die Psychiatrie wegen Corona

Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen auch psychisch sehr belastend. Die Psychiatrie Baselland verzeichnet in den letzten drei Wochen mehr Anrufe.

Matthias Jäger leitet die Erwachsenenpsychiatrie der Psychiatrie Baselland. Er sagt, eigentlich habe man seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühling mit einer Zunahme der Hilfesuchenden gerechnet. Dieser blieb in den letzten Monaten aber aus. Dies habe sich in den letzten zwei, drei Wochen geändert. Zurzeit gingen bei der psychiatrischen Klinik in Liestal täglich dutzende Anrufe und Anmeldungen ein. «Auch im stationären und im tagesklinischen Bereich sind wir sehr viel stärker ausgelastet».

Hotline wurde wieder aufgeschaltet

Dies hat die Klinik dazu veranlasst, wie im Frühling wieder eine Corona-Hotline aufzuschalten. Unter der Nummer 061 553 54 54 bekommen Leute, die psychisch stark belastet sind und nicht mehr weiterwissen, Unterstützung. Zurzeit gingen auf diese Nummer erst wenige Anrufe ein, Jäger glaube aber, dass die Zahl der Anrufe in nächster Zeit zunehmen wird. Die Sorgen der Hilfesuchenden liessen sich direkt auf die Pandemie und die Massnahmen dagegen zurückführen. Themen, die in den Gesprächen angesprochen werden, seien zum Beispiel die soziale Isolation oder das unabsehbare Ende der Situation.

Tipps für den langen Corona-Winter

Um psychisch einigermassen fit durch den bevorstehenden Corona-Winter zu kommen, empfiehlt Matthias Jäger die Situation grundsätzlich zu akzeptieren. Ein Einzelner könne daran nichts ändern. Ein weiterer Tipp ist, dass man Aktivitäten, soweit es möglich ist, weiter nachgeht. Und soziale Kontakte über Video und Telefon weiter pflegt. Mehr Tipps gibt Jäger im folgenden Video:

Matthias Jäger, Direktor Erwachsenenpsychiatrie Psychiatrie Baselland, gibt Tipps, um die schwierige Situation besser durchzustehen. (Video: Telebasel)

2 Kommentare

  1. Menschen mit psychischen Belastungen dürfen nicht stigmatisiert werden, sie haben sich dies nicht ausgesucht.
    Jedes Individuum hat unterschiedliche Voraussetzungen mit Belastungen umzugehen, da ist Verständnis und Toleranz gefragt.Report

  2. Ich verstehe die Hysterie nicht. Was wäre, wenn all die Menschen, die zum Psychiateir rennen, wegen ein Krieg wie in Syrien ihr Leben nicht selbst bestimmen könnten? Man hat hier Regeln einzuhalten aber mit etwas Einschränkung geht weiter. Die Menschheit ist total verzogen. Man will immer alles haben: die Fünfer und auch die Weggli.Report

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