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Der Telebasel News-Beitrag vom 4. November 2020.
Region

Mit dem Test-Bus Corona auf der Spur

Seit dem 4. November wird auch in der Region Basel die Verbreitung von Covid-19 mit einem mobilen Test-Bus untersucht. Telebasel schaute sich den Test-Bus an.

Das in Basel beheimatete Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut ist für den Betrieb des Test-Busses zuständig. Bereits seit dem Sommer untersucht das Institut die Corona-Verbreitung in den beiden Basel. Neu müssen die Probanden nicht mehr bei den Forschern vorbeikommen, sondern die Forscher fahren mit dem Test-Bus zu den freiwilligen Teilnehmern in die einzelnen Gemeinden.

Untersuchung wird schweizweit koordiniert

Die Basler Anstrengungen sind Teil des nationalen Forschungsprojektes Corona Immunitas. Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss von zwölf Hochschulen, die zusammen 40 verschiedene Aspekte der Coronapandemie untersuchen.

Herzstück ist die Suche nach Corona-Antikörpern. Das Bundesamt für Statistik hat dazu zufällig Tausende von Personen ausgesucht, die zu einem Bluttest aufgeboten werden. Diese dürfen sich dann frei entscheiden, ob sie an der Untersuchung teilnehmen wollen oder nicht. Durch diese Zufallsstichprobe sind anschliessend Rückschlüsse auf die tatsächliche Verbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung möglich.

Auf der Suche nach der Herdenimmunität

Wenn ein grosser Teil der Bevölkerung infiziert wurde und danach immun ist, spricht man von Herdenimmunität. Dann sollte vom Virus keine grosse Gefahr mehr ausgehen. Noch scheinen wir weit davon entfernt zu sein. Sollte dieser Punkt aber jemals erreicht werden, so sollte das die Corona Immunitas-Studie als erstes aufdecken.

Nicole Probst-Hensch, Leiterin Epidemiologie und Public Health des Swiss TPH, zum Thema Herdenimmunität. (Video: Telebasel)

Public Private Partnership

Zwar wird die Untersuchung von verschiedenen Institutionen unterstützt. Darunter befinden sich das Bundesamt für Gesundheit und mehrere Kantone. Jedoch konnte damit bisher nur die Probenentnahme in den einzelnen Forschungseinrichtungen finanziert werden. Dank einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Zürich Versicherung ist es nun aber möglich, die Teilnehmer vor Ort zu untersuchen. Seit heute sind sechs speziell ausgerüstete Testfahrzeuge in der ganzen Schweiz für diverse Hochschulen im Einsatz.


Einer der neuen Test-Busse. (Bild: Telebasel)

Auch die veränderten Lebensumstände werden untersucht

Neben der Antikörperstudie wird mit regelmässig ausgefüllten Fragebögen ermittelt, wie Corona die Lebensumstände beeinflusst. Wie verändert sich nebst der körperlichen die psychische Gesundheit, wie beeinflusst Home Office das Wohlbefinden oder wie ändert sich die allgemeine Lebensqualität.

Die Finanzierung der Studie sei bis in den Frühling 2021 gesichert, soll wenn möglich aber noch länger durchgeführt werden.

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