Auch in den USA steigen die Fallzahlen wieder rasant an. (Bild: Keystone)
International

Mehr als 88’000 Corona-Neuinfektionen in den USA

In den USA haben die Corona-Fallzahlen einen neuen Höchstwert erreicht. 88'000 Personen haben sich innerhalb eines Tages mit dem Virus angesteckt.

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Donnerstag wurden 88 521 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Freitag hervorgeht. Das sind fast 10 000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,95 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 228’000 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Allein am Donnerstag wurden der JHU zufolge 971 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80’000 überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

Neuinfektionen nehmen auch in «Swing States» zu

Wie die «Washington Post» berichtete, nehmen die Neuinfektionen auch in den «Swing States» zu, also jenen besonders hart umkämpften Bundesstaaten, die bei der Präsidentenwahl nächste Woche entscheidend sein könnten. In diesen Staaten habe der wöchentliche Durchschnitt an neuen Fällen in den vergangenen zwei Wochen um etwa 45 Prozent zugenommen. Iowa, Michigan, Minnesota und Pennsylvania hätten Rekorde verzeichnet, auch in Florida und Georgia steige die Anzahl wieder.

Am nächsten Dienstag wird in den USA gewählt. In regulären Umfragen liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden vielfach vorn – auch wegen der Unzufriedenheit mit Präsident Donald Trumps Umgang mit der Corona-Krise. Dieser behauptet, durch sein Krisenmanagement womöglich Millionen Tote verhindert zu haben. Biden wirft Trump dagegen Versagen vor und beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender US-Bürger verantwortlich zu sein.

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