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Der Telebasel News Beitrag vom 30. Oktober 2020.
Basel

«Ein taktischer Wahlkampf-Gag» – Eymann und Keller über den SP-Schachzug

Beat Jans mischt mit seiner Regierungspräsidiums-Kandidatur den Wahlkampf auf. Das ärgert die Konkurrentinnen Stephanie Eymann (LDP) und Esther Keller (GLP).

«Das scheint ein taktischer Wahlkampf-Gag zu sein.» So die Einschätzung von Stephanie Eymann zum gestrigen Überraschungs-Coup der SP. Unerwarteterweise hat Beat Jans angekündigt, für das Regierungspräsidium zu kandidieren. Dabei will er das Amt für Umwelt und Energie (AUE) ins Präsidialdepartement zügeln und somit die Klimapolitik zur Chefsache machen.

Eymann kritisiert «Wunschdepartement»-Pläne

Die Konkurrentin von der LDP kann mit dieser Idee wenig anfangen. Stossend findet sie die Aussage der SP, dass ein Ämter-Transfer nur im Falle einer Wahl von Beat Jans vonstatten gehen sollte. «Insofern ist es eine personenbezogene Lösung nach dem Motto, sich das Wunschdepartement zusammenzuschustern und nicht wirklich sachbezogen», kritisiert Stephanie Eymann. In ihrem Wahlkampf werde sie nicht auf das Manöver der Sozialdemokraten reagieren. Sie sei aber erstaunt, dass die SP erst jetzt mit der Klima-Idee kommt und diese nicht schon vorher im Wahlkampf der Noch-Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann einbrachte. Anstatt Dossiers zu verschieben, müsse das Präsidialdepartement (PD) anders aufgewertet werden. «Das PD hat ganz viele Baustellen von den angestammten Abteilungen», sagt die LDP-Kandidatin. Als Beispiel nennt sie das Historische Museum.

Klima- und Frauenwahl zugleich

Auch die grünliberale Kandidatin Esther Keller äussert sich zum Sturm der SP aufs Regierungspräsidium. «Ich musste ein bisschen schmunzeln, als er die Klimawahl als Argument für diesen Schachzug nahm». Schliesslich sei es nicht nur eine Klima-, sondern auch eine Frauenwahl gewesen. «Und jetzt kandidiert er gegen zwei Frauen, eine davon eine Grünliberale – für mich geht dieses Argument nicht auf», sagt Esther Keller. Für sie stehe das Thema Klima zwar hoch oben. Integriere man aber noch mehr Fachstellen ins PD, so verwässere man die Koordinationsaufgabe dieses Departements. Wie Stephanie Eymann ist auch sie der Ansicht, dass das PD zudem genug Herausforderungen zu stemmen habe. Esther Keller nennt etwa die Not der Kultur oder die Grenzsituation während der Corona-Pandemie.

Einig sind sich alle drei Kandidierenden in einem Punkt: Das PD soll künftig mehr zur Geltung kommen und ein schärferes Profil erhalten. Über die Art und Weise, wie das geschehen soll, gehen die Ansichten aber auseinander. Wer das Rennen um das Regierungspräsidium für sich entscheidet, kommt beim zweiten Wahlgang am 29. November aus.

1 Kommentar

  1. So nicht, meine Stimmen haben Stephanie Eymann und Ester Keller.
    Aber nicht nach der ersten Wahl, plötzlich auf der Versenkung auftauchen und Mittesser und SCHMAROTZER sein.. Jahnz hat für mich an Sympatie verlorenReport

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