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Der Telebasel Glam Beitrag vom 30. November 2020.
Basel

«Der Löwe hat Hunger» – Fondation Beyeler präsentiert ihre Sammlung

Die aktuelle Sammelausstellung lässt Kunstbegeisterte Herzen höher schlagen. Zu sehen sind Meisterwerke der klassischen Moderne oder Gegenwartskunst.

In ganz Basel sind zurzeit Plakate mit einem Löwen zu sehen, der mit einem breiten Grinsen seine Beute verspeist. Das Werk stammt von Henri J.F. Rousseau und trägt den Titel «Der Löwe hat Hunger». Für die aktuelle Sammelpräsentation der Fondation Beyeler wird Rousseau’s Werk zum Aushängeschild. «Das ist eines der wichtigsten Bilder der ganzen Sammlung. Es ist ein grossartiges Bild, das den Kern der ganzen Sammlung zeigt. Die Sammlung hat etwas mit der Entwicklung der Moderne zu tun. Rousseau ist ein ganz wichtiger Künstler, der sich in gewisser Weise an der Tradition der Renaissance orientiert. Dies dann völlig ablegt, etwas Eigenes macht, das 19. Jahrhundert schön kommentiert und was Neues macht. Das war wichtig für Künstler wie Picasso und auch Matisse. Deswegen steht dieses Werk jetzt im Zentrum der Ausstellung», so der Kurator der Fondation Beyeler, Dr. Ulf Küster.

Die Ausstellung «Der Löwe hat Hunger» lässt die Besucher ihren Alltag und die Aussenwelt vergessen. In jedem der acht Räume werden die Besucher mit Meisterwerken überrascht, die so kaum zu sehen sind. «Leider mussten wir wegen der Corona-Pandemie einige Ausstellungen verschieben. Dies hatte zur Folge, dass wir in den Räumen ziemlich viel Platz hatten. Deshalb dachten wir, dass wir nun diejenigen Werke zeigen können, die wir schon lange nicht mehr ausgestellt haben. Zum Beispiel die sehr fragilen Werke von Matisse. Die können wir nur ganz selten zeigen, weil sie aus Papier sind und nur ganz wenig Licht vertragen.»

In einigen Räumen der Fondation Beyeler sind Werke der bekanntesten Künstler zusammen ausgestellt. Gibt es denn auch Künstler, die man nicht zusammen zeigen sollte? «Im Grunde genommen geht alles mit allem, man muss es einfach begründen. Oder eben erläutern, wieso es nicht gehen sollte. Prinzipiell bin ich der Meinung, alles müsse kombinierbar sein. Gute Kunst kann mit guter Kunst reden. Das war auch stets das Credo von Ernst Beyeler», sagt Küster.

Die Sammlungspräsentation «Der Löwe hat Hunger…» ist noch bis zum 28. März 2021 in der Fondation Beyeler zu bestaunen.

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