Rücktritt nach schwierigen Monaten: Josep Bartomeu ist nicht mehr Präsident des FC Barcelona. (Bild: Keystone)
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Umstrittener Barça-Präsident Josep Bartomeu tritt zurück

Der umstrittene Präsident Josep Bartomeu hat beim FC Barcelona das Handtuch geworfen. Bartomeu gab am Dienstag seinen Rücktritt bekannt.

Als Hauptgrund habe Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu die Weigerung der Behörden der Region Katalonien angegeben, die Abstimmung über einen Misstrauensantrag gegen ihn zu verschieben, berichtete die spanische Sportzeitung «Mundo Deportivo».

Die Abstimmung war für den 1. und 2. November angesetzt. Für den Misstrauensantrag hatte die Opposition unter den Vereinsmitgliedern mehr als 20’000 Unterschriften gesammelt. Bartomeu, der seit 2014 im Amt war, hatte die Verschiebung wegen der Pandemie beantragt. Er wolle die Gesundheit der Klubmitglieder nicht aufs Spiel setzen.

Barcelona stimmt für europäische Superliga

Bartomeu verriet vor Journalisten ausserdem, Barcelona habe vor einigen Tagen die Teilnahme an einer europäischen Superliga zugesagt. Diese Zusage müsse aber noch von den Mitgliedern mit Stimmrecht bestätigt werden. Bis zur Neuwahl des Vorstands im Frühjahr wird der Klub nach Angaben von Bartomeu von einer beauftragten Verwaltungsgesellschaft geführt werden. Zusammen mit dem Präsidenten trat am Dienstag die gesamte Chefetage zurück.

Langwieriger Streit mit Messi

Bartomeu hatte sich in Barcelona unbeliebt gemacht, weil er sich im Team unter anderem auch mit Lionel Messi überworfen hatte. Der Argentinier hatte deshalb Barcelona im Sommer nach dem 2:8-Debakel gegen Bayern München im Viertelfinal der Champions League verlassen wollen. Bartomeu zwang den 33-Jährigen nach langem Streit aber zur Erfüllung des bis Juni 2021 laufenden Vertrages. Die Krise bei Barça hatte sich am Wochenende durch das 1:3 im Clasico gegen Real Madrid zugespitzt.

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