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Die SP will Beat Jans als neuen Regierungspräsidenten. (Bild: Keystone)
Basel

SP will Beat Jans im Präsidium des Regierungsrats

Die Basler SP nominiert ihren neuen Regierungsrat Beat Jans fürs Regierungspräsidium. Zudem unterstützt sie die BastA!-Kandidatur von Heidi Mück.

Nach dem Rückzug der amtierenden Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) werden damit die Karten für den zweiten Wahlgang vom 29. November neu gemischt. Mit Heidi Mück steigt eine neue Kandidatin ins Rennen um einen Regierungsratssitz. Und mit dem amtierenden Nationalrat Beat Jans greift die SP erstmals nach dem Regierungspräsidium, das seit seiner Einführung stets in der Hand der Grünen war. Dies hat der Parteivorstand am Mittwochmorgen beschlossen.

«Exzellenten Wahlresultat»

Die Partei übernehme mit der Entscheidung die Verantwortung, die Anliegen des Kantons gegen aussen zu vertreten, schreibt die SP Basel-Stadt in ihrer Medienmitteilung. Beat Jans sei für diese Rolle aufgrund seines exzellenten Wahlresultats vom Sonntag und seines langjährigen Wirkens als Nationalrat prädestiniert.

Bereits am Dienstagabend hatte die SP ihren zweiten neu antretenden Kandidaten Kaspar Sutter nominiert. Sutter war im ersten Wahlgang für den siebenköpfigen Regierungsrat auf Platz sechs gelandet, hatte das absolute Mehr aber verpasst.

Verteidigung der rotgrünen Mehrheit

Die SP versuche die rotgrüne Mehrheit zu verteidigen, erklärt SP-Präsident Pascal Pfister gegenüber Telebasel. Es sei klar, dass das Grüne Bündnis als zweitstärkste Fraktion auch einen Anspruch habe.

Obwohl Heidi Mück weiter links politisiert als die SP, sei sie mit Kern-Themen wie bezahlbarer Wohnraum auch über Parteigrenzen hinaus wählbar. «Dort glaube ich, wird sie sehr mehrheitsfähige Positionen vertreten. Das müssen wir auch in den Vordergrund stellen jetzt», so Pfister.

Wirbel um Mück

Ihre Gegner stellen lieber anderes in den Vordergrund. Zum Beispiel, wird sie nach Bekanntgabe der Kandidatur auf Twitter für die Unterstützung der BDS kritisiert. Eine Organisation, die zum Boykott Israels aufruft.

Kritik an Mück wegen ihrer Verbindung zu BDS. (Grafik. Telebasel)

Für SP-Präsident Pfister keine Überraschung: «Es ist klar, dass linke Frauen besonders unter Beobachtung stehen und besonnders hart attackiert werden, das ist mitunter ein Grund, wieso Elisabeth Ackermann so ein schlechtes Resultat machte, bei all den eigenen Fehlern, die man eingestehen muss.»

Offenbar hatte der Wirbel um Heidi Mück bereits Konsequenzen: Heute ist im Laufe des Tages ihr Kopf von der BDS-Website verschwunden.

Das ganze Interview mit SP-Präsident Pascal Pfister finden Sie hier:

3 Kommentare

  1. Wieso soll Heidi Mück, die ich in Sachfragen als sehr kompetent erlebte und die sich zudem mit Herzblut für soziale Belange für die gesamte Bevölkerung einsetzt, keine Führungserfahrung ausweisen?Report

  2. Mit Heidi Mück wird gleich der zweite Bock geschossen. Wann begreift die SP endlich, dass Kandidatinnen für den Regierungsrat ausgewiesene Führungserfahrungen ausweisen sollten.Report

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