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Der Telebasel News Beitrag vom 28. Oktober 2020.
Basel

Intensivbetten im Unispital werden knapp

Wütet Corona unverändert weiter, wird der Platz auf den Intensivstationen knapp. Im Unispital Basel will man deshalb gewisse Leistungen zurückfahren.

1’078 Intensivbetten stehen momentan schweizweit zur Verfügung. 42 davon sind im Unispital Basel angesiedelt. Im ganzen Kanton Basel-Stadt sind es insgesamt 48. Die Intensivstation im Unispital ist zurzeit rund zwei Drittel ausgelastet.

Die Zahl der Hospitalisierungen ist seit Anfang Oktober aber massiv gestiegen. Geht es so weiter, kommt das Unispital in Bedrouille. «Die Situation ist angespannt, insbesondere wenn man etwas vorausschaut. Ja, wir werden voll sein», erklärt Mediensprecher Nicolas Drechsler.

Selektierung unbedingt vermeiden

In vier Schritten soll nun die Zahl der Intensivbetten ausgebaut werden. Ein Ausbau ist auch immer mit mehr Personalaufwand verbunden und die Plätze sind nicht exklusiv für Covid-19-Patienten. Rund zwei Drittel des Zulaufs im Unispital sind auf Unfälle, schwere Erkrankungen und andere Notfälle zurückzuführen. Dass die Intensivstationen nicht überlastet ist, ist deshalb umso wichtiger.

Kommt diese nämlich an ihre Grenze, kommt es zu einer Selektierung der Patienten. «Die Triage, wo ein Arzt entscheiden muss, wer kriegt die Behandlung die er braucht oder nicht, die will man eigentlich nie fällen. Weil es ist die Schlimmste, die ein Arzt fällen muss».

In den kommenden Tagen will das Unispital eine Entscheidung treffen, ob und welche anderen Leistungen man zurückfährt um die steigenden Hospitalisationen aufzufangen. Dieser Schritt wird auch im Hinblick auf das Personal gemacht. Dieses wolle die Spitalleitung nicht noch mehr belasten, als es schon ist. «Betten und Beatmungsgeräte haben wir eigentlich genug. Der Engpass ist wirklich immer der Mensch», so Drechsler.

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