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International

Kanton Genf ruft den Ausnahmezustand aus

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Genève-Servette Hockey Club in Quarantäne

Die Spieler und der Trainerstab von Genève-Servette müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Dies entschied der Kantonsarzt am Sonntag, nachdem neun Personen im Klub positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Bereits am Freitag hatte sich Genève-Servette vorsorglich isoliert, weil ein positiver Fall bekannt geworden war. Daraufhin wurde das National-League-Spiel vom Sonntag gegen Lugano verschoben.

Die nächste Partie der Genfer ist für den 10. November in Lugano programmiert. Ob sie stattfindet oder nicht, ist noch offen.

Fauci: USA stehen in Pandemie «eine ganze Menge Leid bevor»

Kurz vor der Wahl in den USA hat der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci die Amerikaner auf eine Verschlechterung der Pandemie-Lage eingestimmt. «Uns steht eine ganze Menge Leid bevor. Es ist keine gute Situation», sagte Fauci der «Washington Post» in einem am Samstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Interview. Die USA könnten vor dem Herbst und Winter «unmöglich schlechter positioniert sein». Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99’000 registrierten Neuinfektionen.

Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci. (Bild: Keystone)

Fauci gehört zur Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. Während Präsident Donald Trump für eine Rückkehr zur Normalität trotz der hohen Fallzahlen ist, wirbt Fauci für Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Trump hat den renommierten Experten in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, ihm Fehler vorgeworfen und ihn zuletzt als «Katastrophe» bezeichnet.

Nach den JHU-Statistiken hat die Pandemie in den USA bisher mehr als 230’000 Menschen das Leben gekostet. Trump hatte vor wenigen Tagen Ärzte beschuldigt, auch mit dem Coronavirus infizierte Herz- und Krebskranke nach deren Tod fälschlich als Covid-19-Tote zu registrieren, um mehr Geld zu machen.

Kanton Genf ruft den Ausnahmezustand aus

Angesichts der Situation im Gesundheitswesen aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat der Kanton Genf ab Montagabend um 19:00 Uhr den Ausnahmezustand erklärt. Restaurants und Bars müssen geschlossen werden.

Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, sowie Kinos, Theater, Fitnesszentren und Kunsteisbahnen werden ebenfalls geschlossen. Betroffen sind auch Coiffeur- und Schönheitssalons. Dagegen bleiben die Krippen und Schulen offen, wie die Kantonsregierung am Sonntag mitteilte.

Corona-Höchstwert im Iran: 434 Tote binnen eines Tages

Die Zahl der Corona-Toten im Iran hat mit 434 Fällen innerhalb eines einzigen Tages einen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag gab es im gleichen Zeitraum mehr als 7’700 Neuinfektionen. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem 82-Millionen-Einwohner-Land aktuell bei mehr als 35’000 und die Zahl der Infizierten bei mehr als 620’000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten dürften die Fallzahlen in Wirklichkeit mehr als doppelt so hoch sein wie amtlich angegeben. Sie verweisen darauf, dass es im Iran – der etwa so viele Einwohner wie Deutschland hat – zu wenige Testmöglichkeiten gebe. Dem Gesundheitsministerium zufolge werden 25’000 Tests gemacht. Experten sind der Meinung, dass mindestens 200’000 Tests am Tag erforderlich wären, um an genaue Fallzahlen zu kommen.

Grosser Andrang bei Corona-Massentests in der Slowakei

In der Slowakei wird fast die gesamte Bevölkerung gleich zweimal auf das Coronavirus Sars-CoV-2 durchgetestet. Zu Beginn der ersten Runde der kostenlosen Massentests am Wochenende herrschte vor den knapp 5’000 Abnahmestellen grosser Andrang. In der Hauptstadt Bratislava musste mit bis zu drei Stunden Wartezeit gerechnet werden. Am Sonntag entspannte sich die Lage in dem EU-Mitgliedstaat mit knapp 5,5 Millionen Einwohnern weitgehend.

(Bild: Keystone)

Der seit März regierende konservative Ministerpräsident Igor Matovic hatte das logistische Megaprojekt als Alternative zu einem harten Lockdown dargestellt. «Wir haben die grosse Chance, Europa und der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht, ohne Schliessung der Wirtschaft und Millionen Arbeitsloser», sagte der 47-Jährige. Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Bewohner der Slowakei zwischen 10 und 65 Jahren, auch Ausländer.

Laut der Regierung wurden am ersten Tag rund zweieinhalb Millionen Menschen getestet. Das Ergebnis fiel bei 25’850 Personen positiv aus. Der Anteil von etwa einem Prozent war niedriger als erwartet. Matovic warnte dennoch davor, bei der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nachlässig zu werden: «Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle.»

Italien will Anfang der Woche Anti-Corona-Massnahmen verschärfen

Italiens Regierung plant für Anfang der Woche eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmassnahmen. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag im Parlament in Rom eine Erklärung abgeben und anschliessend per Dekret neue Restriktionen erlassen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

(Bild: Keystone)

Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte der Zeitung «Corriere della Sera»: «Wir haben 48 Stunden, um zu versuchen, die Verschärfung auf den Weg zu bringen.» Vorgesehen sind nach Medienberichten regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie der Lombardei und in Metropolen wie Neapel und Genua. Reisen zwischen den Regionen könnten stark eingeschränkt werden.

«Es sind zu viele Menschen unterwegs», sagte Gesundheitsminister Speranza. Man müsse die Italiener davon überzeugen, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben.

Erneut gewaltsame Proteste gegen Corona-Massnahmen in Spanien

In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. In der Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto «Wir gehen auf die Strasse, das Volk hat es satt» gegeben. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Strassenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. (Bild: Keystone)

Auf Fernsehbildern waren brennende Müllcontainer und Menschen zu sehen, die Steine schleuderten und Schaufenster einwarfen. 30 Personen seien festgenommen und 3 Polizisten verletzt worden. Regierungschef Pedro Sánchez warnte, die von «Unvernunft und Gewalt» geprägten Proteste einiger Weniger seien nicht hinnehmbar.

Weitere Lockerungen in Israel

Eineinhalb Monate nach Beginn des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sind am Sonntag weitere Lockerungen in Kraft getreten. Die Grundschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder für rund eine halbe Million Schüler der ersten bis vierten Klasse. Für die Kinder gilt eine durchgängige Maskenpflicht im Unterricht und in den Pausen.

Eine Palästinenserin feiert bei der Al Aqsa Moschee in Jerusalem den Geburtstag des islamischen Propheten Mohammed. (Bild: Keystone)

Auch Ferienwohnungen sowie Friseur- und Kosmetiksalons dürfen wieder geöffnet werden, Fahrunterricht ist ebenfalls wieder erlaubt. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draussen bis zu 20. Erbitterung gab es unter Strassenhändlern, weil deren Geschäfte voraussichtlich erst in einer Woche geöffnet werden.

Maas: Deutsche Grenzen zu Nachbarstaaten bleiben trotz Corona offen

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (SPD) hat zugesichert, dass die deutschen Grenzen zu den Nachbarstaaten auch bei einer weiteren Verschärfung der Coronavirus-Pandemie geöffnet bleiben werden.

Deutschland werde die Grenzen zu den Nachbarstaaten offen lassen, sagte der deutsche Aussenminister vor Beginn des zweiten Lockdowns. (Bild: Keystone)

«Ja, die Grenzen werden offenbleiben», sagte Maas vor Beginn des zweiten Lockdowns dem «Tagesspiegel am Sonntag». «Wir haben im Frühjahr genügend Erfahrungen gemacht, wie wir Kontrollen organisieren, falls sie notwendig werden», betonte Maas. «Ich bin sicher, dass wir Staus an der Grenze, die Dutzende von Kilometern lang sind, nicht sehen werden.»

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Frankreich rechnet mit Defizit von 248 Milliarden Euro

Frankreichs Regierung rechnet wegen der hohen Kosten durch den zweiten Corona-Lockdown mit einer massiven Neuverschuldung. Das Staatsdefizit werde sich heuer auf 248 Milliarden Euro belaufen, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Olivier Dussopt in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Le Journal du Dimanche».

Die Summe entspreche 11,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die EU-Regeln sehen eigentlich eine Obergrenze für die Neuverschuldung von drei Prozent vor.

Portugal ordnet Lockdown light gegen Corona an

Das noch im Frühjahr wegen seiner niedrigen Corona-Zahlen gepriesene Portugal hat angesichts immer schneller steigender Infektionszahlen einen Teil-Lockdown angekündigt. 70 Prozent der rund 10,3 Millionen Bürger des Landes hätten ab Mittwoch die «Bürgerpflicht», möglichst Zuhause zu bleiben, sagte Regierungschef António Costa nach einer achtstündigen Krisensitzung am Samstagabend in Lissabon. Die Schulen sollten jedoch geöffnet bleiben.

Der Verkehr zwischen verschiedenen Gemeinden Portugals ist zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November verboten. (Bild: Keystone)

Es handelt sich nicht um eine strikte Ausgangssperre, da die Menschen ihre Häuser verlassen dürften, um zur Arbeit, zum Arzt oder zu einem pflegebedürftigen Angehörigen zu gehen, wie Costa sagte. Auch sollen kurze Spaziergänge sowie der Besuch von Restaurants weiter erlaubt sein, die jedoch weniger Menschen bedienen dürften und früher schliessen müssten. Wo immer möglich, solle zur Heimarbeit gewechselt werden. Wochenmärkte unter freiem Himmel und andere Marktveranstaltungen seien künftig verboten.

Trump kritisiert harte Lockdowns

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor der Wahl in den USA die Wirksamkeit strenger Alltagsbeschränkungen sowie Europas Umgang mit dem Coronavirus infrage gestellt. «Die explodierenden Fälle in Europa haben gezeigt, dass drakonische Lockdowns – das sind sie, drakonisch – das Virus nicht aufhalten», sagte der Republikaner am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Newton im Bundesstaat Pennsylvania. «Italien war so im Lockdown – und jetzt fängt es wieder von vorne an.»

Menschen warten bei einem mobilen Covid-19-Testcenter in Los Angeles, bis sie an der Reihe sind. (Bild: Keystone)

Trump brüstete sich drei Tage vor dem Wahltermin am Dienstag zudem damit, dass die Übersterblichkeit in den USA 40 Prozent niedriger sei als in Europa. «Und Europa hat einen guten Job gemacht, das ist ein sehr brutales Ding. Jeder dachte, Deutschland geht es gut, gut, gut, gut. Aber es geht denen nicht gut», sagte er. «Man sieht gerade, was da drüben abgeht, Frankreich wieder, Spanien, Italien. Uns geht es gut. Wir bekommen nur keine Anerkennung dafür.»

Boris Johnson kündigt teilweisen Lockdown für vier Wochen an

Nach mehreren anderen Ländern in Europa hat der britische Premierminister Boris Johnson auch für England einen Teil-Lockdown angekündigt. Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, wie Johnson am Samstag erklärte. Alle anderen Orte – etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs – müssen bis zum 2. Dezember schliessen.

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Premierminister Boris Johnson (Mitte) hat am Samstag einen vierwöchigen Teil-Lockdown für Grossbritannien angekündigt. (Bild: Keystone)

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich schärfere, temporäre Corona-Massnahmen als bisher in England.

Zahl der Corona-Toten in Italien klettert deutlich

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden am Samstag stark gestiegen. Die Behörden in dem Mittelmeerland registrierten fast 300 neue Todesopfer mit oder durch das Virus. Am Vortag lag diese Zahl bei knapp unter 200 Toten, vor genau einer Woche hatte sei etwa halb so hoch (151) wie am Samstag gelegen.

Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle hatten Italiens Behörden am 27. März knapp 1000 Todesopfer an einem Tag verzeichnet.

Erdogans Sprecher mit Coronavirus infiziert

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Auf Twitter schrieb Kalin am Samstag, ihm gehe es «Gott sei Dank» momentan ganz gut. Er habe nur milde Symptome. Zuvor hatte am Samstag auch Innenminister Suleyman Soylu mitgeteilt, er sei positiv getestet worden, ebenso wie seine Frau und Tochter.

Corona-Herbst in Italien: Conte büsst Vertrauen ein

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat parallel zur zweiten Corona-Welle an Popularität verloren. Wie eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Ipsos ergab, sackte die Zustimmung für den Chef der Mitte-Links-Regierung in Rom Ende Oktober um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf einen Wert von 58 Prozent ab.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. (Archivbild: Keystone)
Österreich verkündet neuen Lockdown

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie grosse Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. «Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

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Gesundheitspersonal braucht Polizeischutz für Demo in Bern

Rund 1000 Menschen aus dem Gesundheitsbereich haben am Samstag in Bern für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Für ihre Kundgebung brauchten sie Polizeischutz.

Gut 100 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen befanden sich am Rand des Bundesplatzes hinter Absperrgittern. Sie versuchten den Anlass vor dem Bundeshaus zu stören, indem sie einige Böller abfeuerten und Parolen skandierten.

Polizisten überwachen Corona-Skeptiker auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Keystone)

Die «Corona-Skeptiker» hatten sich kurz nach dem Mittag zu einer unbewilligten Kundgebung auf dem Bundesplatz versammelt. Die Maskenpflicht ignorierten sie, ebenso die Aufforderung der Polizei, der bewilligten Kundgebung Platz zu machen. Schliesslich wurden sie von Polizisten in Kampfmontur an den Rand des Bundesplatzes gedrängt.

Die Beschäftigten im Gesundheitswesen fordern eine Lohnerhöhung sowie eine Corona-Prämie in der Höhe eines Monatslohns, ausserdem mehr Rechte am Arbeitsplatz, mehr Mitsprache und besserer Schutz dank Gesamtarbeitsverträgen.

Türkischer Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch seine Frau und seine Tochter hätten sich infiziert, teilte er am Samstag auf Twitter mit. Sie würden alle im Krankenhaus behandelt. «Glücklicherweise geht es uns jetzt etwas besser», ergänzte er. Soylu ist der höchste türkische Amtsträger, der sich bislang mit dem Virus angesteckt hat.

Erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Litauen

Erstmals sind in Litauen mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gezählt worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius vom Samstag wurden in dem baltischen EU-Land 1001 Fälle binnen 24 Stunden registriert. Im gleichen Zeitraum starben acht Menschen in Zusammenhang mit dem Virus – so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie.

Dänemark führt Corona-Warnsystem ein

Dänemark führt ein Warnsystem mit fünf Risikostufen zur Coronavirus-Lage im Land ein. Mit dem System sollen die Dänen besser vorhersehen können, welche Corona-Massnahmen je nach Situation auf sie zukommen können, wie das dänische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte.

Einmal pro Woche soll demnach von einer Expertengruppe bewertet werden, wie gross das Corona-Risiko im Land und in den fünf dänischen Regionen ist. Nach dänischen Angaben gibt es ähnliche Systeme bereits in anderen europäischen Ländern.

«Das Warnsystem zeigt, wie hoch das Risikoniveau ist und welche Massnahmen erforderlich sein könnten, wenn die Infektionen zunehmen», erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

Italiens Regierung erwägt Lockdowns für Hotspots

Italiens Regierung plant wegen der steil steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Massnahmen zum Gesundheitsschutz. Das bestätigten führende Kabinettsmitglieder am Samstag. Aktuell gebe es laufend neue Treffen in Rom für ein Dekret, «das mit Sicherheit noch restriktiver sein wird», sagte Aussenminister Luigi Di Maio der Zeitung «Il Foglio».

Die Italienische Regierung erwägt, in den Corona-Hotspots erneute Lockdowns zu veranlassen. (Bild: Keystone)

Regierungschef Giuseppe Conte sagte bei derselben Veranstaltung in einem Videogespräch: «Die Regierung arbeitet daran, ob sie im Kampf gegen Covid-19 erneut eingreifen muss.» Nach Medienberichten sind Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen im Gespräch. Losgehen könnte es nächste Woche.

Simona Halep positiv getestet

Die rumänische Weltranglisten-Zweite Simona Halep ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 29-jährige Rumänin erklärte auf Twitter, dass sie milde Symptome habe und sich daheim in der Selbstisolation gut erhole.

Die Tennisspielerin Simona Halep wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Archivbild: Keystone)

Halep hatte wegen Sicherheitsbedenken auf eine Reise an die US Open in New York verzichtet, bei den French Open in Paris schied sie im Achtelfinal gegen die spätere Überraschungssiegerin Iga Swiatek aus Polen aus. Danach erklärte sie ihre Saison für beendet.

Athen beschliesst nächtliches Ausgangsverbot für ganz Griechenland

Die griechische Regierung hat am Samstag ein landesweites nächtliches Ausgangsverbot angekündigt, um die Ausbreitung von Corona zu verringern. «Nach einer langen Phase der Stabilität nehmen die Fälle auch in unserem Land exponentiell zu», begründete Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis den Schritt in einer Videoansprache. «Unsere Wissenschaftler warnen davor, dass die neue Pandemie bald die Widerstandsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems erschüttern wird.»

Unbewilligte Demonstration auf dem Bundesplatz

50 bis 100 Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am frühen Samstagnachmittag auf dem Bundesplatz versammelt. Die Kundgebung ist nicht bewilligt. Mehr dazu hier.

Härtefall-Regelung soll schneller kommen

Laut Wirtschaftsminister Guy Parmelin möchte der Bundesrat für besonders hart von der Corona-Krise betroffene Unternehmen die Härtefallregelung auf den 1. Dezember einführen. «Wir sind bereit», sagte er in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Das heisse aber eine nur zweiwöchige Vernehmlassung bei den Kantonen. Der Bundesrat sei bereit, aber bei einigen Kantonen könnte es wohl länger dauern.

Bundesrat Guy Parmelin. (Bild: Keystone)
Ansturm auf Schnelltests in der Slowakei

In der Slowakei hat am Samstag die erste Runde der landesweiten Corona-Massentests begonnen. Vor den Abnahmestellen bildeten sich seit dem frühen Morgen teils lange Schlangen. In der Hauptstadt Bratislava musste nach Angaben der Stadtverwaltung mit Wartezeiten von ein bis drei Stunden gerechnet werden.

Dem Gesundheitsministerium zufolge konnten bis zum Vormittag im ganzen Land erst 91 Prozent aller Teststellen geöffnet werden. Es mangelte unter anderem an medizinischem Personal, obwohl eine Bonuszahlung von 500 Euro für den Einsatz winkt.

Der seit März regierende konservative Ministerpräsident Igor Matovic stellte den Massentest als Alternative zum Lockdown dar: «Wir haben die grosse Chance, Europa und der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht, ohne Schliessung der Wirtschaft und Millionen Arbeitsloser.» Er appellierte an alle Bürger im Alter zwischen zehn und 65 Jahren, an der Aktion teilzunehmen.

Gewalt bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen in Spanien

In mehreren spanischen Städten hat es in der Nacht zu Samstag gewalttätige Demonstrationen gegen die neuen Corona-Beschränkungen gegeben. Im Zentrum Barcelonas in Katalonien lieferten sich mehrere Hundert Menschen und die Polizei bis spät in die Nacht Strassenschlachten.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Polizei mit Pflastersteinen beworfen wurde, Müllcontainer brannten und Barrikaden errichtet wurden. Medien berichteten auch von einigen geplünderten Geschäften, während Anwohner die Demonstranten von ihren Balkonen aus beschimpft hätten. Zwölf Menschen seien festgenommen worden.

Proteste in Barcelona. (Bild: Keystone)

Die Polizei machte vor allem rechte Hooligans von der berüchtigten Fangruppe Boixos Nois (Verrückte Jungs) des Fussballvereins FC Barcelona für die Gewalt verantwortlich. Auch in anderen Städten wie Bilbao im Baskenland oder Burgos in Kastilien und León gab es Unruhen. In der Stadt Vilafranca del Penedès im Süden Kataloniens hätten 120 junge Leute Freiheit von den Corona-Massnahmen gefordert und versucht, das Rathaus zu stürmen.

Neuer Höchstwert: 19'059 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19’059 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18’681 Fällen. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 14’714 Neuinfektionen gemeldet.

Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19’200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 518’753 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 31.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 103 auf insgesamt 10’452.

Knapp 100'000 positive Tests in den USA innert 24 Stunden

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100’000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99’321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11’000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229’700 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Menschen stellen sich für die Ausgabe von Gratisessen an. (Bild: Keystone)
Neue Massnahmen in Österreich, Massentests in der Slowakei

Zur Eindämmung der steil ansteigende Coronavirus-Infektionszahlen will Österreichs Regierung am Samstag neue Massnahmen vorstellen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will die Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz ( Samstag, 16.30 Uhr) in Wien informieren. In der Slowakei beginnt derweil die erste Runde landesweiter Corona-Massentests, um mit Schnelltests bisher unbekannten Ansteckungsherden auf die Spur zu kommen.

Mehr als neun Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als neun Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, dicht gefolgt von Indien mit mehr als acht Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo rund 5,5 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

Die USA hatten erst vor zwei Wochen die Schwelle von acht Millionen bestätigten Infektionen überschritten. (Bild: Keystone)
Ronaldo nicht mehr «positiv»

Fussball-Superstar Cristiano Ronaldo (35) hat die Infektion mit dem Coronavirus überstanden und durfte seine Isolation beenden. Juventus Turin teilte mit, dass Ronaldo negativ getestet worden ist und er damit als genesen gelte. Gegen Aufsteiger La Spezia könnte er am Sonntag sein Comeback geben. Wegen zweier positiver Tests verbrachte Ronaldo 19 Tage in Isolation und verpasste total vier Spiele, darunter auch das prestigeträchtige Champions-League-Duell gegen Barcelona.

Fussball-Superstar Cristiano Ronaldo (35) hat die Infektion mit dem Coronavirus überstanden. (Archivbild: Keystone)
WHO warnt vor Coronavirus-Langzeitfolgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor Spätfolgen von Coronavirus-Infektionen gewarnt. «Für eine bedeutende Zahl von Menschen hat dieses Virus eine Reihe ernsthafter Langzeitfolgen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagabend in Genf. Berichte über anhaltende Komplikationen nach Covid-19 gebe es von Krankenhauspatienten ebenso wie von daheim behandelten, jungen sowie alten Menschen. Zahlen dazu, wie viele Patienten betroffen sind, gibt es laut WHO noch nicht.

Belgien schliesst die meisten Geschäfte wieder

Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte wieder schliessen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Belgien ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. Die Mehrheit der Geschäfte muss nun wieder schliessen. (Bild: Keystone)
Umfrage: Grosse Mehrheit für Massnahmen des Bundesrates

Die Massnahmen, die der Bundesrat am Mittwoch zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie beschlossen hat, werden vom Volk grossmehrheitlich gestützt. Umstritten ist aber, ob der als weitere Massnahme diskutierte Kurz-Lockdown angezeigt wäre.

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Armee setzt Rekrutierung für zunächst drei Wochen aus

Zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus setzt die Armee die Rekrutierung von Stellungspflichtigen per sofort und für voraussichtlich drei Wochen aus.

Stellungspflichtige, die ab kommendem Montag in einem der sechs Rekrutierungszentren der Armee zur Rekrutierung aufgeboten seien, würden zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Marschbefehl erhalten, schreibt die Armee in einer Mitteilung vom Freitagabend.

Am Mittwoch hatte die Armee bereits mitgeteilt, dass bis Ende Jahr keine Wiederholungskurse (WK) mehr durchgeführt würden. (Bild: Keystone)
Im Wallis können Gesundheitseinrichtungen requiriert werden

Das Walliser Gesundheitsdepartement kann Gesundheitseinrichtungen und auch Gesundheitspersonal requirieren, wenn es für die Bewältigung der Covid-19-Pandemie vonnöten ist. Das hat die Kantonsregierung entschieden.

Es brauche rasch Lösungen, um eine Überlastung der Spitäler und auch einen Personalmangel zu vermeiden, hiess es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Freitagabend zur Begründung. Die Zahl der Spitaleinweisungen nehme exponentiell zu.

Das Walliser Gesundheitsdepartement könne Gesundheitseinrichtungen und auch Gesundheitspersonal requirieren, beschloss die Kantonsregierung. (Bild: Keystone) 

Es bestehe das Risiko, dass das Spital Wallis nicht mehr in der Lage sein werde, alle Patienten aufzunehmen. Das Gesundheitsdepartement hat nun die Kompetenz, Gesundheitseinrichtungen und Fachpersonal ganz oder teilweise zu requirieren und nicht dringende Untersuchungen und Behandlungen einzuschränken oder auszusetzen.

Neue Höchstmarke: Mehr als 30 000 Corona-Neuinfektionen in Italien

In Italien hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals die Marke von 30’000 übersprungen. Wie die Behörden in Rom am Freitag mitteilten, wurden 31’084 neue Corona-Fälle registriert. Damit hat sich der Wert in etwa einer Woche verdoppelt. In dem Mittelmeerland mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem fast 200 Menschen mit oder an dem Virus.

In Italien hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals die Marke von 30’000 übersprungen. (Bild: Keystone)
Bundesrat bittet Bevölkerung per Video um Einhaltung der Corona-Regeln

Mit einem Video, das am Freitag auf Twitter erschien, will der Bundesrat die Bevölkerung aufrütteln. Er appelliert darauf, die Corona-Regeln unbedingt einzuhalten: «Die Situation ist ernst», sagt Simonetta Sommaruga.

Genf will Krankenkassenreserven für Pandemie-Bewältigung nutzen

Der Kanton Genf fordert, dass die Reserven der Krankenkassen zur Finanzierung der ausserordentlichen Gesundheitskosten im Zusammenhang mit Coronavirus-Pandemie verwendet werden. Das Kantonsparlament hat am Freitag eine Standesinitiative verabschiedet, mit der die Bundesversammlung aufgefordert wird, einen entsprechenden Erlass auszuarbeiten.

Die Kosten sollten durch eine teilweise Auflösung der Krankenkassenreserven gedeckt werden, die bei acht Millionen Einwohner auf rund 10 Milliarden Franken geschätzt würden, sagte der MCG-Abgeordnete Christian Flury.

Intensivplätze sollen schweizweit zentral koordiniert werden

Die Lage auf den Intensivstationen ist nach Angaben des Koordinierten Sanitätsdienstes KSD ernst. Er hat deshalb mit anderen Akteuren ein Konzept für eine zentrale Koordinationsstelle erarbeitet. Diese soll schweizweit sicherstellen, dass die Behandlungsplätze optimal ausgelastet sind.

Die Spitäler schafften zur Zeit zusätzliche Kapazitäten, indem sie nicht dringliche Eingriffe verschöben, teilte der KSK am Freitag mit. Seien diese jedoch auch ausgeschöpft, müssten Intensivpatienten zuerst im Kanton selber und dann später in andere Kantone verlegt werden. Es müsse deshalb sichergestellt werden, dass die schweizweit vorhandenen Behandlungskapazitäten optimal ausgelastet seien.

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Deutschland stuft fast ganz Europa als Corona-Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die deutsche Regierung acht weitere europäische Länder wie Kroatien, Ungarn und Bulgarien ab Sonntag ganz als Risikogebiete eingestuft.

Auch Österreich und Italien werden fast komplett auf die Risikoliste gesetzt, ausserdem Regionen in sechs weiteren EU-Ländern, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Verbunden damit ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für touristische Reisen, die inzwischen wieder für einen Grossteil Europas gilt: Von den 26 Ländern der EU ausser Deutschland sind ab Sonntag 17 ganz und 8 teilweise betroffen. Nur ein kleines Land im Norden Europas ist dann noch «risikofrei»: Das baltische Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern.

Remund: «Auch Sport muss Beitrag zur Virus-Eindämmung leisten»

Laut Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo), muss auch der Sport einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten. Die Einschränkungen auf Bundesebene seien stark, doch bleibe es möglich, sich zu bewegen.

Matthias Remund, Direktor BASPO, erklärt, dass auch der Sport einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten müsse. (Archivbild: Key) 

Remund erwähnte am Freitag vor den Bundeshausmedien, dass insbesondere Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht von den Massnahmen betroffen seien. «Sie haben keine Einschränkungen, weder im Innen- noch im Aussenraum.» Verboten seien nur Wettkämpfe und Spielnachmittage.

Waadt verschärft Corona-Massnahmen nur «leicht»

Im Gegensatz zu anderen Westschweizer Kantonen hat die Waadt am Freitag keine viel restriktiveren Massnahmen angekündigt als diejenigen des Bundesrats. Restaurants und Bars werden nicht geschlossen und dürfen bis 23 Uhr geöffnet bleiben. Die Regierung beschloss nur drei «kleine» neue Massnahmen.

Konkret erweitert der Kanton Waadt den Begriff der privaten Veranstaltungen (mit maximal zehn Personen). Neben Familie und Freunden umfasst er auch alle Veranstaltungen, deren Teilnehmer dem Organisator bekannt sind, auch im Vereinsmilieu. «Ziel ist es, zu verhindern, dass Menschen ihre Mitgliedschaft in einem Verein nutzen, um zum Beispiel ein Essen oder einen Apéro mit 50 Personen zu rechtfertigen», erklärte Regierungspräsidentin Nuria Gorrite (SP) vor den Medien in Lausanne.

Ackermann: «Rechnen, dass Spitalkapazitäten überschritten werden»

Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes, rechnet damit, dass die Spitalkapazitäten in den nächsten Wochen überschritten werden. «Je besser wir uns jetzt verhalten, desto kürzer wird diese Überlastung dauern.»

Martin Ackermann, Praesident National COVID-19 Science Task Force, spricht während einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus. (Archivbild: Key)

Bleibe der Trend ungebrochen, sei die Kapazität in den Spitälern erschöpft, sagte Ackermann am Freitag vor den Bundeshausmedien. Nicht notfallmässige Eingriffe würden verschiedenenorts bereits heute massiv reduziert. «Das ist ein massiver Eingriff in unser Gesundheitssystem.» Beispielsweise Tumorpatienten müssten auf ihre Operation warten.

BAG: Schnelltest sind ab Montag verfügbar

Corona-Schnelltests sind ab Montag in Apotheken und Arztpraxen verfügbar. Der Test ist gratis und Resultate liegen innerhalb von 15 Minuten vor, wie Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitag am Point de Presse erklärte.

Die Ergebnisse der Tests würden automatisch dem BAG übermittelt. Empfohlen werden Schnelltests für Menschen mit Symptomen seit weniger als vier Tagen, nicht aber für Risikogruppen.

Neuinfektionen in Österreich klettern rasant weiter nach oben

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten.

Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Massnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Massnahmen.

Neuenburg verbietet Ansammlungen von über fünf Menschen

Der Kanton Neuenburg verschärft die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Kantonsregierung hat am Freitag Ansammlungen von über fünf Menschen untersagt, auch im privaten Rahmen. Die Anordnung gilt ab Montag.

Die Beschränkung gilt nicht für Kinder unter zwölf Jahren. Beschlossen hat die Kantonsregierung zudem eine Maskenpflicht für die Oberstufe der obligatorischen Schule.

Auch der EV Zug und die SCL Tigers in Quarantäne

Die Corona-Pandemie beeinflusst den Spielbetrieb in der National League weiter. Nach je einem positiven Covid-19-Fall haben sich die Mannschaften des EV Zug und der SCL Tigers in Quarantäne begeben. Das Meisterschaftsspiel, in dem die Innerschweizer und Emmentaler am Freitagabend aufeinandergetroffen wären, ist abgesagt worden.

Die SCL Tigers befinden sich nun auch in Quarantäne. (Archivbild: Key)
Nationalrat beschliesst Änderungen bei Covid-19-Bürgschaften

Der Nationalrat hat am Donnerstag dem Bundesgesetz über Kredite mit Solidarbürgschaft infolge des Coronavirus zugestimmt. Er schlägt jedoch in drei zentralen Punkten Änderungen vor. So soll etwa die reguläre Rückzahlungsfrist von fünf auf acht Jahre verlängert werden.

Für diese Verlängerung sprach sich der Nationalrat mit 105 zu 78 Stimmen bei drei Enthaltungen aus. «Wir wollen ja nicht, dass sich diese Firmen kaputtsparen», sagte Fabio Regazzi (CVP/TI). Mitte-Fraktion, SP und Grüne stimmten für eine Verlängerung. Finanzminister Ueli Maurer argumentierte gegen eine Ausweitung der Rückzahlungsfrist: «Wenn Sie die Laufdauer ändern, müssen wir 135’000 Verträge ändern. Das ist nicht Rechtssicherheit.»

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Interhome-Gruppe verzeichnete im Sommer Einbussen von 30 Prozent

Der Ferienwohnungsvermittler Interhome hat wegen der Coronapandemie im Sommergeschäft deutliche Einbussen erlitten. Im Schweizer Geschäft haben indes heimische Gäste die Saison gerettet. Nun hofft die Hotelplan-Tochter, dass sich dieses Buchungsverhalten auch auf die Wintermonate überträgt.

Interhome blicke mit gemischten Gefühlen auf die vergangene Sommersaison zurück, schrieb der Ferienwohnungsvermittler in einer Mitteilung vom Freitag. Während aus dem Ausland aufgrund der Coronapandemie nur noch halb so viele Gäste in die Schweiz kamen, verdoppelten sich die Buchungen von Schweizern von Juni bis Oktober gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt lag damit die Anzahl gebuchter Unterkünfte in der Sommersaison hierzulande dank den Schweizer Gästen leicht über dem Vorjahr.

Corona-Sperren: Italiens Kulturszene protestiert gegen Stillstand

Den zweiten Tag in Folge haben in Italien Kulturschaffende gegen die Corona-Politik der Regierung und die Schliessung von Theatern und Kinos protestiert.

In Mailand, Turin, Genua, Rom und Neapel gingen Tänzer, Sängerinnen, Schauspielerinnen, Theaterdirektoren und andere Beschäftigte der Kulturszene in grosser Zahl auf die Strassen. Die Mitte-Links-Regierung in Rom hatte die Schutzmassnahmen angesichts stark steigender Infektionszahlen Anfang dieser Woche verschärft. Kultureinrichtungen wurden geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18 Uhr Gäste bedienen.

BAG meldet am Freitag 9'207 Neuinfektionen

Das BAG meldet am Freitag 9’207 neue bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus innert 24 Stunden. 279 Menschen sind neu im Spital, 52 starben. Es wurden 38’211 neue Corona-Tests durchgeführt, die Positivitätsrate liegt bei 24,1 Prozent.

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(Bild: Keystone)
Rio sagt wegen Corona seinen Strassenkarneval ab

Erst die Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom, jetzt hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie auch ihren Strassenkarneval abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1» am Donnerstag (Ortszeit).

Demnach einigten sich Vertreter der «Blocos» genannten Karnevalsgruppen, die sonst in den Strassen und auf Plätzen feiern, sowie die städtische Tourismusagentur Riotur und Experten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit nach einer Online-Besprechung auf die Absage. «Ohne Impfstoff ist ein traditioneller Karneval nicht möglich», zitierte die Nachrichtenagentur Agência Brasil Riotur-Präsident Fabrício Villa Flor. «Die Position der Blocos war sehr verantwortungsvoll.»

St. Gallen erlässt Besuchsverbot an Spitälern

Der Kanton verschärft zur Eindämmung der Coronapandemie die Vorschriften, wie das Gesundheits- und das Bildungsdepartement am Freitag mitteilten. Die Maskentragpflicht für die Oberstufenschulen gilt im ganzen Schulgebäude und auch während des Unterrichts. Man wolle so die Anzahl Quarantänefälle senken, hiess es.

Die Patientinnen und Patienten der Akutspitäler, psychiatrischen Kliniken und Reha-Kliniken dürfen keine Besuche mehr empfangen. Die Regelung gilt ab sofort vorerst bis zum 16. Dezember. Ausnahmen gibt es für Eltern von hospitalisierten Kindern, bei Geburten und für Palliativpatientinnen und -patienten.

KOF-Konjunkturbarometer schwächt sich im Oktober wieder ab

Mit den steigenden Corona-Ansteckungen haben sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft im Oktober gemäss Analyse der KOF-Ökonomen wieder eingetrübt. Ein wichtiger Frühindikator ist nach einer Erholungsphase wieder gesunken.

Das sogenannte KOF-Konjunkturbarometer sank im Berichtsmonat um 3,5 auf 106,6 Punkte. Davor hatte der von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich erhobene Indikator – nach einem historischen Einbruch auf 49,6 Punkte im Mai – vier Monate in Folge zugelegt. Experten hatten einen Wert im Bereich von 107 bis 110 Punkten erwartet.

Die Konjunkturaussichten für die Schweiz seien angesichts der Pandemiesituation und der daraus voraussichtlich resultierenden Einschränkungen verhalten, erklärten die KOF-Ökonomen am Freitag.

Berlin stuft Österreich und Italien fast ganz als Risikogebiete ein

Die deutsche Regierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte.

Jura verhängt wegen Corona-Krise kantonalen Ausnahmezustand

Im Kanton Jura werden ab Montag alle Bars und Restaurants sowie weitere öffentliche Einrichtungen von Museen bis Sportzentren geschlossen. Zudem werden Ansammlungen von über fünf Menschen untersagt.

Angesichts der äussert besorgniserregenden Situation im Gesundheitswesen hat der Kanton Jura bis vorerst 15. November einen kantonalen Ausnahmezustand verhängt, wie die jurassische Regierung am Freitag mitteilte. So werden ab Montag öffentliche und private Versammlungen von über fünf Personen untersagt. Als Ausnahme gelten unter anderem gesetzgebende Versammlungen sowie Gottesdienste.

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Glencore fördert wegen Coronakrise weniger Rohstoffe

Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore leidet weiter unter der Coronakrise. In den ersten neun Monaten 2020 förderte der Konzern weniger Rohstoffe. An der Ganzjahresproduktionsprognose hält das Unternehmen bis auf den Bereich Kohle aber fest.

Die Kohle-Fördermenge sank im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf 83,5 Millionen Tonnen. Beim Kupfer wurde mit 934’700 Tonnen um acht Prozent weniger gefördert, wie Glencore am Freitag mitteilte. Deutlich tiefer waren die Fördermengen auch bei Kobalt (-37%), Blei (-12%) und Ferrochrom (-37%). Einzig bei Zink nahm die Abbaumenge zu, nämlich um 6 Prozent auf 860’100 Tonnen.

Obwalden lässt nur noch Veranstaltungen mit maximal 30 Personen zu

In Obwalden sind ab Montag nur noch Veranstaltungen mit höchstens 30 Personen zugelassen. Der Innerschweizer Kanton verschärft damit die Vorgaben des Bundes, der die Höchstzahl auf 50 festgelegt hat.

Der Regierungsrat will mit der Massnahme die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus reduzieren und damit das Contact Tracing entlasten, wie er am Freitag mitteilte. Es sei enorm wichtig, dass die Ansteckungsketten rasch unterbrochen würden, erklärte Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) in der Mitteilung.

Neuer Höchstwert von 18'681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18’681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor.

Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16’774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11’242 Neuinfektionen gemeldet.

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USA meldet Tagesrekord mit mehr als 88'000 Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Donnerstag wurden 88’521 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Freitag hervorgeht. Das sind fast 10’000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,95 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 228’000 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Allein am Donnerstag wurden der JHU zufolge 971 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet

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Lage in Zürcher Spitälern «angespannt und ernst»

Die Lage in den Zürcher Spitälern ist derzeit «angespannt und ernst», wie der Kanton am Freitag bekannt gab. Aktuell sind 221 Covid-Patienten im Spital. In zwei Wochen dürften es aber 800 Patientinnen und Patienten sein.

Angesichts der aktuellen Entwicklung der Fallzahlen sei davon auszugehen, dass die Zürcher Spitäler bald sehr belastet seien, sagte Jörg Gruber, Vorsitzender der Spitaldirektion des Unispitals am Freitag vor den Medien. Die Hospitalisationen würden dem Infektionsgeschehen erfahrungsgemäss zwei Wochen hinterherhinken.

Rückgabe von Olympia-Tickets in Kürze möglich

Die Veranstalter der Olympischen Spiele in Tokio beginnen nach der Verschiebung des Anlasses in den nächsten Sommer in Kürze mit der Rücknahme von Eintrittskarten.

Bereits gekaufte Tickets behalten zwar auch für das kommende Jahr ihre Gültigkeit. Doch wer die Wettkämpfe dannzumal nicht besuchen kann, kann zwischen dem 10. und 30. November die Rückerstattung des für Eintrittskarten aufgewendeten Geldes beantragen. Für Billette für die Paralympics können die bezahlten Beträge zwischen dem 1. und 21. Dezember zurückverlangt werden.

Die wegen der Corona-Pandemie um zwölf Monate verschobenen Spiele sind für die Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 8. August 2021 terminiert.

Scarlett Johansson und Colin Jost heiraten nach Corona-Regeln

Hollywood-Star Scarlett Johansson (35) und ihr Freund Colin Jost (38) haben ein gutes Jahr nach der Verlobung geheiratet. Die Nachricht von ihrer Eheschliessung gab das Paar über «Meals on Wheels», die amerikanische Variante der Hilfsorganisation «Essen auf Rädern», bekannt.

(Archivbild: Key)

Johansson und Jost hätten am Wochenende im kleinen Familien- und Freundeskreis – unter Berücksichtigung von Corona-Regeln – geheiratet, teilte die Organisation am Donnerstag auf Instagram mit. Johanssons Sprecher Marcel Pariseau bestätigte der Deutschen Presse-Agentur diese Angaben. Demnach sei es der Wunsch des Paares, «Meals on Wheels» über Spenden zu unterstützen.

Milliarden-Gewinne für Tech-Konzerne in der Corona-Krise

38 Milliarden Dollar – so viel haben die vier Tech-Riesen Apple, Google, Facebook und Amazon im vergangenen Quartal zusammen verdient. Die Corona-Krise hat ihrem Geschäft nicht geschadet – ganz im Gegenteil. Die Konzerne profitieren vom veränderten Verhalten der Nutzer und Werbekunden in der Corona-Pandemie.

Tech-Konzerne wie Amazon verzeichnen in der Corona-Krise Milliarden-Gewinne. (Symbolbild: Key)

Amazon bescherte der Trend zum Einkauf im Internet einen Rekordgewinn im vergangenen Quartal. Facebook profitiert in seinem Werbegeschäft davon, dass mehr kleine Firmen ins Netz gehen, um Einbrüche durch die Krise aufzufangen. Bei Google brummt unter anderem das Geschäft der Videoplattform YouTube, während Menschen mehr zuhause sind. Und bei Apple wuchs in Zeiten von Arbeit im Homeoffice und Online-Lernen das Geschäft mit Mac-Computern und iPads.

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Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt in seinen Betrieb in der Schweiz, Deutschland und in Österreich ab dem 3. November vorübergehend ein. Grund sind die neuen Corona-Kontaktbeschränkungen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt in seinen Betrieb in der Schweiz, Deutschland und in Österreich ab dem 3. November vorübergehend ein. (Archivbild: Key)

Der Mitgründer und Geschäftsführer von FlixMobility, André Schwämmlein, verwies in der «Welt am Sonntag» auf die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen. «Deswegen fahren wir unseren Bus- und Zugbetrieb jetzt im November auch komplett runter in der Hoffnung, an Weihnachten mit Flixbus für unsere Kunden im Einsatz sein zu können.»

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WHO warnt vor negativen Nebeneffekten von Corona-Lockwdowns

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt.

Zwar könnten strikte Beschränkungen dabei helfen, Ansteckungsketten zu unterbrechen und zur Erholung des Gesundheitswesens beitragen, erklärte der Europa-Direktor der Organisation, Hans Kluge, am Donnerstag. Allerdings habe dies seinen Preis: So sei bei strikten Lockdown-Massnahmen mit einem Anstieg bei psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt zu rechnen. Kluge verwies auch auf den wirtschaftlichen Schaden durch strenge Einschränkungen.

Michael Bay präsentiert seinen Pandemie-Thriller

Hollywoods Actionfilm-Produzent Michael Bay will aus der Coronavirus-Pandemie Kapital schlagen. Der erste Trailer zu seinem Thriller «Songbird» wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Die Katastrophen-Romanze spielt im Jahr 2024 in einer Welt mit mehr als 110 Millionen Coronavirus-Toten, drastischen Ausgangssperren und gefährlichen Virus-Mutationen.

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Instrumente von US-Stars bei Corona-Benefizauktion versteigert

Eine kristallbesetzte Zither von Dolly Parton, eine Gitarre von Taylor Swift, ein Akkordeon von Sheryl Crow: Zahlreiche Instrumente von US-Stars sind bei einer Benefizauktion im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie versteigert worden. Teuerstes Stück sei eine 2018 hergestellte Gitarre von Swift gewesen, die 40 000 Dollar (etwa 34 000 Euro) eingebracht habe, teilte das Auktionshaus Christie’s am Donnerstag (Ortszeit) in New York mit.

Die Parton-Zither brachte 37 5000 Dollar ein, nachdem das Musikinstrument mit vier Saiten rund 30 Jahre im Besitz der Country-Ikone gewesen war. Das Akkordeon von Sängerin Crow erlöste knapp 5000 Dollar. Zudem wurden unter anderem Instrumente von Carrie Underwood, Reba McEntire, Tim McGraw und Keith Urban versteigert. Der Gesamterlös: knapp 140 000 Dollar.

EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

Die EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten, um die zweite Corona-Welle zu brechen. Man wolle eine gemeinsame Strategie entwickeln. Dies vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen bei einer Videokonferenz. Kurzfristig sehen sich aber immer mehr Länder gezwungen, Kontakte im Alltag auszubremsen: Am Freitag geht Frankreich in einen neuen weitgehenden Lockdown.

Die EU-Staaten besprachen in einer Videokonferenz das weitere Vorgehen. (Bild: Key)

Im Frühjahr lief die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft holprig – unter anderem mit unabgestimmten Grenzschliessungen und nationalen Alleingängen. In der zweiten Corona-Welle will man es besser machen, um das Virus zumindest auf Sicht besser zu managen und einzudämmen.

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Bundesrat erwartet Eigenverantwortung der Kantone

Der Bundesrat erwartet laut Gesundheitsminister Alain Berset von den Kantonen, dass sie je nach Situation die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auf ihrem Gebiet weiter verschärfen. Es sei wichtig, regional differenzierter zu handeln als im März.

Die Unterschiede seien markant, sagte Berset in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (Freitagausgabe). So habe beispielsweise das Wallis eine mehr als fünf Mal höhere 14-Tages-Inzidenz bei den neuen Fällen als Solothurn. Das zeige sich bei der Situation in den Spitälern, die im Wallis viel angespannter sei als in Solothurn.

Berset verneinte die Frage, ob die Schweiz die Kontrolle über die Pandemie verloren habe. Die Situation sei aber sicher viel schlechter als vor einem Monat. Gleichzeitig hätten die Kantone die Kapazitäten beim Contact Tracing stark erhöht.

Von der Leyen zu Grenzschliessungen: Haben alle unsere Lehren gezogen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet in der zweiten Corona-Welle nicht mit Grenzschliessungen an den europäischen Binnengrenzen wie im Frühjahr. «Ich denke, wir haben alle unsere Lehren aus dem Frühling gezogen», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag nach Videoberatungen der EU-Staats- und Regierungschefs.

Zu Beginn der Krise hätten viele Länder nach innen geschaut. Aber es habe nur wenig Zeit gebraucht um zu verstehen, dass dies den Binnenmarkt beschädige. Zudem habe es die Ausbreitung des Coronavirus nicht gestoppt. Nun sei der Ansatz deutlich differenzierter, sagte von der Leyen.

Zu Beginn der Corona-Krise hatten die EU-Staaten zum Teil unabgestimmt ihre Grenzen geschlossen und so unter anderem den Warenverkehr in Europa behindert. Zeitweise stauten sich Lastwagen an den Grenzen über Dutzende Kilometer.

EU-Ratschef zu Corona: Wir sitzen alle in einem Boot

EU-Ratschef Charles Michel hat die Europäer auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie eingeschworen. «Wir sitzen alle im selben Boot», sagte Michel nach Abschluss des Videogipfels zur Corona-Pandemie am Donnerstagabend.

Im Kampf gegen die Pandemie brauche es einen gemeinsamen Ansatz bei der Verbreitung und Nutzung von Schnelltests, sagte Michel weiter. Zur Kontaktverfolgung müsse die «Interoperabilität» der verschiedenen Smartphone-Apps verbessert werden. Man habe ausserdem darüber gesprochen, die Quarantänedauer in Europa zu harmonisieren.

EU-Ratschef Charles Michel hat die Europäer auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie eingeschworen. (Bild: Keystone)

Man wolle ferner eine Impfstrategie vorbereiten, so dass ein Impfstoff effizient genutzt werden könne, wenn er dann zur Verfügung stehe. Man müsse ausserdem einen logistischen Ansatz für effiziente Impfkampagnen finden sowie kommunikativ gegen «Fake News» zu Impfungen vorgehen.

Merkel warnt vor erneuten Grenzschliessungen in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei einem EU-Videogipfel klar gegen die erneute Schliessung von Grenzen innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Donnerstagabend nach dreistündigen Beratungen der Staats- und Regierungschefs, dass sich Merkel für eine koordinierte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Europa eingesetzt habe: «Gerade für Deutschland als Land in der Mitte Europas ist es wichtig, dass die Grenzen offen bleiben, dass es einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf gibt und dass wir gemeinsam die Pandemie bekämpfen.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei einem EU-Videogipfel klar gegen die erneute Schliessung von Grenzen innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen. (Archivbild: Keystone)
Amazon verdreifacht Gewinn - Online-Shopping-Boom in Corona-Krise

Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrössten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar.

Facebook steigert Umsatz und Gewinn erneut stark

Facebook hat in einem weiteren Quartal der Corona-Krise getrotzt. Der vor allem mit Werbung erzielte Umsatz des Online-Netzwerks stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 7,85 Milliarden Dollar übrig – ein Plus von 29 Prozent.

Der Umsatz des Online-Netzwerks stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. (Bild: Keystone)

Die Zahl der täglich aktiven Facebook-Nutzer stieg binnen drei Monaten um 30 Millionen auf rund 1,82 Milliarden, wie das Online-Netzwerk nach US-Börsenschluss am Donnerstag weiter mitteilte. Auf mindestens eine App aus dem Konzern – wie Instagram und WhatsApp – greifen täglich 2,54 Milliarden Nutzer zurück.

Trump: «Wir machen nie wieder einen Lockdown»

US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet weiter steigender Coronavirus-Infektionen neue weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA ausgeschlossen. «Wir werden nie wieder einen Lockdown machen», verkündete Trump am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Tampa im Bundesstaat Florida. Er nahm dabei auch ausdrücklich Bezug auf die in Deutschland und Frankreich angekündigten Einschränkungen.

Während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA zuletzt wieder auf rund 79 000 an einem Tag angestiegen war, beharrt Trump weiterhin darauf, dass man bald über den Berg sein werde. (Bild: Keystone)
Neue Ausgangsbeschränkungen in Frankreich kosten Milliarden

Die neuen coronabedingten Ausgangsbeschränkungen in Frankreich sorgen für milliardenschwere Extrakosten. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstagabend in Paris sagte, müssen 200’000 Geschäfte in den kommenden Wochen geschlossen bleiben. «Dieser Lockdown ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die geschlossen bleiben werden», sagte der Ressortchef. Er bezifferte die nun fälligen Unterstützungsleistungen pro Monat auf rund 15 Milliarden Euro.

200’000 Geschäfte müssen in den kommenden Wochen geschlossen bleiben, sagt Bruno Le Maire, Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister. (Archivbild: Keystone)
Rio sagt seinen Strassenkarneval ab

Nach der Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie den Strassenkarneval abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1» am Donnerstag. Demnach hätten Vertreter von Karnevalsgruppen, die städtische Tourismusagentur Riotur und Spezialisten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit die Absage nach einer Online-Besprechung festgelegt. Dem Bericht zufolge waren sich alle Teilnehmer einig, dass eine Veranstaltung von der Grösse des Strassenkarnevals von Rio in der Corona-Pandemie weder sinnvoll noch sicher ist.

(Bild: Keystone)

In diesem Jahr hatte der Karneval in Rio laut «G1» unter Berufung auf Riotur allein in vier Tagen mehr als drei Millionen Menschen auf die Strasse gelockt. Ende September hatte Rio bereits die Umzüge im Sambodrom verschoben. Sie sollten im Februar stattfinden. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus – es sind über 5,4 Millionen. Mehr als 158’000 Menschen sind in dem grössten Land Lateinamerikas im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Ibrahimovic dreht Anti-Corona-Spot: «Du bist kein Zlatan»

Der schwedische Fussballstar Zlatan Ibrahimovic warnt in einem Werbefilm der italienischen Region Lombardei davor, das Coronavirus zu unterschätzen. Der 39-jährige Profi der AC Milan hat gerade eine Corona-Infektion hinter sich. «Das Virus hat mich herausgefordert, und ich habe gewonnen, aber du bist kein Zlatan, fordere das Virus nicht heraus», sagt der Stürmer, der im Film auf einem Mailänder Hochhaus steht. Er fordert die Zuschauer auf, sich an die Schutzregeln zu halten, etwa Abstand zu halten und die Maske zu tragen.

(Bild: Keystone)

Der extrovertierte Stürmerstar zeigte während seiner Infektion im September keine Symptome. Er blieb vorschriftsgemäss zu Hause in Isolation und kehrte Mitte Oktober nach negativen Tests wieder auf den Platz zurück. Die Lombardei war schon in der ersten Corona-Welle im Frühjahr in Italien stark betroffen. Auch jetzt sind die Zahlen der Neuinfektionen dort wieder vergleichsweise hoch.

Taskforce empfiehlt Masken in schlecht belüfteten Innenräumen

Wissenschaftler der Taskforce des Bundes haben am Donnerstag eine Einschätzung zu den Aerosolen abgegeben. Diese schweben über einen längeren Zeitraum in der Luft. Deren Rolle bei der Ansteckung mit dem Coronavirus ist noch nicht klar. Das BAG ging bislang davon aus, dass die Rolle der Aerosole eher gering sei.

Das scheint die Taskforce anders zu sehen. Es zeige sich, dass Aerosole bei Superspreading Events in Innenräumen mit geringer Belüftung eine Rolle spielten. «Insbesondere bei Aktivitäten, bei denen viele Aerosole ausgeschieden werden, wie Reden, Singen, Schreien und physischer Aktivität», schreibt die Taskforce.

Empfohlen sei deshalb, Masken in Innenräumen auch dann zu tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Die weiteren Empfehlungen der Taskforce: Regelmässiges Lüften, die Aufenthaltsdauer in schlecht belüfteten Räumen gering halten und Aktivitäten limitieren oder meiden, die viele Aerosole verursachen.

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Videogipfel: EU-Staaten suchen Schulterschluss gegen Corona

In der dramatischen zweiten Corona-Welle sucht die Europäische Union einen engeren Schulterschluss. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs schalteten sich am Donnerstagabend per Video zusammen, um über gemeinsame Test- und Impfstrategien sowie gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen das Virus zu beraten.

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Litauen mit neuem Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Litauen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Vilnius vermeldete am Donnerstag 950 positive Tests innerhalb von 24 Stunden in dem baltischen EU-Land – nach einem bisherigen Rekordwert von 776 neuen Fällen am Vortag. Die meisten Neuinfektionen wurden in drei grössten Städten Vilnius, Kaunas und Klaipeda registriert.

Papst Franziskus hält Generalaudienz ohne Pilger

Papst Franziskus schränkt angesichts der steigenden Corona-Zahlen seine Auftritte vor Gläubigen wieder stärker ein und überträgt seine Generalaudienz mittwochs nur noch per Livestream. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Grund für die Einschränkung sei der Fall eines positiv auf Corona getesteten Teilnehmers an der Generalaudienz mit Gläubigen vom 21. Oktober. Ab dem 4. November werde Franziskus (83) seine wöchentliche Audienz aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen. Die Umstellung auf die Form via Internet geschehe, «um jegliche zukünftige Gefährdung der Gesundheit der Teilnehmer auszuschliessen», hiess es.

Papst Franziskus wird seine wöchentliche Audienz künftig nur noch per Livestream übertragen. (Archivbild: Keystone)
Im ganzen Kanton Graubünden herrscht «besondere Lage»

Die Bündner Regierung hat das Kantonsgebiet zur besonderen Lage erklärt. Grund dafür ist die auch im Gebirgskanton stetig steigende Zahl von Personen, die sich mit dem Coronavirus anstecken.

Sie erachte es aus «führungstechnischer Sicht als angezeigt, die Lage gestützt auf das Bevölkerungsschutzgesetz als besonders zu bezeichnen», teilte die Kantonsregierung am Donnerstag mit.

Das gewährleistet laut Mitteilung einerseits ein innerkantonal einheitliches Vorgehen. Andererseits ermögliche es, mit «adäquaten Massnahmen auf einen lokal oder regional begrenzten, rasch auftretenden Anstieg der Fallzahlen» zu reagieren. Entsprechend hätten die Gemeinden ihre Führungsstäbe einzusetzen.

Die Steuerung der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie obliegt in Graubünden dem Gesundheitsamt. Es wird für die Gemeinden einen Katalog mit zusätzlichen Massnahmen zur gezielten Eindämmung von lokal oder regional rasch zunehmenden Virusansteckungen erstellen.

Rapide Zunahme an Corona-Neuinfektionen in Schweden

Schweden verzeichnet eine erhebliche Zunahme von registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Nach einem bisherigen Höchstwert von 2’129 Neuinfektionen am Vortag kamen am Donnerstag innerhalb der vergangenen 24 Stunden 3’254 neue Corona-Fälle hinzu, wie am Nachmittag aus den Daten der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hervorging.

In Schweden steigen die Corona-Zahlen schnell. Am Donnerstag wurden 3’254 Fälle registriert, am Vortag waren es noch 2’129. (Bild: Keystone)

Insgesamt sind damit mehr als 121’000 Corona-Fälle in Schweden registriert worden. Die Zahl der in Verbindung mit einer Infektion stehenden Todesfälle stieg am Donnerstag um sieben auf nunmehr 5’934.

Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021 verlängert

In Spanien ist der Corona-Notstand bis zum 9. Mai 2021 verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm am Donnerstag den Antrag der linken Regierung mit deutlicher Mehrheit an. 194 von insgesamt 350 Abgeordneten stimmten mit Ja. 53 stimmten dagegen, 99 enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend.

Wegen der rapide steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst am Sonntag den sogenannten Alarmzustand – die dritthöchste Notstandsstufe – ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Dieses Notstands-Dekret galt nur für zwei Wochen. Die von der Regierung angestrebte lange Verlängerung musste deshalb gemäss Verfassung vom Parlament gebilligt werden.

Leere Strassen in Barcelona. Fast im ganzen Land wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. (Bild: Keystone)
Kanton Tessin stockt Zahl der Betten auf Intensivstationen auf

Mehr Beatmungsgeräte und zusätzliches Fachpersonal für die Intensivstationen: Das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales hat am Donnerstag angekündigt, wegen der zweiten Pandemie-Welle die Kapazitäten in den Spitälern zu erhöhen.

Im Tessin stünden 30 zusätzliche auf Intensivstationen spezialisierte Pflegefachpersonen bereit, erklärte Raffele De Rosa, Vorsteher des Departements für Gesundheit und Soziales vor den Medien. Ausserdem könnten die Tessiner Spitäler auf 52 weitere Beatmungsgeräte zurückgreifen.

Im Kanton Tessin werden die Kapazitäten in den Spitälern erhöht: Mehr Beatmungsgeräte, Betten und zusätzliches Pflegepersonal. (Bild: Keystone)

Eine «unendliche Verstärkung» sei jedoch eine Illusion, mahnte De Rosa. «Die exponentielle Kurve der Ansteckungen steigt viel schneller an, als wir die Spitäler verstärken können.» Eigenverantwortung bleibe deshalb der Kern der momentanen Strategie des Bundesrates.

Maskenpflicht an Sekundarschulen im Kanton Aargau

Der Kanton Aargau führt an der Sekundarschule sowie an Mittel- und Berufsfachschulen eine umfassende Maskenpflicht ein. Klassen- und Schullager sind gemäss Verfügung des Regierungsrats verboten.

Damit setze der Aargau die allgemeine Maskenpflicht für Jugendliche über zwölf Jahren im öffentlichen Raum auch im Schulbereich konsequent um, teilte die Staatskanzlei Aargau am Donnerstag mit. Mehrere Kantone machten zuvor den gleichen Schritt.

Es geht gemäss Bildungsdirektor Alex Hürzeler darum, die Anzahl infizierter und sich in Quarantäne befindender Personen möglichst tief zu halten. So solle ein ordentlicher Schulbetrieb sichergestellt werden können.

Roche will pro Monat Hunderte Millionen Corona-Schnelltests liefern

Der Basler Pharmakonzern Roche will nach den Worten von Konzernchef Severin Schwan die Zahl der Antigen-Schnelltests zur Erkennung von Coronavirus-Infektionen hochfahren und schlussendlich pro Monat Stückzahlen im dreistelligen Millionenbereich erreichen.

Bei den PCR-Tests zur Erkennung des Erregers würden die Stückzahlen im zweistelligen Millionenbereich bleiben, sagte Schwan am Donnerstag in einer Online-Konferenz. Der Markt für Coronavirus-Tests sei völlig ausverkauft.

Der Basler Pharmakonzern Roche will die Zahl der Antigen-Schnelltests zur Erkennung von Coronavirus-Infektionen hochfahren. (Bild: Keystone)

Roche entwickle derzeit einen Schnelltest mittels Speichelprobe, erklärte Schwan. Ein solcher Test könne auch von nicht medizinisch geschulten Personen durchgeführt werden und würde sich damit für Grossveranstaltungen eignen. Derzeit ist für die Schnelltests, deren Ergebnis binnen 15 Minuten vorliegt, ein Abstrich im Nasen-Rachenbereich nötig, der ausgebildetes Personal erfordert.

Moderna bereitet Start von Corona-Impfstoff vor

Der US-Biotechkonzern Moderna bereitet den Marktstart seines potenziellen Corona-Impfstoffs vor. Das Unternehmen habe kürzlich die Aufnahme des letzten Probanden in die entscheidende Wirksamkeitsstudie mit dem Impfstoff mRNA-1273, die insgesamt 30’000 Teilnehmer umfasst, abgeschlossen.

Der US-Biotechkonzern Moderna bereitet den Marktstart seines potenziellen Corona-Impfstoffs vor. (Bild: Keystone)

Erste Daten aus der Studie würden im November erwartet, teilte Moderna am Donnerstag mit. «Wir bereiten uns aktiv auf den Start von mRNA-1273 vor und haben eine Reihe von Liefervereinbarungen mit Regierungen auf der ganzen Welt unterzeichnet», sagte Vorstandschef Stéphane Bancel. Darunter ist etwa die US-Regierung, die EU-Kommission hat mit dem Unternehmen Sondierungsgespräche abgeschlossen.

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Putin will keinen landesweiten Corona-Lockdown

Trotz massiv steigender Corona-Zahlen in Russland sieht Kremlchef Wladimir Putin keinen Grund für einen landesweiten Lockdown.«Wir planen keine totalen Einschränkungen, da die Wirtschaft und die Geschäfte dabei im Grunde genommen komplett lahmgelegt würden», sagte der Präsident am Donnerstag bei einem im Staatsfernsehen übertragenen Wirtschaftsforum. «Trotz der schwierigen epidemiologischen Situation sind wir jetzt viel besser (…) gewappnet.» Er verwies dabei auf die Erfahrungen des Gesundheitswesens seit Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Allein am Donnerstag registrieren die Behörden 17’717 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. In Russland haben sich mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 1,1 Millionen galten als genesen. 27’301 Patienten starben in Zusammenhang mit dem Virus.

Bayern zieht die Schraube weiter an – Kontaktbeschränkungen auch in Privaträumen

Im Kampf gegen das Coronavirus werden im süddeutschen Bundesland Bayern ab dem 2. November noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als von Bund und Ländern vereinbart – nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen.

Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen.

In Bayern gilt somit grundsätzlich verbindlich, dass sich – egal wo – nur noch die Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes treffen dürfen, und zwar mit insgesamt maximal zehn Personen. Der Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch hatte dies nur für den «Aufenthalt in der Öffentlichkeit» explizit geregelt. Die Regelung in Bayern ist also nochmals strenger.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zieht die Schraube weiter an und verordnet in seinem Bundesland strengere Corona-Massnahmen als von der deutschen Bundesregierung beschlossen. (Bild: Keystone)
Bundesrat lehnt zusätzliche Unterstützung für Eventbranche ab

Der Bundesrat möchte Unternehmen in der Eventbranche nicht zusätzlich finanziell unterstützen. Die bisher getroffenen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie seien hinreichend.

Dies schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Motion der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Konkret wird in dem Vorstoss verlangt, dass Eventtechnik-Unternehmen, Eventagenturen, Tribünenbauer, Zeltbauer sowie Eventdienstleister im Bereich Mobiliar und Geschirr mit zusätzlichen finanziellen Beiträgen des Bundes unterstützt werden.

Spotify gewinnt neue Abonnenten

Der weltgrösste Musik-Streamingdienst Spotify baut in der Corona-Pandemie seinen Kundenstamm aus. Die Zahl der Premium-Abonnenten, die monatliche Gebühren zahlen und damit für den Grossteil des Umsatzes stehen, stieg im dritten Quartal um 27 Prozent auf 144 Millionen, wie der schwedische Konzern am Donnerstag mitteilte.

Der schwedische Streaming-Riese Spotify hat in der Corona-Krise weiter an Kunden gewonnen. (Bild: Keystone)

Dies war mehr als von Analysten erwartet. Dem ursprünglich vor allem in Europa starken Streaming-Anbieter gelingt es inzwischen, auch in Indien, dem Nahen Osten und seit Jüngstem auch Russland neue Hörer zu gewinnen. Darum führt Spotify den Markt ungefährdet an. Apple Music kommt abgeschlagen auf weniger als die Hälfte der Spotify-Kunden. Im wichtigen Schlussquartal wollen die Schweden die Zahl der Premium-Abonnenten auf 150 bis 154 Millionen ausbauen.

Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um 14 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Analysten hatten mit zwei Milliarden gerechnet.

Zwei Covid-19-Todesopfer im Aargau

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen steigt im Kanton Aargau kontinuierlich an. Am Mittwoch gab es 458 Fälle – 19 mehr als am Vortag. Zwei Personen verstarben an den Folgen von Covid-19.

Wie der Kanton am Donnerstag auf seiner Website weiter mitteilte, befinden sich 65 Patientinnen und Patienten in einem Spital. Zudem müssen 15 Personen auf einer Intensivstation oder auf einer Überwachungsstation gepflegt werden.

Weniger Arbeitslose und weniger Kurzarbeit in Deutschland

Der Jobmarkt in Deutschland erholt sich trotz der Corona-Krise zum Herbstanfang. Im Oktober fiel die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat um 87’000 auf 2,76 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

«Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Oktober kräftig gesunken», sagte BA-Chef Detlef Scheele. Auch gebe es weniger Kurzarbeit. «Nach wie vor zeigen sich am Arbeitsmarkt aber deutliche Spuren der ersten Welle der Corona-Pandemie.» So liegt die Arbeitslosenzahl um 556’000 höher als im Vorjahresmonat.

Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bezogen im August 2,58 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Im April waren es noch knapp sechs Millionen. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen fiel die Arbeitslosenzahl im Oktober um 35’000. Die Zahl der unbereinigten Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.

Spaniens Parlament debattiert über sechsmonatigen Corona-Notstand

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat vor «sehr schweren Monaten» gewarnt. Man müsse «zum Wohle aller vereint handeln», sagte Illa am Donnerstag in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate.

Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet.

Praxisärzte rechnen mit 735 Millionen Franken Corona-Kosten

Die frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzte rechnen 2020 mit Kosten von 735 Millionen Franken durch die Covid-19-Pandemie. Dabei fallen nicht nur entgangene Honorare wegen des Behandlungsstopps während des sechswöchigen Lockdowns ins Gewicht.

Auch die Kosten für die Schutzmassnahmen in den Praxen muss die Ärzteschaft einrechnen, wie der «Schweizerischen Ärztezeitung» von Donnerstag zu entnehmen ist. Hinzu kommen Mindereinnahmen aufgrund der zurückgegangenen Konsultationen nach dem Lockdown.

Viele, gerade ältere, Patientinnen und Patienten gingen aus Angst vor Ansteckung nicht zum Arzt. Die Hochrechnung auf ein Jahr nahmen die Ärzteverbindung FMH und die Ärztekasse vor.

Praxisärzte leiden unter der Corona-Pandemie: Weil viele Patienten den Arztbesuch meiden und Schutzmassnahmen teuer sind, rechnen sie mit Kosten von 735 Millionen Franken. (Symbolbild: Keystone)
Polen registriert mehr als 20'000 Corona-Neuinfektionen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 20’000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20’156 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2’633) in der Region Grosspolen im Westen das Landes.

Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 301 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 18’820 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5’149 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner.

Solothurn verschärft Massnahmen weiter

Der Kanton Solothurn setzt die Bundes-Massnahmen um und führt punktuell strengere Massnahmen ein. Das Departement des Innern hat die Solothurner Spitäler AG angewiesen, die Zahl der Intensivbetten von aktuell 14 auf 25 zu erhöhen. Dies teilt der Kanton in einer Mitteilung mit. Zudem gilt ab Montag an den Schulen der Sekundarstufe 1 eine generelle Maskenplicht.

Im Kanton Solothurn gilt ausserdem und anders als auf Bundesebene:

  • Shishabars, Clubbetriebe sowie Erotik- und Sexbetriebe werden geschlossen.
  • In Barbetrieben dürfen insgesamt höchstens 30 Gäste gleichzeitig anwe­send sein.
  • Take-away- und Imbissbetriebe müssen zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr geschlossen bleiben.
  • Es ist verboten, Veranstaltungen mit über 30 Personen durchzuführen. Personen, welche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mitwirken, und Personen, die bei der Durchführung der Veranstaltung mithelfen, werden nicht mitgezählt.
  • Für nicht ausschliesslich an einem bestimmten, eingegrenzten Ort statt­findende Veranstaltungen und Aktivitäten, bei welchen sich die teilneh­menden Personen in regelmässiger Bewegung befinden, gelten in beleb­ten Bereichen von urbanen Zentren und Dorfkernen sowie in weiteren Be­reichen des öffentlichen Raums, in welchen aufgrund der dort vorhande­nen Konzentration von Personen der Mindestabstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann, die folgenden Vorgaben: Die Grösse der Gruppen darf höchstens 5 Personen betragen. Zwischen den verschiedenen Gruppen gilt ein Mindestabstand von 3 Metern.
Nationalrat stimmt für Mieterlass für Betroffene von Corona-Schliessungen

Der Nationalrat will Geschäftsmietern, die während des Corona-Lockdowns im Frühling schliessen mussten oder eingeschränkt waren, zu Hilfe eilen. Er ist am Donnerstag auf ein Gesetz für einen teilweisen Mieterlass mit 91 zu 89 Stimmen bei 4 Enthaltungen eingetreten.

Anders als in der vorberatenden Rechtskommission konnte sich die bürgerliche Mehrheit in der grossen Kammer nicht durchsetzen. Die Fraktionen von SVP, FDP stimmten zwar geschlossen für Nichteintreten auf die Vorlage. Das Zünglein an der Waage spielte aber die gespaltene Mitte-Fraktion, die einige wenige Ja-Stimmen mehr abgab als Nein-Stimmen. Zusammen mit den Stimmen der geschlossenen Linken sowie der Mehrheit der GLP ergab sich ein knappes Ja.

Bereits im Sommer war das Rennen knapp. Das Parlament überwies schliesslich zwei entsprechende Motionen an den Bundesrat. Die Regierung erarbeitete darauf – gegen ihren Willen – das sogenannte Covid-19-Geschäftsmietegesetz.

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Der Nationalrat will Geschäftsinhabern, die durch die Corona-Krise grossen finanziellen Schaden erlitten haben, einen teilweisen Mieterlass ermöglichen. (Symbolbild: Keystone)
Jugendskilager fällt wegen des Coronavirus aus

Wegen des Coronavirus entfällt im Januar 2021 das traditionelle Jugendskilager von Swiss-Ski in Lenk im Simmental BE. Der Schweizer Ski-Verband sagt es ab, weil er angesichts der aktuellen Situation rund um das Virus keinen sicheren Lagerbetrieb garantieren kann.

Die Gesundheit aller Beteiligten stehe an erster Stelle, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Donnerstag. Es sei erst das zweite Mal seit der Ungarnkrise von 1956, dass das Skilager abgesagt werde.

Im Januar dieses Jahres war an der Lenk das 79. Jugendskilager über die Bühne gegangen. 600 Jugendliche aus der ganzen Schweiz sowie junge Auslandschweizer wurden in Ski und Snowboard unterrichtet. 2022 soll das Lager wieder stattfinden.

BAG meldet am Donnerstag 9'386 Neuinfektionen

Das BAG meldet am Donnerstag 9’386 neue bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus innert 24 Stunden. 287 Menschen sind neu im Spital, 31 starben. Es wurden 35’230 neue Corona-Tests durchgeführt, die Positivitätsrate liegt bei 26,6 Prozent.

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US-Immunologe Fauci fordert landesweite Maskenpflicht

Angesichts von Corona-Infektionszahlen auf Rekordniveau in den USA hat der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci sich für eine nationale Maskenpflicht ausgesprochen.

«Wenn es funktioniert, sollten wir es tun, ja», sagte Fauci am Mittwoch (Ortszeit) in einem Interview mit dem Sender CNBC. Er glaube aber nicht, dass es auf Bundesebene geschehen werde, denn «es werde möglicherweise nicht vom Weissen Haus kommen». Präsident Donald Trump, der sich am Dienstag um seine Wiederwahl bewirbt, hatte den Sinn von Masken im Kampf gegen das Virus wiederholt angezweifelt.

Gebe es keine Maskenpflicht auf nationaler Ebene, dann sollten die Bürgermeister und Gouverneure der Bundesstaaten eine solche auf lokaler Ebene anordnen, sagte Fauci weiter.

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci fordert eine landesweite Maskenpflicht in den USA. (Bild: Keystone)
Nachrichtendienst-Direktor Gaudin positiv auf Coronavirus getestet

Das Coronavirus macht vor dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) nicht Halt. Direktor Jean-Philippe Gaudin ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Gaudin hat zurzeit keine Symptome und führt die Geschäfte von zuhause aus.

Dies teilte der NDB am Donnerstag mit. Gaudin befindet sich seit Mittwoch in Isolation. Er habe sich nach einem Kontakt mit einer positiv getesteten Person selbst testen lassen, hiess es in der Mitteilung. Er fühle sich gesund und habe derzeit keine Symptome.

Deutschland verstärkt Kontrollen an Grenzen

Die deutsche Bundesregierung hat mitgeteilt, dass im Zuge der verschärften Corona-Schutzmassnahmen vom Mittwoch auch die Polizeikontrollen im ganzen Land verstärkt werden. Tausende Bundespolizisten sollen in Deutschland die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren – auch an den Landesgrenzen. So darf die Bundespolizei neu in einem Radar von 30 Kilometern sogenannte Schleierfahndung betreiben, also Personen ohne einen Verdacht oder einen konkreten Anlass kontrollieren.

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Schweizer dürfen weiterhin zum Einkaufen nach Deutschland fahren. Sie müssen aber mit verstärkten Polizeikontrollen rechnen. (Symbolbild: Keystone)
Zahl der Corona-Infektionen in Indien steigt auf mehr als 8 Millionen

In Indien – dem Land mit den absolut gesehen meisten Corona-Fällen nach den USA – ist die Zahl der bekannten Infektionen auf mehr als acht Millionen gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden kamen knapp 50’000 erfasste Neuinfektionen dazu, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigen. Gleichzeitig nehmen die täglich erfassten Corona-Fälle in der grössten Demokratie der Welt seit Wochen tendenziell ab, während sie Europa zunehmen.

Auch die Todesrate in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land ist auf die Bevölkerung gerechnet niedriger als in vielen anderen Ländern. Das könnte mit der relativ jungen Bevölkerung Indiens zusammenhängen. Allerdings ist hierbei auch zu beachten, dass in Indien viele Tote nie erfasst werden und die Testrate relativ gering ist.

Wieder gewaltsame Proteste in Italien

In Italien ist es am Mittwochabend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Strasse. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt.

In der italienischen Stadt Verona gingen vermutlich Rechtsextreme auf die Strasse und protestierten gewaltsam gegen die Corona-Massnahmen der Regierung. (Bild: Keystone)

Ebenfalls am Mittwochabend wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten in Palermo auf Sizilien verletzt, wie Ansa berichtete. Dort sei es nach einer Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Beschränkung ihrer Öffnungszeiten zu Flaschenwürfen und dem Abschiessen von Feuerwerkskörpern gekommen. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Die Polizei habe von einigen Beteiligten die Personalien aufgenommen.

Auch in Palermo eskalierte eine Demonstration in Gewalt. (Bild: Keystone)
Macron verordnet Franzosen harte Corona-Massnahmen

Ein knappes halbes Jahr nach Ende des coronabedingten Lockdowns müssen sich die Franzosen auf neue Ausgangsbeschränkungen einstellen. Wie Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend ankündigte, werden neue und einschneidende Massnahmen gegen die zweite Welle der Corona-Epidemie vom Freitag an landesweit gelten.

Regierungschef Jean Castex will den neuen Massnahmen-Katalog am Donnerstag vor beiden Kammern des Parlaments erläutern. Es sei auch eine Abstimmung geplant, sagte Macron.

Mit den Ankündigungen des 42-jährigen Staatschefs spitzte sich die Krise im Land dramatisch zu. „Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause. Respektieren Sie die Regeln“, appellierte Macron in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. Er benutzte im Französischen den Ausdruck «confinement», was auch mit Lockdown übersetzt werden kann.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron kündigte in einer TV-Ansprache am Mittwochabend harte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an. (Bild: Keystone)
National League: Spielbetrieb vorläufig bis 1. Dezember

Die National League wird ihren Spielbetrieb vorläufig bis zum 1. Dezember aufrecht erhalten. Danach soll eine neue Lagebeurteilung vorgenommen werden.

Der am Mittwoch öffentlich gemachte Beschluss des Bundesrates, wegen den zuletzt wieder stark gestiegenen Zahlen von Coronavirus-Infizierten Grossveranstaltungen erneut zu verbieten und die Zuschauerzahl auf 50 zu beschränken, trifft den Schweizer Spitzensport hart.

Die Eishockey-Klubs der National League sind von der Massnahme besonders stark getroffen. Den Vereinen der höchsten Liga bricht ein Grossteil der Einnahmen weg, die vorab aus den Erlösen von Ticket-Verkauf, Catering und VIP-Aktivitäten generiert werden.

Den Entscheid zur Fortführung der Meisterschaft zumindest bis am 1. Dezember fällten die Vertreter der National-League-Klubs nach einer Telefonkonferenz. Am 2. Dezember werden die Führungen der Liga und der Vereine die Situation neu beurteilen.

Medien gehen mit dem Bundesrat hart ins Gericht

War der Bundesrat während der ersten Corona-Welle im Frühjahr noch weitherum für sein gutes Krisenmanagement gelobt worden, so brandet ihm nun aus der Schweizer Medienlandschaft eine Welle von Kritik entgegen. Die Landesregierung habe die zweite Welle unterschätzt und zu spät reagiert, heisst es in den Kommentaren der Schweizer Medien vom Donnerstag.

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Nach jüngsten Corona-Massnahmen: Die Schweizer Medien gehen mit dem Bundesrat hart ins Gericht. (Symbolbild: Keystone)
Circus Knie beendet Tournee per sofort

Nachdem der Bundesrat am Mittwoch neue Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verkündet hat, beendet der Circus Knie die diesjährige Tournee. Der Circus Knie halte sich an die Vorgaben und beende die Tournee mit der Abendvorstellung vom Mittwoch, teilte der Zirkus mit.

Weitere Informationen zur Rückabwicklung der Tickets seien ab Donnerstag auf der Website abrufbar. Die Zirkusfamilie beschäftigt insgesamt über 200 Artisten, Zeltarbeiter, Tierpfleger, Musiker und Chauffeure.

Tournee per sofort beendet: Der Circus Knie zieht wegen der am Mittwoch verschärften Massnahmen die Reissleine und stoppt sein Programm. (Archivbild: Keystone)
US-Experte Fauci: Vor Januar wird es keinen Corona-Impfstoff geben

In den USA wird es nach Ansicht des renommierten Immunologen Anthony Fauci vor Januar keinen Corona-Impfstoff geben. Klinische Studien für zwei experimentelle Impfstoffe seien weit fortgeschritten, die Erteilung einer Notfallzulassung durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei jedoch nicht vor Januar zu erwarten, sagte Fauci am Mittwoch in einer Videoschalte mit dem Fachmagazin «Jama Network». Fauci sagte, «es könnte Januar sein, es könnte später sein, das wissen wir nicht».

Die am weitesten fortgeschrittenen klinischen Studien sind Fauci zufolge jene für die Impfstoffe des Biotech-Unternehmens Moderna und die Studie von Pfizer. Der Pharmariese arbeitet mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammen. Für eine Notfallzulassung der FDA müssten die Daten der Hersteller die Verträglichkeit und die «anhaltende Wirksamkeit» ihres Impfstoffs belegen, sagte Fauci.

Faucis Äusserung stand im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt in Aussicht gestellt hat, dass es noch vor Jahresende einen Impfstoff geben werde.

Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci rechnet erst ab Januar oder später mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)
Bundesrätin trifft sich mit Vertretern der Sportbranche

Nach den neuen Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, die für den Schweizer Sport einschneidend sind, traf sich Sportministerin Viola Amherd mit Vertretern von Swiss Olympic und Ligen zu einem runden Tisch.

Die Parteien unterstrichen die Wichtigkeit des Sports, von dem rund 100’000 Arbeitsplätze abhängen. Gleichzeitig betonten alle, die allgemeinen Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie mitzutragen, wofür schweizweit geltende Regelungen und Lösungen für die Organisation des Amateur- und Profisports zentral sind. Amherd äusserte ihr Verständnis für die schwierige Situation. Der Bundesrat sei sich bewusst, dass zahlreiche Bereiche und Sektoren beträchtliche Verluste erlitten haben und strukturell bedroht sind.

Krisensitzung in Portugal

Portugal hat einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen 24 Stunden seien in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 3’960 Ansteckungen erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch in Lissabon mit. Wegen der rapide steigenden Zahlen berief Ministerpräsident António Costa für Samstag eine Sondersitzung seines Kabinetts ein.

Dabei werde man über neue Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten, teilte die sozialistische Regierung mit. Die Lage sei kritisch, sagte der für Gesundheit zuständige Staatssekretär António Lacerda Sales.

Frankreich schliesst Bars und Restaurants

Mit Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschärft Frankreich seinen Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Die Beschränkungen sollen von Freitag an gelten, kündigte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an.

Der 42-Jährige machte deutlich, dass die Beschränkungen weniger streng sind als im Frühjahr, als das öffentliche Leben des Landes weitgehend lahmgelegt wurde. So sollen die Schulen geöffnet bleiben. Bars und Restaurants müssen jedoch schliessen. Die Massnahmen sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet. «Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause», appellierte Macron an seine Landsleute.

Macron machte deutlich, dass die Lage dramatisch ist. «Wir werden von der Beschleunigung der Epidemie überrollt», sagte er. Die Entwicklung trifft auch andere europäische Länder.

Kulturbranche blutet

Wie der Bundesrat am Mittwoch mitgeteilt hat, sind in der Schweiz bis auf weiteres nur noch kulturelle Anlässe mit maximal 50 Personen erlaubt. Zahlreiche Aufführungen und Festivals wie etwa das JazzOnze+ Festival in Lausanne, das vom 29. Oktober bis am 1. November zum 33. Mal hätte stattfinden sollen, bedeutet das gemäss umgehend verschickten Communiqués eine kurzfristige Absage.

Und schlimmer noch: «Die Limite von 50 Personen entspricht de facto einem Berufsverbot für die meisten Veranstaltenden und schlussendlich auch für die Kulturschaffenden», sagt Stefan Breitenmoser, Geschäftsführer der Swiss Music Promoters Association (SMPA) auf Anfrage von Keystone-SDA. Um Konzerte oder Aufführungen kostendeckend durchführen zu können, brauche es mehr Publikum.

Hoffnung setzt die schweizweite Taskforce Culture, der die Swiss Music Promoters Association angehört, in die beschlossenen Unterstützungsmassnahmen. Nur wenn diese bald umgesetzt und unbürokratisch angewendet werden, können alle Kulturunternehmen und Kulturschaffenden diese Krise überleben, so Breitenmoser weiter.

Anne Frank Haus muss Stellen streichen

Wegen der Corona-Massnahmen ist das Anne Frank Haus in Amsterdam in finanzielle Schwierigkeiten geraten. 15 Stellen – etwa ein Fünftel – müssten gestrichen werden, teilte das Museum am Mittwoch mit.

Auch in der Bundesliga nur noch Geisterspiele

Auch die deutsche Bundesliga wird wieder Geisterspiele austragen müssen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten wollen wegen der sprunghaften angestiegenen Infektionszahlen die Zuschauer zumindest bis Ende November wieder aus den Stadien verbannen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch.

Massive Einschränkungen in Deutschland beschlossen

Bund und Länder haben sich in Deutschland bei ihrem Corona-Krisengespräch am Mittwoch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt.

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Deutschland setzt Corona-Reisewarnung für ganze Türkei in Kraft

Die deutsche Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft.

Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Muğla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

Aktienmärkte schwächeln weiter

Die Sorgen um die Corona-Pandemie lässt die Aktienmärkte in der Schweiz und weltweit am Mittwoch weiter sinken. Angesichts der rasant steigenden Zahlen an Neuinfektionen greife die Angst vor einem zweiten Lockdown und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft um sich, heisst es im Handel. Dazu komme die Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen.

Noch sei nicht sicher, wie umfassend ein neuer Lockdown sein werde, hiess es. Neben der Schweiz will etwa auch Frankreich verschärfte Massnahmen einführen und in Deutschland soll ebenfalls eine härtere Gangart gegen das Virus gefahren werden. Offen sei auch die Frage, ob und wann die Massnahmen das Tempo der zweiten Infektionswelle bremsen oder sie gar brechen würden.

Der Schweizer Leitindex SMI notierte am Nachmittag gegen 14.50 Uhr um 2,2 Prozent im Minus auf 9’650 Punkten, nachdem die vergangene Woche noch 10’000 Punkten beendet hatte. Auch an den anderen wichtigen europäischen Märkte sacken die Indizes ab: So taucht der deutsche Leitindex Dax um 3,8 Prozent ab und der französische Cac40 verliert 3,3 Prozent. Auch die US-Märkte haben tief im Minus eröffnet: Der Dow Jones notiert kurz nach Handelseröffnung um 1,9 Prozent im Minus.

Deutschland will Kontakte ab Montag massiv einschränken

Bund und Länder wollen in Deutschland die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen.

Deutschlandweit sollen die Massnahmen bereits vom 2. und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Video-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Nach zwei Wochen – also etwa um den 11. November – wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Massnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Bund rechnet mit coronabedingtem Defizit von 20 Milliarden Franken

Für das laufende Jahr rechnet der Bund mit einem Defizit von 20 Milliarden Franken. Davon sind 18,1 Milliarden auf die ausserordentlichen Ausgaben zur Abfederung der Corona-Pandemie zurückzuführen. Das zeigt die zweite Hochrechnung des Bundesrats.

Budgetiert war ein Überschuss von 0,3 Milliarden Franken. Die Unsicherheit ist gemäss Mitteilung des Bundesrats vom Mittwoch aber noch immer gross. Der Anstieg der Corona-Fallzahlen könne bis Ende Jahr noch grössere Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben.

Corona-Ansteckungen im Aargau erreichen neuen Tageshöchstwert

Am Dienstag sind im Kanton Aargau 439 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Dabei handelt es sich um einen neuen Tageshöchstwert, seit die Daten erfasst werden.

Am Montag waren 265, am Sonntag 157, am Samstag 322 und am Freitag 264 neue Fälle registriert worden. Mit Stand vom Dienstag wurden im Aargau insgesamt 6’178 bestätigte Infektionen gezählt, wie der Kanton am Mittwoch auf seiner Website bekannt gab. 60 Personen starben bislang im Aargau an den Folgen von Covid-19. Am Dienstag kam kein neues Todesopfer hinzu.

Das Contact Tracing Center betreute am Dienstag 794 infizierte Personen, die sich in Isolation befanden. Seit Beginn der Rückverfolgung im vergangenen Mai waren es insgesamt 3’381 Menschen. Wie viele Personen sich aktuell in Quarantäne befinden, weil sie engen Kontakt mit einem Infizierten gehabt haben, gibt der Kanton nicht mehr bekannt. Die entsprechende Statistik sei aktuell pausiert.

Nächster Corona-Fall in der Super League: Servette-Trainer Alain Geiger positiv getestet

Die Super-League-Mannschaft von Servette muss vorderhand ohne Cheftrainer Alain Geiger auskommen. Der in einer Woche 60 Jahre alt werdende frühere Schweizer Internationale ist am Dienstag nach leichten Symptomen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hat sich in häusliche Isolation begeben.

Geiger ist der dritte Corona-Fall im Team von Servette. Vor einer Woche hatten Torhüter Jérémy Frick und der Captain Anthony Sauthier positive Tests abgegeben. Die Gesundheitsbehörde des Kantons Genf hatte trotzdem darauf verzichtet, eine Quarantäne für die Mannschaft anzuordnen. Nach Einschätzung des Amtes werden die Hygiene-Massnahmen und die Abstands-Regelungen bei Servette strikte eingehalten.

Der dritte Corona-Fall bei Servette: Trainer Alain Geiger wurde positiv getestet. (Bild: Keystone)
Deutsche Bundesregierung und Länder beraten über schärfere Corona-Massnahmen

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben am Mittwoch in einer Video-Konferenz mit ihren Beratungen über schärfere Corona-Massnahmen begonnen.

Schon vor der Konferenz ist bekannt geworden, dass nach den Vorstellungen des Bundes auf deutsche Bürgerinnen und Bürger im November massive Einschränkungen im Alltag zukommen. Danach sollen sich unter anderem nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen.

Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben. Die Länder sollten aber weitere Schutzmassnahmen einführen. Einzelhandelsgeschäfte sollen unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet bleiben. Es müsse aber sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter aufhalte. Theater, Opern oder Konzerthäuser sollen schliessen. Dies gilt auch für Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmeeinrichtungen. Auch Bordelle und andere Prostitutionsstätten sollen geschlossen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland verschärfen. (Bild: Keystone)
Heineken und Carlsberg mit aufgebesserter Bilanz dank Bierdurst im Sommer

Nach dem Corona-Shutdown im Frühjahr mit geschlossenen Bars und Restaurants ist der Bierdurst im Sommer in Teilen der Welt zurückgekehrt. Bei Heineken sorgte die Nachfrage in Amerika dafür, dass der Bierabsatz insgesamt weniger stark schrumpfte als befürchtet.

Der dänische Konkurrent Carlsberg hob am Mittwoch sogar seine Jahresziele an, nachdem im dritten Quartal der Absatz in Russland und China wieder anzog.

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Chaos in der Swiss Eishockey-League

Die Partie in der Swiss League zwischen Langenthal und den Biasca Ticino Rockets vom Dienstag wurde verschoben, weil bei mehreren Langenthaler Akteuren Covid-Symptome aufgetreten sind. Das gesamte Team wurde getestet und befindet sich vorsorglich in Quarantäne.

FIFA-Präsident Infantino positiv auf das Coronavirus getestet

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der in Zürich beheimatete Fussball-Weltverband mitteilte, weist der 50-jährige Walliser leichte Symptome auf. Er hat sich für zehn Tage in Isolation begeben.

Gianni Infantino hat Covid-19. (Archivbild: Keystone)
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