Viele Faktoren spielen beim Ausgang der Wahlen eine Rolle. (Bild: Unsplash)
Basel

Was bei den Grossratswahlen passieren könnte – Eine Prognose

Wer verliert, wer gewinnt bei den Grossratswahlen? Ziehen sich die Ergebnisse der Regierungsratswahl auch durch die des Parlaments?

Wahlergebnisse vorher zu sagen, ist immer so eine Sache. Extrem viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Hier trotzdem ein Versuch, in den auch die Ergebnisse der Regierungswahlen einfliessen. Gegen 16 Uhr werden wir wissen, was davon zutrifft.

Die CVP

Der Wahlerfolg von Lukas Engelberger täuscht, die CVP wird ihre Sitze maximal halten können. Engelberger war in den letzten Monaten mit seinem (nationalen) Corona-Management sehr präsent und überzeugte. Schaut man sich die Ergebnisse der anderen CVP-Kantonalparteien an, fällt das Fazit 2020 durchmischt aus.

Die GLP

Die GLP wird zulegen können, das gelang ihr, teilweise enorm, in allen Wahlen, die dieses Jahr stattfanden. Wahrscheinlich wird sie sowohl aus dem Bürgerlichen, als auch dem linken Lager Stimmen abgreifen können.

Die FDP

Verlieren wird auch die FDP. Sie wird von der LDP regelrecht verschluckt. Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen halbierte sie ihr Ergebnis im Vergleich zu 2012. Der Partei ist es in der letzten Legislatur nicht gelungen, sich hervor zu tun. In allen kantonalen Wahlen 2020 hat die Partei zudem verloren.

Das Grüne Bündnis

Die Grünen reiten weiterhin die Grüne Welle, die bei den Nationalratswahlen 2018 deutlich zu sehen war. Auch kantonal hat die Partei zuletzt ausnahmslos zugelegt, teilweise sehr stark. Es ist abzunehmen, dass das auch im Kanton Basel-Stadt so aussehen wird. Dafür spricht auch die hohe Stimmbeteiligung, die traditionell rot-grün hilft. Innerhalb des Grünen Bündnisses könnte es zu einer Verschiebung von der BastA! zu den Grünen kommen. Von Linksaussen könnte die Kommunistische Liste – PdA der Partei Stimmen abgrasen.

Die SP

Die SP wird Stimmen an die Grünen, aber auch die Grünliberalen verlieren. Gleichzeitig büsste die Partei wohl am wenigsten in der Aussenwirkung im Wahlkampf ein, mit ihrem Telefonmobilisierung hat sie gemäss eigenen Angaben mit über 10’000 Personen sprechen können. Schaut man sich die vergangenen kantonalen Wahlen der Schweiz 2020 an, zeichnet sich ein durchmischtes Bild ab.

Die SVP

Die SVP tritt aus einer schwierigen Position heraus an. Einerseits schwächelt die Partei auf nationaler Ebene enorm, fährt eine Abstimmungsschlappe nach der anderen ein. Dieses Bild verstärkt sich beim Blick in die anderen Kantone: Bei den bisherigen Wahlen 2020 verlor die Partei auf ganzer Linie. Erschwerend kommt hinzu, dass die Partei zahlreiche Bisherige hat, die nicht mehr antreten und deren Wiederwahl meist gesichert wäre. Damit fehlen ihr einige bekannte Aushängeschilder, die Stimmen bringen. Wahrscheinlich scheint, dass die Partei Sitze verliert. Dies auch, weil die parteiinternen Streits nachhallen und die Partei schwächen.

Die LDP

Die LDP könnte auf Kosten der FDP weiter zulegen. Bei ihr ist kein Vergleich mit anderen Kantonalparteien möglich, ist sie doch das einzige Überbleibsel der LDP Schweiz. Für einen Zuwachs auf Kosten der FDP sprechen auch die Zwischenresultate der Regierungsratswahlen. Der Partei gelang es, gleich zwei Regierungsräte in die Regierung zu befördern, der Kandidat der FDP liegt deutlich hinter ihnen. Stand jetzt wird die Partei zwei Regierungsmitglieder stellen. Dabei ist aber festzuhalten, dass Regierungsratswahlen natürlich Kopfwahlen sind, es kann also auch einfach sein, dass Baschi Dürr, vielleicht auch aufgrund seines Departements, als Einzelperson ausserordentlich schlecht abschneidet.

Kleinparteien

Die Kleinparteien werden Sitze erobern können. Dies, weil die Listen dieses Jahr nicht mehr die 4 Prozenthürde knacken müssen, damit Kandidierende überhaupt gewählt werden können. Profitieren wird davon sicherlich Eric Weber mit seiner VA (Volks-Aktion gegen zu viele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat) und auch Christian Mueller vom FUK (Freistaat Unteres Kleinbasel) hat wohl reale Chancen, Grossrat zu werden.

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