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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Oktober 2020.
Basel

Bis Januar dreht das Riesenrad auf dem Münsterplatz

Am 24. Oktober hätte die Herbstmesse begonnen. Trotz Pandemie will Basel deren 550-jähriges Bestehen zelebrieren - bereits am Samstag zog das viele Leute an.

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Basler Herbstmesse, wird jene aufgrund der Pandemie abgesagt. Ab Samstag findet man auf dem Münsterplatz jedoch Trost. Das Riesenrad dreht und es wird im Verlauf des angebrochenen Jubiläumsjahrs nicht die einzige Attraktion bleiben.

Münsterplatz in Messestimmung

Auf dem Münsterplatz dreht seit dem 24. Oktober das grösste Riesenrad der Schweiz seine Runden. Bereits vor Mittag standen die Leute an, um eine der ersten Runden im Jahr 2020 zu drehen. Ein Trostpflaster für die abgesagte Herbstmesse.

Eine der ersten Riesenradfahrten auf dem Münsterplatz im Jahr 2020. Ohne Herbstmesse aber mit herbstlichem Flair. (Video: Telebasel)

«Es ist ein wundervolles Gefühl, dass das jetzt steht», meint Manuel Staub, Leiter Messen und Märkte Basel-Stadt, gegenüber Telebasel. «Uns ist es wichtig, dass wir überhaupt etwas machen konnten», fügt Staub hinzu. Bis im Januar steht das Riesenrad zusammen mit einem Confiseriestand, der alle zwei Wochen wechselt, auf dem Münsterplatz.

«Grossartig, wie sich die Leute für die alten Bräuche interessieren»

Franz Baur, der bereits seit 31 Jahren die Herbstmesse in der Martinskirche mit dem «Mässglöggli» einläutet, brachte auch heute die Glocken zum Klingen. Doch nicht im Sinne der Herbstmesse, sondern um das Jubiläumsjahr einzuläuten. Auch das zog die Leute an. Knapp zweihundert Leute sahen und hörten sich das Spektakel an.

«Ich muss einen Moment stutzen und sagen, es ist einfach grossartig, wie sich die Leute für diese alten Bräuche interessieren. Auch wenn es nicht die Messe ist, sondern das Jubiläumsjahr», sagt Baur, als er aus dem Kirchenturm kam.

Besonders am diesjährigen Einläuten war, dass alle Glocken läuteten. «Das Mässeglöcklein hörte man, aber wir haben alle Glocken der Martinskirche erklingen lassen, um ein Zeichen zu setzen», erklärt der Messeglöckner und ehemalige Primarlehrer.

Jubiläumsprogramm dauert ein ganzes Jahr

Nun findet man auf dem Münsterplatz nebst dem Confiseriestand und dem Riesenrad auch Informationssäulen. Die Säulen informieren über das 550-jährige Bestehen der Herbstmesse. Die Säulen sollen auch Schulklassen dazu einladen, sich inhaltlich mit der Herbstmesse und deren Bräuche auseinanderzusetzen. Dazu können Volksschulklassen eine gratis Runde auf dem Riesenrad drehen.

Doch diese Attraktion auf dem Münsterplatz bleibt nicht die einzige. Ab Januar ziehen die Informationssäulen weiter auf den Barfüsserplatz. Das Riesenrad wird dort von einer neuen Attraktion abgelöst, wie auch der Verpflegungsstand, der all zwei Wochen wechselt. So sollen möglichst viele Standbetreiber berücksichtig werden. «Das ist eine Herzensangelegenheit», meint Manuel Staub.

Ab Mitte April wandert das Ganze vom Barfüsserplatz zum Peterplatz. Im August landet alles auf dem Messeplatz, wo die Informationssäulen und die ausgewählte Attraktion bis zur Herbstmesse 2021 das Jubiläumsjahr weiter zelebrieren, und die traurigen Herbstmesse-Fans trösten soll.

2 Kommentare

  1. Tja, „man“ muss sich halt jetzt – ob’s einem passt oder nicht – den Gegebenheiten anpassen (stark steigende Corona-Fallzahlen). Ist es wirklich sooo schlimm für die Kinder, wenn einmal die Messe ausfällt? Kinder sind oft verständnisvoller als erwachsene Personen 🙂 Dafür ist – hoffentlich – die Freude nächstes Jahr umso grösser. Wenn wir die totale globale Wirtschaft wollen, dann hat dies auch Konsequenzen, sehen wir ja jetzt; anstatt immer mehr grenzenlos, wieso nicht einmal ein bisschen weniger von allem – ich denke, wir sind hier in der Schweiz zu verwöhnt.Report

  2. Was für eine trostlose Szene! Keine Musik beim Riesenrad (immerhin endlich mal ein schönes nach dem jahrelangen, ablöschenden Bayern-Rad!), keine Mini-Eisenbahn oder Rössliryti für die Kleinen, damit die auch ein bisschen Mäss-Stimmung mitkriegen (natürlich mit Corona-Managment) – aber das überrascht in Basel leider nicht mehr. Nicht mal dabei statt mittendrin – Beamtenarbeit nach Schema F.Report

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