«Yystoo für e FCB» lehnt die vom aktuellen Vereinsvorstand vorgeschlagene Totalrevision der Statuten in vorliegender Form ab. (Bild: Yystoo.ch)
Basel

«Yystoo» lehnt FCB-Statutenänderung ab

«Yystoo für e FCB» lehnt die vom aktuellen Vereinsvorstand vorgeschlagene Totalrevision der Statuten in vorliegender Form ab und nennt folgende Gründe.

Aus mehreren Gründen lehnt «Yystoo für e FCB!» die vorgeschlagene Totalrevision der Statuten ab. Der intensive Vernehmlassungsprozess und enge Austausch mit den Mitgliedern fand ihres Erachtens nicht statt, wie es in einem Statement auf ihrer Homepage geschrieben steht.

Die fünf Punkte

Zudem sei die Gegenüberstellung der alten und neuen Statuten äusserts unübersichtlich, wie es weiter heisst. Querverweise, Anmerkungen oder Erklärungen würden fehlen. Vor allem die folgenden Punkte geben für «Yystoo für e FCB!» Anlass zur Kritik:

  • Fehlende Geschichte
  • Unklare Vertragslage
  • Unterhalt einer Geschäftsstelle
  • Willkür und Beschneidung der GV
  • Unabhängige Delegiertenfunktion

Aus diesen Gründen sei die Totalrevision der Statuten zurückzuweisen, heisst es in diesem Statement weiter. Sie befürchten sonst eine «Entmachtung der Mitglieder». Ihre Forderung: «Der neu zusammengesetzte Vorstand soll den neuen Statutenentwurf einer weiteren Überarbeitungsrunde unterziehen und einen ernsthaften Vernehmlassungsprozess veranlassen.» Das Ergebnis soll dann an der nächst jährigen Generalversammlung den Mitgliedern zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden.

Eine Einigkeit mit der aktuellen FCB-Vereinsvorstand findet die Bewegung in der Frage nach dem neuen Vereinspräsident. Die vorgeschlagene Kandidatur von Reto Baumgartner als neuer Präsident des FC Basel 1893 begrüsst «Yystoo für e FCB!»:

«Als langjähriges Vorstandsmitglied garantiert er eine gewisse Kontinuität. In der jetzigen Situation erachten wir es als wichtig, dass er unabhängig von Aktiengesellschaft und Holding ist. Durch seine Arbeit im Vorstand sowie als ehemaliger FCB-Spieler kennt er den Club und sein Umfeld bestens. Zudem verfügt er über ein breites Netzwerk in der Region Basel und «Yystoo für e FCB!» hat gute Erfahrungen im Kontakt mit ihm gemacht.»

Ton wird schärfer

Zu weiteren Kandidaturen möchte sich «Yystoo für e FCB!» nicht äussern. Es liege an den Vereinsmitgliedern, wie sie den neuen Vorstand zusammensetzen möchten, heisst es im Statement weiter. Zum Schluss der Mitteilung wird der Ton aber wieder schärfer:

«Sowohl bei der Bildung der FC Basel Marketing AG im Jahr 1997 (Vorgängerin der heutigen Holding), der Schöpfung des heutigen Konstrukts mit Aktiengesellschaft, Holding und Verein als auch beim Führungs- und Besitzerwechsel von Bernhard Heusler zu Bernhard Burgener hatten die Mitglieder stets das letzte Wort.

Nie gab es eine Führung beim FCB, welche nicht von einer Mehrheit der Vereinsmitglieder getragen wurde. Darum erwarten wir von Bernhard Burgener, Roland Heri und allen möglichen Nachfolgern, dass sie auch künftig an Generalversammlungen des Vereins anwesend sind, den Mitgliedern Rede und Antwort stehen und weiterhin durch eine Wahl bestätigt werden müssen.

Für die kommende Generalversammlung tun sie dies im Rahmen der Beschlussfassung über die Stimmabgabe des Delegierten an der GV der FC Basel 1893 AG zum Traktandum Wahl des Verwaltungsrates. Sollte eine Mehrheit der Mitglieder ihnen das Vertrauen entziehen, sollten sie geordnet aus allen Verantwortungspositionen beim FCB zurücktreten und eine Übergabe zu neuen Besitzverhältnissen aufgleisen. Alles andere würde die fast 127 Jahre alte Geschichte des Vereins und des gesamten FCB mit Füssen treten.»

Muss die GV verschoben werden?

Bis jetzt ist unklar, ob die für den 9. November angesetzte Generalversammlung durchgeführt werden kann oder in welcher Form. Wegen dem Verbot von Grossveranstaltungen über 1’000 Personen muss die aktuelle Vereinsleitung nach Lösungen suchen, denn erfahrungsgemäss kommen mehr als 1’000 Personen zu diesem Anlass, wie es auf der Vereinswebseite heisst:

«Der Kanton Basel-Landschaft hat entschieden, ab dem 1. November 2020 keine Grossveranstaltungen mit über 1’000 Personen mehr zu bewilligen. Die FCB-Clubleitung wird sich nach diesem Entscheid schnellstmöglich austauschen, die entsprechenden Beschlüsse fassen und die Vereinsmitglieder über das weitere Vorgehen informieren.»

1 Kommentar

  1. Da staunt der FCB Fan.

    Das selbsternannten Dream Team von Yystoo, hielt es für überflüssig, bei den über 9000 Mitunterzeichner nach ihrer Legimitation oder was diese von deren Nominierung halten, nachzufragen. Es wurde auch keine Wahlen oder Umfragen bei den Mitunterzeichnenden gemacht, inwieweit diese in ihrem Namen, Sprecher und Handeln dürfen.
    Die grossen Parolen, wie die Fans miteinbeziehen und mitbestimmen lassen, sind plötzlich nicht mehr massgebend. Hauptsache das «Fünfer-Ticket» unter der undemokratischen Führung von Fassbind bestimmt den eigenmächtigen Kurs von Yystoo.Report

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