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Der Telebasel Glam Beitrag vom 26. Oktober 2020.
Basel

Von Physik bis Poesie – Künstler Raphael Hefti stellt aus

Der Künstler Raphael Hefti macht das Unmögliche möglich und zeigt was Physik und Poesie gemeinsam haben. Zurzeit sind seine Werke in der Kunsthalle zu sehen.

Gleich zu Beginn der Ausstellung wird der Besucher gefordert. Nicht nur, weil er sich durch ein Labyrinth von schweren schwarzen Objekten kämpfen muss, sondern auch weil diese, so hat es den Eindruck, einem die Luft zum atmen nehmen. «Das ist von der Dramaturgie her auch so gedacht. Ich wollte die Besucher gleich zu beginn mit diesen Objekten ‚wecken‘. Es liegt eine schwere in der Luft, so muss sich der Besucher in diesem Raum, mit dem eigenen Körper auseinandersetzten.» So Hefti zu Telebasel. Die Skulpturen sind aus Sand und wiegen 27 Tonnen. Man sei für die Ausstellung in diesem Raum, gewichtsmässig bis ans Limit gegangen.

Der Telebasel Glam Beitrag vom 23. Oktober 2020:

(Video: Telebasel)

Ans Limit gehen und verschiedene Materialien zu etwas bringen, was unmöglich scheint. Genau das macht Raphael Hefti und begeistert so die Besucher. Am liebsten verwendet der Künstler Alltagsmaterialien und kommt so immer wieder mit verschiedenen Berufsgattungen in Berührung.

Die Legierung der Sandskulpturen zum Beispiel, ist dieselbe wie die einer bekannten Automarke. Die Oberfläche seiner farbigen Bilder, kennt man von Smartphones und Laptops. Inspiration findet Hefti im Alltag, seine Neugier bringt ihn dann dazu, mehr aus dem Material zu machen. Da stösst er meist zuerst auf Unverständnis. «Ich arbeite mit den verschiedensten Firmen und Menschen zusammen, die, die Materialien die ich verwenden möchte, für ihre tägliche Arbeit verwenden. Wenn ich mit einer Idee ankomme, heisst es eigentlich immer zuerst, dass dies nicht gehe und das es nicht funktionieren werde. Ich kann dann aber meistens ihr Interesse wecken und wir probieren es aus.»  Mit Erfolg.

Die Ergebnisse erfreuen nicht nur den Künstler, sondern auch die Menschen, die ihn bei den Werken unterstützt haben. «Oftmals sind sie richtig begeistert und fasziniert was aus dem Material, dass sie in und auswendig kennen, alles werden kann. Sie sehen so eine ganz andere Seite des Materials.»  Dies konnte man auch während des Interviews spüren, immer wieder kamen Menschen, die mit Hefti an den verschiedenen Objekten gearbeitet haben, dankten ihm für die Zusammenarbeit und zeigten die Werke stolz der eigenen Familie.

Die Ausstellung «Salutary Failures» von Raphael Hefti ist noch bis und mit dem 3. Januar 2021 in der Kunsthalle Basel zu sehen. 

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