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Der Telebasel News Beitrag vom 23. Oktober 2020.
Region

Spitäler beider Basel kämpfen gemeinsam gegen die Corona-Flut

«Es kann sein, dass wir an die Überlastung des Gesundheitssystems kommen», so Chefarzt der Unispital-Intensivstation. Doch die Spitäler wappnen sich gemeinsam.

Die Auslastung des Gesundheitswesens in der Schweiz spitzt sich zu. In einigen Regionen droht bereits die Überlastung der Spitäler. Im Unispital Basel ist die Lage bisher noch entspannter. Im Baselbiet sind bereits die Hälfte der Beatmungsplätze aus dem Normalbetrieb mit Covid-Patienten belegt. Nun spannen die beiden Basel zusammen.

«Eine der ganz grossen Lehren, die wir aus der ersten Welle ziehen konnten»

Während der ersten Welle der Pandemie war der Kanton Baselland auf den Intensivstationen überlastet. «Die Intensivstationen in der Region, vor allem in Stadt-Basel, hätten noch Kapazität gehabt», erklärt Lukas Fischler, Chefarzt der Intensivmedizin des Kantonsspitals Liestal.

Nun wollen die regionalen Spitäler, dass die Auslastung der Intensivpflege verteilt wird. «Wir sind jetzt eigentlich kurz vor einer Vereinbarung, die klärt, wo man welche Patienten wie lange behandelt.» Laut Chefarzt der Intensivstation des Unispitals Basel Hans Pargger sind die Spitälern Bruderholz, Liestal, Universtitätsspital Basel und das Claraspital involviert.

«Das ist eine der ganz grossen Lehren, die wir aus der ersten Welle ziehen konnten», meint Fischler. Dass ein Spital aus der Region allein so überlastet wird, wie es bei der ersten Welle der Fall war, soll nicht mehr vorkommen. «Wir schauen, dass wir unsere Patientenanzahl über die Intensivstationen verteilen», so Fischler.

Sorgenbarometer steigt, Ressourcen auch

«Ich mache mir bereits seit Sommer Sorgen. Dass das kommt, wussten wir alle, nur nicht wie», schätzt Chefarzt der Intensivstation des Basler Unispital Hans Pargger die aktuelle Lage ein und meint weiter: «Wir denken es ist wichtig, dass die Leute wissen, dass die Situation ernst ist.»

Momentan läuft in den Spitälern alles noch im Normalbetrieb. Wenn die Covid-Patientenzahlen weiter ansteigen, würde sich das ändern. Nur noch dringende Operationen würden durchgeführt werden und die Beatmungsplätze aufgestockt. Wie bei der ersten Welle der Pandemie.

«Wir hatten dort bis auf 20 Beatmungsplätze ausgebaut und hatten siebzehn von denen wirklich auch gefüllt», erklärt Lukas Fischler am Freitag gegenüber Telebasel. «Das heisst wir haben nicht nur Trockenübungen durchgeführt», laut Fischler sei man vorbereitet auf die nächste Phase.

Von einer kommenden Überlastung gehen die beiden Basel nicht aus. Doch: «Das Entscheidende ist, dass wir nicht genau wissen, wie die Entwicklung in den nächsten Wochen sein wird», so Pargger. Zwar ginge man davon aus, dass man alle Ressourcen und die Arbeit bewältigen könne, doch Pargger fügt hinzu: «Hundertprozentig sicher ist das selbstverständlich nicht.»

Wie es mit den Intensiv-Plätzen in den beiden Basel im Detail aussieht, erfahren Sie hier:

Der Telebasel News Beitrag vom 23. Oktober 2020.

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