«Der Tourismus braucht Jahre bis zur Erholung», so Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Seco. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer Tourismus wird sich erst 2023 oder 2024 erholen

Düstere Aussichten für die Tourismus-Branche: Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Seco schätzt, dass frühstens 2023 eine Erholung erfolgt.

Der Tourismussektor ist besonders stark von der Corona-Krise betroffen. Laut Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), wird es Jahre dauern, bis sich die Branche von den negativen Auswirkungen der Pandemie erholen wird.

«Wir erwarten erst für 2023 oder 2024 eine vollständige Erholung», sagte Jakob. Er sprach erneut von einem «historischen Rückgang von Übernachtungen in der Schweiz» im laufenden Jahr. Die Unterschiede zwischen Städten und Bergregionen sind gross. Vor allem der urbane Tourismus leide – dort gebe es einen Umsatzrückgang von bis zu 60 Prozent.

Der Bundesrat sei sich der schwierigen Situation bewusst. Er habe zahlreiche Massnahmen ergriffen. Aktuelle Branchenumfragen zeigten, dass Covid-Kredite und auch Kurzarbeit flächendeckend zum Einsatz kämen.

Im Hinblick auf die kommende Wintersaison wünsche sich die Tourismusindustrie Planungssicherheit, sagte Jakob. «Die Saison findet sicher unter anderen Bedingungen statt als sonst.» Zentral sei die Einhaltung der Schutzkonzepte. Schweiz Tourismus plant laut Jakob am 13. November einen Informationanlass zur Wintersaison.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel