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International

Österreich beschränkt Kontakte im Kampf gegen Corona

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Polnische Polizei nimmt Anti-Corona-Demonstranten fest

Bei unangemeldeten Protesten gegen die geltenden Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Polizei in Warschau nach eigenen Angaben mehr als 100 Demonstranten festgenommen. «Die Polizisten gehen entschlossen und effektiv vor. Bisher wurden zur Vorbeugung mehr als 120 Personen festgenommen» teilte die Warschauer Polizei auf Twitter mit. Dem TV-Nachrichtensender TVN24 bestätigte ein Polizeisprecher, die Ordnungshüter hätten auch Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt. Die teils rechtsgerichteten Demonstranten hatten sich offenbar an mehreren Orten der Stadt zugleich versammelt.

Kiews Rathauschef Klitschko mit Corona-Infektion vor Wahl isoliert

In der Ukraine hat sich Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko vor seiner möglichen Wiederwahl als Bürgermeister in der Hauptstadt Kiew mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte der 49-Jährige am Samstagabend in mehreren sozialen Netzwerken mit. «Freunde! Das Coronavirus hat im unpassendsten Moment zugeschlagen», meinte er mit Blick auf den Wahlsonntag. «Ich fühle mich gut.» Er habe zwar versucht, sich zu schützen, aber die Arbeit als Bürgermeister in Pandemie-Zeiten bedeute auch ein ständiges Risiko. Er sei regelmässig getestet worden und werde nun aus der Selbstisolation weiter arbeiten, teilte Klitschko mit.

Der Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko hat sich vor seiner möglichen Wiederwahl als Bürgermeister mit dem Coronavirus infiziert. (Archivbild: Keystone)
Über 10'000 Tote in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 14 714 neue Corona-Infektionen gemeldet – so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Problemen bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, sind in den jüngsten Angaben zu Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10’000.

Österreich verschärft Maskenpflicht und beschränkt Kontakte

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionen gelten in Österreich ab diesem Sonntag verschärfte Schutzmassnahmen: In Innenräumen dürfen sich zu Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern nur noch sechs Personen treffen, draussen zwölf. Das gilt auch für Amateur-Chöre und Musikkapellen. Auf der Strasse muss wieder ein Meter Abstand gehalten werden, ausser zu Mitgliedern des eigenen Haushalts. In Restaurants dürfen nur noch sechs statt zehn Erwachsene an einem Tisch sitzen.

Die Maskenpflicht wird im öffentlichen Raum ausgeweitet, etwa an Bahnhöfen, Haltestellen und in Einkaufspassagen. Unter anderem müssen Opern- oder Theaterbesucherinnen und -besucher während der ganzen Vorstellung eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Masken sind auch bei Besuchen in Altenheimen nun Pflicht, ebenso auf Märkten drinnen und draussen. Grossveranstaltungen dürfen nur noch mit 1000 statt 1500 Teilnehmern drinnen und mit 1500 statt bislang 3000 draussen stattfinden.

Tausende demonstrieren gegen Corona-Massnahmen in London

In London haben erneut Tausende gegen die Corona-Massnahmen der britischen Regierung demonstriert. Vom Hyde Park aus marschierten die Teilnehmenden am Samstag mit Bannern und Plakaten durch das Zentrum der britischen Hauptstadt und forderten ein Ende der Corona-Beschränkungen. Der «Guardian» und die britische Nachrichtenagentur PA berichteten von «Tausenden Teilnehmern», die Polizei machte keine Angaben zu den Zahlen. Die Protestierenden sprachen sich gegen die Maskenpflicht aus und kritisierten die geltenden Massnahmen als Tyrannei oder Überwachung. Manche stellten auch die Pandemie an sich infrage. Aufgerufen hatte unter anderem die Organisation Save our Rights UK.

Tausende Menschen fordern in London ein Ende der Corona-Beschränkungen. (Bild: Keystone)
NLA-Meisterschaften werden fortgesetzt

Im Basketball werden die NLA-Meisterschaften der Männer und Frauen trotz der verschärften Massnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie fortgesetzt. Das entschieden die Vereine und der Verband. Die NLB-Saison der Männer dagegen wird nach dem Wochenende unterbrochen. Spätestens Ende November wird die Situation neu bewertet.

Papst Franziskus hält ohne Maske Audienz mit Spaniens Regierungschef

Papst Franziskus hat ohne Gesichtsmaske Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zu einer Audienz empfangen. Auf einem Foto, das der spanische Regierungschef nach dem Treffen am Samstag veröffentlichte, trugen weder Sánchez noch seine Frau oder der Papst Masken als Schutz vor dem Coronavirus. Auch auf einem Video, das der Vatikan später veröffentlichte, sprach der 83-jährige Franziskus ohne Mund-Nasen-Bedeckung vor dem mit Abstand zu ihm sitzenden Publikum.

Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Litauen und Lettland

In den beiden Baltenstaaten Litauen und Lettland haben die Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge Rekordwerte erreicht. In Litauen wurden am Samstag 474 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 259 – so viele neue Fälle wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie.

Die beiden Baltenstaaten im Nordosten Europas standen bislang in der Coronakrise durchaus gut da. Die Infektionszahlen waren anfangs im internationalen Vergleich eher gering. Zuletzt haben sie aber teils deutlich zugenommen.

Harter Lockdown: Kritik an Verkaufsverboten in Wales

Mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten hat die Regierung in Wales massive Kritik hervorgerufen. «Ich hätte nie gedacht, dass ich in einer Ära leben würde, in der Gänge im Supermarkt abgesperrt sind, weil man keinen Haartrockner, keine Babykleidung oder Kinderspielzeug kaufen darf, obwohl der Laden geöffnet ist», sagte der walisische Abgeordnete Andrew Davies am Samstag dem Sender Sky News.

Als Teil eines temporären Lockdowns dürfen Supermärkte nur noch «essenzielle Waren» verkaufen – selbst Geräte wie Wasserkocher oder Textilien wie Kissen und Bettlaken, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Supermärkten mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. Das stösst bei vielen Kunden auf Unverständnis.

Die Verkaufsverbote sind nur eine von vielen Massnahmen, mit denen die Regierung in Wales die rapide Ausbreitung des Coronavirus stoppen will. (Bild: Keystone)
Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren fordern schärfere Massnahmen

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren (ZGDK) fordern in der Vernehmlassung zur geplanten Verordnungsänderung den Bundesrat einstimmig dazu auf, «rasch griffige Massnahmen» gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ansonsten drohe ein Zusammenbruch des Contact Tracing und eine Überlastung des Gesundheitswesens.

Die ZGDK befürworte die «deutliche Ausdehnung der Maskenpflicht» in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz, falls der Abstand nicht eingehalten werden könne, hiess es in einer Medienmitteilung vom Samstag.

Maurer: «Folgen der Krise werden uns noch Jahre beschäftigen»

Laut SVP-Bundesrat Ueli Maurer werden «uns die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise noch Jahre beschäftigen». Dies sei noch nicht allen bewusst, sagte Maurer am Samstag an der digital durchgeführten Delegiertenversammlung der SVP.

Gesundheit sei wichtig, sagte Maurer. «Wir dürfen aber auch die Kosten nicht aus dem Blick verlieren». Der SVP-Bundesrat sprach auch die Auswirkungen auf die Psyche an, die nicht ausser Acht gelassen werden dürften.

Laut SVP-Bundesrat Ueli Maurer werden «uns die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise noch Jahre beschäftigen». (Bild: Keystone)

Das Virus dürfte nächstes Jahr ausklingen, so Maurer. Die Schulden, die die Schweiz wegen der Corona-Krise jetzt gemacht habe und die wirtschaftlichen Folgen «werden uns aber noch Jahre beschäftigen». Die Arbeitslosenzahlen dürften laut Maurer steigen und «wir werden mehr Konkurse haben, als uns lieb ist».

Der SVP-Bundesrat sprach auch über Tendenzen, die ihn mit Sorge erfüllten: Er begegne immer mehr Menschen, die ihm erzählten, dass man seine Meinung nicht mehr laut sagen dürfe. Es dürfe nicht sein, dass Leute ausgegrenzt würden, die eine andere Meinung verträten. Es gehe nicht an, dass die Meinungsfreiheit in einer Demokratie eingeschränkt werde.

Sommaruga: «Bundesrat wird weitere Massnahmen beschliessen müssen»

«Der Bundesrat wird weitere Massnahmen beschliessen müssen – sehr bald beschliessen müssen.» Das hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Rand einer Visite im Berner Inselspital am Samstag gesagt.

Die Bundespräsidentin hatte sich vor Ort über die Arbeit des Berner Universitätsspital im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informieren lassen.

Mehr dazu hier.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga kam für einen Spitalbesuch zum Inselspital in Bern. (Bild: Keystone)
Istanbuls Bürgermeister Imamoglu mit Coronavirus infiziert

Der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul, Ekrem Imamoglu, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Politiker der wichtigsten türkischen Oppositionspartei CHP sagte am Samstag in einem auf Twitter geposteten Video, er befinde sich jedoch im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung. Er sei häufig auf das Coronavirus getestet worden.

Am Freitagabend sei er mit hohem Fieber ins Krankenhaus gegangen. «Jetzt geht es mir eigentlich gut. Mein Fieber ist nicht schlimm (…) So Gott will, werde ich wieder gesund werden», sagte der seit Mitte 2019 amtierende Bürgermeister.

Spanien in Corona-Krise vor Rückkehr zum Alarmzustand

In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Massnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen «El País» und «La Vanguardia» am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. (Bild: Keystone)

Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Vortag auf «sehr harte Monate» eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.

Ausgangsbeschränkungen und Corona-Massentests in der Slowakei

In der Slowakei sind am Samstag landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschliesslich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmittelkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, ausser ins Testlabor fast nirgendwohin gehen – auch nicht zur Arbeit.

Der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic half vor Ort an den Teststationen mit. (Archivbild: Keystone)

In diesen Bezirken begann schon am Freitag unter der Regie des Verteidigungsministeriums die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Bewohner auf das Coronavirus getestet werden.

Tschechien bekommt 150 Beatmungsgeräte von EU-Partnern

Das von der Corona-Pandemie hart getroffene Tschechien bekommt Beatmungsgeräte aus einer gemeinsamen Reserve der Europäischen Union sowie aus den Niederlanden und Österreich. Damit werde einer Bitte Prags um 150 Geräte entsprochen, teilte EU-Krisenkommissar Janez Lenarcic am Samstag mit.

Die EU hatte nach dem Ausbruch der Pandemie gemeinsame Bestände an Schutzkleidung und medizinischem Gerät aufgebaut, die von Brüssel finanziert und in Deutschland und fünf anderen Ländern dezentral gelagert werden. Aus dieser Reserve kommen nach Angaben der Kommission 30 Beatmungsgeräte für Tschechien. Allein die Niederlande wollen 105 weitere an den EU-Partner liefern, Österreich stellt 15 bereit. Kommissionschefin Ursula von der Leyen dankte beiden Ländern am Samstag. «Wir halten zusammen», schrieb sie auf Twitter.

Keine Nachtbusse mehr – Bern stellt Moonliner-Betrieb erneut ein

In den Kantonen Bern und Solothurn verkehren ab Samstagnacht keine Nachtbusse mehr. Der Moonliner-Betrieb wird bis auf Weiteres eingestellt, wie die Nachtliniengesellschaft (NLG) mitteilte.

Grund sind laut Angaben des Unternehmens die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Wegen der Corona-Krise waren die Moonliner-Nachtbusse bereits von Mitte März bis Mitte August stillgestanden. Sie bringen in der Regel jeweils von Donnerstag bis Samstag am frühen Morgen Nachtschwärmer in ihre Wohngemeinde zurück.

Verkehren wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf Weiteres nicht mehr: die Moonliner-Nachtbusse in den Kantonen Bern und Solothurn. (Bild: Keystone)

Die Nachtliniengesellschaft ist seit gut zwei Jahrzehnten aktiv. Sie betreibt über 40 Nachtlinien zwischen den Grossräumen Bern, Biel, Thun, Solothurn und dem Berner Oberland. Sie fahren gegen 260 Gemeinden an.

Gut 80'000 Infizierte an einem Tag - Harte Massnahmen in Europa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit steigt und steigt. Täglich werden weitere Negativrekorde gemeldet. In den USA erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80’000. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete dort am Freitag 83’757 neue Fälle, rund 12’000 mehr als noch am Vortag. Auch in Europa gehen die Werte steil nach oben. Belgien, das in Relation zur Einwohnerzahl zu den am stärksten von der Pandemie getroffenen Staaten in Europa zählt, registrierte mit 15’432 Infektionen (20. Oktober) binnen eines Tages einen neuen Höchstwert.

Bund schlägt den Kantonen in Konsultation schärferen Massnahmen vor

Der Bundesrat schlägt den Kantonen schärfere Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor. Ein Konsultationsentwurf des Bundes sieht unter anderem eine Ausweitung der Maskenpflicht im Freien vor.

Der Bundesrat schlägt den Kantonen striktere Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor, unter anderem eine Ausweitung der Maskenpflicht. (Bild: Keystone)

Über den Konsultationsentwurf hatte am Samstag das Onlineportal «Blick.ch» berichtet. Der Bundesrat schlägt darin härtere Massnahmen vor, um das Virus zu stoppen. Laut dem siebenseitigen Papier, das auch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt, soll die Maskenpflicht massiv ausgedehnt werden. Sie soll auch im Freien in Siedlungsgebieten gelten.

Neuer Corona-Höchstwert in Belgien: 15'400 Infektionen an einem Tag

Belgien meldet mit 15’432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. Die Zahl sei für vorigen Dienstag registriert worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag unter Berufung auf das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano. Der vorherige Tages-Höchstwert lag bei 12’969 (18. Oktober).

Belgien meldet mit 15’432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. (Bild: Keystone)

Belgien hat nur 11,5 Millionen Einwohner und registriert trotzdem höhere Zahlen bei Neuinfektionen als Deutschland mit rund 83 Millionen Menschen. Der Trend zeigt nach Angaben von Belga immer noch steil nach oben: Im Durchschnitt registrierte Sciensano in den sieben Tagen vom 14. bis 20. Oktober 11 201 neue Ansteckungen, 56 Prozent mehr als in der Woche davor.

Musiker Samu Haber hat Corona – «Voice»-Dreharbeiten ohne ihn

Der finnische Musiker Samu Haber (44) ist positiv auf Corona getestet worden. Er habe vor dem Auftritt in einer finnischen Fernsehshow einen Test machen müssen, der positiv ausgefallen sei. «Ich konnte es erst nicht glauben, weil ich keine Symptome habe und mich ganz normal fühle», schrieb Haber am späten Freitagabend auf Instagram. Der Frontmann der Band Sunrise Avenue hat sich in Quarantäne begeben und wartet «auf bessere Tage».

Der Frontmann von Sunrise Avenue musste sich wegen eines positiven Corona-Tests in Quarantäne begeben. (Archivbild: Keystone)

Am Freitag standen in Berlin Aufzeichnungen an. Nach Angaben von ProSiebenSat.1 habe sich die Produktionsfirma noch am selben Tag mit dem örtlichen Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt. «Die aktuellen Dreharbeiten zur Show wurden am Abend mit der Genehmigung des Gesundheitsamts und unter strikter Einhaltung des ausgegebenen Massnahmenkatalogs ohne Samu Haber abgeschlossen», teilte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Polnischer Präsident Andrzej Duda mit Corona infiziert

Der polnische Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Präsidentensprecher Blazej Spychalski am Samstagmorgen auf Twitter mit. Der 48 Jahre alte Präsident fühle sich gut, betonte Spychalski. «Wir sind in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsdienst», schrieb der Sprecher weiter.

Der polnische Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Archivbild: Keystone)

Polen hatte am Freitag mit 13’600 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand gemeldet. Von Samstag an sollen neue Verschärfungen der Massnahmen die Verbreitung des Virus eindämmen.

USA verzeichnen Tagesrekord seit Pandemie-Beginn

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in den USA ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 80’000 gestiegen. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete am Freitag 83 757 neue Fälle, rund 12 000 mehr als noch am Vortag.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die USA verzeichneten am Freitag 83’757 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – so viele wie noch nie. (Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Fälle in päpstlicher Schweizergarde steigt auf 13

Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde am Freitag mitteilte. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns, hiess es weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

Pandemiewelle in Europa - neue Einschränkungen und Proteste

Die sich weiter zuspitzende Lage in der Corona-Pandemie hat weitere Einschränkungen des Alltagslebens in mehreren europäischen Ländern zur Folge. Seit Samstag gilt die Ausgangssperre in Frankreich in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Damit sind nun 46 Millionen Menschen beziehungsweise zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs von der Anti-Corona-Massnahme betroffen.

Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Mitternacht nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Und in Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen. In Italien kam es unterdessen zu Protesten.

Eine Übersicht zu den aktuellen Corona-Massnahmen in den verschiedenen europäischen Ländern finden Sie hier.

Die europäischen Staaten greifen zu neuen Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)
Proteste gegen Corona-Ausgangssperre in Neapel

In der süditalienischen Metropole Neapel haben in der Nacht zum Samstag Hunderte Menschen gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien in der Corona-Pandemie protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans und zogen unter anderem vor den Sitz der Regionalregierung. Sie warfen Feuerwerkskörper und zündeten Rauchbomben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei setzte demnach unter anderem Tränengas gegen die Protestierenden ein.

Neue Massnahmen im Kampf gegen Coronavirus in Frankreich

In Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Massnahmen. Ab Samstag betrifft dort die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien.

Neu ist die Ausgangssperre zum Beispiel im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Strassburg und auf Korsika. Ausserdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen. Im Grossraum Paris und acht weiteren Metropolen ist die Ausgangssperre bereits seit einer Woche in Kraft. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Strasse aufhalten.

Experte Tanner warnt vor Tatenlosigkeit der Schweiz

Epidemiologe und Mitglied der Covid-19-Taskforce des Bundes, Marcel Tanner, hat vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz gewarnt. Es zähle nun jeder Tag, sagte er dem «Blick» vom Samstag. Auch in den «Zeitungen der CH-Media» äusserte er sich.

«Wie die Massnahmen greifen, sehen wir ja erst nach zwei Wochen», erklärte Tanner gegenüber dem «Blick» weiter. Die Schweiz müsse die Kontakte rasch beschränken und die Menschen müssten sich weiterhin rigoros an die Grundmassnahmen halten, forderte er. So seien Händewaschen, Abstand halten und das Tragen von Masken eben unerlässlich. «Nach dem Lockdown waren wir damit erfolgreich», betonte er.

US-Impfstoffstudien von AstraZeneca und J&J laufen wieder an

In den USA werden zwei gestoppte Coronavirus-Impfstoffstudien fortgesetzt. Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca erklärte am Freitag, er habe seine klinische Studie bereits wieder aufgenommen.

Die US-Gesundheitsbehörden hätten dafür grünes Licht gegeben. Das Programm lag seit dem 6. September auf Eis, als bei der parallel in Grossbritannien laufenden Studie bei einem Probanden eine ernste neurologische Erkrankung festgestellt worden war.

In Grossbritannien sowie in Brasilien, Japan und Südafrika hatte AstraZeneca sein Programm bereits im September wieder aufnehmen dürfen, während die US-Behörde FDA den Fall noch untersuchte.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstaZeneca hat seine klinische Impfstoff-Studie wieder aufgenommen. (Symbolbild: Keystone)

Mehrere Corona-Infektionen bei slowakischen Parlamentariern

Mehrere Abgeordnete des slowakischen Parlaments haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Parlamentspräsident Boris Kollar brach am Freitag eine laufende Sitzung ab und organisierte Corona-Schnelltests für alle anwesenden Abgeordneten. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Freitagabend berichtete, fielen einige der Schnelltests positiv aus. Zuvor hatte der Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, Marian Kotleba, seinen positiven Befund öffentlich gemacht.

Zu der für Dienstag festgelegten Fortführung der Parlamentssitzung würden nun nur Abgeordnete zugelassen, die einen negativen Test vorweisen könnten, erklärte Parlamentspräsident Kollar.

Schweizer Kino-Verband kritisiert Schliessung von Kinos

Die Schliessung der Kinos in den Kantonen Wallis und Bern wegen der steigenden Corona-Fallzahlen hat Irritation und Sorge beim Schweizerischen Kino-Verband (SKV) ausgelöst. Er spricht von fatalen Auswirkungen auf die gesamte Filmbranche und auf das kulturelle Leben.

Seit der Wiedereröffnung der Kinos Anfang Juni 2020 nach dem nationalen Lockdown hätten die Schweizer Kinobetreiber ein Schutzkonzept umgesetzt, das sich bewährt habe, heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitagabend. Während den letzten fünf Monaten sei kein einziger Fall dokumentiert, in welchem sich eine Person in einem Kinosaal mit dem Coronavirus angesteckt hätte.

Der Schweizerische Kino-Verband kann die Schliessung der Kinos in den Kantonen Wallis und Bern nicht nachvollziehen. (Bild: Keystone)
Biden verspricht Wählern kostenlose Corona-Impfung
 

Verspricht seinen Wählern eine kostenlose Corona-Impfung: Präsidentschaftskandidat Joe Biden. (Bild: Keystone)

Eine Impfung gegen das Coronavirus soll nach Willen des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden für alle Menschen in den USA kostenlos sein. Auch für Bürger ohne Krankenversicherung müsse die Regierung eine kostenfreie Schutzimpfung garantieren, sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware. In den USA sind Millionen Menschen aus Kostengründen nicht krankenversichert. Experten hoffen, dass es im kommenden Jahr einen allgemein verfügbaren Impfstoff geben wird.

Der Demokrat Biden erneuerte seine Kritik am Krisenmanagement von Präsident Donald Trump. «Er hat Amerika aufgegeben», sagte der 77-Jährige. Der Republikaner habe immer noch keinen schlüssigen Plan, die Pandemie einzudämmen. «Er will nur, dass wir angesichts der schrecklichen Todeszahlen und dem Schmerz für so viele Amerikaner abstumpfen und resignieren», sagte Biden. Er tritt bei der Wahl am 3. November gegen Trump an.

Lettland verschärft Corona-Regeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verschärft Lettland die Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Riga setzte am Freitag die erlaubte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen auf 10 Personen in Räumen und 100 Personen im Freien herab. Die neue Beschränkung gilt ab Samstag. Ab Montag dürfen sich bei öffentlichen und wirtschaftlichen Veranstaltungen in Räumen nicht mehr als 300 Menschen zusammenfinden. Die neuen Regeln sind zunächst bis zum 15. November befristet.

Darüber hinaus beschloss die Regierung, dass die Maskenpflicht an öffentlichen Orten ausgeweitet wird. So müssen in dem baltischen EU-Land künftig auch bei Veranstaltungen mit festen und personalisierten Sitzplätzen Mund und Nase bedeckt werden. Dafür galt bislang eine Ausnahme. Auch wurde die zeitliche Befristung der Maskenpflicht bis 6. November aufgehoben – sie gilt nun unbegrenzt.

Frankreich mit einer Million Corona-Fälle seit beginn der Pandemie
 

In Frankreich wird mit einer nächtlichen Ausgangssperre versucht, das Coronavirus einzudämmen. Mittlerweile wurden eine Million Fälle im Land registriert. (Bild: Keystone)

In Frankreich sind seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Infektionen registriert worden. Bis Freitagabend gebe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Für die Zahl der neu registrierten Fälle innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42 032 ein Rekord vermeldet. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen. Mehr dazu gibt es hier.

Belgien macht Freizeitparks dicht

Belgien ist nach Tschechien das Land mit den zweithöchsten Infektionszahlen in der EU im Vergleich zur Bevölkerung. Die Freizeitparks müssen zunächst für die kommenden vier Wochen schliessen. An kulturellen, religiösen oder anderen Veranstaltungen im Inneren dürfen maximal 40 Personen teilnehmen, solange die Corona-Regeln eingehalten werden. Ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern garantiert, dürfen es bis zu 200 Personen sein, die jedoch eine Maske tragen müssen.

An Universitäten dürfen die Räume maximal zu 20 Prozent ausgelastet werden; auch hier gilt eine Maskenpflicht. Im ersten Studienjahr gelten Ausnahmen. Bei Sportveranstaltungen sind Zuschauer wieder verboten. Wenn möglich, sollen die Menschen weiter von zu Hause aus arbeiten.

Amateur-Eishockey eingestellt

Nachdem diverse Kantone ein Trainings- und Wettkampfverbot für Mannschaftssportarten ausgesprochen und die Schliessung von Sportzentren beschlossen hatten, entschied der Eishockeyverband, den Meisterschaftsbetrieb bei den Amateuren auf allen Stufen zu unterbrechen. Wie lange der Unterbruch dauert, will die Regio League nach den Bundesrats-Informationen vom nächsten Mittwoch entscheiden.

Betroffen sind auch die Mysports-League und damit der EHC Basel.

Österreichische Post verkauft Corona-Briefmarke - aus Klopapier

Klopapier steht in der Corona-Pandemie im Zentrum vieler Hamsterkäufe. Als Sonderbriefmarke bringt nun die Österreichische Post eine dreilagige Briefmarke heraus. (Bild: Twitter)

Toilettenpapier könnte neben Hamsterkäufern nun auch Briefmarkensammler verstärkt interessieren: Die Österreichische Post bringt eine Corona-Sonderbriefmarke aus dreilagigem Klopapier heraus.

Für jeden verkauften Markenblock «in Form und Grösse eines handelsüblichen Blattes Klopapier» werden 2,75 Euro für wohltätige Zwecke gespendet. Mit dem kuriosen Porto sollen von der Corona-Krise besonders Betroffene unterstützt werden, teilte die Post am Freitag mit. Alle Details erfahren Sie hier.

Veranstaltungsbranche fordert sofortige Finanzhilfe für Härtefälle

Die Veranstaltungsbranche fordert vom Bund wegen der Corona-Pandemie sofortige finanzielle Unterstützung für Unternehmen ihrer Branche. Die im Covid-19-Gesetz beschlossene Härtefall-Klausel solle umgehend umgesetzt werden.

Diese Soforthilfe solle noch im Herbst 2020 ausbezahlt werden, schrieben Vertreter der Veranstaltungsbranche am Freitag in einer Mitteilung. Der Umsetzungsprozess des Gesetzes dauere zu lange. Viele Unternehmen bräuchten sofort Hilfe, weil ihnen die finanziellen Mittel ausgingen. Gemäss einer Umfrage vom September rechne die Hälfte der befragten Unternehmen damit, ohne finanzielle Unterstützung ein Konkursverfahren einleiten zu müssen.

Die Veranstalter hadern gemäss Mitteilung damit, dass jetzt in einigen Kantonen Grossveranstaltungen wieder verboten würden, wo doch die Schutzkonzepte als «gut» bezeichnet worden seien und es keine Fälle von Ansteckungen an Events gegeben habe. Bestärkt fühlen sie sich vom Kanton Zürich, der am Freitag auf ein Verbot von Grossveranstaltungen verzichtet hat.

Weniger Besucher auf dem Eiffelturm wegen Corona-Krise

Der Eiffelturm bekommt wegen der Corona-Krise viel weniger Besuch als gewöhnlich. Seit Schulanfang im September gebe es nur etwa 10 bis 20 Prozent des üblichen Besucheraufkommens, sagte der Präsident der Betreibergesellschaft Sete, Jean-François Martins, am Freitag im Radiosender RTL. Der Vorteil für die Besucher, die derzeit von allem aus Frankreich kommen: Sie müssen laut Martins nicht warten.

Der Besucherstrom auf den weltberühmten Eiffelturm riss in der Corona-Pandemie ab. (Bild: Keystone)

Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wird normalerweise von bis zu sieben Millionen Menschen im Jahr besucht. Nach einer mehr als dreimonatigen corona-bedingten Zwangspause hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet.

Der Tourismus in der französischen Hauptstadt mit weiteren Attraktionen wie dem Louvre-Museum oder dem malerischen Montmartreviertel leidet wegen der Beschränkungen in der Covid-19-Pandemie erheblich.

Dänemark verschärft Corona-Regeln - Kein Alkoholverkauf nach 22 Uhr

Die dänische Regierung hat am Freitag weitere Massnahmen angekündigt, die den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen sollen. Von Montag an dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zuvor lag die Grenze bei 50. Ausserdem dürfen Kioske und Supermärkte nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. «Corona ist nicht überstanden, im Gegenteil, es ist zurück mit voller Kraft», sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend bei einer Pressekonferenz. Sie forderte die Dänen auf, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Menschen zu beschränken.

Für den Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 2. Januar 2021 wird ausserdem die Mundschutzpflicht ausgeweitet. Sie gilt dann nicht nur für öffentliche Verkehrsmittel, sondern für alle Räume, die öffentlich zugänglich sind. Das betrifft konkret auch Supermärkte, Bibliotheken und Take-Away-Restaurants.

Armee streicht Truppenübungen und fokussiert auf Corona

Die Schweizer Armee setzt die für dieses Jahr geplanten grossen Truppenübungen aus. Sie tut dies im Hinblick auf mögliche Einsätze in der aktuellen Corona-Situation, wie das VBS am Freitagabend mitteilte.

Der Entscheid sei vom Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, getroffen worden. Mit dem Verzicht auf grosse Truppenübungen werde die Einsatzbereitschaft im Hinblick auf mögliche Einsätze zugunsten der zivilen Behörden fokussiert. Die Armee prüfe zudem die Durchführung von laufenden und geplanten Wiederholungskursen.

Die Schweizer Armee lässt Truppenübungen ausfallen, um sich auf die Corona-Pandemie zu fokussieren. (Bild: Keystone)
Mindestens 11’242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag mindestens 11’242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Diese Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11 287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Allerdings kann die aktuelle Gesamtzahl noch höher liegen. Wegen einer technischen Störung am Robert Koch-Institut ist es am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. Durch einen Ausfall eines Webservers beim RKI am Donnerstagnachmittag seien knapp drei Stunden bis 17.30 Uhr Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI gestört gewesen, teilte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Freitag mit. Anschliessend habe der Server aber wieder funktioniert.

Wintersportorte zeigen sich verhalten optimistisch

Trotz explodierender Corona-Infektionen zeigen sich Vertreter aus dem Engadin und St. Moritz verhalten optimistisch für die kommende Wintersaison. Weshalb dem so ist, können Sie hier nachlesen.

Covid-Taskforce empfiehlt schärfere Massnahmen

Die wissenschaftliche Covid-19-Taskforce des Bundes hat in ihrer wöchentlichen Lagebeurteilung verschiedene Empfehlungen abgegeben, welche weiteren Massnahmen auf Bundesebene zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen werden sollen. Einen Überblick der Vorschläge finden Sie hier.

Runder Tisch Sport zum Thema Corona am nächsten Mittwoch

Bundesrätin Viola Amherd lädt für kommenden Mittwoch Vertreter von Swiss Olympic und Vertreter von Mannschaftssportarten zu einem virtuellen runden Tisch Sport ein. Dies teilte ihr Departement VBS am Donnerstag mit.

 

Lädt zum runden Tisch, um die Corona-Situation im Zusammenhang mit dem Sport zu besprechen: Bundesrätin Viola Amherd. (Bild: Keystone)

Neben der Gesellschaft und der Wirtschaft habe die Covid-19-Epidemie auch den Sport hart getroffen. Aufgrund der aktuellen Lage dürften auch für den Sport wieder schwierige Zeiten anbrechen, heisst es in der Mitteilung. Sportministerin Amherd sei es ein grosses Anliegen, sich mit Vertretern des Sports auszutauschen.

Besprochen würden neben der aktuellen Lage auch die Herausforderungen, denen sich der Sport in der Schweiz aktuell stellen muss. Auch die Erfahrungen der Sportverbände und Ligen mit den Hilfsmassnahmen des Bundes – Stabilisierungspaket für den Breiten- und Leistungssport sowie die Darlehen an die Profiligen – würden ein Thema sein.

Liechtenstein schliesst Gastrobetriebe wegen Corona

Im Fürstentum Liechtenstein werden wegen der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen Restaurants, Bars und Clubs sowie Diskotheken und Tanzlokale für das Publikum geschlossen. Dies gilt vorerst für drei Wochen, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Ebenfalls ist Konsumation an Veranstaltungen nicht mehr gestattet. Dies betrifft auch private Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Bislang sind in Liechtenstein 324 laborbestätige Covid-19-Erkrankungen zu verzeichnen.

Kanton Bern verfügt Geisterspiele im Profisport

Der Kanton Bern zieht auch im Profisport die Schraube weiter an. Ab Samstag sind nur noch Geisterspiele ohne jegliche Zuschauer zulässig. Das gab der Regierungsrat am Freitag vor den Medien bekannt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Luzern verordnet Maskenpflicht in Büros und schliesst Bordelle

Im Kampf gegen Corona ersetzt der Kanton Luzern die Freiwilligkeit durch Zwang: Wer am Arbeitsplatz oder im Auto nicht allein ist, muss neu eine Maske tragen, in Spitälern und Altersheimen gilt ein Besuchsverbot. In Restaurants und Clubs ist zudem neu um 23 Uhr Schluss, Bordelle bleiben zu.

 

Der Kanton Luzern verhängt eine Maskenpflicht im Auto, wenn mehrere Personen darin sitzen. (Bild: Keystone)

Die Vorschriften treten am Samstag in Kraft, wie die Luzerner Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die epidemiologische Lage sei dramatisch, begründete Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) in der Mitteilung die Sofortmassnahmen.

An Arbeitsplätzen in Innenräumen gilt deswegen neu eine Maskenpflicht. Ausgenommen sind Personen, die sich alleine im Raum aufhalten oder die an Orten arbeiten, an denen der Abstand eingehalten werden kann, oder an denen Abschrankungen vorhanden sind. Alles dazu lesen Sie hier.

Kanton Bern beschliesst Sperrstunde und weitere Verschärfungen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft auch der Kanton Bern die Massnahmen. Er hat am Freitag Veranstaltungen von mehr als 15 Personen verboten und eine Sperrstunde in der Gastronomie von 23 Uhr bis 6 Uhr verfügt.

Geschlossen werden zudem öffentlich zugängliche Einrichtungen wie Museen, Kinos sowie Sport- und Fitnesscenter. Wettkämpfe und Trainings von Mannschaftssportarten unterer Ligen sind nicht mehr gestattet.

Die neuen Regeln gelten ab Freitag um Mitternacht. Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, für die bereits Verpflichtungen eingegangen wurden, dürfen am Wochenende noch mit mehr als 15 Personen durchgeführt werden. Alles dazu gibt es hier.

Genf verbietet private Treffen mit mehr als fünf Personen

Der Kanton Genf hat die Regeln für soziale Zusammenkünfte angesichts der grassierenden Corona-Pandemie erneut verschärft. Private Treffen von mehr als fünf Personen werden künftig verboten, sowohl in der Öffentlichkeit als auch zuhause.

 
Die Genferinnen und Genfer müssen sich wieder virtuell sehen. Im Kanton Genf werden Treffen mit mehr als fünf Personen verboten. (Bild: Keystone)

Kinder unter 12 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Ausnahmen gelten, wenn die Personen im gleichen Haushalt leben. Grossanlässe sind nur noch mit höchstens 1000 Personen erlaubt. Dies gilt auch für Fussball- oder Eishockeyspiele. Diese und weitere Massnahmen treten an diesem Sonntag um Mitternacht in Kraft. Sie werden mindestens bis zum 30. November dauern, wie die Genfer Regierung am Freitag vor den Medien mitteilte. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Erneut ein Covid-19-Todesopfer im Aargau

Im Kanton Aargau ist eine weitere Person an Covid-19 verstorben. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf 59. Die Zahl der Neuinfektionen lag per Donnerstag bei 266 Fällen. Es handelt sich um einen neuen Höchstwert, seit die Daten erfasst werden.

Per Donnerstag wurden im Aargau insgesamt 4728 bestätigte Fälle gezählt, wie der Kanton am Freitag auf seiner Website mitteilte. Im Spital liegen 31 Personen. Auf einer Intensivstation werden sechs Personen behandelt – das sind drei Personen mehr als am Vortag.

Das Contact Tracing Center betreute am Donnerstag 386 infizierte Personen, die sich in Isolation befanden. Es gibt weitere 340 Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne aufhalten.

Sondersession soll kommende Woche wie geplant durchgeführt werden
 

Die Sondersession des Nationalrats wird kommende Woche wie geplant durchgeführt. (Bild: Keystone)

Die Sondersession des Nationalrats am Donnerstag und Freitag kommender Woche soll laut den Parlamentsdiensten trotz stark steigender Corona-Fallzahlen wie geplant durchgeführt werden. Die Verwaltungsdelegation hat für das Bundeshaus ab sofort eine generelle Maskentragpflicht beschlossen.

Das teilte Karin Burkhalter, Informationsleiterin der Parlamentsdienste, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Maskentragpflicht gelte neu auch «für das Zirkulieren in Sitzungsräumlichkeiten und Ratssälen». Wer an einem von Plexiglas geschützten Platz sitze, könne die Maske ablegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesrat Ignazio Cassis lässt sich gegen Grippe impfen

Bundesrat Ignazio Cassis wirbt auf Twitter für die Grippe-Impfung. Der Bundesrat postete ein Foto, wie er geimpft wird und schrieb dazu: «Ich impfe mich gegen die saisonale Grippe. Und Sie?» Die Behörden empfehlen, in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie eine Grippeimpfung zu machen. Die Empfehlung gilt besonders für Personen in Risikogruppen sowie Mitarbeitende im Gesundheitsbereich.

EU will bis zu 22 Millionen Antigen-Schnelltests finanzieren

Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die EU-Kommission 100 Millionen Euro für Antigen-Schnelltests bereit.

«Mit diesem Geld können wir jetzt zwischen 15 und 22 Millionen Schnelltests für die Europäische Union kaufen», sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einer Videobotschaft auf Twitter. Damit soll der unmittelbare Bedarf gedeckt werden.

«Um die Ansteckungen zu verlangsamen, müssen wir testen, so viel wie irgend möglich», sagte von der Leyen. Antigen-Schnelltests seien unter anderem wichtig, um unter besseren Bedingungen zu reisen, sagte die deutsche Politikerin. So könnten Menschen sich etwa am Flughafen testen lassen, bevor sie ins Flugzeug steigen.

Österreich meldet dritten Corona-Tagesrekord in Folge

Österreich hat den dritten Tag in Folge einen Rekord an Corona-Neuinfektionen registriert. Am Freitag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2571 neue Fälle binnen 24 Stunden.

Bereits am Donnerstag und am Mittwoch waren jeweils Höchststände seit Beginn der Pandemie erreicht worden. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 154,4 pro 100 000 Einwohner.

Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg (238,5), Tirol (215,4) und Vorarlberg (206,7) sowie Wien (189,8). Auch Kärnten zählte am Freitag 69,1 Fälle pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Einige Kantone bereiten Anfrage an Armee vor

Wenn Spitäler wegen der Zunahme an Patienten in einen Engpass geraten, könne die Armee eingesetzt werden, sagte Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst (KSD), am Freitag am Point de Presse der Fachbehörden zum Coronavirus. Er wisse, dass gewisse Anfragen in Vorbereitung seien. Welche Kantone es sind, sagte Stettbacher nicht.

Einige  Kantonen würden derzeit Anfragen an die Armee vorbereiten. Dies zur Unterstützung in der zweiten Welle der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)
American Express leidet unter Konsumzurückhaltung in Corona-Krise

Geringere Ausgaben von Kreditkartenkunden haben American Express auch im dritten Quartal belastet. Verglichen mit dem Vorjahreswert brach der Nettogewinn um 39 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro) ein, wie der US-Finanzkonzern am Freitag in New York mitteilte.

Das Geschäft leide weiter erheblich unter der Pandemie, sagte Vorstandschef Stephen J. Squeri. Insgesamt gingen die Erlöse des Rivalen von Visa und Mastercard um 20 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zurück. Die Vorsorge für Kreditausfälle wurde im vergangenen Quartal um 665 Millionen Dollar erhöht. Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an, die Aktie fiel vorbörslich deutlich

Unihockeyverband unterbricht Spielbetrieb bis Ende November

Der Schweizer Unihockeyverband unterbricht aufgrund der aktuellen Situation der Coronavirus-Pandemie per sofort den Spielbetrieb in allen Ligen bis voraussichtlich Ende November.

Alle Unihockey-Spiele bis Ende November sind in der Schweiz abgesagt. Alleine an diesem Wochenende hätten 1000 Partien stattgefunden. (Symbolbild: Keystone)

Fast 1000 Unihockey-Spiele wären an diesem Wochenende in der Schweiz angesetzt gewesen, rund 100 mussten bereits am Freitag abgesagt oder verschoben werden, da sich Teams in Quarantäne befinden oder Mannschaften Forfait gegeben haben. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Längste Giro-Etappe nach Fahrerprotest stark verkürzt

Nach Fahrerprotesten ist die 19. und drittletzte Etappe des Giro d’Italia deutlich verkürzt worden. Der Start wurde von Morbegno in die Nähe von Mailand nach Abbiategrasso verlegt. Bis ins Ziel nach Asti mussten die Fahrer nur noch 124,5 km statt wie vorgesehen 258 km zurücklegen.

Am Donnerstagabend hat der Rennveranstalter RCS bekanntgegeben, dass die längste Etappe der diesjährigen Italien-Rundfahrt aufgrund eines Brückeneinsturzes in Candia Lomellina um weitere 5 km verlängert würde, was sofort die Fahrer auf den Plan rief. Das Peloton stellte die Sinnhaftigkeit einer solch langen Etappe am Ende der dritten Giro-Woche in Frage. Angeführt von Lotto Soudal und AG2R La Mondiale wehrte sich die Teams – offenbar mit Erfolg.

Testkapazitäten bald erreicht, 144 Intensiv-Betten belegt und düstere Aussichten für Tourismus

Mit den stark steigenden Corona-Fallzahlen gehen der Schweiz langsam die Testkapazitäten aus. «Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir die Testkapazitäten überschreiten», sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitag vor den Bundeshausmedien. Die Lage sei angespannt, die Testkapazitäten müssten ausgebaut werden. «Es geht um Reagenzien, Laborkapazitäten, medizinische Kapazitäten.» All dies sei betroffen. Die Kapazitäts-Grenze ist beim Contact Tracing ebenfalls erreicht, wie der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri sagt. Alle Details gibt es hier.

Auch bei den belegten Intensiv-Betten wird die Situation angespannter. Immer mehr Patienten in der Schweiz sind auf Intensiv-Pflege angewiesen. Im November dürfte die Kapazitätsgrenze der Intensiv-Betten erreicht werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Die Behörden in Bern berichten am Freitag über die alarmierend hohen Corona-Zahlen in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Keine Zeit mehr

«Wir haben schlicht keine Zeit mehr abzuwarten, ob die nun getroffenen Massnahmen in zwei Wochen greifen». Das hat Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes, am Freitag vor den Bundeshausmedien in Bern gesagt. «Wir haben festgestellt, dass sich die Hospitalisierungen jede Woche verdoppeln», sagte Ackermann. Auch die Einweisung in die Spitäler und die Todesfälle verdoppelten sich jede Woche. Alles zum Thema gibt es hier.

Prekär zeigt sich indes die Situation für den Tourismus. Frühstens 2023 dürfte sich die Branche erholen. Alle Hintergründe gibt es hier.

Weitere Hintergründe sowie einen detailierten Überblick über die Medienkonferenz aus Bern finden Sie hier.

EU-Minister wollen Grenzen trotz Corona-Ausbreitung offenhalten

EU-Minister wollen Grenzen trotz Corona-Ausbreitung offenhalten. Die für Wettbewerbsfähigkeit zuständigen EU-Minister haben sich ungeachtet stark steigender Corona-Infektionen für offene Grenzen ausgesprochen. «Unter keinen Umständen werden wir die Grenzen wieder schliessen», sagte der für Binnenmarktfragen zuständige EU-Kommissar Thierry Breton am Freitag nach einer informellen Videokonferenz.

«Da waren wir uns alle einig.» Der gemeinsame europäische Binnenmarkt sei «eine Säule der Widerstandsfähigkeit Europas». Ähnlich äusserte sich der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier. «Wir sind alle sehr besorgt aufgrund der hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit der Corona-Pandemie», sagte dieser.

Kuster: «Haben alle Nachbarländer deutlich überholt»

Laut Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), ist die Corona-Lage in der Schweiz immer noch sehr ernst. «Wir haben mittlerweile alle Nachbarländer deutlich überholt», sagte er am Freitag vor den Bundeshausmedien.

Für Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im BAG, ist die Lage in der Schweiz noch immer ernst. (Archivbild: Keystone)

Die Zahlen in der Schweiz lägen beispielsweise fünf Mal so hoch wie jene in Deutschland. Umso mehr heisse es jetzt, sich an die Regeln zu halten. «Wir müssen unnötige Kontakte vermeiden», sagte Kuster.

Innert einer Woche haben sich die Ansteckungszahlen in der Schweiz mehr als verdoppelt. Ins Auge sticht auch die hohe Positivitätsrate von über 20 Prozent. «Mehr als ein Fünftel aller Tests fallen positiv aus», sagte Kuster dazu. Alles zur Medienkonferenz der Behörden erfahren Sie hier.

Innerrhoder Finanzdirektor hat sich mit Coronavirus angesteckt

Der Appenzell Innerrhoder Säckelmeister (Finanzdirektor) Ruedi Eberle (SVP) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er befindet sich in Selbstisolation, wie die Innerrhoder Ratskanzlei am Freitag mitteilte.

Bei Eberle hätten sich am Donnerstag leichte Symptome der Covid-Erkrankung gezeigt. (Archivbild: Keystone)
Slowakei beginnt Corona-Massentest fast der gesamten Bevölkerung

In der Slowakei hat am Freitag die erste Phase einer geplanten Corona-Testung an fast der gesamten Bevölkerung begonnen.

Bis Sonntag sollen unter der Regie des Verteidigungsministeriums alle über zehn Jahre alten Bewohner von vier besonders stark von der Pandemie betroffenen Bezirken an der polnischen Grenze einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Zusätzlich gelten schon ab kommendem Samstag im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen.

Wie der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic zuvor erklärt hatte, ist die Teilnahme an den Tests freiwillig. Wer aber in den Tagen nach der Testaktion keinen negativen Corona-Test vorweisen kann, muss in eine zehntägige Zwangsquarantäne. Dies hatte auch Staatspräsidentin Zuzana Caputova kritisiert: «Wenn man Sanktionen androht, lässt sich nicht von Freiwilligkeit sprechen», erklärte sie vor Journalisten.

Die Regierung will an den beiden nachfolgenden Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag auch den Rest des Landes durchtesten. Die Armee setzt dafür rund 8’000 Soldaten ein, doch zeichnet sich ein Mangel an medizinisch geschultem Personal ab. Gesundheitsminister Marek Krajci rief deshalb auch Medizinstudenten auf, sich als Freiwillige zu beteiligen.

Kanton Solothurn und Waadt verbieten Veranstaltungen mit mehr als 1'000 Menschen

Im Kanton Solothurn sind Grossanlässe mit mehr als 1’000 Personen per sofort verboten. Der Regierungsrat hat mit dem Verbot nach eigenen Angaben auf die besorgniserregende Entwicklung der Corona-Pandemie reagiert.

Auch der Kanton Waadt verbietet Grossanlässe von mehr als 1’000 Personen und private Zusammenkünfte von mehr als zehn Personen.

Kanton Solothurn und Waadt verbieten Veranstaltungen, an denen mehr als 1’000 Personen zusammenkommen. (Bild: Keystone)
SGB fordert wegen vermehrtem Homeoffice Gesetzesanpassung

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert wegen des stark gestiegenen Stellenwerts der Arbeit im Homeoffice eine Gesetzesanpassung. Der Schutz der Arbeitnehmenden im Homeoffice müsse dringend gesetzlich verankert werden.

Austrian Airlines probt Einsatz von Corona-Schnelltests

Als erste Airline der Lufthansa-Gruppe erprobt Austrian Airlines den Einsatz von Corona-Schnelltest auf einem Flug von Wien nach Berlin. Der an diesem Freitag gestartete Probebetrieb von Antigen-Schnelltests soll bis 8. November dauern, teilte die österreichische Fluggesellschaft mit.

Als erste Airline der Lufthansa-Gruppe erprobt Austrian Airlines den Einsatz von Corona-Schnelltest auf einem Flug von Wien nach Berlin. (Symbolbild: Keystone)

Der für die Passagiere freiwillige und kostenlose Test, der nach 15 Minuten ein Ergebnis liefern soll, sei allerdings kein Ersatz für den weniger schnellen PCR-Test. Er ändert auch nichts an den strengen Einreisebestimmungen aufgrund der Pandemie.

Polen verschärft Massnahmen für Schüler und Senioren

Polen verschärft angesichts steigender Corona-Zahlen die Einschränkungen im öffentlichen Leben. Es dürften sich nur noch maximal fünf Personen treffen, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mit.

In Polen findet der Präsenzunterricht an Schulen nun nur noch bis zur dritten Klasse statt. (Bild: Keystone)

Präsenzunterricht an Schulen gebe es nur noch bis zur dritten Klasse. Schüler ab der vierten Klasse müssten von zu Hause aus lernen. Zudem dürfen Kinder nur noch in Begleitung eines Erwachsenen zwischen 8 und 16 Uhr das Haus verlassen.

Menschen, die älter als 70 sind, werde empfohlen, nur in dringenden Fällen nach draußen zu gehen. Des Weiteren dürfen Restaurants Essen nur außer Haus verkaufen.

Österreich sieht grosse Chance zur Verhinderung eines Lockdowns

Die Regierung in Österreich ist zuversichtlich, dass ein zweiter Lockdown verhindert werden kann.

Die eingeleiteten Massnahmen sollten ausreichen, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag in Wien. Er sei jedenfalls «sehr, sehr optimistisch».

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober sieht die eingeleiteten Massnahmen als ausreichen an, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. (Archivbild: Keystone)

Nur acht Prozent der Intensivbetten in den Kliniken seien aktuell mit Covid-Patienten belegt. Dieser Wert dürfte nach einer Prognose in den nächsten Wochen auf zwölf Prozent steigen. Es gebe also viel Luft nach oben, sagte er. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jens Spahn erwägt Impfungen «in sechs, sieben Monaten»

Deutschlands Bundesgesundheitsminister Jens Spahn veranschlagt für eine mögliche Impfung der Bevölkerung gegen das neuartige Coronavirus mindestens ein halbes Jahr Zeit.

Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, könne «in sechs, sieben Monaten ein großer Teil derjenigen, die wollen, geimpft werden», sagte er dem «Spiegel». Spahn bekräftigte erneut, dass es keine Impfpflicht geben werde.

Wann ein Impfstoff verfügbar sein wird, ist weiterhin offen. Spahn sagte dazu, dies sei «Anfang nächsten Jahres möglich». Es könne Januar sein, vielleicht auch Februar oder März – oder sogar noch später.

Neuer Infektionshöchststand in der Slowakei

Die Slowakei meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages seien 2’581 positive Tests registriert worden, sagt Ministerpräsident Igor Matovic der Nachrichtenagentur TASR zufolge im Parlament.

Die Regierung hatte am Donnerstag einen teilweisen Lockdown angeordnet. Die meisten Schulen wurden geschlossen, bis auf Einkäufe oder Spaziergänge in der Natur sollen die Menschen zu Hause bleiben.

Tschechiens verliert Gesundheitsminister wegen Corona-Fehlverhalten

Tschechien verliert auf einem Höhepunkt der Corona-Krise seinen Gesundheitsminister. Regierungschef Andrej Babis sagte am Freitag, er habe den 56 Jahre alten Roman Prymula gebeten, seinen Rücktritt einzureichen. Tue er das nicht, werde er entlassen.

Tschechiens Gesundheutsminister Roman Prymula muss aufgrund seines Corona-Fehlverhaltens sein Amt verlassen. (Archivbild: Keystone)

Das Fehlverhalten des Ministers sei «unentschuldbar», sagte Babis. Dem Gesundheitsminister wird vorgeworfen, seine eigenen drastischen Corona-Vorschriften verletzt zu haben. Die Zeitung «Blesk» fotografierte den Politiker und Epidemiologen, wie er abends ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Dabei sind seit anderthalb Wochen alle Restaurants geschlossen.

Kanton Zürich verschärft Corona-Massnahmen vorläufig nicht

Der Zürcher Regierungsrat hat angekündigt, die neuen Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie konsequent umzusetzen. Darüber hinaus will er vorläufig aber keine weiteren Massnahmen ergreifen.

Der Regierungsrat wolle aber zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Massnahmen ergreifen. (Bild: Keystone)
BAG meldet 6'634 neue Coronavirus-Ansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 6’634 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden.

Zudem registrierte das BAG am Freitag 10 neue Todesfälle und 117 Spitaleinweisungen.

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115 Millionen Euro für Frankreichs Kinos und Theater

Frankreich kommt den von den neuen Corona-Massnahmen besonders hart betroffenen Kulturbereichen mit 115 Millionen Euro zu Hilfe.

85 Millionen sollen an die darstellenden Künste gehen, darunter Theater, Oper und Tanz, und 30 Millionen Euro an die Kinobranche. Die in mehreren Städten und Regionen geltende nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr habe schwerwiegende Folgen für die Aufrechterhaltung dieser Aktivitäten, sagte Kulturministerin Roselyne Bachelot.

Lausanne Marathon abgesagt

Der für diesen Sonntag geplante Marathon in Lausanne ist aufgrund der steigenden Coronavirus-Zahlen abgesagt worden. Die Organisatoren verzichten auch auf eine abgespeckte Version der Lauf-Veranstaltung, die nur ein Rennen über 42,195 km mit weniger als 1’000 Teilnehmern vorsah. Der nächste Lausanne Marathon ist für Oktober 2021 geplant.

Der Lausanne Marathon findet aufgrund der steigenden Coronavirus-Zahlen nicht statt. (Archivbild: Keystone)
Auch Neuenburg zieht Schraube im Kampf gegen Covid-19 an

Angesichts der rapide steigenden Zahl von Corona-Ansteckungen hat der Kanton Neuenburg eine Reihe von schärferen Massnahmen beschlossen. Unter anderem werden Kontaktsportarten verboten und Fitnesszentren und Schwimmbäder geschlossen.

Mehr dazu hier.

Kanton Freiburg zieht Zügel an: Maximal 10 Personen und Sperrstunde

Der Kanton Freiburg verschärft die Corona-Massnahmen deutlich: Versammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum sind neu verboten.

Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre gab bekannt, dass der Kanton Freiburg die Corona-Massnahmen deutlich verschärft. (Archivbild: Keystone)

Das gab Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) am Freitag vor den Medien bekannt. Als Beispiele nannte sie Plätze und Spielplätze, Promenaden, Trottoirs und Wege. Das Verbot tritt wie alle anderen Massnahmen am Freitag um 23 Uhr in Kraft und gilt vorerst bis Ende November.

Auch Eishockey-Mannschaft von Visp in Quarantäne

Die Mannschaft des EHC Visp muss in eine zehntägige Quarantäne. Diese verordnete der Walliser Kantonsarzt, nachdem zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Damit müssen das Cupspiel vom Sonntag gegen Fribourg-Gottéron wie auch die Partien der Swiss League gegen Ajoie, die EVZ Academy und Sierre verschoben werden.

Visp ist nach den GCK Lions, Winterthur und Sierre bereits die vierte Mannschaft der Swiss League, die in Quarantäne steckt.

Kanton Jura verschärft Massnahmen massiv

Wegen stark ansteigender Hospitalisierungszahlen verschärft die jurassische Regierung ihre Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus: Bars, Clubs und Fitnesscenter werden für drei Wochen vollständig geschlossen. Zudem sind Treffen mit mehr als 15 Personen in öffentlichen und privaten Räumen verboten.

Auch gilt ein Verbot von Mannschafts- und Kontaktsportarten sowie Chorproben, wie die jurassische Regierung am Freitag mitteilte. Restaurants und Cafés dürfen nur noch bis 22:00 Uhr geöffnet haben und es dürfen nicht mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen.

Wegen stark ansteigender Hospitalisierungszahlen verschärft die jurassische Regierung ihre Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. (Bild: Keystone)

Die Maskenpflicht wird im Kanton Jura ausgeweitet. Neu ist das Tragen einer Maske an Arbeitsplätzen der öffentlichen Verwaltung und von privaten Unternehmen jederzeit obligatorisch.

Die Massnahmen gelten ab Freitag, 17.00 Uhr und bis zum 15. November. Der Kanton Wallis hatte am Mittwoch ähnliche Massnahmen beschlossen.

Ab morgen Maskenpflicht in Griechenland

Im Kampf gegen das Coronavirus verschärft die griechische Regierung die Maßnahmen: Von Samstagmorgen an gilt landesweit Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend mitteilte.

In Griechenland gilt ab Samstagmorgen eine allgemeine Maskenpflicht und in besonders betroffenen Regionen ein nächtlicher Lockdown. (Bild: Keystone)

Außerdem wird für Gegenden mit hohen Infektionszahlen wie etwa die Region Attika mitsamt der Hauptstadt Athen ein nächtlicher Lockdown gelten. Davon ausgenommen sind Menschen, die nachts arbeiten. «Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden», warnte Mitsotakis in einer Fernsehansprache. Mit den Maßnahmen wolle man einen vollständigen Lockdown vermeiden.

Zahl der Asylgesuche bricht in den ersten neun Monaten ein

7’753 Asylgesuche sind in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bei den Schweizer Behörden eingereicht worden. Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode entspricht das einem Rückgang von 27,7 Prozent.

Das ist der Asylstatistik des Staatssekretariats für Migration (SEM) zu entnehmen, die am Freitag veröffentlicht wurde. Der starke Rückgang dürfte unter anderem mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Grenzschliessungen im Frühjahr zu erklären sein.

Der starke Rückgang an Asylgesuchen könnte unter anderem mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Grenzschliessungen im Frühjahr zu erklären sein. (Bild: Keystone)

Im September, als die Grenzen wieder offen waren, gingen 1’131 Gesuche ein – 16 Prozent mehr als im Vormonat und 5,5 Prozent weniger als im September 2019.

Deutsche Wirtschaft verliert im Oktober kaum an Schwung

Das kräftige Erholung der Industrie von der Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft im Oktober in der Wachstumsspur gehalten. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, fiel zwar um 0,2 auf 54,5 Punkte.

Damit hielt sich das Barometer aber deutlich über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Ökonomen hatten mit einem deutlicheren Rückgang gerechnet. «Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker», erklärte das Markit-Institut am Freitag zu seiner Umfrage.

Tschechiens Gesundheitsminister soll Corona-Regeln gebrochen haben

Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula ist am Freitag massiv unter Druck geraten, weil er sich nicht an seine eigenen strengen Corona-Vorschriften gehalten haben soll.

Die Zeitung «Blesk» fotografierte den Politiker, wie er in Prag am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Demnach habe sich der 56-Jährige dort mit dem Fraktionsvorsitzenden der populistischen Regierungspartei ANO, Jaroslav Faltynek, getroffen. Letzterer räumte das Fehlverhalten ein und bat im Parlament um Entschuldigung. Man habe in dem Restaurant «Dinge bei einem Kaffee besprochen».

Luka Jovic trotz Haft wegen Corona-Verstosses in Serbien

Real Madrids Stürmer Luka Jovic droht in seiner Heimat Serbien wegen eines mutmasslichen Verstosses gegen Corona-Regeln eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage gegen den 22-Jährigen erhoben und sechs Monate Gefängnis gefordert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug. Nach serbischem Recht muss das Gericht nun über die Annahme der Anklage gegen den Fussballer entscheiden.

Real Madrids Stürmer Luka Jovic droht in seiner Heimat Serbien wegen eines mutmasslichen Verstosses gegen Corona-Regeln eine Haftstrafe. (Archivbild: Keystone)

Jovic war im März nach der coronabedingten Unterbrechung des Spielbetriebs in Spanien nach Serbien geflogen, wo er sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben sollte. Medienberichten zufolge soll der Nationalspieler aber in Belgrad feiern gegangen sein. Jovic hatte hingegen von einem Gang zur Apotheke gesprochen.

Ehemann von deutschem Minister positiv auf Corona getestet

Der Ehemann des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) ist ebenfalls positiv auf Corona getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag mit. Demnach habe er sein Testergebnis am späten Donnerstagabend erhalten.

Der Ehemann des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)

«Er war zusammen mit dem Minister am Mittwochnachmittag in häusliche Isolation gegangen und hatte am Donnerstagmorgen einen Corona-Test (PCR) machen lassen», hiess es weiter. Spahn selbst zeige weiterhin Erkältungssymptome sagte der Sprecher. Sein Ehemann sei aktuell symptomfrei.

Spahn ist mit dem Journalisten Daniel Funke verheiratet, dem Hauptstadt-Büroleiter der Burda Magazine Holding.

Corona-Zahlen in Israel sinken nach ersten Lockerungen weiter

Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. Am Freitag teilte das israelische Gesundheitsministerium mit, am Vortag seien 895 neue Fälle verzeichnet worden.

Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. (Bild: Keystone)

Am 30. September waren es noch mehr als 9’000 gewesen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 570. Der Anteil der positiven Tests war mit 2,8 Prozent deutlich geringer als vor und während des Lockdowns. Im September war er noch etwa fünfmal so hoch gewesen.

Nach einem Monat des Corona-Lockdowns waren in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten.

Barclays kommt überraschend gut durch den Corona-Sommer

Die britische Grossbank Barclays ist in der Corona-Pandemie deutlich besser durch den Sommer gekommen als gedacht. Unter dem Strich verdiente das Geldhaus im dritten Quartal 611 Millionen britische Pfund (726 Mio Fr.).

Die britische Grossbank Barclays ist in der Corona-Pandemie deutlich besser durch den Sommer gekommen als gedacht. (Bild: Keystone)

Das war rund dreimal so viel wie von Analysten im Schnitt erwartet. So gingen die Erträge in der Krise nicht so stark zurück wie von Experten befürchtet. Ein Jahr zuvor war Barclays wegen hoher Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer in die roten Zahlen gerutscht.

Forscher in den USA melden mehr als 70'000 Neuinfektionen

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) erstmals seit Ende Juli wieder auf mehr als 70’000 binnen eines Tages geklettert.

Rund 71’700 Menschen wurden demnach am Donnerstag mit positivem Test auf das Virus gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt wieder auf rund 60’000 pro Tag gestiegen.

Zukunftstag 2020 wegen Covid-19-Pandemie abgesagt

Wegen der steigenden Infektionen mit dem Coronavirus fällt der Zukunftstag vom 12. November ins Wasser. Das Pandemie-Geschehen und die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) würden die Durchführung verhindern, teilten die Organisatoren mit.

Der jährliche Aktionstag hat zum Ziel, die offene Berufswahl zu fördern. Dass er 2020 ausfällt, bedauern die Organisatoren, wie sie am Freitag mitteilten.

Verschärfung der Massnahmen in Österreich auf Sonntag verschoben.

Die Regierung in Wien konnte ihren Zeitplan für strengere Regeln nicht einhalten. Erst am Donnerstagabend veröffentlichte sie eine entsprechende Verordnung, nach der eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien erst am Sonntag in Kraft tritt. Die Regierung hatte zu Beginn der Woche noch angekündigt, dass die Verschärfung der Anti-Corona-Massnahmen ab Freitag gelten wird.

In Österreich waren für Freitag verschärfte Massnahmen angekündigt – im letzten Moment wurden sie jedoch auf Sonntag verschoben. (Bild: Keystone)

Die Alpenrepublik hat in den vergangenen zwei Tagen jeweils Rekorde bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Donnerstag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2’435 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, nachdem am Vortag mit 1’958 positiven Tests der bisherige Höchststand erreicht worden war.

Wales reagiert auf besorgniserregende Corona-Zahlen

Wales setzt drastische Schritte, um die massiv steigenden Corona-Zahlen nach unten zu drücken. In dem britischen Landesteil gilt ab Freitagabend ein strikter temporärer Lockdown bis zum 9. November.

Wales setzt drastische Schritte, um die massiv steigenden Corona-Zahlen nach unten zu drücken. Ab Freitagabend gilt ein strikter temporärer Lockdown. (Bild: Keystone)

In Wales müssen weiterführende Schulen den Unterricht in der Zeit des Lockdowns nach den Herbstferien online durchführen, Grundschulen bleiben jedoch geöffnet. Bars und Restaurants müssen schliessen, ausserdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten verboten. Die Menschen sind angehalten, soweit wie möglich zuhause zu bleiben und wenn möglich dort zu arbeiten.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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