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Der Telebasel News Beitrag vom 22. Oktober 2020.
Basel

«Kulturstadt Jetzt» fordert 7 Millionen Franken «Trinkgeld» für Jugendkultur

Basel stimmt im November darüber ab, ob Jugend- und Alternativkultur 5 Prozent des Kulturbudgets erhalten soll. Doch nicht alle sind begeistert vom «Trinkgeld».

«Geschätzte Anwesende, vielen Dank, dass sie so zahlreich eingeschalten haben», so startet die Medienorientierung, die Pandemie-bedingt via Videokonferenz stattfindet. Die Forderung von «Kulturstadt Jetzt» ist klar: «Die Trinkgeld-Initiative fordert, dass fünf Prozent des ordentlichen kantonalen Kulturbudgets Basel-Stadt in die Jugend-, Alternativ-, Pop-, Club oder Subkultur fliessen», sagt Geschäftsführerin Jo Vergeat.

Pascal Messerli von der SVP ist das aber zu schwammig formuliert, die Konsequenzen zu ungewiss: «Man weiss nicht, ob man dann das Kulturbudget erhöhen muss, oder ob man bei einem Kunstmuseum, bei der Fondation Beyeler, dem Theater oder einem Orchester einsparen soll.»

Verglichen nur ein Trinkgeld

Bei «Kulturstadt Jetzt» betont man, dass die zirka sieben Millionen Franken nur ein Trinkgeld seien, wenn man sie mit den Budgets der grossen Institutionen vergleiche. Die Alternativ- gegen die Hochkultur auszuspielen, sei aber nicht die Idee: «Es ist ein gegenseitiger Austausch, ein Miteinander. Und da ist es nur fair, dass die Kulturbereiche, die von so vielen Leuten besucht werden, einen fairen Anteil des Kulturbudgets erhalten.», sagt Vergeat, die auch für das Grüne Bündnis im Grossen Rat sitzt.

Ein fester Prozentsatz macht laut Messerli keinen Sinn: «Man kann so pauschal nicht sagen, ob fünf Prozent richtig sind. Meiner Meinung nach wäre das staatspolitisch richtige, dass jede konkrete Institution, einen Subventionsantrag stellt. Man prüft dann im Einzelfall, ob der Antrag gerechtfertigt ist.»

Ob der Jugendkultur einen fixen Prozentsatz des Kulturbudgets zugesprochen wird, entscheidet Basel am 29. November. Bis Clubs und Konzerthäuser aus dem Winterschlaf erwachen, wird es vermutlich aber etwas länger dauern.

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