Der Grosse Rat stimmte am Mittwoch gegen eine fixe Frauenquote bei den Professuren der Uni Basel. (Bild: Keystone)
Basel

Grosser Rat will keine Frauenquoten für Uni-Professuren

Der Basler Grosse Rat hat sich am Mittwoch gegen eine 50-Prozent Quote für Professorinnen an der Universität Basel ausgesprochen.

Das Kantonsparlament hat die Überweisung einer entsprechende Motion der SP an die Regierung abgelehnt. Die Motion forderte, dass die Trägerschaftskantone Basel-Stadt und Baselland verbindlich festlegen sollten, dass der Anteil der Professorinnen in den nächsten Jahren auf 30 und in 15 Jahren auf 50 Prozent gesteigert werden solle.

Sprecherinnen und Sprecher der bürgerlichen Fraktionen sprachen sich gegen die Überweisung der Motion aus. Mit einer starren Quote werde die Berufung von fachlich hochkarätigen Professuren erschwert, was der Reputation der Universität schaden könnte, sagten sie. Bereits jetzt habe die Universität die selber auferlegte Auflage, bei gleichwertigen Kandidaturen die weibliche zu bevorzugen.

Gegen mehr Einfluss

Die Motion wäre auch ein Eingriff in die Autonomie der Universität, hiess es von bürgerlicher Seite weiter. Gleich äusserte sich auch Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP). Die Trägerschaftskantone hätten im Staatsvertrag die Förderung der weiblichen Professuren bereits verankert. Mehr Einfluss sei nicht statthaft.

Die Sprecherinnen und Sprecher der SP und des Grünen Bündnisses wiesen auf die anhaltend tiefe Vertretung der Frauen in den Fakultäten hin. Sie reiche von einem Drittel bei Neuberufungen in der Philosophisch-Historische und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis zu einem Anteil von unter 20 Prozent bei der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Das Anliegen fand schliesslich keine Mehrheit. Der Grosse Rat lehnte die Überweisung der Motion an die Regierung mit 46 gegen 42 Stimmen ab.

1 Kommentar

  1. Ich schätze die Bestrebungen gewisser Linken sehr. Aber das kann nur ein erster Schritt sein. Ich hätte dann noch gerne eine Quote für:
    – Schwarze
    – Hindus
    – U30-Jährige
    – Blauäugige
    – Behinderte
    – Italienischsprechende
    – Deutsche
    – Armeeangehörige
    – Mieter°innen
    – Apple-User°innen
    – Landbewohner°innen
    – Übergewichtige
    – Obdachlose
    – Velofahrer°innen
    – Linkshänder°innen
    – EVP-Wähler°innen
    – Veganer°innen
    – Raucher°innen
    – Ananas-auf-Pizza-Berfürworter°innen
    – Elektrosensible

    Das sollte mal für den Anfang reichen. Danach können wir weitersehen.Report

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