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International

Moderna schliesst dritte Phase der Impfstoff-Studie ab

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Infektionsrekord in Portugal: Regierung verhängt regionalen Lockdown

In Portugal hat es erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 3000 Neuinfektion gegeben. Binnen 24 Stunden seien 3270 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in Lissabon mit. Damit wurde der bisherige, am vorigen Freitag registrierte Höchstwert (2608) gleich um 662 Fälle übertroffen.

Für die drei am schlimmsten betroffenen Bezirke Felgueiras, Lousada und Paços de Ferreira im Norden des Landes beschloss die Regierung für zunächst eine Woche einschneidende Massnahmen. Die rund 150’000 betroffenen Menschen dürfen ab Mitternacht (1.00 MESZ am Freitag) das Haus nur noch mit triftigem Grund verlassen – etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. In diesen Bezirken, die unweit der Metropole Porto liegen, müssen zudem alle Läden bereits um 22 Uhr schliessen.

Österreich stellt Corona-Ampel für 21 weitere Bezirke auf Rot

Österreich stellt seine Corona-Ampel für zahlreiche Bezirke und Regionen angesichts der sich ausweitenden Corona-Pandemie auf Rot. Betroffen sind unter anderem bei Touristen beliebte Gegenden wie Zell am See oder St. Johann im Pongau, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag berichtete. Im Bundesland Tirol wurde auch der Bezirk Landeck rot eingestuft – in diesem Bezirk liegt der Wintersportort Ischgl, der im März zu einem Corona-Hotspot wurde. Bisher stand die österreichische Corona-Ampel in vier Bezirken auf Rot, darunter Hallein in Salzburg und die Stadt Innsbruck.

Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt – in der Regel für jeden Bezirk, entsprechend etwa den deutschen Landkreisen, sowie für das Bundesland Wien. Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Kriterien sind Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen, Auslastung der Krankenhausbetten und Gesamtzahl an Tests. Ausserdem wird berücksichtigt, ob eine Region viele Touristen oder Pendler hat.

 

Österreich stellt die Corona-Ampel bei 21 weiteren Bezirken auf Rot. (Bild: Keystone)

L'Oreal steigert Umsatz überraschend

Der Umsatz des französischen Kosmetikkonzerns L’Oreal ist entgegen den Erwartungen von Experten im dritten Quartal gestiegen. Die Erlöse waren mit 7,04 Milliarden Euro auf vergleichbarer Basis um 1,6 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Dies teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Clichy mit. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um mehr als zwei Prozent erwartet. Ausser dem dem Luxussegment verzeichneten alle Bereiche Zuwächse. Besonders deutlich fielen diese mit 29,9 Prozent bei der medizinischen Hautpflege aus. Hier hatten zwar Experten zwar mit einem Plus gerechnet, die Erwartungen lagen aber deutlich niedriger.

Kramp-Karrenbauer bei Nato: Pandemie erfordert gemeinsame Anstrengung

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht einen möglichen Corona-Einsatz deutscher Soldaten im Rahmen der Nato als Ehrensache. «Die Pandemie erfordert von uns allen eine gemeinsame Anstrengung», sagte die CDU-Vorsitzende am Donnerstag am Rande einer Videokonferenz mit den Verteidigungsministern der anderen Nato-Staaten. Das Bündnis sei bei der Pandemiebekämpfung zwar nicht die wichtigste zuständige Organisation. Es sei aber richtig, dass sich Deutschland erheblich in die Umsetzung des Nato-Operationsplans «Allied Hand» eingebracht habe.

Schutzkonzepte gegen zweiten Lockdown: Die Strategie der Wirtschaft

Bundesrat und Kantone haben die Corona-Schutzmassnahmen in den vergangenen Tagen mehrfach verschärft, weitere Massnahmen dürften folgen. Dabei gilt es aber laut Wirtschaftsminister Guy Parmelin einen erneuten landesweiten Lockdown zu verhindern.

«Die hohen Ansteckungszahlen sind auch aus wirtschaftlicher Sicht besorgniserregend», teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Donnerstagabend mit. Es sei alles zu unternehmen, um die gesundheitliche Situation so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.

Will einen zweiten Corona-Lockdown auf jeden Fall verhindern: Wirtschaftsminister Guy Parmelin. (Bild: Keystone)

Parmelin tauschte sich zuvor mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Wirtschaft aus. Sie waren sich am Schluss des telefonisch durchgeführten Runden Tisches einig, dass Schliessungen von Betrieben mit allen Mitteln verhindert werden müssten. «Es müssen alle anderen Massnahmen vorher getroffen werden», hiess es in der Mitteilung des WBF. Oder in anderen Worten: «Weitere Massnahmen, die das Zusammentreffen von Menschen im öffentlichen und privaten Raum einschränken, sind nur zu ergreifen, wenn es wirklich nötig ist.» Alles zum Thema lesen Sie hier.

Frankreich weitet Ausgangssperre aus: 46 Millionen Menschen betroffen

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. «Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich», warnte Castex. Der Monat November werde hart.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Grossraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Strasse aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Massnahmen verschärfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sika-Gewinn von Covid-19-Krise kaum tangiert

Dem Bauchemiekonzern Sika hat die Corona-Krise die Gewinnzahlen in den ersten neun Monaten kaum geschmälert. Gleichzeitig steigt seit dem Sommer die Dynamik im Bausektor wieder.

Insgesamt steigerte die Gruppe ihren Umsatz in Lokalwährungen von Januar bis September um 2,6 Prozent auf 5,81 Milliarden Franken. Der Akquisitionseffekt trug mit 9,2 Prozent spürbar zum Umsatzwachstum bei. Im Mai 2019 hatte Sika den französischen Mörtelproduzenten Parex gekauft. Es war die grösste Übernahme in der Firmengeschichte.

Erster Pharmakonzern schliesst Impfstoff-Phase 3 ab

Moderna hat die Phase 3 seiner Impfstoff-Studie abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Es ist das erste Unternehmen, dem dies gelingt. 30’000 Teilnehmer zählt die dritte Phase. 42 Prozent der Probanden gehören zu den medizinischen Hochrisikogruppen.

In dieser dritten Phase werden die Impfstoffe an Patienten getestet. 25’650 der Studienteilnehmer von Moderna erhielten schon die zweite Dose des Impfstoffes. Der US-Pharmakonzern Moderna entwickelt einen Impfstoff basierend auf mRNA Technologie. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Der US-Pharmakonzern Moderna ist einem Corona-Impfstoff einen entscheidenden Schritt weiter. Produzieren würde die Partnerfirma Lonza das Mittel im Wallis. (Bild: Keystone)

SFV sagt alle Junioren-Aktivitäten ab

«Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus hat Auswirkungen auf das weitere Programm der Schweizer Frauen- und Männer-Nachwuchs-Nationalteams der Stufen U-15 bis U-20 im Jahr 2020», wie der Schweizerische Fussball Verband SFV mitteilt. Die beiden Direktionen der U-Nationalteams haben am 21. Oktober deshalb entschieden, alle geplanten Aktivitäten der genannten U-Nationalteams für den Rest des Jahres abzusagen.

Dazu erhielten die nationalen Verbände am Dienstag von der UEFA Bescheid, dass die Qualifikationsphasen (geplant im November 2020) und die Endrunde der U-19-EM der Männer (geplant im März 2021 in Nordirland) endgültig abgesagt wurden.

Dänemark schliesst Grenze für deutsche Urlauber

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Aussenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit.

Die Massnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Grossteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner des norddeutschen Bundeslands Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

 

Die Grenze Dänemarks wird für Deutsche Urlauber gesperrt. (Symbolbild: Keystone)

Erstmals mehr als 9000 Neu-Infektionen in Niederlanden

In den Niederlanden ist die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Corona-Neuinfektionen erstmals auf mehr als 9000 gestiegen.

9283 Fälle seien in diesem Zeitraum registriert worden, 526 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Donnerstag mit.

Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie getroffenen Ländern Europas. Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steigt in den Niederlanden schnell. Inzwischen ist fast jedes zweite Intensivbett mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Am Freitag sollen erste Patienten in deutsche Kliniken verlegt werden. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten bereits Hilfe zugesagt.

National League spielt bis mindestens 2. November weiter

Die National League hat entschieden, die Meisterschaft mindestens bis am 2. November fortzusetzen, obwohl einige Kantone die Anzahl bewilligter Zuschauer wieder markant gesenkt haben. Dies teilte die Liga in einem Communiqué mit.

In der Woche vom 2. bis 8. November sind wegen der Nationalmannschaftspause keine Meisterschaftsspiele angesetzt. Frühestens dann wird die National League falls nötig Entscheide über den weiteren Saisonverlauf fällen – gestützt dannzumal auf die Entscheide bezüglich Grossveranstaltungen, welche der Bundesrat womöglich am kommenden Mittwoch kommuniziert.

Infektionszahlen in Dänemark auf neuem Rekordhoch

In Dänemark hat die Zahl der Neuinfektionen ein Rekordhoch erreicht. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle von Covid-19 registriert. Das teilte das Staatliche Seruminstitut mit. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen sehr viel mehr getestet werde.

 

Dänemark verzeichnet ein Rekordhoch bei den Corona-Ansteckungen. (Bild: Keystone)

Die dänische Regierung hat angesichts der zunehmenden Neuinfektionen schärfere Massnahmen in Aussicht gestellt. «Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein», sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Donnerstag. Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen. Schon jetzt muss man in grossen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen.

Schweden hebt Corona-Beschränkungen für Ältere auf

Ältere Menschen in Schweden sind nicht mehr aufgefordert, sich zu isolieren. Sozialministerin Lena Hallengren sagte am Donnerstag, es gäbe keinen Grund mehr, warum für Ältere schärfere Massnahmen gelten sollten als für den Rest der Bevölkerung.

«Heute wissen wir mehr über das Coronavirus und über die Situationen, in denen das Infektionsrisiko am grössten ist», so Hallengren. «Deshalb müssen wir alle in Schweden jetzt die gleiche Verantwortung übernehmen, um uns und andere zu schützen.»

Personen die älter als 70 Jahre sind, waren bisher aufgefordert, öffentliche Verkehrsmittel und physischen Kontakt zu anderen zu vermeiden. Ausserdem sollten sie sich von Geschäften und anderen öffentlichen Orten fernhalten. Die Massnahmen hätten einen grossen Effekt gehabt, hiess es von Seiten der Gesundheitsbehörde. Doch ein Bericht habe gezeigt, dass sich die Isolation bei vielen Älteren negativ auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt habe.

Österreich meldet Corona-Tagesrekord: 2435 neue Fälle

Österreich hat den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert neu nachgewiesener Corona-Infektionen registriert. Am Donnerstag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2435 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, nachdem am Vortag mit 1958 positiven Tests der bisherige Höchststand erreicht worden war.

 

In Österreich wurde wiederum ein neuer Rekord bei den täglichen Corona-Ansteckungen verzeichnet. (Bild: Keystone)

Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich gelten mehr als 23’000 Menschen als aktiv erkrankt, von ihnen wurden am Donnerstag 1002 im Krankenhaus behandelt. 161 der Patienten liegen auf der Intensivstation.

Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg österreichweit auf 134,5 pro 100 000 Einwohner, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Ages am Donnerstag hervorging. Spitzenreiter sind die Bundesländer Salzburg (227,5), Vorarlberg (200,5) und Tirol (177,7) sowie Wien (163,4).

Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA weiter auf hohem Niveau

Kurz vor der Wahl in den USA ist die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in der andauernden Corona-Krise in dem Land leicht gesunken, bleibt aber weiter auf einem hohen Niveau. In der Woche bis zum 17. Oktober stellten 787’000 Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

In der Woche davor waren es 842’000 – die Zahl wurde nachträglich um 56 000 nach unten korrigiert. Es ist die vorletzte Veröffentlichung der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe vor der Präsidenten- und Kongresswahl in den USA am 3. November.

 Von der Leyen trifft nach Selbstisolierung Castex und Rutte
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nimmt nach ihrer Selbstisolierung wegen eines Coronafalls in ihrer Umgebung am Freitag wieder politische Gespräche auf. Im Kommissionsgebäude in Brüssel werde sie den neuen französischen Premierminister Jean Castex empfangen, teilte Kommissionssprecher Eric Mamer am Donnerstag mit. Anschliessend reise sie zu einem Arbeitsessen mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte nach Den Haag.

EU-Kommisionschefin Ursula von der Leyen nimmt nach ihrer Corona-Quarantäne am Freitag wieder politische Gespräche auf. (Bild: Keystone)

Von der Leyen hatte am Donnerstag voriger Woche den EU-Gipfel in Brüssel frühzeitig verlassen und sich in freiwillige Selbstisolation begeben. Kurz zuvor war sie darüber informiert worden, dass ein Mitglied ihres Empfangsbüros positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Sie selbst war negativ getestet worden. Am Mittwoch teilte sie mit, dass sie erneut negativ getestet worden sei. Das Treffen mit Castex sei das erste seit dessen Amtsantritt Anfang Juli, teilte der Sprecher mit.

Bund startet Konsultation für schärfere Corona-Massnahmen
Bundesrat Alain Berset und GDK-Präsident Lukas Engelberger an der Medienkonferenz in Bern. (Bild: Keystone)

Der Bund konsultiert in den nächsten Tagen die Kantone zu schärferen Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus – auch auf nationaler Ebene. Das sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Donnerstag nach einem Treffen mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK).

Berset betonte, dass die «besondere Lage» aufrechterhalten werde, sodass die Kantone jederzeit ein Mitspracherecht haben. Übers Wochenende werde gemeinsam evaluiert, welche weitere Massnahmen es brauche. «Der Bundesrat entscheidet dann am Mittwoch.»

«Kantone müssen weitere Massnahmen treffen»

Ausdehnung der Maskenpflicht am Arbeitsplatz, Beschränkung von Personenansammlungen im öffentlichen Raum, Einschränkung von Freizeitveranstaltungen, Tanzveranstaltungen und weitere Massnahmen bei Restaurants und Discos: Diese Massnahmen schlägt die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) vor.

«Für heute und die weiteren Tage sind auf kantonaler Ebene weitere Entscheidungen zu erwarten.» Dies sagte Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) am Donnerstag vor den Bundeshausmedien in Bern. Die Kantone fordern den Bund auch auf, weitere Massnahmen in den ähnlichen Bereichen auch auf Bundesebene zu ergreifen.

Alle Hintergründe zum Thema finden Sie hier.

Corona-Ansteckungen im Aargau erneut auf Höchstwert

Am Mittwoch sind im Aargau 272 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Nach den 255 neuen Fällen vom Dienstag handelt es sich um einen neuen Höchstwert, seit die Daten erfasst werden.

Die Infektionszahlen im Aargau steigen weiter. (Symbolbild: Keystone)

Die Infektionszahlen im Aargau steigen weiter. (Symbolbild: Keystone)

Per Mittwoch wurden im Aargau insgesamt 4462 bestätigte Infektionen gezählt, wie der Kanton am Donnerstag auf seiner Website schrieb. Bislang starben im Kanton 58 Menschen an den Folgen von Covid-19. Am Mittwoch kam kein neues Todesopfer hinzu.

Christiano Ronaldo erneut positiv getestet

Juventus Turin und der FC Barcelona treffen in der Champions-League aufeinander. Trotzdem werden die Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi vorerst nicht aufeinander treffen: Der Portugiese kann immer noch keinen negativen Corona-Test vorweisen. Er wurde erneut positiv getestet. Das Spiel würde am 28. Oktober stattfinden.

Laut UEFA-Protokoll muss der Test bei einem Spieler mindestens sieben Tage vor einer Partie negativ sein, um an einem Wettbewerbsspiel teilnehmen zu können, wie Bluewin berichtet.

Schlecht scheint es CR7 aber nicht zu gehen, wie ein Video auf Twitter zeigt:

American Airlines in tiefroten Zahlen

American Airlines verzeichnen in der Corona-Pandemie einen Verlust von 2,4 Milliarden US-Dollar. (Bild: Keystone)

Die Corona-Krise hat bei der Fluggesellschaft American Airlines auch im dritten Quartal tiefrote Zahlen hinterlassen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,4 Milliarden US-Dollar (2 Mrd Euro) nach einem Gewinn von 425 Millionen ein Jahr zuvor.

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag im texanischen Fort Worth mit. Zigtausende Mitarbeiter drohen ihre Jobs zu verlieren – auch weil ein Hilfsprogramm der US-Regierung für die Branche Ende September ausgelaufen ist.

Den Angaben zufolge haben mehr als 20’000 Beschäftigte von American Airlines entschieden, das Unternehmen zu verlassen oder eine lange Auszeit zu nehmen. Rund 19’000 wurden zum 1. Oktober zwangsbeurlaubt.

Nächste zwei Spiele des FC Sion verschoben

Die nächsten beiden Super-League-Spiele des FC Sion vom nächsten Sonntag gegen Servette und am Sonntag, 1. November, gegen Luzern sind verschoben worden. Nachdem die gesamte Mannschaft und der Trainerstaff der Walliser nach positiven Corona-Test bis 30. Oktober in Quarantäne gesetzt wurden, gab die Swiss Football League dem Verschiebungsgesuch des FC Sion wie erwartet statt.

Ein neues Datum für die beiden Partien gibt es noch nicht.

Süddeutsche Quarantäne-Ausnahmen gelten für Grenzkantone weiter

Deutschland hat die Schweiz auf seine Corona-Risikoliste gesetzt. Für die Grenzregionen gelten aber weiter die bestehenden Ausnahmeregelungen.

Im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg gilt für Personen aus den sieben Grenzkantonen eine generelle Ausnahme von der Quarantäne- und Testpflicht wenn sie nicht länger als 24 Stunden im Land bleiben. Die Gründe für solche Reisen spielen keine Rolle.

Wer in einem anderen Kanton wohne, falle dagegen unter die Quarantänepflicht, sagte der Schweizer Botschafter in Berlin am Donnerstag gegenüber Radio SRF. «Das heisst, wenn man aus der Schweiz jetzt nach Deutschland einreist, muss man die Quarantänevorschriften oder das Testen beachten.»

Laut den deutschen Behörden blieben die Grenzen offen, sagte Seger. Es werde aber Stichproben geben. «Man kann es relativ einfach an den Autonummern kontrollieren.» Alle Details dazu lesen Sie hier.

Das RTL-«Dschungelcamp» in Wales fällt wegen Corona aus

Das ursprünglich für Anfang 2021 geplante RTL-«Dschungelcamp» in Wales wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Nachdem die Show bereits von Australien nach Grossbritannien verlegt worden war, muss RTL nun auch diesen Plan aufgeben.

«So sehr uns diese Produktion am Herzen liegt, die Sicherheit und die Gesundheit für alle Beteiligten haben absolute Priorität», erklärte RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner am Donnerstag.

(Bild: Keystone)

Man plane nun eine «neue, spannende» Show zu dem Format mit den beiden Dschungel-Moderatoren Sonja Zietlow (52) und Daniel Hartwich (42) in Deutschland. Ein RTL-Sprecher stellte klar, dass es sich nicht um ein ««Dschungelcamp» in Deutschland» handeln werde. Zuvor hatten die «Bild»-Zeitung und der Branchendienst dwdl.de berichtet.

RTL hatte bereits Ende September auf die Corona-Lage reagiert und die Show vom traditionellen Schauplatz in Australien nach Wales verlegt. Statt im Dschungel sollten die Promis diesmal in einem Grusel-Schloss zu sehen sein. Nun ist auch dieser Plan hinfällig. «Ich bin ein Star – holt mich hier raus!», wie die Show offiziell heisst, ist seit langem ein Erfolgsformat des Senders.

Erneut Maskenpflicht im Freien in Bulgarien - Proteste in Sofia

In Bulgarien ist wegen schnell steigender Corona-Zahlen seit Donnerstag das Tragen von Schutzmasken auch im Freien wieder obligatorisch, wenn Abstandhalten nicht möglich ist.

Damit sollten die Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Donnerstag. «Wir kommen in eine recht ernsthafte Phase», warnte er.

In dem EU-Land mit seinen 6,9 Millionen Einwohnern wurde am Donnerstag mit 1472 Corona-Neuansteckungen ein neuer Höchststand registriert. Insgesamt seien derzeit 14 689 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 9175 gewesen. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 33 335 Menschen angesteckt, 1048 Infizierte starben.

Eurozone: Haushaltsdefizit steigt wegen Corona drastisch

Die Haushaltdefizite und Schulden sind im Euroraum in der Coronakrise drastisch gestiegen. Das Verhältnis von Haushaltsdefizit zum Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal saisonbereinigt von 2,5 Prozent im Vorquartal auf 11,6 Prozent.

Das ist der höchste Fehlbetrag seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2002, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. In der Europäischen Union verlief die Entwicklung ähnlich.

Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung stiegen die gesamten Ausgaben in den 19 Ländern der Eurozone um 9,7 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent. Sie nahmen um rund 95 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal zu. Verantwortlich dafür sind laut Eurostat hauptsächlich die Massnahmen der Regierung zur Abschwächung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie.

Wien genehmigt 18 Weihnachtsmärkte mit Corona-Konzept

Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt am Donnerstag mitteilte.

Am 13. November öffnen etwa der Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz. Die Betreiber haben laut Marktamt in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Corona-Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr. Für die Umsetzung der Bestimmungen sind die Betreiber zuständig, die zusätzliche Ordner beschäftigen sollen.

(Bild: Keystone)

Es gehe bei den Weihnachtsmärkten nicht nur darum, ein Stück «Normalität in der Weihnachtszeit» anzubieten, teilte das Marktamt mit. Sie sollen auch dazu beitragen, «dass der Freizeitkonsum in der kalten Jahreszeit nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien stattfinden kann». Voraussetzung sei aber das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher.

5256 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 5256 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Donnerstag 11 neue Todesfälle und 106 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Wissenschaftler stellen 1,5 Meter-Abstandsregel in Frage

Wissenschaftler warnen, dass ein Abstand von 1,5 Metern nicht genügt, um sich vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Das BAG will die Theorie nun überprüfen. Lesen Sie hier mehr.

Abstand halten in Innenräumen schützt laut Wissenschaftlern nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. (Bild: BAG)
Servette muss nicht in Quarantäne

Trotz der beiden positiven Corona-Tests bei Goalie Jérémy Frick und Captain Anthony Sauthier muss die Super-League-Mannschaft von Servette nicht in Quarantäne. Die Gesundheitsbehörden des Kantons Genf verzichteten darauf, eine solche anzuordnen, da die Hygiene- und Abstandsmassnahmen bei Servette seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Mai sehr strikt gehandhabt würden.

Das Team kann damit seine Aktivitäten wie gewohnt fortsetzen. Das am Sonntag geplante Meisterschaftsspiel gegen Sion dürfte aber dennoch ausfallen, da sich das Team der Walliser in Quarantäne befindet.

Unbewilligte Demo gegen Maskenpflicht an Schule in Ebikon LU

Vor dem Schulhaus Wydenhof im luzernischen Ebikon haben am Donnerstagmorgen rund 50 Erwachsene unbewilligt gegen eine Maskenpflicht demonstriert. Die Polizei nahm eine Person vorläufig in Gewahrsam.

Auf den sozialen Medien sei zuvor zur Kundgebung «Kein Maskenzwang für Kinder» aufgerufen worden, teilte die Luzerner Polizei mit.

Die ersten Demonstranten erschienen ab 7.45 Uhr, schliesslich versammelten sich rund 50 Personen auf dem Schulhausplatz. Nach zweimaliger Abmahnung, den Platz zu verlassen, löste die Polizei die Demonstration gegen 9.30 Uhr mit Verweis auf die bundesrätliche Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie auf, hält die Polizei fest.

Die Polizisten kontrollierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und verzeigten sie an die zuständige Staatsanwaltschaft. Eine Person nahmen sie «zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung» vorläufig in Gewahrsam, wie es weiter heisst.

Belgische Aussenministerin auf Intensivstation

Belgiens Aussenministerin Sophie Wilmès wird wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt. Das bestätigte ihr Sprecher am Donnerstag belgischen Medien. Ihr Zustand sei stabil, aber es bedürfe einer professionellen Betreuung. Sie sei am Mittwoch ins Krankenhaus gebracht worden.

(Bild: Keystone)

Wilmès, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens gewesen. Ihr Nachfolger Alexander De Croo wünschte auf Twitter gute Besserung.

Polen meldet Rekordzahl an Neuinfektionen

Auch Polen verzeichnet eine Rekordzahl bei den Corona-Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 12.107 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Warschau am Donnerstag mitteilte. In diesem Zeitraum kamen 168 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 4000 Menschen.

(Bild: Keystone)

Es wird erwartet, dass das ganze Land demnächst zur Roten Zone erklärt wird, wie die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf Regierungssprecher Piotr Mueller berichtete. Damit gehen weitere Einschränkungen wie die Begrenzung von Versammlungen auf maximal zehn Personen einher. Pläne für landesweite Ausgangsbeschränkungen gebe es indes nicht, hiess es in Warschau.

Schach-Bundesturnier in Hergiswil abgesagt

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen sagte der Schweizerische Schachbund das vom 29. Oktober bis 1. November in Hergiswil geplante Bundesturnier ab. Damit fällt nach den Schweizer Einzelmeisterschaften, die im Juli in Flims hätten stattfinden sollen, auch das zweitgrösste Verbands-Einzelturnier des Jahres der Pandemie zum Opfer.

Das Bundesturnier hätte ursprünglich im Mai in Luzern stattfinden sollen, wurde jedoch in den Herbst und nach Hergiswil verlegt. Zum Zeitpunkt der Absage lagen 237 Anmeldungen vor.

Deutsche Eishockey Liga nimmt Spielbetrieb mit Testturnier auf

Acht Monate nach dem Abbruch der vergangenen Saison nimmt die Deutsche Eishockey Liga (DEL) mit einem Testturnier den Spielbetrieb wieder auf. Ab dem 11. November werden acht der 14 Klubs an dem Wettbewerb teilnehmen. Der Final soll am 12. Dezember ausgetragen werden.

Im März hatte die DEL die Vorsaison aufgrund der Coronavirus-Krise vor den Playoffs abgebrochen, ohne einen Meister zu küren. Der Start in die neue Saison, die ursprünglich Mitte September beginnen sollte, wurde zuletzt erneut verschoben. Ziel ist es, einen Saisonstart in der zweiten Dezember-Hälfte zu realisieren.

Freiburger Spital erweitert Bettenangebot in der Intensivmedizin

Das Spital Freiburg (HFR) rüstet sich für die zweite Coronawelle. So wurde der Personalbestand in der Intensivstation und in der Abteilung für Innere Medizin aufgestockt. Zudem hat das Kantonsspital beim Zivilschutz Unterstützung beantragt.

«Die Zahl der Coronapatienten im HFR ist innerhalb von zehn Tagen von 10 auf 60 Patienten gestiegen», teilte die Institution am Donnerstag mit. Auf der Intensivstation befinden sich fünf Covid-19-Patienten, von denen drei beatmet werden.

Aktuell stehen noch sechs Intensivbetten zur Verfügung. Die Lage bleibt nach Angaben des HFR angespannt. Dies, weil das Spital auch mit quarantänebedingten Abwesenheiten beim Personal konfrontiert ist.

Nun verstärkt HFR die Intensivstation mit 30 zusätzlichen Mitarbeitenden und erhöht die Zahl der Betten auf 26. Darüber hinaus wurde auch der Ersatzpool für das Pflegepersonal verdoppelt.

Strassburger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ohne Buden

Der berühmte Strassburger Weihnachtsmarkt findet wegen der Corona-Pandemie nur in einem kleineren Format statt. Es werde in diesem Jahr keine Verkaufsbuden geben, teilte die Bürgermeisterin der Elsass-Metropole, Jeanne Barseghian, am Donnerstag mit.

Die Licht-Animationen, Dekoration, künstlerische Darbietungen sowie der meterhohe Weihnachtsbaum auf der Place Kléber sollen demnach aber beibehalten werden. «Ob mit Buden oder ohne, Strassburg bleibt die Weihnachts-Hauptstadt», erklärte Barseghian in einer Mitteilung.

Die Corona-Situation in Strassburg habe sich in den vergangenen Tagen stark verschlechtert, schrieb Barseghian. Sie befürchte eine weitere Verschlechterung in den kommenden Wochen, weshalb die Entscheidung gegen die rund 300 Verkaufsbuden getroffen worden sei. Die Bürgermeisterin schloss auch die Einführung einer Ausgangssperre in Strassburg, wie sie in anderen französischen Städten bereits in Kraft ist, nicht aus. Der Weihnachtsmarkt soll am 28. November beginnen.

Deutschland setzt Polen und Schweiz auf Corona-Risikoliste

Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und grosse Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Lesen Sie hier mehr.

FIFA-Chef Infantino: «Keine WM mit Geisterspielen»

Für FIFA-Präsident Gianni Infantino ist eine WM 2022 ohne Fans in den Stadien undenkbar. Das Coronavirus hält der Walliser für den Fussball als «existenzbedrohend». Die FIFA sei finanziell aber sehr gut unterwegs.

(Bild: Keystone)

In einem Interview mit «CH Media» weist Gianni Infantino darauf hin, dass erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg der Fussballbetrieb auf der ganzen Welt eingestellt worden sei. «Insbesondere für jene Länder, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind, ist die Situation sehr schwierig», betont er. Alleine in der Schweiz seien tausende von Arbeitsplätzen mit dem Fussball verknüpft. Er hoffe deshalb, dass die Stadien bald wieder überall zu mindestens zwei Dritteln gefüllt werden könnten.

Auch der HC Sierre in Quarantäne

Nach den GCK Lions und dem EHC Winterthur muss mit dem HC Sierre ein weiterer Klub der Swiss League in Quarantäne. Wie «Le Nouvelliste» berichtet, sind am Mittwoch mehrere Spieler der Walliser positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Walliser Kantonsarzt verordnete dem ganzen Team Quarantäne, nachdem sich zuvor bereits einige Spieler in dieser befunden hatten. Die Partien der Walliser gegen Thurgau (am Freitag), Langenthal (Dienstag) und Kloten (30. Oktober) müssen verschoben werden.

Sommaruga lanciert Nationalen Solidaritätstag

Die Glückskette sammelt am Donnerstag im Rahmen des nationalen Solidaritätstages «Coronavirus International» während 16 Stunden Geld für die Bekämpfung der Coronakrise in bereits geschwächten Ländern.

Prominente Unterstützerin des Sammeltages ist Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, wie die Glückskette mitteilte. «Die Pandemie braucht unsere Solidarität, auch über die Grenzen der Schweiz hinweg», lässt sich die Magistratin in der Mitteilung zitieren. In bereits geschwächten Ländern habe diese Krise zusätzliche fatale Folgen, indem sie Probleme wie soziale Ungleichheit und Armut verschärfe.

(Bild: Keystone)

Die Glückskette ruft gemeinsam mit 18 Partnerhilfswerken zu Spenden auf. Sie hat gemäss Mitteilung in Asien, Lateinamerika und in der Karibik 15 besonders fragile und gefährdete Länder identifiziert, in denen sie Hilfsprojekte finanzieren möchte. Mit den Spendengeldern könne unter anderem Überbrückungshilfe mit Bargeld oder Sachspenden geleistet werden. Damit liessen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen auf arme und marginalisierte Bevölkerungsgruppen mildern.

Knapp 15'000 neue Fälle in Tschechien - Ausgangsbeschränkungen

In Tschechien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter sprunghaft an. Mit knapp 15.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden vermeldeten die Behörden am Donnerstag einen Tagesrekord. Insgesamt befinden sich mehr als 4400 Menschen im Krankenhaus in Behandlung.

(Bild: Keystone)

Die Gesamtzahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie stieg auf 1739. Derweil traten drastische Massnahmen gegen die Corona-Welle in Kraft. Die Bürger sollen das Haus oder die Wohnung nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen, das Nötigste einzukaufen oder Arzt- und Familienbesuche zu erledigen. Auch Spaziergänge in Parks und Natur sind erlaubt. Die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte und Drogerien.

Corona-Infektionszahlen drücken die Konsumlaune der Deutschen

Die erneut hohen Corona-Infektionszahlen haben der Konsumstimmung in Deutschland einen empfindlichen Dämpfer versetzt. Viele Leute hätten Angst für einer Ansteckung und sorgten sich um ihre wirtschaftliche Zukunft, sagen die Konsumforscher der GfK.

Die Kauflaune der Deutschen sei im Oktober deutlich gesunken, sagte Rolf Bürkl vom deutschen Konsumforschungsunternehmen GfK. «Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwindet im Oktober spürbar», sagte Bürkl als Ergebnis der neuesten GfK-Studie zum Konsumklima. Etwa drei Viertel der Konsumenten gingen derzeit davon aus, dass die Corona-Pandemie eine grosse oder sehr grosse Bedrohung für sie darstelle.

«Die rasant steigenden Infektionszahlen führen zu Verschärfungen pandemiebedingter Einschränkungen», betonte Bürkl. Es steige die Furcht vor einem nochmaligen Herunterfahren des öffentlichen Lebens, sollte das Infektionsgeschehen ausser Kontrolle geraten. «Das schlägt auch auf die Konsumstimmung durch», erklärte der Experte.

Deutsche kaufen wieder massiv mehr Toilettenpapier und Seife

Die Corona-Pandemie treibt den Absatz von Klopapier in Deutschland nach oben. Die Verkaufszahlen lagen in der vergangenen Woche fast doppelt so hoch (plus 89,9 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020.

Dies zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes. Der Absatz von Desinfektionsmitteln wuchs um knapp drei Viertel und der von Seife um knapp zwei Drittel. «Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich», hiess es.

(Bild: Keystone)

Auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln zog in dem untersuchten Zeitraum Mitte Oktober an. So stieg der Absatz von Mehl um 28,4 Prozent, der von Hefe um 34,8 Prozent. Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln sanken hingegen leicht um 0,2 Prozent.

«Die Politik und Wirtschaftsverbände sehen die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs unterdessen als gesichert und appellieren an die Bevölkerung, von ‚Hamsterkäufen‘ abzusehen», betonte das Statistikamt nun.

IOC-Chef Bach: Kein Olympia-Ausschluss von Nationen wegen Corona

IOC-Präsident Thomas Bach lehnt einen Ausschluss einzelner Nationen von den Olympischen Spielen in Tokio wegen der Corona-Lage in den jeweiligen Ländern ab. Die Sportler hätten «keine Verantwortung dafür», sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees in einem Instagram-Gespräch mit dem deutschen Speerwerfer Johannes Vetter. «Wenn hier Athleten negativ getestet sind, wenn sie sich dem Anti-Coronavirus-Regime unterwerfen wie alle anderen auch, dann muss man für diese Athleten die Möglichkeit der Teilnahme schaffen», betonte Bach.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Sommerspiele in Tokio um ein Jahr auf den Sommer 2021 verlegt worden. Derzeit arbeitet eine Taskforce Massnahmen für Spiele unter Corona-Bedingungen aus, darunter auch mögliche Einreisebeschränkungen für Sportler und Delegationen. «Das ist im Moment unmöglich zu sagen, was da im Einzelnen herauskommt», sagte Bach. Einen Zwischenbericht werde die japanische Seite voraussichtlich im Dezember vorlegen.

Dienstdauer im Zivilschutz bleibt wegen Corona-Krise bei 14 Jahren

Wegen der Corona-Pandemie hat der Bundesrat die Dienstpflichtdauer für Zivilschutz-Angehörige wieder von 12 auf 14 Jahre verlängert. So soll sichergestellt werden, dass genügend Zivilschützer zur Verfügung stehen.

Die Verlängerung sei in enger Abstimmung mit den Kantonen erfolgt, sagte Christoph Flury, Vizedirektor des Bundesamts für Bevölkerungsschutz in der Sendung «HeuteMorgen» von Radio SRF. Dies im Hinblick auf die mögliche zweite Welle. Damit sollten dem Zivilschutz auch nächstes Jahr genügend Leute zur Verfügung stehen.

Zivilschutz-Angehörige werden in einzelnen Kantonen zum Beispiel beim Contact-Tracing eingesetzt. Weil jedoch im Zivilschutz seit Jahren die Rekrutierungszahlen sinken, befürchten die Kantone nun, dass bald zu wenig Zivilschützer verfügbar sind.

Roche bündelt Kräfte mit Atea Pharmaceuticals im Kampf gegen Corona

Roche hat die Bemühungen im Kampf gegen das Coronavirus um eine Kooperation erweitert. Man übe mit Atea Pharmaceuticals den Schulterschluss, teilte Roche am Donnerstag mit. Gemeinsam wolle man ein antivirales Prüfpräparat entwickeln.

(Bild: Keystone)

Konkret geht es um AT-527, ein mündlich zu verabreichendes Präparat von Atea, das derzeit in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Patienten getestet wird, die mit moderatem Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden. Eine klinische Phase-III-Studie werde voraussichtlich im ersten Quartal 2021 beginnen. Dann solle der Kandidat möglicherweise auch bei Patienten ausserhalb des Spitals untersucht werden.

Obama greift Trump frontal an: «Inkompetenz» im Kampf gegen Pandemie

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinem Nachfolger Donald Trump in drastischen Worten Versagen bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vorgeworfen. Trump habe die Pandemie ignoriert und dann mit «Inkompetenz», «Falschinformationen» und Planlosigkeit alles noch schlimmer gemacht, sagte der Demokrat am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung. Viele Menschen in den USA hätten nicht sterben müssen, wenn die Regierung auch nur «grundlegende» Massnahmen ergriffen hätte, sagte Obama. Der Vergleich mit anderen Ländern wie Südkorea oder Kanada zeige, dass die Zahl der Corona-Toten deutlich geringer hätte ausfallen können.

(Bild: Keystone)

Trump habe «kein Interesse gezeigt», den Menschen in Amerika zu helfen und das Präsidentenamt nur als «Reality Show» genutzt, kritisierte Obama. Der Republikaner sei nicht fähig, «den Job ernst zu nehmen», sagte der Ex-Präsident. «Und der Rest von uns muss mit den Konsequenzen leben.» Obamas Fazit: «Wenn er die ganze Zeit seinen Job gemacht hätte, dann wäre es nie so schlimm geworden.»

Tesla reitet weiter auf der Erfolgswelle

Die Erfolgsserie des E-Auto-Pioniers Tesla reisst nicht ab. Das Unternehmen trotzt der Corona-Krise und feiert das beste Quartal seiner bisherigen Geschichte. Firmengründer Elon Musk will an seinen ehrgeizigen Zielen für das restliche Jahr festhalten.

Der Elektroautopionier Tesla fuhr das fünfte Quartal in Folge einen Gewinn ein. Der Nettogewinn belief sich im dritten Geschäftsquartal per Ende September auf 331 Millionen Dollar. Damit steigerte Tesla den Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 131 Prozent.

Wie das Unternehmen aus dem kalifornischen Fremont am Mittwoch nach US-Börsenschluss weiter mitteilte, schoss der Umsatz um gut 39 Prozent auf fast 8,8 Milliarden Dollar in die Höhe. Die Tesla-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel um 4,3 Prozent.

Nächtliche Ausgangssperre auch in Rom und Umgebung

In der italienischen Region Lazio, zu der die Hauptstadt Rom gehört, wird wegen der erneuten starken Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Das entsprechende Dekret wurde am Mittwochabend von Gesundheitsminister Roberto Speranza und Regionalpräsident Nicola Zingaretti unterzeichnet.

Die Ausgangssperre tritt am Freitagabend in Kraft und gilt für 30 Tage. Zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr ist das Verlassen des Hauses oder der Wohnung nur in Ausnahmefällen erlaubt.

(Bild: Keystone)

Lazio ist bereits die dritte italienische Region, in der eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde. In den vergangenen Tagen war die drastische Massnahme bereits für die Regionen Lombardei und Kampanien beschlossen worden. Ausnahmen von den Ausgangssperren sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich.

US-Gesundheitsminister macht Hoffnung auf US-weite Impfung bis April

US-Gesundheitsminister Alex Azar geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass bis zum April alle US-Amerikaner eine Corona-Impfung erhalten könnten. Eines der Mittel, das die US-Regierung finanziell unterstütze, könne demnach schon Ende des Jahres für besonders gefährdete Menschen zur Verfügung stehen, sagte Azar am Mittwoch. Für Ende Januar rechnet der Minister damit, dass genug Dosen für Risikogruppen wie Senioren zur Verfügung stehen. Ende März oder April dann solle ein funktionierender Impfstoff für alle Amerikaner zur erhältlich sein.

Die Vereinigten Staaten unterstützen sechs Hersteller, die an einer Impfung forschen und lassen diese gleichzeitig bereits grosse Mengen produzieren, falls sich einer der Stoffe als wirksam und sicher erweist und die Zulassung erhält. Unter diesen Firmen sind auch zwei der aussichtsreichsten Kandidaten derzeit: die Wirkstoffe der Biologie-Unternehmens Moderna sowie vom Pharmariesen Pfizer in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Biontech. Beide Mittel befinden sich in der dritten und letzten Erprobungsphase mit Zehntausenden Probanden.

Corona-Pandemie hinterlässt Spuren bei Sika

Der Bauchemiekonzern Sika hat in den ersten neun Monaten 2020 die Auswirkungen der Corona-Pandemie gespürt. Dennoch konnte die Sika-Gruppe ihren Umsatz in Lokalwährungen um 2,6 Prozent auf 5,8 Milliarden Franken steigern.

Der Akquisitionseffekt trug mit 9,2 Prozent spürbar zum Umsatzwachstum bei. Ein stark negativer Währungseffekt liess den Umsatz in Schweizer Franken um 3,4 Prozent sinken, wie Sika am Donnertag bekanntgab. Der Gewinn nach Steuern nahm in den ersten neun Monaten leicht um 0,9 Prozent auf 561,5 Millionen Franken ab.

(Bild: Keystone)

Für die Zukunft ist der Sika-Konzern zuversichtlich. Der höhere Bedarf an Renovationen und die starke Stellung des Unternehmens im Baufachhandel dürfte Sika auf Wachstumskurs halten.

Trotz der Coronakrise und deren Auswirkungen auf das operative Geschäft bestätigte Sika die strategischen Ziele. Sika will bis 2023 jährlich um 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen wachsen. Ab 2021 will Sika die EBIT-Marge auf 15 bis 18 Prozent steigern.

Lehre aus Coronakrise: Auch Japans Polizei schafft Stempel ab

Japan macht Autokäufern das Leben bald etwas leichter. In Zukunft müssen Dokumente zum Nachweis eines Parkplatzes, der in Japan Bedingung für den Kauf eines Autos ist, nicht mehr mit einem Stempel besiegelt werden. Ein entsprechender Beschluss der Polizeibehörde werde voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Kraft treten, berichteten japanische Medien am Donnerstag. Damit folgt die Behörde der Vorgabe der Regierung, sich als Lehre aus der Coronakrise von der uralten Tradition zu verabschieden, Dokumente mit Stempeln zu beglaubigen. Stattdessen soll der Prozess digital abgewickelt werden.

Japans traditionelle Stempel-Kultur erwies sich im Zuge der Corona-Krise in der staatlichen Bürokratie wie auch in den Unternehmen des Hightechlandes als Hindernis. Dokumente wie Anträge bei Behörden, die Eröffnung eines Bankkontos, Mietverträge und auch Dokumente zur internen Firmenkommunikation werden traditionell auf Papier vorgelegt und mit Hanko- oder Inkan-Stempeln besiegelt.

Neuinfektionen in Deutschland erreichen Rekordwert von 11'287

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10’000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11’287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

(Bild: Keystone)

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Massnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Genfer Unispital bereitet sich auf Ansturm von Covid-19-Kranken vor

Das Genfer Universitätsspital (HUG) rüstet sich angesichts der steigenden Fallzahlen für Covid-19-Patienten. Wie bereits im Frühjahr wird das Spital in eine spezialisierte Klinik für Covid-19-Patienten umgewandelt. Nur noch dringende Operationen werden durchgeführt.

 

Das Unispital Genf rüstet sich für den erwarteten Corona-Ansturm. (Bild: Keystone)

Regierung Litauens stellt zwölf Kommunen unter lokale Quarantäne

In Litauen hat die Regierung nach Einführung einer Corona-Ampel zwölf Kommunen unter lokale Quarantäne gestellt. In den betroffenen Selbstverwaltungen gelten von kommendem Montag an bis 9. November besondere Schutzvorschriften. Die Massnahmen umfassen etwa eine Begrenzung der Anzahl der Fahrgäste im Personennahverkehr und eine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen für alle Personen, die älter als sechs Jahre sind. Staatliche Institutionen und Unternehmen wurden angewiesen, ganz oder teilweise auf Fernarbeit umzusteigen.

Die Corona-Ampel wurde Mittwoch von der Regierung in Vilnius beschlossen. Grund dafür sind steigende tägliche Infektionszahlen in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern, die in diesem Monat bereits vier Mal einen neuen Höchststand erreicht haben. Insgesamt verzeichnete Litauen bislang 8239 bestätigte Infektionen und 120 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

EU setzt Videogipfel zur Corona-Pandemie an

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden am Donnerstag kommender Woche in einer Videokonferenz über eine noch engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie beraten. «Wir müssen unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung von Covid-19 verstärken», teile EU-Ratspräsident Charles Michel am Mittwochabend zur Bekanntgabe des Termins mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten sich in der vergangenen Woche bei einem Gipfeltreffen in Brüssel darauf verständigt, die Koordinierung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu verstärken. Zudem war vereinbart worden, sich um eine bessere grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen zu bemühen. Auch könnte es bald Absprachen zu Teststrategien und zur vorübergehenden Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen aus Drittstaaten in die EU geben, hiess es.

Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15 200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10 000 überschritten. Ausserdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

 

Italien meldet einen neuen Höchststand an Corona-Infektionen. (Bild: Keystone)

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen grossen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Estland-Besuch abgebrochen: Radew nicht mit Coronavirus infiziert

Ein wegen Corona-Schutzregeln abgebrochener Estland-Besuch von Bulgariens Staatschef Rumen Radew hat für politischen Wirbel in Sofia gesorgt. Der als pro-russisch geltende Präsident beschuldigte nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus Tallinn seine politischen Gegner in Bulgarien, «hinter seinem Rücken» Estland über einen Kontakt Radews mit einem Corona-Infizierten informiert zu haben. Doch für Radew gab es in Sofia eine Corona-Entwarnung: Auch ein Corona-Test nach seiner Ankunft fiel negativ aus – ebenso wie die beiden vorausgegangenen Tests, wie das Präsidialamt in Sofia am Mittwoch mitteilte.

 

Bulgariens Staatschef Rumen Radew ist nicht am Coronavirus erkrankt. Dies wurde nach dem Wirbel um einen abgesagten Estland-Besuch des Präsidenten bekannt. (Bild: Keystone)

Regierungschef Boiko Borissow ordnete den Geheimdiensten seines Landes an, die Umstände für den Abbruch der Visite des Staatspräsidenten zu klären. Borissow wies jegliche Vorwürfe an die Regierung zurück, Radews Estland-Besuch in Anschluss an seiner Teilnahme an der Drei-Meeres-Initiative vereitelt zu haben. «Sollte jemand das Thema Quarantäne unterschätzt haben, ist es nicht unser Problem», sagte Borissow. Staatschef Radew ist ein scharfer Kritiker von Borissows bürgerlich-nationalistischen Regierung. Er wirft ihr Korruption vor, fordert ihren Rücktritt sowie Neuwahlen.

Täglich 27'500 Zuschauer beim Formel-1-GP in Portugal

Beim Formel-1-Grand-Prix von Portugal an diesem Wochenende in Portimão können bis zu 27’500 Zuschauer täglich dabei sein. Das gab Portugals Regierung am Mittwoch bekannt. Die Gesamtkapazität des Kurses beträgt 90’000 Plätze. Eigens errichtete Tribünen ermöglichen mehr Abstand zwischen den Leuten, in jedem Block sollen maximal 800 Personen Platz finden.

Weniger Corona-Fälle in Indien - Experten warnen aber vor Feiertagen

In Indien, dem Land mit den zweitmeisten Corona-Fällen nach den USA, haben die nachgewiesenen Neuinfektionen seit Wochen tendenziell abgenommen. Während im September teils mehr als 90 000 Fälle pro Tag erfasst worden waren, waren die Zahlen zuletzt deutlich niedriger.

So wurden innerhalb von 24 Stunden rund 54’000 Infektionen registriert, wie offizielle Zahlen am Mittwoch zeigten. Insgesamt gibt es in der grössten Demokratie der Welt laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 7,6 Millionen bekannte Infektionen.

Ärzte warnen indes, dass die Zahlen wieder deutlich ansteigen könnten, weil diese Tage wichtige mehrtägige hinduistische Feste stattfinden, bei denen traditionell viele Menschen zusammenkommen. Ausserdem gibt es Regionalwahlen mit mehr als 70 Millionen Wahlberechtigten. Indiens Gesundheitsminister Harsh Vardhan hatte die Bürger aufgerufen, sich bei den Festtagen an Corona-Regeln zu halten. Gleichzeitig macht sich unter der Bevölkerung eine Maskenmüdigkeit breit. Auch Abstandsregeln werden weniger befolgt.

Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Beim Toten soll es sich um einen 28-jährigen Mann handeln, der in Zusammenhang mit Komplikationen nach einer Covid-19-Infektion verstorben sei. (Symbolbild: Keystone)

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

Dem Fernsehsender «CNN Brasil» zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung «O Globo» berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe. Mehr dazu lesen Sie hier.

In der Lombardei startet nächtliches Ausgangsverbot - Hohe Strafen

Die norditalienische Region Lombardei hat wegen der stark steigenden Corona-Zahlen nächtliche Ausgangsverbote für die rund zehn Millionen Bürger erlassen. Die verschärften Regeln in der norditalienischen Region, zu der auch Mailand und Bergamo gehören, gelten dem Erlass zufolge ab Donnerstagabend.

 

Ab Donnerstagabend herrscht in der Lombardei in der Nacht ein Ausgangsverbot. (Bild: Keystone)

Die Menschen dürfen dann zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ihr Haus nur noch aus wichtigem Grund wie Arbeit oder Krankheit verlassen. Nach Angaben der Zeitung «Corriere della Sera» können die Behörden bei Verstössen Strafen zwischen 400 und 3000 Euro verhängen

Fast 27'000 neue Corona-Infektionen in Grossbritannien

In Grossbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 27’000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 789’000 und die Zahl der Todesfälle auf über 44’000, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer wegen Mangel an Tests aus. Jeder Landesteil in Grossbritannien entscheidet über seine eigenen Massnahmen im Kampf gegen die zweite Ausbruchswelle. Besonders stark betroffen ist der Norden Englands, Teile von Wales, Schottland und Nordirland. In europäischen Statistiken zählt Grossbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern.

Giro-Königsetappe muss umgeschrieben werden

Die Organisatoren des Giro d’Italia sind aufgrund der Corona-Pandemie gezwungen, die Streckenführung anzupassen. Die für Samstag geplante eigentliche Königsetappe kann nicht durch Frankreich führen.

Die Organisatoren haben für die 20. und vorletzte Etappe deshalb eine Alternativroute geplant, die viel weniger bergig ist und einen Doppelanstieg nach Sestriere, dem Etappenziel, vorsieht. In der ursprünglich vorgesehenen Streckenführung hätten die Radprofis zunächst den Col Agnel an der französisch-italienischen Grenze in über 2700 Metern Höhe und danach den Col d’Izoard überquert, bevor sie über den Col de Montgenèvre nach Italien zurückkehrt wären.

Die Königsetappe des Giro d’Italia muss angepasst werden. (Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Infektionen in Spanien übersteigt eine Million

Spanien hat am Mittwoch die Marke von einer Million Corona-Infektionen durchbrochen. Seit dem Beginn der Pandemie seien 1’005’295 Menschen in dem Land mit 47 Millionen Einwohnern positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das waren 16 973 mehr als am Vortag, ein neuer Tagesrekord. Die Zahl von mehr als einer Million Infektionen ist der höchste Wert aller westeuropäischen Länder und weltweit Platz sechs. Nur die USA, Indien, Brasilien, Russland und Argentinien haben noch mehr Infizierte gemeldet. Die Zahl der mit Corona gestorbenen Menschen sei seit dem Vortag um 156 auf nun 34’366 gestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit gut 178 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit 51,3. Unterdessen wurden immer mehr Gemeinden, Städte und ganze Regionen mehr oder weniger abgeschottet oder haben dies für die nächsten Tage angekündigt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Davon seien 7,6 Millionen Menschen betroffen, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

FC Sion in Quarantäne

Nach dem FC Basel muss mit dem FC Sion eine zweite Super-League-Mannschaft in Quarantäne. Das Team von Trainer Fabio Grosso muss bis zum Samstag, 31. Oktober, mit dem Training aussetzen und hat deshalb beantragt, dass die Super-League-Partien gegen Servette am Sonntag und in Luzern am 1. November verschoben werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Nach dem FC Basel hat es nun auch den FC Sion erwischt: Das ganze Team muss in Quarantäne. (Bild: Keystone)

Nestlé zeigt sich trotz Corona-Krise in Topform

Nestlé ist kaum zu bremsen: Auch während der Corona-Pandemie decken sich die Konsumenten kräftig mit Kaffee, Katzen- und Hundefutter sowie Vitaminen aus der Küche des Konzerns ein. Selbst in China belebt sich die Nachfrage wieder. Für das Gesamtjahr hebt der Konzern nun die Erwartungen an.

Während die Unsicherheit rund um Corona von Tag zu Tag wieder zunimmt und Konkurrenten rückläufige Umsätze vermelden müssen, überraschte Nestlé am Mittwoch mit einem starken dritten Quartal. Um fast fünf Prozent ist der Nahrungsmittelkonzern von Juli bis September organisch gewachsen – und hat damit nicht nur die beiden Vorquartale, sondern auch die optimistischsten Erwartungen übertroffen.

Deutscher Gesundheitsminister Spahn hat Corona

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich als erstes Mitglied der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, wurde er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet.

Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hiess es in der Mitteilung. «Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert» Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm. Auf den Bildern ist Spahn mit einem Mund-Nasen-Schutz zu sehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der deutsche Gesundheitsminister Spahn ist mit Corona infiziert. (Bild: Keystone)

Auch Slowakei schliesst Lockdown nicht mehr aus

Der slowakische Regierungschef Igor Matovic schliesst nach einem Rekordzuwachs von 2202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Lockdown für sein Land nicht mehr aus. Um einen ähnlich raschen Zuwachs der Fallzahlen wie im Nachbarland Tschechien zu verhindern, helfe womöglich nur mehr, «das ganze Land abzuriegeln». Eine Entscheidung darüber solle der für Donnerstag einberufene nationale Corona-Krisenstab treffen.

Ein Erfolg der von der Regierung geplanten Massentests aller über zehn Jahre alten Bewohner sei womöglich die letzte Chance, «dem tschechischen Szenario auszuweichen», erklärte der Gründer der populistisch-konservativen Wahlplattform Gewöhnliche Leute OLANO weiter. Parlamentspräsident Boris Kollar von der zweitstärksten Regierungspartei Wir sind eine Familie zeigte sich pessimistischer. Möglicherweise sei es bereits zu spät, einen Lockdown zu verhindern.

Maskenpflicht für Anlässe mit über 15 Personen im Kanton Jura

Der Kanton Jura hat am Mittwoch seine Coronavirus-Verordnung den Vorgaben des Bundesrats vom Sonntag angepasst. Darüber hinaus verfügte er eine Maskenpflicht für alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen mit über 15 Personen – egal ob sie in Innenräumen oder im Freien stattfinden.

Die neue kantonale Verordnung solle die Verfügungen des Bundesrats präzisieren und das Verständnis der Vorschriften vereinfachen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Grönland wieder ohne aktiven Corona-Fall

Grönland hat derzeit keinen aktiven Corona-Fall mehr. Alle 16 bislang Infizierten auf der grössten Insel der Erde sind wieder genesen, wie am Mittwoch aus Zahlen des grönländischen Gesundheitsamtes hervorging. Rund 10’200 Menschen sind demnach in Grönland bislang auf das Coronavirus getestet worden.

Zunächst hatte die Zeitung «Sermitsiaq» darüber berichtet. Ihren Angaben zufolge war das Virus am 7. bei einer eingereisten Person und einen Tag später bei einer weiteren Person aus ihrem Umfeld festgestellt worden – es handelte sich um die ersten Corona-Fälle in Grönland seit Ende Juli. Jetzt seien beide wieder gesund gemeldet worden, schrieb die Zeitung am Mittwoch.

Corona-Neuinfektionen in Österreich mit 1958 Fälle auf Rekordhöhe

Österreich hat einen Tageshöchstwert an nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen registriert. 1958 Ansteckungen binnen 24 Stunden meldete am Mittwoch das Gesundheits- und Innenministerium in Wien.

Der bisherige Höchststand war nur wenige Tage zuvor am Samstag mit 1747 neuen Fällen verzeichnet worden. Verglichen mit Deutschland zählt das Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich damit pro Kopf etwas mehr als doppelt so viele Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten stieg seit dem Vortag um 71 auf 960 Menschen. 147 von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Die Corona-Zahlen in Österreich liegen wieder auf einem Rekordniveau. (Bild: Keystone)

Die Zahl neu gemeldeter Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen liegt mittlerweile in allen Teilen Österreichs über der in Deutschland als kritisch geltenden Grenze von 50 pro 100’000 Einwohner. Spitzenreiter war am Mittwoch das Bundesland Salzburg mit 197,4 Fällen pro 100’000 Einwohnern binnen einer Woche. Auch Vorarlberg (178,3), Tirol (174,6) und Wien (153,5), für die es in Deutschland eine Reisewarnung gibt, sind schwer betroffen.

Opernhaus Zürich: verschiebt «Dornröschen»

Die «Dornröschen»-Vorstellung im Zürcher Opernhaus vom Dienstag, 27. Oktober findet nicht statt. Die Vorstellung wird auf März 2021 verschoben, ein genaues Datum wird in Kürze bekanntgegeben, teilte das Opernhaus am Mittwoch mit.

Nachdem sich ein Mitglied der Compagnie mit dem Coronavirus infiziert hat, mussten bereits die Vorstellungen vom 17. und 18. Oktober verschoben werden. Seither befinden sich die Tänzerinnen und Tänzer in Quarantäne, eine weitere Person wurde positiv getestet.

Bereits gekaufte Karten für die Vorstellung vom 27. Oktober behalten ihre Gültigkeit. Das Opernhaus geht davon aus, dass das «Dornröschen» am 29. Oktober wieder aufgeführt werden kann.

Höchster Tageswert an Corona-Ansteckungen im Kanton Aargau

Im Aargau sind am Dienstag 255 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Noch nie waren es so viele, seit die Daten erfasst werden.

Am Montag waren 87, am Sonntag 91, am Samstag 119 und am Freitag 155 neue Fälle registriert worden. Per Dienstag wurden im Aargau insgesamt 4189 bestätigte Infektionen gezählt, wie der Kanton am Mittwoch auf seiner Website bekannt gab. Bislang starben im Aargau 58 Personen an den Folgen von Covid-19. Am Dienstag kam kein neues Todesopfer hinzu.

 

Mehr und mehr Menschen im Aargau werden positiv auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild: Keystone)

Bundesrat will immer mehrere Optionen für nächste Schritte haben
 

Alain Berset will auf keinen Fall, dass dem Bundesrat nur noch eine Handlungsoption im Umgang mit dem Coronavirus zu Verfügung steht. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat will bei seinem Handeln in der Corona-Pandemie flexibel bleiben und sich immer mehrere Alternativen und Optionen offen halten. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass es plötzlich nur noch eine ultimative Handlungsoption gebe, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern.

«Wir hoffen schwer, dass wir einschneidendere Massnahmen verhindern können», sagte Berset. Gemeint sind das Schliessen von Läden und anderen Betrieben, sogenannte Circuit-Breaks, kurze Lockdowns oder eine Ausgangssperre. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bundesrat beschliesst nächste Woche wohl neue Corona-Massnahmen

Zur Eindämmung des Coronavirus in der Schweiz sind nach den Worten Gesundheitsminister Alain Berset an einer Medienkonferenz am Mittwoch grundsätzlich alle Massnahmen möglich – auch eine Ausgangssperre oder ein «Mini-Lockdown». Die Situation ändere sich sehr schnell.

«Wir müssen die Wirkung der ergriffenen Massnahmen täglich prüfen», sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Heute sei noch nicht der Zeitpunkt für weitere Massnahmen. Es komme aber darauf an, was sich in der Realität entwickle. Der Bundesrat werde sich nächste Woche wieder zum Thema austauschen und allenfalls weitere Massnahmen ergreifen. Alle Informationen der Medienkonferenz können Sie hier nachlesen.

Kanton Solothurn führt im Kampf gegen Corona Sperrstunde ein

Der Kanton Solothurn führt in Bars, Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen eine Sperrstunde in den Nächten auf Samstag und Sonntag ein. Mit dieser und weiteren Massnahmen, die jene des Bundes ergänzen, will der Regierungsrat die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Die Sperrstunde gilt zwischen 01.00 Uhr und 06.00 Uhr. Diese und die anderen Massnahmen der Verordnung treten am Donnerstag in Kraft und sind bis Ende Januar 2021 befristet. Neben der Sperrstunde dürfen Clubs, Diskotheken und Tanzlokale zudem höchstens 300 Personen gleichzeitig empfangen. Ausserdem müssen alle Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Tanzlokale die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Mehr dazu finden Sie hier.

Kanton Wallis schränkt das Nachleben massiv ein

Als erster Kanton hat das Wallis das Nachtleben massiv eingeschränkt. Nachtbars, Discotheken und Erotikclubs werden vollständig geschlossen. Der Besuch von öffentlichen Betrieben wie Restaurants ist noch bis spätestens um 22.00 Uhr möglich.

Zudem werden öffentliche und private Veranstaltungen und Aktivitäten mit mehr als zehn Menschen untersagt, wie die Walliser Regierung am Mittwoch vor den Medien bekannt gab. Auch gilt ein Versammlungsverbot für mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum. In geschlossenen Einrichtungen gilt eine ständige Maskenpflicht, wie es weiter heisst.

Ab 22:00 Uhr müssen Restaurant-Betriebe im Wallis schliessen. (Bild: Keystone)

Besuche in Spitälern und Alters- und Pflegeheimen werden unter dem Vorbehalt von Härtefällen ausgesetzt. Für Schulen auf Tertiärstufe gibt es neu ausschliesslich Fernunterricht. Geschlossen werden auch Bibliotheken, Hallenbäder und Fitnessclubs. Der Kanton Wallis ist derzeit der von der Corona-Pandemie der am stärksten betroffene Kanton. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Maskenpflicht in Tessiner Verwaltungsgebäuden

Maskenpflicht in allen Verwaltungsgebäuden und erleichterte Arbeit im Homeoffice: Die Tessiner Regierung hat am Mittwoch zwei neue Massnahmen vorgestellt. Die gemeldeten Neuinfektionen haben sich im Südkanton in den letzten 24 Stunden beinahe verdoppelt.

Während am Dienstag noch 137 Neuinfektionen gemeldet worden waren, stieg die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten am Mittwoch auf 255. Damit zeige die Kurve deutlich nach oben, erklärte Gesundheitsdirektor Raffaele De Rosa am Mittwochvormittag vor den Medien in Bellinzona.

(Bild: Keystone)

Derzeit gäbe es im Tessin 331 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner, ergänzte Kantonsarzt Giorgio Merlani. 12 Prozent der Coronavirus-Tests seien positiv. Im Schnitt hätten sich die Fälle im Oktober innert fünf bis sieben Tagen verdoppelt, resümierte der Kantonsarzt. Sieben Personen befinden sich neu in Spitalpflege und rund 1000 Tessinerinnen und Tessiner in Quarantäne.

Arztzeugnisse bezahlt weiterhin die Krankenkasse

Wer krank ist und für den Arbeitgeber ein Arztzeugnis braucht, muss dies auch künftig nicht aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Krankenkassen sollen die Kosten für die Zeugnisse weiter übernehmen. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden.

Wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeugnisse selbst bezahlen müssten, bestehe die Gefahr, dass sie nicht mehr zum Arzt gingen, begründete die Landesregierung ihren Beschluss. Dies könne dazu führen, dass sich ihr Zustand noch verschlechtere oder andere angesteckt würden.

Eine Umfrage bei den Arbeitgebern habe zudem ergeben, dass auch sie nicht bereit seien, die Arztzeugnisse zu bezahlen.

Wie hoch die Kosten sind, die durch das Ausstellen von Arztzeugnissen insgesamt entstehen, lässt sich laut Bundesrat schwer beziffern. Die Ausstellung eines Arztzeugnisses sei Teil der Konsultation und werde nicht separat ausgewiesen.

Fehler im Labor: Omlin hat doch kein Corona

Zwei Tage vor dem Spiel gegen die AS Monaco wurde Nationaltorwart Jonas Omlin positiv auf das Coronavirus getestet. Der Schock für den 26-Jährigen war gross, da seine Lebenspartnerin Janice van Eck im achten Monat schwanger ist und damit zur Risikogruppe zählt. «Man ist sehr sensibilisiert auf das Thema, der Befund hat etwas in mir ausgelöst. Ich wusste, dass ich keinen Kontakt mehr zu meiner Partnerin haben darf», sagte der Sportler gegenüber dem Blick.

(Bild: Keystone)

Ein zweiter Test am nächsten Tag fiel dann aber negativ aus: «Es war offenbar ein Fehler im Labor. Beim ersten Test wurden acht Spieler positiv getestet, beim zweiten nur noch einer», sagt Omlin erleichtert.

Das gemeinsame Kind erwartet er mit van Eck im Dezember.

EU-Kommission: Noch Monate bis zur Corona-Impfung

Für die Corona-Krise ist nach Einschätzung der EU-Kommission keine schnelle Lösung durch Impfungen in Sicht. «Es wird noch Monate dauern, bis ein Impfstoff gefunden und verteilt ist», sagte Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic am Mittwoch im Europaparlament in Brüssel.

Niemand wisse heute, wann die Pandemie endlich vorüber sein werde. Er appellierte an die Bürger, mit ihrem Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen. «Niemand in Europa will einen zweiten Lockdown», sagte Sefcovic. «Deshalb rufe ich alle europäischen Bürger auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten.»

(Bild: Keystone)

Die EU-Kommission ist unter anderem damit befasst, für alle EU-Staaten Vorverträge über mögliche künftige Impfstoffe abzuschliessen. Neben den drei bereits öffentlich bekannten Verträgen seien drei weitere in der Abschlussphase, sagte Sefcovic.

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Der Bedarf an Schutzmasken steigt, die Preise sinken. (Bild: Telebasel)
5596 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 5596 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Mittwoch 11 neue Todesfälle und 115 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Keine Eishockey-Länderspiele im November

Der Schweizer Eishockey-Verband sagte wegen der steigenden Corona-Zahlen alle Länderspiel-Termine im November ab. Davon betroffen ist insbesondere der Deutschland-Cup in Krefeld, aber auch sämtliche Termine der Frauen- und Nachwuchs-Nationalmannschaften.

Die Länderspiel-Termine im Dezember bleiben nach aktuellem Stand im Programm.

Maske kann vor Quarantäne schützen

Wer seine Maske konsequent am Arbeitsplatz trägt, kann sich unter Umständen auch vor einer Quarantäne schützen. So schickten Contact-Tracer des Kantons Zürich die Bürokollegen einer positiv getesteten Person nicht in Quarantäne, da sie alle Masken trugen.

«Eine Maske schützt auch vor Quarantäne», sagte es die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) an einer Pressekonferenz Ende September. Sogar dann, wenn der Abstand mal nicht eingehalten wurde. Und ihre Sprecherin Lina Lanz bestätigt noch: «Wenn alle Beteiligten immer Masken getragen haben, sehen die Contact Tracer von einer Quarantäneanordnung ab, auch wenn der Abstand nicht eingehalten wurde.» Trotzdem sei auch grundsätzlich Abstand – auch mit Maske – eine wichtige Schutzmassnahme.

FC Aarau darf über 1000 Zuschauer empfangen

Der FC Aarau darf für seine Fussballspiele mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer empfangen. Der Aargauer Kantonsärztliche Dienst hat das entsprechende Gesuch bewilligt.

Im Stadion Brügglifeld dürfen 3400 Sitzplätze belegt werden. Die Fans müssen sitzen, eine Maske tragen und dürfen keinen Alkohol trinken, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mitteilte.

Ausserdem muss der FC Aarau den Personenfluss so regeln, dass der Abstand eingehalten werden kann. Die Schutzmassnahmen müssen laut DGS auch beim Zu- und Weggang gewährleistet sein. Der Kanton behalte sich ausdrücklich vor, die erteilte Bewilligung jederzeit zu widerrufen, wenn sich die Lage mit den Corona-Infektionen verschlechtere oder die Schutzmassnahmen nicht eingehalten würden.

Die ersten Erfahrungen mit Fussballspielen in anderen Kantonen seien positiv, teilte das DGS weiter mit. Die Schutzkonzepte hätten sich bewährt, und Ausbrüche im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen seien bisher keine bekannt. Die bernische Gesundheitsdirektion hatte hingegen am Sonntag beschlossen, dass Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen im Kanton verboten würden.

Corona-kranker PLO-Vertreter an Herz-Lungen-Maschine angeschlossen

Der schwer an Corona erkrankte Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist nach Klinikangaben an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen worden.

Die Lungenfunktion des 65-Jährigen werde mit einer sogenannten ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung) unterstützt, teilte das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem in der Nacht zum Mittwoch mit.

(Bild: Keystone)

Bei dem Verfahren wird das venöse Blut ausserhalb des Körpers in einer Maschine mit Sauerstoff angereichert und dann ins arterielle Blutgefässsystem zurückgeleitet. Es funktioniert so wie eine externe Lunge. Mit der Behandlung sei Erekat gut stabilisiert und die Sauerstoffsättigung des Blutes sei ausgezeichnet, hiess es in der Mitteilung der Klinik. Seine Behandlung werde weiterhin mit Ärzten im Ausland abgestimmt.

Wegen Corona: Goalie Cech wieder im Kader von Chelsea

Eigentlich hat Chelsea seinen technischen Direktor und ehemaligen Stammgoalie Petr Cech vor mehr als einem Jahr in den sportlichen Ruhestand entlassen. Doch angesichts der gegenwärtigen Corona-Lage hat sich der Londoner Spitzenklub zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden und nahm den 38-jährigen Tschechen wieder in sein Premier-League-Kader auf.

(Bild: Keystone)

Cech soll demnach Teil einer «Notfall-Torhüter-Besetzung» sein, die der Verein als vorsorgliche Massnahme «aufgrund der beispiellosen Bedingungen, die derzeit durch die Coronakrise gegeben sind», aufgestellt hat. Die kürzlich unter Vertrag genommenen Goalies Edouard Mendy, Kepa Arrizabalaga, Willy Caballero und Jamie Cumming stehen nach Club-Angaben aber vor Cech auf der Liste der Torhüter.

RKI meldet 7595 Neuinfektionen in Deutschland

Für den Dienstag wurden in Deutschland innert 24 Stunden insgesamt 7595 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet. Damit steigt die Zahl der Gesamtfälle auf 380.762.

(Bild: Keystone)

39 Menschen seien laut RKI-Angaben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Damit gibt es insgesamt nun 9875 Todesfälle. Die Zahl der Genesenen liegt bei etwa 302.100.

LafargeHolcim-Chef will gestärkt aus der Coronakrise kommen

LafargeHolcim-Chef Jan Jenisch will mit dem Zementkonzern gestärkt und wettbewerbsfähiger aus der Coronakrise kommen. «Wir haben mit unserem Krisenmanagement sehr schnelle Fortschritte gemacht und in den letzten acht Monaten ein signifikantes Potenzial für Kostensenkungen genutzt», sagte Jenisch im Interview mit dem Finanzportal «The Market» (Online am 21.10.).

In praktisch allen Ländern seien die Baustellen nach Ausbruch der Pandemie als wichtig definiert und entsprechend die Bauaktivitäten nach den von der Politik angeordneten Schliessungen rasch wieder hochgefahren worden, so Jenisch weiter. «Wir haben gesagt, dass wir eine solide Nachfrage im zweiten Halbjahr erwarten, und das hat sich bewahrheitet.»

(Bild: Keystone)

Auch mit Blick auf die auf Europa und Nordamerika zurollende zweite Pandemiewelle bleibt Jenisch zuversichtlich. «Eine Stärke unseres Geschäfts ist die lokale Verankerung. Wir produzieren in der Regel dort, wo wir verkaufen und sind daher nicht von länderübergreifenden Lieferketten abhängig.» Ausserdem hätten die Regierungen aus der ersten Welle die Lehren gezogen, die medizinische Behandlung sei besser geworden und man verstehe, dass die Wirtschaft nicht einfach abgestellt werden könne.

Amazon verlängert Homeoffice-Option bis Ende Juni 2021

Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon, deren Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann, dürfen bis Ende Juni 2021 im Homeoffice bleiben. Dies gab das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) aufgrund der Coronavirus-Pandemie bekannt.

(Bild: Keystone)

Die Verlängerung sei eine Richtlinie für alle Länder, in denen Amazon tätig sei, erklärte eine Unternehmenssprecherin diesbezüglich. Zuvor war bei Amazon das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bis Januar 2021 bewilligt gewesen.

Fed-Vertreter – Zweite Corona-Welle belastet Wirtschaft weniger

Die US-Wirtschaft wird weniger durch eine zweite Coronavirus-Infektionswelle belastet als zunächst angenommen. Dies geht aus einer Einschätzung eines Vertreters der US-Notenbank Federal Reserve vom Dienstag (Ortszeit) hervor.

«Es sieht so aus, als würden wir uns da durchkämpfen, egal wie schrecklich die Konsequenzen für Haushalte und Familien im ganzen Land auch sind», sagte der Chef des Fed-Ablegers in Chicago, Charles Evans, zudem diesbezüglich.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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