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Der Telebasel Talk vom 21. Oktober 2020 mit Valentin Aschwanden.
Basel

Corona-Massnahmen: «Wir haben den Klub ‹Balz› und ‹Das Viertel› geschlossen»

Seit die Basler Regierung am Freitag die Covid-Massnahmen verschärft hat, schliessen die Clubs der Reihe nach: Nordstern, Annex, nun auch das Viertel.

Valentin Aschwanden ist Inhaber der In-Clubs «Balz» und «Das Viertel» (bei letzterem auch Geschäftsführer). Für die neuen Covid-Massnahmen der Basler Regierung hat er kein Verständnis. «Das kommt einer Schliessung aller Diskotheken und Clubs gleich. Da wäre es von der Politik ehrlicher, die Clubs zu schliessen und entsprechend finanziell eine Ausfallentschädigung auszusprechen. Die Nachtkultur wird so kurz bis mittelfristig untergehen. Das ist für die Kulturstadt Basel eine Katastrophe!» Heute Mittwoch dann die News: Das Viertel und der Klub Balz schliessen bis auf weiteres.

Hirscheneck stellt den Keller-Betrieb ein

Der Grund ist diese regierungsrätliche Anordnung: Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Räumen, die Zutrittsbegrenzung auf 300 Personen, und der Getränkekonsum im Stehen ist verboten. Der Club Nordstern hat am Montag den Betrieb vorerst eingestellt und sich über die Behörden beschwert. Das Hirscheneck hat bereits am Samstag den Keller stillgelegt, in dem bislang Partys und Konzerte stattfanden. Telebasel berichtete darüber:

«De facto Schliessung der Clubs»

Heftige Kritik gab es auch vom Lobbyverein «Kulturstadt-Jetzt». «Die jetzige Situation war absehbar. Regierung und Verwaltung haben es bisher sträflich versäumt, während der Ruhephase im Sommer eine adäquate Planung und Kommunikation auf die Beine zu stellen und Unterstützungsmassnahmen für allfällige, drastische Massnahmen vorzusehen», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Regierung wird im Befehlston dazu aufgefordert, bis anfangs dieser Woche «Lösungen» zu präsentieren. Die Covid-Massnahmen entsprächen einer de facto-Schliessung für Clubs.

 Im Talk Club-Inhaber Valentin Aschwanden, Mittwoch, 21. Oktober.

4 Kommentare

  1. Lieber Herr Schirmer,
    entschuldigen Sie wenn ich das behaupte, aber sie formulieren Ihren Kommentar leicht rücksichtslos… wenn Sie in ihrer Jugend von Clubs und Bars nicht so viel profitieren konnten, heisst nicht dass wir jetzt wieder so leben müssen wie Sie damals. Und wenn junge Menschen, die den „Bars- und Clubs-Wohlstand“ erreicht haben, gerne in den Ausgang gehen möchten, soll Basel diese Möglichkeit anbieten. Wir entwickeln uns weiter und nicht zurück. Selbstverständlich bin ich auch mit der strikten Einhaltung der Coronamassnahmen einverstanden. Und wer nachts im Ausgang ist, hat (hoffentlich) am nächsten Tag frei. Meinungen hat es immer mit oder ohne Kritik. Ich denke, man soll vielleicht eher nach einer Lösung suchen, die für alle oder mindestens für die meisten passt.
    Ich schaue nicht was der Betreiber des Clubs verdient, ich bin auch nicht neidisch dass er damit mehr verdient als ich. Möchte auch die Politiker nicht kritisieren. Ich zahle gerne für einen Drink in einer Location mit Musik und gute Stimmung. Manchmal verweile ich dort mit Kollegen auch bis um 3 Uhr morgens.
    Wir leben in einer freien Welt, jeder Mensch darf sein Leben je nach Möglichkeit geniessen, darf aber nicht erwarten dass alle so leben wie er selbst. Das wäre zu egoistisch und tendiert leicht zur diktaturähnlichen Mentalität.
    Wünsche allen ein schönes Wochenende!
    Ein 50-jähriger, coronamassnahmenrespektierender gerneclubs-Besucher 🙂Report

  2. Die so genante „Club Szene“ sollte sich an der eigenen Nase nehmen.
    Sie sollte in den „eigenen Reihen“ endlich rigoros ausmisten.
    Während die etablierten Clubs die Massnahmen einhielten, sind es doch die zahlreichen „kleinen Clubs und Bars“,
    welche eben gerade diese nicht einhalten.
    Selbst ein alternativer, geschichtlich gesehen eher sehr links angesiedelte Beiz mit Veranstaltungen,
    (das Beizen Kollektiv „Hirschi“), welches schon immer sehr prüde gegen den Staat, die Obrigkeiten und aufmüpfig waren-, sind-, und ist, hat von Anfang an sich an die Verordnungen gehalten.
    Nein – Ich bleibe dabei: Die „Club Szene“ sollte zuerst einmal in den „eigenen Reihen“ ausmisten,
    und ihre Kollegen an die Kandare nehmen, welche sowohl in der Vergangenheit-, wie auch aktuell,
    sich nicht im geringsten an die Auflagen halten.
    Denn diesen Betreibern ist es in erster Linie zu verdanken (neben den anderen Mitbürgern, welche unbedingt meinen, sie müssen in die Ferne in die Ferien reisen), dass das Ganze explosionsartig wieder angestiegen ist.
    Zudem ist es aus eigenen Beobachtungen so, das im März/April es mehrheitlich „Jugendliche und Studis“ waren, welche das Ganze nicht ernst nahmen und sich nicht daran gehalten haben.
    Zwischenzeitlich ist es aber so, dass die Mehrheit der Besucher und (klein)Bar & Clubbetreiber,
    welche im übrigen eine Klientel bedienen, welche sich mehrheitlich aus gutverdienenden Expads zwischen 25-30 Jhr. sind und im Schnitt zwischen einem 5er und 8er verdienen und sowieso locker ins Homeoffice oder auf Kurzarbeit gehen können (weil sie sich das leisten können), sich eben genau nicht daran halten.

    Meine Meinung ist:
    Ich empfinde es beinahe schon als Farce, wenn gerade diese Szene, welche in den letzten drei Monate es nicht fertig gebracht hat untereinander dies zu organisieren und auch durchzusetzen.
    Aber der absoluter Hohn finde ich die Aussage: „Als Kulturstadt muss man halt für die Urbanität und Attraktivität für den Standort Basel sorgen“. Was übersetzt soviel heissen will wie: Für die Expads sind wir wichtig und ohne uns leidet der Standort Basel. Darum fordern wir Unterstützung…
    Pfyffedeckel…
    Mistet zuerst in den eigenen Reihen aus und dann könnt ihr ja noch bei den entsprechenden Firmen eine Unterstützung beantragen… wenn denn das für den Standort Basel wirklich so entscheidend ist… !Report

  3. In meiner Jugend kannte man die Clubs noch nicht und der Barbetrieb war sehr bescheiden.
    Die Club und Barbesitzer haben in den guten Zeiten genug verdient , mit den Getränken und mit den Darbietungen.
    Tanzen ect. Für mich sind die Clubs und Bars die, die halbe Nacht offen sind eine Wohlstands-Erscheinung
    diese sind nicht Lebensnotwendig.
    Also bitte schliessen oder überhaupt zu machen. Die ehemaligen Kunden können dann früher ins Bett gehen zum
    schlafen und sind dann am Morgen viel besser beim Arbeiten, als wenn Sie in einem Club bis spät gewesen wären.Report

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