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Sehen Sie die Medienkonferenz hier im Rückblick. (Video: Youtube: Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Corona-Massnahmen werden wohl nächste Woche verschärft

Bundesrat Alain Berset äusserte sich in einer Medienkonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Alles Wichtige finden Sie hier im Überblick.

Gesundheitsminister Alain Berset zeigt sich besorgt über die stark steigenden Spitaleinweisungen aufgrund des Coronavirus. «Wenn sich die Zahlen weiterhin wöchentlich verdoppeln, werden die Kapazitäten bald ausgereizt sein», sagte er am Mittwoch vor den Bundeshausmedien.

Das wäre laut Berset «extrem problematisch». Die Situation könne sehr schnell eintreffen. «Wir werden die Situation weiterhin beobachten», so Berset. Am Donnerstag trifft sich Berset mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK). Berset erwähnte weiter, dass die Schweiz noch vor drei Wochen im europäischen Vergleich sehr gut dagestanden sei. «Nun stehen wir fast am schlechtesten da», so der Gesundheitsminister. Mehr dazu gibt es hier.

«Die zwei, drei nächsten Wochen sind entscheidend»

Gesundheitsminister Alain Berset hat einmal mehr betont, dass ein Lockdown verhindert werden soll. Das sei das Ziel. «Die zwei, drei nächsten Wochen werden entscheiden sein, ob wir dieses Ziel erreichen», sagte der Bundesrat.

Die Lage sei besorgniserregend und verschlechtere sich schnell, sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Das sei zwar kein Grund, Angst zu haben, aber man müsse sehr viel Respekt haben. Es brauche nun das Engagement der ganzen Gesellschaft. Weiteres zum Thema lesen Sie hier.

Alle Massnahmen in Betracht

Zur Eindämmung des Coronavirus in der Schweiz sind nach den Worten Gesundheitsminister Alain Berset grundsätzlich alle Massnahmen möglich – auch eine Ausgangssperre oder ein «Mini-Lockdown». Die Situation ändere sich sehr schnell.

«Wir müssen die Wirkung der ergriffenen Massnahmen täglich prüfen», sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Heute sei noch nicht der Zeitpunkt für weitere Massnahmen. Es komme aber darauf an, was sich in der Realität entwickle. Der Bundesrat werde sich nächste Woche wieder zum Thema austauschen und allenfalls weitere Massnahmen ergreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Bundesrat will dabei inseinem Handeln in der Corona-Pandemie flexibel bleiben und sich immer mehrere Alternativen und Optionen offen halten. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass es plötzlich nur noch eine ultimative Handlungsoption gebe, so der Gesundheitsminister.

«Wir hoffen schwer, dass wir einschneidendere Massnahmen verhindern können», sagte Berset. Gemeint sind das Schliessen von Läden und anderen Betrieben, sogenannte Circuit-Breaks, kurze Lockdowns oder eine Ausgangssperre. Alles dazu lesen Sie hier.

«Wir können das»

Gesundheitsminister Alain Berset hat die Bevölkerung zur Disziplin ermuntert: «Wir können das, wir haben das Anfang Jahr geübt.» Die Entwicklung der Pandemie sei kein politischer Entscheid, sondern eine gesellschaftliche Realität.

Die Situation ändere sich jeden Tag, sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Die Kantone könnten schnell reagieren – «besser als noch im Frühjahr». Wenn nichts getan werde, verschlechtere sich die Situation.

«Wir wollen nicht in eine Situation kommen, die ausweglos ist», betonte der Gesundheitsminister. Über genaue Szenarien werde der Bundesrat in der kommenden Woche wieder diskutieren.

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