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Der Sport Beitrag vom 20. Oktober 2020.
Basel

Bald wieder nur noch 1’000 Zuschauer im Joggeli?

Nur noch 1000 Zuschauer in den Stadien. Was im Kanton Bern bereits Tatsache ist, könnte schweizweit bald eingeführt werden. Die nächsten Tage sind entscheidend.

Mit Anstrengung und auch mit Investitionen erstellten die Super League-Vereine mit dem zuständigen Kanton ein individuelles Schutzkonzept, welches dann auch eingeführt wurde. Damit können wieder mehr als 1’000 Zuschauer in die Stadien gehen.

Nächste Tage werden entscheiden

Deshalb findet die FCB-Legende Erni Maissen, dass an diesen Konzepten auch festgehalten werden sollte, wie er am Montag im FCB Total erklärte: «Für etwas machte man doch diese Schutzkonzepte. Da hat man monatelang darauf gearbeitet, dass es am Optimalsten ist. Und schon jetzt sagt man, dass das vielleicht doch nichts ist. Mit dem habe ich ein wenig Mühe».

Ob diese 1’000er-Regel für Grossveranstaltungen wieder eingeführt wird, hängt von den Ansteckungszahlen ab. Laut dem Basler Kantonsarzt und Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, Thomas Steffen, werden die nächsten Tage entscheidend sein. Dies sagte er am Dienstag an der Medienkonferenz des BAG:

Finanzielle Folgen

«Das wird im Moment sehr intensiv in vielen Kantonen diskutiert, ob wir da zusätzliche Massnahmen aus fachlicher Sicht bräuchten oder sogar ein völliger Stopp dessen. Ich denke, da muss man die nächsten Tage abwarten, was aus diesen Diskussionen noch entstehen könnte».

Falls die Zuschauerzahlen in den Stadien massiv beschränkt würden, hätte dies schwere finanzielle Folgen für die betroffenen Vereine. Trotzdem steht die Gesundheit natürlich an erster Stelle, so Erni Maissen: «Das ist ganz klar. Vielleicht muss man in der Sportwelt irgendwann ein wenig umdenken und in Zukunft kleinere Brötchen backen. Auch andere müssen das. Aber ich bin gespannt, wie viele Vereine das überleben würden».

23 FCB-Spieler in Quarantäne

Denn längere Zeit ohne Zuschauereinnahmen, welche im Schnitt etwa 35 % des Budgets ausmachen, würde kein Super League-Verein überstehen, ist Erni Maissen überzeugt. Trotz diesen finanziellen Folgen werden die nächsten Tage also darüber entscheiden, ob im St. Jakob-Park nur noch wieder 1’000 Zuschauer Platz nehmen dürfen.

Im Moment kann man den FCB sowieso nicht spielen sehen, da gleich 23 Spieler des 30-Mann-Kaders bis am Sonntag unter Quarantäne stehen. Einzig die Torhüter Heinz Lindner, Josef Pukaj und Felix Gebhardt, sowie die Spieler Eray Cömert, Arthur Cabral und Raoul Petretta und ein weiterer Spieler wurden von der Quarantäne ausgeschlossen, wie der Verein am Montag bereits mitteilte. Deshalb hat der FCB auch eine Verschiebung des Sonntagsspiels gegen Lausanne bei der Swiss Football League beantragt.

1 Kommentar

  1. Ich bin kein Besucher von Grossveranstaltungen, aber ich bin absolut einig mit den Betroffenen, dass es absurd ist, was nun Bern gemacht hat und möglicherweise andere Kantone folgen.
    Was passiert, wenn nur noch 1000 ins Stadion können? Oder die Disko’s zu machen? Man wird sich sonst irgendwo treffen, wo es unkontrolliert ist und die Masken fallen wie die Blätter von den Bäumen, es wird „gesoffen“ und gefestet bis vielleicht die Polizei auftaucht – sofern sie ihre Aufgabe ernst nimmt. Gerade kürzlich habe ich nachts um 23:30 (auf dem Hundespaziergang) beim Schulhaus nebenan ein Gegröle gehört – da lief im Versteckten irgend eine „Party“ – wohl kaum mit Schutzkonzept …Report

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