Das neue Team heisst Grandjean und Ott, gespielt von Anna Pieri Zuercher (links) und Carol Schuler (rechts).
Schweiz

Zürich-«Tatort» feiert Premiere

Zürich wird «Tatort»-Stadt. Die Premiere des neuen Schweizer Sonntagskrimi-Teams ist am Sonntag mit dem Fall «Züri brännt».

Bankenzentrum, Szene-Hotspot, Kulturmetropole: Zürich wird an diesem Sonntag «Tatort»-Schauplatz. Die Stadt ist mit etwa 400 000 Einwohnern die grösste des Landes. Bevor Zürich vom Schweizer Fernsehen ausgewählt wurde, waren Bern (1990 bis 2002) und Luzern (2011 bis 2019) eidgenössische «Tatort»-Städte. Von 50 «Tatort»-Jahren war die Schweiz damit gut 20 Jahre mit eigenem Team dabei.

Das neue Team heisst Grandjean und Ott, gespielt von den Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher (als Juristin Isabelle Grandjean) und Carol Schuler (als Fallanalytikerin Tessa Ott).

Kommissarin Ott ist «perfektionistisch und charmant»

Dem «Münchner Merkur» sagte Zuercher über ihre Figur: «Isabelle Grandjean kommt aus La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuchâtel, ihre Muttersprache ist Französisch. Sie ist ein Profi, perfektionistisch und charmant.» Schuler erläuterte: «Tessa Ott hat einen rebellischen Charakter und einen grossen Gerechtigkeitssinn. Sie stammt aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie vom Zürichberg, aber sie stellt die Dekadenz, in der sie aufgewachsen ist, in Frage.»

Die Figuren und das Konzept für den Zürcher «Tatort» sowie die Drehbücher zu den ersten beiden Fällen wurden von Stefan Brunner («Freud», Serie von Netflix/ORF) und dem Romanautor Lorenz Langenegger («Jahr ohne Winter») entwickelt. Die Autoren arbeiteten auch schon beim Luzerner «Tatort: Die Musik stirbt zuletzt» zusammen, der ohne Schnitt gedreht worden war.

«Tatort» behandelt Zeit der Jugendrevolte

Der erste Fall des neuen Ermittlerinnen-Duos heisst «Züri brännt» und führt ins Zürich der 80er Jahre, eine Zeit der Jugendrevolte. Gedreht wurde unter anderem auf dem Sechseläutenplatz vor der Oper.

Der zweite Fall, der im Frühjahr 2021 ausgestrahlt werden soll, trägt den Titel «Schoggiläbe» (was in etwa Schokoladenleben oder Schokoseite des Lebens bedeutet) und stellt die neuen Kommissarinnen vor einen Todesfall am Zürichberg, bei dem der Patron einer Schokoladenfabrik ermordet wurde. Regie führte in beiden Fällen die Schweizer Filmemacherin Viviane Andereggen («Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut»).

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel